Der selbstverliebte Hexenmeisters
Lorenz hasste sie. Ihre sĂŒĂliche Stimme, die sie immer benutzte, wenn sein Vater in der NĂ€he war, ihr aufgesetztes LĂ€cheln und diese pseudo-spirituelle Gelassenheit, die sie ausstrahlte, gingen ihm gehörig auf die Nerven. Ihre stĂ€ndige Anwesenheit war eine Zumutung. Jedes Mal, wenn Cordula ihre esoterischen Weisheiten zum Besten gab, rollten seine Augen innerlich bis zum Anschlag.
âDie Energien sind heute besonders gĂŒnstig, Lorenz. Venus steht im Trigon zu Pluto, das ist eine explosive Mischung fĂŒr⊠sinnliche Erfahrungen.â Er stöhnte innerlich. Sinnliche Erfahrungen? Vermutlich meinte sie damit, dass ihr Hexenzirkel heute Abend eine kitschige Romanze im Fernsehen ansehen wĂŒrde. âSchön fĂŒr dich, Cordula. Ich muss lernen.â âAch, lass doch mal die SchulbĂŒcher ruhen. Das Leben ist mehr als Pythagoras und Goethe. Du solltest dich mehr deinen inneren KrĂ€ften öffnen.â Cordulas Stimme hatte diesen belehrenden Unterton, den Lorenz so verabscheute. âMeine inneren KrĂ€fte sagen mir, dass ich eine Eins in Mathe brauche.â Er knallte sein Lehrbuch demonstrativ zu. Cordula kicherte, ein hohes, unangenehmes GerĂ€usch. âDu bist so ein Sturkopf, Lorenz. Aber keine Sorge, das wird sich Ă€ndern.â Ăndern? Was sollte sich Ă€ndern? Er war neunzehn, fast mit der Schule fertig. Sein Plan war klar: Abitur machen, weg von hier, studieren. Er nahm sein Buch und ging in sein Zimmer, doch er konnte sich nicht richtig aufs Lernen konzentrieren. *Wenn ich doch nur ausziehen könnte.* Der Gedanke war verlockend, ein rettendes Ufer in einem Meer aus Unbehagen. Doch die RealitĂ€t war unerbittlich. Er war noch SchĂŒler, kurz vor dem Abitur, und sein mageres Taschengeld reichte kaum fĂŒr mehr als ein paar Kinobesuche und gelegentliche Pizzaabende mit seinen Freunden. Die Vorstellung, eine eigene Wohnung zu finanzieren, war schlichtweg absurd. Gerade als er sich in seinem Selbstmitleid suhlte, hörte er Schritte auf der Treppe.
Jens, sein Vater, betrat sein Zimmer, seine Miene ernst. âLorenz, wir mĂŒssen reden", sagte er. âIch werde fĂŒr ein Projekt eine zeitlang im Ausland sein." Lorenz spĂŒrte, wie ihm das Blut in den Adern gefror. âWie lange?", fragte er, wenige Wochen erwartend. âMindestens sechs Monate", antwortete Jens, seine Stimme voller Bedauern. Lorenz hob den Kopf. "Monate? So lange?" Jens nickte. "Es ist eine wichtige Chance fĂŒr mich, Lorenz. Ich kann sie einfach nicht ausschlagen." Lorenz spĂŒrte, wie sich ein KloĂ in seinem Hals bildete. "Das heiĂt, ich bin dann ganz allein mit ihr?" Sechs Monate. Sechs Monate allein mit Cordula. Der Gedanke war unertrĂ€glich. âDu willst mich doch verarschen, oder? Ich hasse sie, Papa. Wirklich, ich kann sie nicht ausstehen! Ich verstehe nicht, was du an dieser Frau findest.â Lorenz warf seinem Vater einen flehentlichen Blick zu. âLorenz, reiĂ dich zusammen", ermahnte Jens. âSie ist deine Stiefmutter, und sie wird sich um Dich kĂŒmmern." Lorenz setzte trotzig nach: âIch bin neunzehn, Papa. Bald bin ich hier raus." "Ich weiĂ, ich weiĂ", sagte Jens beschwichtigend. "Aber bis dahin... könntest Du dich vielleicht ein bisschen bemĂŒhen?" Lorenz schwieg. Er wusste, dass sein Vater Recht hatte. "Wann fliegst Du eigentlich?" fragte Lorenz, den Blick auf seinen Schreibtisch gerichtet. Jens rĂ€usperte sich. âMorgen!â Lorenz nickte nur, und Jens verlieĂ das Zimmer, um seine Sachen zu packen.
Lorenz verbrachte die nĂ€chsten Tage im Fitnessstudio, so lange er nur konnte. Er stemmte Gewichte, bis seine Muskeln brannten, rannte auf dem Laufband, bis ihm die Lunge wehtat. Alles, nur um nicht zu Hause sein zu mĂŒssen, in der NĂ€he von Cordula und ihrem esoterischem Geschwafel. Die Gewichte wurden zu seinen VerbĂŒndeten, die Hantelbank zu seinem Zufluchtsort. Jede hochgestemmte Hantel war eine Trotzreaktion gegen Cordula und ihre Welt. Er spĂŒrte, wie seine Muskeln brannten, der SchweiĂ lief und wie die Anspannung wich und einem neuen Selbstbewusstsein Platz machte. Eines Abends, nach dem Duschen, stand Lorenz vor dem Spiegel und betrachtete seinen Körper. Er hatte in den letzten Wochen wirklich Fortschritte gemacht. Seine Muskeln waren definierter, seine Haut straffer. Ihm fiel aber auf, dass seine Brusthaare die Konturen seiner Muskeln verdeckten. Spontan griff er nach dem Rasierer. Warum eigentlich nicht? Er hatte es noch nie zuvor getan, aber vielleicht... vielleicht wĂŒrde es ihm gefallen. Vorsichtig trug er Rasierschaum auf seine Brust auf und begann, die Haare abzurasieren. Er war ĂŒberrascht, wie weich sich seine Haut danach anfĂŒhlte. Und seine Muskeln... sie kamen viel besser zur Geltung. Ein leichtes LĂ€cheln stahl sich auf seine Lippen. Er mochte es. Er mochte es wirklich.
Von diesem Tag an wurde das Rasieren zu einem Ritual. Zuerst nur die Brust, dann die Achseln, den schmalen Streifen Haare, der sich von seinem Bauchnabel bis zu seinem Schritt zog. SchlieĂlich auch Arme und Beine. Lorenzâ Blick fiel beilĂ€ufig auf eine Statue von Adonis, die Cordula offenbar als Dekoration in ihrem Bad aufgestellt hatte. Sie war detailreich, fast lebensecht. âSieht gut ausâ, dachte er und ging. Doch er konnte den Anblick von Adonis nicht vergessen und er wurde seine Inspiration.
Er achtete fortan auf seine ErnĂ€hrung, trank Proteinshakes und aĂ HĂŒhnchen und Reis. Er wurde eitler, fast schon besessen davon, gut auszusehen. Er wollte perfekt sein, ein Adonis, der die Blicke auf sich zog.Â
Einige Tage spĂ€ter stand Lorenz, nach einem besonders anstrengenden Training, unter der Dusche und rasierte sich gerade die Brust. Da fiel sein Blick wieder auf die Adonisstatue und ihm fiel auf, dass die Statue keine Schamhaare hatte. Mit dem Rasierer in der Hand blickte er auf seinen Schritt: âWarum eigentlich nicht?â, fragte er sich. âWenn es bei der Statue gut aussieht, warum nicht auch bei mir?â Er trug den Rasierschaum auf, zog die Haut straff und setzte den Rasierer an. Die ersten ZĂŒge waren ungewohnt, ein wenig kitzelig. Dann spĂŒrte er, wie sich etwas in ihm regte. Eine WĂ€rme, ein Ziehen in seinem Unterleib. Er bekam eine Latte. Als er fertig war, betrachtete er sich im Spiegel. Sein Penis wirkte gröĂer, prĂ€sentabler. âSieht gar nicht so schlecht ausâ, murmelte er und strich sich ĂŒber den Schaft. Sofort spĂŒrte er, wie das Blut in seinen Penis schoss und er noch hĂ€rter wurde. Lorenz grinste, als er im Spiegel sah, wie sein erigierter Penis ohne Schamhaare prangte. âVerdammtâ, sagte er leise. âDas ist geil.â  Er schloss die Augen und genoss das GefĂŒhl der glatten Haut unter seinen Fingern. Er bewegte seine Hand auf und ab, langsam, dann schneller. Ein Stöhnen entfuhr ihm. Er spĂŒrte, wie sich die Spannung aufbaute, wie die Erregung in Wellen durch seinen Körper jagte. SchlieĂlich explodierte er. Sein Sperma spritzte auf den Badezimmerspiegel und rann langsam herunter.
Von diesem Tag an rasierte er sich regelmĂ€Ăig. ZunĂ€chst wunderte er sich, dass seine Körper- und Schamhaare nach jeder Rasur langsamer nachzuwachsen schienen, bis sie letztlich ganz verschwunden waren. Die glatte Haut gefiel ihm jedoch zu gut, um sich weiter Gedanken darĂŒber zu machen. Jede BerĂŒhrung machte ihn irgendwie erregt, trieb ihm das Blut in den Penis und lieĂ ihm einen StĂ€nder bekommen. Er liebte es, sich selbst zu berĂŒhren, seinen Körper zu erkunden und regelmĂ€Ăig abzuspritzen.
"Lorenz?", hörte er Cordulas Stimme durch die TĂŒr. "Bist du da drin?" Er schaltete schnell das Wasser ab und wickelte sich ein Handtuch um die HĂŒften. "Ja, bin gleich fertig", rief er. âDein Vater ist ja leider nicht da, könntest Du mich nicht zu einer Soiree des Zirkels begleitest?â sĂ€uselte Cordula, ihre Stimme wie sĂŒĂer Sirup, der sich langsam ĂŒber seine Nerven ergoss. Lorenz stöhnte innerlich. Eine Soiree? Das klang nach stundenlangem Smalltalk mit esoterisch angehauchten Damen und Herren, die sich selbst fĂŒr erleuchtet hielten. âMuss das sein?â, fragte er, in der Hoffnung, sich irgendwie drĂŒcken zu können. âEs wird doch bestimmt ein amĂŒsanter Abendâ, versuchte Cordula ihn zu ĂŒberzeugen. Lorenz seufzte: âIch habe aber eigentlich keine Lust darauf, Cordula. AuĂerdem muss ich lernen.â âAch was, das kann doch warten. Es ist nur eine kleine Soiree. Und danach hast du wieder alle Zeit der Welt fĂŒr deine BĂŒcher. Und dein Vater wĂŒrde sich freuen, wenn Du etwas mit mir unternimmst.â Sie wusste genau, wie sie ihn manipulieren konnte. Der Hinweis auf seinen Vater war eine unterschwellige Drohung, dass sie ihm mit enttĂ€uschtem Ton von Lorenz Weigerung erzĂ€hlen wĂŒrde. Lorenz hasste diese Art von Konversationen. Sie waren wie ein zĂ€her Kaugummi, den man einfach nicht loswurde. Er wusste, dass er verlieren wĂŒrde. âNa gutâ, sagte er schlieĂlich. âIch komme mit.â Doch innerlich verdrehte Lorenz die Augen: Nur noch wenige Monate, dann hatte er sein Abitur und wĂŒrde zum Studium ausziehen. Dann wĂ€re er endlich frei von Cordula und ihrem Hexenzirkel. Cordulas Gesicht hellte sich auf. âWunderbar, mein Lieber! Zieh dich am besten gleich um. Die Soiree beginnt in einer Stunde.â Lorenz seufzte innerlich. Er hatte gehofft, mit seiner Zusage wenigstens ein wenig Zeit zu gewinnen. Nun gut, dann eben nicht. Aber warum sollt er sich extra fĂŒr Cordulas Zirkel in Schale werfen. Mit einem schelmischen Grinsen beschloss er, ihr ein bisschen auf die Nerven zu gehenâŠÂ
Als Lorenz die Treppe herunterkam, wartete Cordula bereits auf ihn. Sie trug ein elegantes grĂŒnes Cocktailkleid, das ihre Figur betonte.
Lorenz hingegen hatte sich fĂŒr ein lĂ€ssiges weiĂes Hemd und eine Khaki-Chino entschieden. Cordula sah ihn stirnrunzelnd an. âLorenz, ist das dein Ernst?â, fragte sie. âWillst du das wirklich tragen?â Lorenz zuckte mit den Schultern. âWas denn?â, fragte er unschuldig. âIst doch bequem.â âBequem ja, aber nicht angemessen!â, erwiderte Cordula leicht gereizt. âDas ist eine Soiree, kein Grillabend im Park. Zieh dir bitte etwas anderes an.â
Lorenz grinste innerlich. Seine kleine Rebellion hatte funktioniert. Aber er war nicht bereit, sich ihrem Willen zu beugen. Â âNeinâ, sagte er. âIch finde, das passt schon so.â Cordula seufzte. âNa gutâ, sagte sie schlieĂlich. âAber beschwer dich nicht, wenn dich alle komisch anschauen.â
Die Fahrt zum Herrenhaus, in dem die Soiree stattfand, verlief schweigend. Lorenz starrte aus dem Fenster, wĂ€hrend Cordula sich nervös die Lippen nachzog. Als sie vor dem Anwesen vorfuhren, war Lorenz beeindruckt. Es war ein riesiges, opulentes GebĂ€ude mit SĂ€ulen und einem weitlĂ€ufigen Garten. Die GĂ€ste waren alle elegant gekleidet, die Frauen in funkelnden Abendkleidern, die MĂ€nner in dunklen AnzĂŒgen. Lorenz fĂŒhlte sich in seinem lĂ€ssigen Outfit fehl am Platze. Er zweifelte, ob seine kleine Rebellion gegen Cordula eine gute Idee war. *Egal, ich ziehe das jetzt durch*, dachte er. Er wĂŒrde es gegenĂŒber Cordula aber niemals zugeben, dass er sich unwohl fĂŒhlte. Cordula fĂŒhrte ihn durch die Menge, stellte ihn einigen Leuten vor, von denen er sich kaum die Namen merken konnte. Die meisten von ihnen musterten ihn von oben bis unten und tauschten vielsagende Blicke aus. Lorenz fĂŒhlte sich immer unwohler. Plötzlich blieb Cordula stehen und lĂ€chelte einen Mann an, der auf sie zukam. âLorenz, darf ich dir Tarabas vorstellen?â, sagte sie. âTarabas, das ist mein Stiefsohn Lorenz.â Tarabas war ein attraktiver Mann mit markanten GesichtszĂŒgen und durchdringenden blauen Augen. Seine Stimme war tief und angenehm.
Er schĂŒttelte Lorenz die Hand und lĂ€chelte ihn freundlich an. âFreut mich, dich kennenzulernen, Lorenzâ, sagte er. âCordula hat schon viel von dir erzĂ€hlt.â Lorenz nickte steif aber er fand Tarabas auf Anhieb sympathisch. Er wirkte nicht so abgehoben und arrogant wie die anderen Leute hier. Und Irgendwie schien er Lorenz' Abneigung gegen Cordula zu spĂŒren. Er zwinkerte ihm verstohlen zu. âCordula, könntest Du uns kurz allein lassen?â, fragte Tarabas. âIch wĂŒrde mich gerne etwas mit Lorenz unterhalten.â Cordula lĂ€chelte. âNatĂŒrlichâ, sagte sie und verschwand in der Menge. Tarabas wandte sich Lorenz zu. âKomm mitâ, sagte er. âIch möchte Dir etwas zeigen.â Lorenz war froh, dass Tarabas ihn zumindest fĂŒr ein paar Augenblicke vor Cordula rettete. Sie gingen durch verschlungene GĂ€nge, vorbei an schweren, hölzernen TĂŒren und dunklen Wandteppichen. âWo gehen wir denn hin?â, fragte Lorenz. âWirst du gleich sehenâ, sagte Tarabas. âEs ist etwas Besonderes.â SchlieĂlich blieben sie vor einer besonders groĂen und verzierten TĂŒr stehen. Tarabas holte einen SchlĂŒssel hervor und öffnete sie. âBitteâ, sagte er und deutete Lorenz hinein.
Lorenz trat ein und staunte. Er befand sich in einem kerkerartigen Ritualraum. Der Raum war mit unzĂ€hligen Kerzen erleuchtet, die ein warmes, flackerndes Licht verbreiteten. An den WĂ€nden hingen seltsame Symbole und Zeichnungen. In der Mitte des Raumes stand ein steinerner Altar. âWas ist das hier?â, fragte Lorenz neugierig. Tarabas ignorierte seine Frage. Stattdessen deutete er auf den Altar. âLeg dich hinâ, sagte er. Lorenz rĂŒhrte sich nicht. âWas?â, fragte er unglĂ€ubig. âSoll das ein Witz sein?â Tarabas trat nĂ€her. Seine Augen blitzten plötzlich gefĂ€hrlich. Seine sympathische Art war wie weggeblasen. âLeg dich hin, Lorenzâ, wiederholte er. âDas ist kein Witz.â Lorenz spĂŒrte, wie ihm das Blut in den Adern gefror. Er wusste nicht, was hier vor sich ging, aber er hatte ein ungutes GefĂŒhl. Langsam legte er sich auf den Altar.
Im selben Moment schossen Lederriemen aus dem Altar hervor und fixierten Lorenz an HĂ€nden und FĂŒĂen. Er versuchte, sich zu befreien, aber es war zwecklos. Die Riemen waren zu fest. âWas soll das?â, schrie Lorenz. Die TĂŒr öffnete sich und Cordula trat herein. Sie grinste Lorenz höhnisch an - Lorenz hatte Angst. âWas wollt ihr von mir?â, fragte er. âWir wollen dich verwandelnâ, antwortete Tarabas. âVerwandeln?â, fragte Lorenz. âIn was denn?â Tarabas grinste. âIn das, was du schon immer sein solltest.â Mit einem Ruck riss Tarabas Lorenz das Hemd auf. Cordula zog ihm die Hose herunter. Lorenz lag nackt und gefesselt auf dem Altar, ausgeliefert den beiden Hexern. Tarabas trat nĂ€her und betrachtete Lorenzâ Körper. Seine Hand glitt ĂŒber Lorenzâ gestĂ€hlten Bauch, die Finger zeichneten die Konturen seines Sixpacks nach. Ein leises Zischen entfuhr ihm. Die BerĂŒhrung war kĂŒhl, fast abweisend, doch Lorenz spĂŒrte, wie sich seine Muskeln unwillkĂŒrlich anspannten. Dann wanderte Tarabasâ Hand tiefer, ĂŒber die Innenschenkel, bis sie schlieĂlich an Lorenzâ Hoden zum Liegen kam. Ein Grinsen breitete sich auf Tarabasâ Lippen aus, ein Ausdruck triumphaler Befriedigung. âCordula, meine Liebe, du hast wirklich ganze Arbeit geleistetâ, sagte er, ohne den Blick von Lorenzâ Körper zu wenden. âEr ist ein prĂ€chtiger Bursche geworden.â Lorenzâ Magen verkrampfte sich. Er hasste es, wie Tarabas ihn berĂŒhrte, wie er ĂŒber ihn sprach, als wĂ€re er ein Objekt, ein StĂŒck Vieh auf einem Markt. Doch gleichzeitig, widerwillig, spĂŒrte er, wie sich in seinem Schritt etwas regte, eine unwillkommene, beschĂ€mende Reaktion auf Tarabas' BerĂŒhrungen. Seine Atmung beschleunigte sich und er bemerkte mit wachsender Panik, dass er eine Erektion bekam. Tarabas bemerkte sie natĂŒrlich sofort. Sein Grinsen wurde breiter, sadistischer. Er umfasste Lorenzâ Schaft mit der Hand, strich mit dem Daumen ĂŒber die volle LĂ€nge. âNa, sieh mal einer anâ, sagte er mit dunkler, gefĂ€hrlicher Stimme. âEs scheint, als hĂ€ttest du perfekt mitgespielt, damit Cordulas Zauber seine volle Kraft entfalten konnte.â Er lachte höhnisch. âHast Du brav deine Sackhaare geopfert und Dir immer schön einen runtergeholt? Es hat sich definitiv ausgezahlt: Jetzt reicht die kleinste BerĂŒhrung, und dein Körper explodiert vor Verlangen, wĂ€hrend dein SchwĂ€nzchen eifrig strammsteht.â Die Worte trafen Lorenz wie ein Schlag. Plötzlich ergab alles einen grausamen Sinn. Seine plötzliche Vorliebe fĂŒr Sport, die Besessenheit von seinem Aussehen, die unkontrollierbare Libido â es war alles ein Zauber, ein perfider Plan seiner Stiefmutter. Er war manipuliert worden, ein subtiler aber unaufhaltsamer Zauber, der ihn langsam, aber sicher verĂ€nderte. Tarabasâ Blick wanderte zu Lorenzâ steifem Schwanz. Er betrachtete ihn mit sadistischer Freude, als wĂ€re er ein Kunstwerk, ein wertvolles Objekt. âDas machst Du toll, kleiner Hengst!â, sagte er und knetete Lorenzâ Hoden, bis dieser schmerzhaft aufstöhnte. âKleiner Hengst? Was soll das bedeuten?â, fragte Lorenz, der immer noch versuchte, die Situation zu begreifen. Sein Herz raste, und er spĂŒrte, wie SchweiĂ auf seiner Stirn ausbrach. Tarabas beugte sich vor, seine Augen funkelten. âGanz einfach, mein Lieberâ, flĂŒsterte er. âDas bedeutet, dass Du bald willig deinen Samen in jede Frau ergieĂen wirst, die ich dir zuweise. Tarabas beugte sich noch nĂ€her zu ihm und erklĂ€rte Lorenz den Plan, die perverse Vision, die sie fĂŒr ihn hatten: âDu wirst uns helfen, neue Kinder mit auĂergewöhnlichen FĂ€higkeiten zu zeugen. Du wirst uns dienen, Lorenz. Du wirst uns gehorchen, Du wirst unser Zuchthengst sein!â Lorenzâ Magen drehte sich um. Er spĂŒrte einen Anflug von Ăbelkeit. âIhr seid krank!â, keuchte er. âDas ist pervers! Lasst mich frei!â Er versuchte, sich zu befreien, zerrte an den Riemen, aber sie hielten ihn fest. Seine BemĂŒhungen waren zwecklos. âTsch, tsch, tschâ, zischte Cordula, die sich mit einem diabolischen Grinsen im Gesicht nĂ€herte. âSei doch nicht so unkooperativ, Lorenz.â
Das Ritual nahm seinen Lauf. Tarabas zog ein kleines, silbernes Messer hervor, dessen Klinge im Kerzenlicht unheilvoll glĂ€nzte. Lorenzâ Augen weiteten sich vor Entsetzen.
âWas willst Du damit?â, stammelte er. âDas ist der letzte Schritt, Lorenzâ, sagte er ruhig. âEin kleiner Eingriff, um dich in einen perfekten Zuchthengst zu verwandeln.â Er beugte sich vor und hob den Penis des JĂŒnglings an. âNein!â, schrie Lorenz. âLasst das! Fasst mich nicht an!â Doch es war zu spĂ€t. Tarabas setzte das Messer an seine Vorhaut an. Lorenz spĂŒrte, wie ihm die KĂ€lte der Klinge auf seiner Haut einen Schauer ĂŒber den RĂŒcken jagte. Als Tarabas mit einem schnellen, prĂ€zisen Schnitt seine Vorhaut abtrennte, schrie Lorenz gequĂ€lt auf. Der Schmerz war ĂŒberwĂ€ltigend, ein brennendes Inferno, das seinen ganzen Körper erfasste. Tarabas legte die abgetrennte Vorhaut auf ein kleines Tablett, auf dem Runen eingraviert waren, wĂ€hrend Lorenzâ Blut auf den Stein des Altars tropfte und sich mit den seltsamen Zeichen darauf vermischte. âWas soll der ScheiĂ!â, brĂŒllte Lorenz, TrĂ€nen der Wut und des Schmerzes in den Augen. Anstatt zu antworten, spuckte Tarabas in Lorenzâ Mund. Lorenzâ Augen weiteten sich vor Abscheu. Er wollte den Speichel sofort wieder ausspucken, doch als seine Zunge die fremde FlĂŒssigkeit berĂŒhrte, geschah etwas Unerwartetes. Der Geschmack war⊠gut. Ăberraschend gut. Er schmeckte nach KrĂ€utern und einer tiefen, erdigen SĂŒĂe. Instinktiv begann er, den Speichel ĂŒber seine Zunge laufen zu lassen. Wie hypnotisiert lutschte er den Speichel, verteilte ihn genĂŒsslich mit seiner Zunge im Mund. Seine Muskeln entspannten sich, die Panik wich einer merkwĂŒrdigen Gelassenheit. Ein leiser Wunsch, Tarabas zu gehorchen und ⊠zu gefallen, begann in ihm zu keimen, ein zarter Trieb, der sich langsam in seinem Inneren ausbreitete. Als sich Tarabasâ Spucke mit seiner eigenen vermischt hatte und kaum noch etwas von ihr zu schmecken war, schluckte Lorenz sie runter. Ein tiefer, unwillkĂŒrlicher Schluck, der die letzte Spur des Widerstands in ihm auslöschte. Augenblicklich, als der Speichel die Speiseröhre hinunterlief, geschah etwas auf dem kleinen Tablett, das Tarabas neben den Altar gestellt hatte. Die abgetrennte Vorhaut, die dort gelegen hatte, begann zu schimmern. Zuerst war es nur ein leichtes GlĂŒhen, dann verwandelte sie sich in einen schillernden silbernen Ring. Er glĂ€nzte und funkelte im flackernden Kerzenlicht, ein Zeichen vollendeter Magie, ein Siegel der Unterwerfung.
Tarabas grinste triumphierend. Er griff nach dem Ring, seine Finger schlossen sich um das kĂŒhle Metall. Mit einer geschickten Bewegung schob er ihn sich an seinen Ringfinger. Der silberne Glanz passte perfekt zu seinem dunkel gekleideten Erscheinungsbild. Er wandte sich wieder Lorenz zu, der immer noch auf dem Altar lag, gefesselt und verwundbar. Tarabas griff nach Lorenz' Kinn, seine Finger waren stark und doch sanft, als er sein Gesicht emporhob. âBraver Knabe!â, sagte er, seine Stimme war nun so sanft, so schmeichelnd, dass Lorenz fast vergaĂ, dass er gerade verstĂŒmmelt worden war. Lorenz sah in Tarabas' Augen, die von einem tiefen, unergrĂŒndlichen Blau waren, und fand sich darin verloren. Eine Welle der Hingabe durchflutete ihn, ein GefĂŒhl der absoluten Unterwerfung. Seine Augen weiteten sich, und ein Ausdruck unbedingter Ergebenheit spiegelte sich darin wider. Er spĂŒrte nichts mehr als den Wunsch, Tarabas zu gefallen, ihm zu dienen.Â
Tarabas lieĂ Lorenz' Kinn los und griff nach etwas, das er hinter sich verborgen hatte. Es war eine dunkelgrĂŒne Seidenharemshose. Sie schien im Kerzenlicht zu leben, ihr Stoff war weich und flieĂend, sinnlich und verheiĂungsvoll. Tarabas hielt sie hoch, und sein Blick ruhte auf Lorenz. âNa, was sagst Du zu der Hose? Das perfekte Outfit fĂŒr einen Lustknaben!â Lorenz betrachtete die Hose. Sie war weich, flieĂend, sinnlich. Er spĂŒrte, wie sein Körper auf die Vorstellung reagierte, sie zu tragen. Ein Verlangen, das er nicht verstand, begann in ihm zu wachsen. âJa", sagte er leise âSie ist schön." Tarabas grinste zufrieden. âSehr gut.â Er löste Lorenz von den Fesseln und reichte ihm die Hose. Lorenz nahm sie entgegen und zog sie an. Die glatte Seide fĂŒhlte sich unglaublich auf seiner Haut an. Durch die Beschneidung war Lorenzâ Eichel freigelegt, und sie rieb bei jeder Bewegung an der glatten Seide der Haremshose. Dieses GefĂŒhl war neu, aufregend, ĂŒberwĂ€ltigend. Sein Schwanz bekam sofort eine Erektion. Tarabas strich mit seiner Hand stolz ĂŒber die Seide, unter der sich Lorenz' Schwanz aufrichtete. âEin prĂ€chtiger Anblickâ, sagte er mit einem zufriedenen LĂ€cheln.
Cordula, die bis dahin regungslos dagestanden hatte wie eine Schattengestalt, trat nun mit leichten, triumphierenden Schritten nĂ€her. Ihre Augen musterten Lorenz von Kopf bis FuĂ, ein langsamer, genĂŒsslicher Blick, der auf der dunkelgrĂŒnen Seide der Haremshose verweilte. Ein LĂ€cheln, schmal und messerscharf, zog ihre Lippen empor. Es war kein gewöhnliches LĂ€cheln; es war gesĂ€ttigt mit schadenfroher Genugtuung, ein Ausdruck stiller Ăberlegenheit. Sie erinnerte sich lebhaft an seine trotzige Miene, als er sich vor Stunden geweigert hatte, etwas "Angemesseneres" fĂŒr die Soiree anzuziehen â ein lĂ€ssiges weiĂes Hemd, Khaki-Chinos, ein kindischer Akt der Rebellion. Damals hatte er geglaubt, sie damit herausfordern zu können, seine Ablehnung zu demonstrieren. Sie hatte seine trotzige Haltung damals mit einem LĂ€cheln abgetan, wissend, dass ihre Magie ihn brechen wĂŒrde. All die Wochen, Monate der subtilen Manipulation, der Zauber, der sich wie ein feines Netz um seine Seele gelegt hatte, trugen nun FrĂŒchte. Nun hatte Tarabas, ihr Meister, ihn dazu gebracht, klaglos die Seidenhose eines Lustknaben anzuziehen, die seine neue Rolle unmissverstĂ€ndlich kennzeichnete. âIst es nicht viel angenehmer, angemessen angezogen zu sein?â, fragte sie, ihre Stimme war wie flĂŒssiger Honig, sĂŒĂlich und doch mit einem eisigen Kern aus Spott. Lorenz betrachtete die Hose, seinen nackten Oberkörper, seine nun freigelegte Eichel, die gegen den Stoff rieb, und empfand es als vollkommen natĂŒrlich, als angemessen fĂŒr ihn. Lorenz hatte ohnehin schon an seinem kleinen Kleidungs-Protest gezweifelt und war nun froh, den Erwartungen zu entsprechen. Die Worte seiner Stiefmutter, die Art, wie Tarabas ihn ansah, die ĂŒberwĂ€ltigende Erregung, die ihn durchströmte â all das schuf eine neue RealitĂ€t, in der die Rolle eines Lustknaben einfach nur⊠normal erschien. Tarabas legte eine Hand auf Lorenz' Hintern, strich sanft ĂŒber die Seide. âLorenz, möchtest du nicht antworten?â Ein sanftes LĂ€cheln bildete sich auf seinen Lippen, und er hauchte: âJaâ, seine Stimme war weicher, tiefer als zuvor. âEs ist⊠sehr angenehm. Es fĂŒhlt sich⊠richtig an.â Cordula bemerkte seine innere Wandlung und konnte ihre Genugtuung kaum verbergen. Sie lieĂ ihren Blick von Lorenz' nun nacktem Oberkörper ĂŒber die schimmernde grĂŒne Seide der Haremshose gleiten, die sich um seine HĂŒften schmiegte und die neue Form seiner MĂ€nnlichkeit betonte. Ihre Augen tanzten vor VergnĂŒgen, als sie sah, dass er die Kleidung eines Lustknaben nicht nur trug, sondern sie auch als âangemessenâ fĂŒr sich selbst betrachtete. Ja, es gefiel ihr sichtlich, was ihr Hexenmeister Tarabas mit Lorenz gemacht hatte.  Sie liebte es, wie Lorenz seine neue Rolle als Lustknabe mit einer fast schon erschreckenden SelbstverstĂ€ndlichkeit annahm. Es war die die finale DemĂŒtigung ihres einst so sturen und aufmĂŒpfigen Stiefsohns, die sie so genoss.
Cordula trat neben ihn, ihre Hand ruhte auf seinem nackten Oberkörper, strich ĂŒber seine trainierten Muskeln. âDu siehst wundervoll aus, Lorenzâ, flĂŒsterte sie, ihre Stimme war jetzt weniger sĂŒĂlich, sondern hatte einen rauen, animalischen Unterton. âEin wahrer Adonis.â Sie beugte sich vor und kĂŒsste ihn auf die Wange. Tarabas' Finger strichen ĂŒber Lorenzâ empfindliche Spitze seiner Eichel, die sich gegen den Stoff presste.
Ein leises Stöhnen entfuhr Lorenz, ein Laut der Ekstase, der sich mit der tiefen Erregung vermischte, die ihn durchströmte. Er spĂŒrte, wie sein Körper auf die BerĂŒhrung reagierte, wie sich sein Schwanz noch weiter aufrichtete, als ob er sich der BerĂŒhrung seines Meisters entgegenstreckte. âSehr gut, Lorenzâ, sagte Tarabas, seine Stimme tief und beruhigend. âNun, da du dich so wohlfĂŒhlst, gehen wir weiter.â
Er fĂŒhrte Lorenz durch eine TĂŒr, die sich scheinbar aus dem Nichts in eine Wand fĂŒgte. Dahinter lag ein Saal mir flackerndem Kerzenlicht und in der Mitte stand ein massiver Altar aus dunklem Marmor. Mehrere junge MĂ€nner, alle Ă€hnlich attraktiv und mit einer Mischung aus Stolz und NervositĂ€t in ihren Haltungen, standen in einer lockeren Reihe.
Hexen jeglichen Alters nippten an SektglĂ€sern bewegten sich zwischen ihnen und unterhielten sich mit leisen Stimmen. Lorenz wurde sanft in die Reihe der MĂ€nner geschoben, und ein GefĂŒhl der Zugehörigkeit, seltsam und doch willkommen, durchströmte ihn. Die Hexen musterten die jungen MĂ€nner mit einem hungrigen Blick, ihre Augen wanderten ĂŒber die nackten Oberkörper, die definierten Muskeln, die beschnittenen Penisse, die sich unter der dĂŒnnen Seide abzeichneten. Es war ein Markt, ein Basar der Körper, und Lorenz war nun Teil des Angebots. Er spĂŒrte, wie seine Muskeln unter der Seide sich anspannten, als sich die Blicke der Frauen auf ihn richteten. Ein leichtes LĂ€cheln spielte um seine Lippen. Diese Aufmerksamkeit war berauschend. Eine Welle des Stolzes schwappte ĂŒber ihn. Er prĂ€sentierte seine trainierten Muskeln, die glatte, seidige Haut, die er so akribisch gepflegt hatte.
Dann blieb eine Hexe vor ihm stehen. Ihre Augen, von einem tiefen Smaragdton, fesselten ihn augenblicklich. Ein flĂŒchtiger Blick, ein kaum wahrnehmbares Nicken, und sie begann sich auszuziehen. Ihre Bewegungen waren geschmeidig, fast hypnotisch. Jedes KleidungsstĂŒck, das fiel, schien die Spannung im Raum zu erhöhen. Lorenz spĂŒrte, wie sein Körper auf diese Darbietung reagierte, eine Hitze stieg in ihm auf, die seine Gedanken klarer, aber gleichzeitig auch primitiver machte. Seine Intelligenz, die ihm normalerweise half, Situationen zu analysieren und zu bewĂ€ltigen, schien zu schwinden, ersetzt durch einen archaischen, rohen Trieb. Der Trieb eines jungen Hengstes, der eine Stute decken will. Die Hexe legte sich nackt auf den Altar. Umgeben von ihren Schwestern, die sie mit erwartungsvollen Blicken bedachten, spreizte sie ihre Beine.
Eine stumme Einladung, die Lorenz' Herz schneller schlagen lieĂ. Er zögerte einen Moment. Ein Teil von ihm, der Rest seines alten Selbst, hatte moralische Bedenken sich, umgeben von Zuschauern, einer wildfremden Frau hinzugeben. Doch dieser Teil war schwach, ĂŒbertönt vom lauten Ruf seines Körpers. Er kĂ€mpfte gegen diesen neuen, mĂ€chtigen Trieb. Ein FlĂŒstern in seinem Ohr, warm und verfĂŒhrerisch, riss ihn aus seinem inneren Konflikt. Tarabas' Stimme! âNimm sie, Du kannst sie haben!â Das war alles, was es brauchte. Der letzte Widerstand brach. Lorenz stĂŒrzte sich auf die junge Frau, sein Körper ein Werkzeug des reinen Verlangens. Er begattete die junge Hexe mit einer animalischen Kraft, die er nie zuvor in sich gespĂŒrt hatte. Jeder StoĂ war schneller, heftiger als der vorherige. Sein Körper arbeitete im Einklang mit dem Rhythmus der Hexe, ein wilder Tanz der Begierde. Cordula, die das Geschehen mit einem zufriedenen LĂ€cheln beobachtete, trat an Tarabasâ Seite. âSo eine VitalitĂ€t hĂ€tte ich Lorenz gar nicht zugetraut!â, sagte sie, ihre Stimme triefte vor spöttischer Bewunderung. Tarabas erwiderte, sein Blick fixierte Lorenzâ ekstatische Bewegungen: âIn diesem Moment gibt es keinen Lorenz mehr, nur noch den Trieb eines wilden Hengstes!â Cordula genoss die Vorstellung, ihren einst so besserwisserischen, lernbegierigen und moralisierenden Stiefsohn in diesem Zustand zu sehen - reduziert auf die Instinkte eines Tieres. Es war die ultimative Befriedigung fĂŒr sie, die vollstĂ€ndige Zerstörung seines frĂŒheren Selbst. Sie sah, wie seine Augen verdreht waren, wie er sich vollkommen der Lust hingab. Lorenz erreichte seinen Höhepunkt, ein heftiges Zucken, das seinen ganzen Körper erschĂŒtterte als er seinen Samen in die Hexe entlieĂ. Dann stieg er von der jungen Hexe ab, ohne einen weiteren Blick auf sie zu werfen - mit der gleichen GleichgĂŒltigkeit, wie ein Hengst nachdem er ein Fohlen gezeugt hatte. Er stand aufrecht da, die Beine leicht gespreizt, ein Ausdruck triumphaler Zufriedenheit auf seinem Gesicht. Dann ging er lĂ€ssigen Schrittes, breitbeinig, stolz und seine MĂ€nnlichkeit zur Schau stellend auf Tarabas zu. Der Trieb, der ihn beherrschte, war noch immer prĂ€sent. Tarabas griff nach seinen Hoden, knetete sie sanft. âWer braucht schon ein Abitur, wenn man so prĂ€chtige Klöten zum Denken hat?â, sagte er mit einem sarkastischen Unterton. Lorenz, gefangen in seiner animalischen Euphorie, verstand den Spott nicht. Er nahm es als Lob seiner MĂ€nnlichkeit auf, das seinen Stolz befeuerte. Doch plötzlich kamen kleine Blitze aus Tarabasâ Hand und versetzten Lorenz eine Art Stromschlag in seine Eier. Vor Schmerz verdrehten sich seine Augen, und er sank bewusstlos zu Boden. Tarabas lachte. âRuh dich aus, Du hast es dir verdient!â
Lorenz erwachte am nĂ€chsten Morgen in seinem Bett. Ein dumpfes Pochen hĂ€mmerte gegen seine SchlĂ€fen, und seine Glieder fĂŒhlten sich schwer und ungelenk an, als hĂ€tte er die Nacht in einem tiefen, unruhigen Schlaf verbracht. Er blinzelte gegen das schwache Morgenlicht, das durch die VorhĂ€nge drang und versuchte, die bruchstĂŒckhaften Bilder der letzten Nacht zu ordnen. Ein Albtraum, das musste es gewesen sein. Die Soiree, die Hexen, Tarabas⊠alles nur ein wirrer, verstörender Traum. Er schlug die Bettdecke zurĂŒck, um sich zu vergewissern, dass alles normal war.
Doch was er sah, lieĂ ihm das Blut in den Adern gefrieren. Sein Blick fiel auf die Stelle, wo einst seine Vorhaut gewesen war. Die glatte, empfindliche Eichel, die nun freilag, sprach eine unmissverstĂ€ndliche Sprache. Ein Schauer lief ihm ĂŒber den RĂŒcken, es war kein Traum! Die Beschneidung war real, die Erniedrigung, die Verwandlung â alles war tatsĂ€chlich geschehen. Scham wallte in ihm auf, vermischt mit einem tiefen Ekel vor sich selbst. Wie hatte er nur so willenlos sein können? Wie hatte er sich von Tarabas so demĂŒtigen lassen? Er hatte sich vor den Augen eines perversen Publikums zur Schau gestellt und dann eine fremde Frau bestiegen, wie ein Tier, ohne jeden Respekt, ohne jedes GefĂŒhl. Ein Deckhengst, nichts weiter, missbraucht fĂŒr die dunklen Zwecke eines Hexenzirkels. Er stand auf, ging ins Badezimmer, betrachtete sich im Spiegel. War er wirklich so tief gesunken? Lorenz versuchte, die Geschehnisse der vergangenen Nacht zu verdrĂ€ngen. Er wollte einfach nur sein normales Leben zurĂŒck, seine AbiturprĂŒfungen vorbereiten, mit seinen Freunden abhĂ€ngen.  Er wollte vergessen, wie er sich gefĂŒhlt hatte, als Tarabas seine Hoden in der Hand hielt und ihn verspottete. Es war vorbei, sagte er sich. Er wĂŒrde diese Nacht verdrĂ€ngen, sie tief in seinem Inneren vergraben, wo sie keinen Schaden mehr anrichten konnte. Er wĂŒrde so tun, als wĂ€re nichts geschehen. Er hatte eine Lektion gelernt, eine schmerzhafte, demĂŒtigende Lektion. Er wĂŒrde Cordula nicht mehr offen provozieren, sondern versuchen, sich mit ihr zu arrangieren. Vielleicht wĂŒrde sie ihn dann in Ruhe lassen.
Die nĂ€chsten Wochen verliefen ĂŒberraschend ruhig. Cordula schien sich zurĂŒckzuhalten, und Lorenz konnte sich auf seine PrĂŒfungen konzentrieren. Eine Art brĂŒchiger Frieden kehrte in das Haus zurĂŒck. Er hatte sich sogar wieder mit seinem Training angefreundet, obwohl er darauf achtete, es nicht zu ĂŒbertreiben. Er wollte nicht wieder in diese Obsession verfallen, die Cordula in ihm ausgelöst hatte. Er war vorsichtig geworden, achtete auf seine Gedanken und GefĂŒhle, um sicherzustellen, dass er die Kontrolle behielt. Das Schlimmste war ĂŒberstanden, Lorenzâ Leben verlief in seinen gewohnten Bahnen und die Geschehnisse mit Tarabas waren nur noch eine blasse, unwirkliche Erinnerung.
Eines Nachmittags, als Lorenz im Wohnzimmer auf dem Sofa lĂŒmmelte und einen Stapel BĂŒcher durchblĂ€tterte, klingelte es an der TĂŒr. Er stöhnte innerlich. Wer störte ihn jetzt?
Cordula eilte zur TĂŒr, ihre Schritte hallten auf dem polierten Holzboden wider. âAh, Tarabas, wie schön, Dich zu sehen!â, hörte Lorenz Cordulas sĂŒĂliche Stimme. Lorenzâ Nackenhaare stellten sich auf. Tarabas? Was wollte der denn hier? Er spĂŒrte einen Anflug von Panik. Die Erinnerungen an die Soiree, die Beschneidung, die DemĂŒtigung und seine animalische Raserei mit der Hexe ĂŒberfielen ihn wie eine kalte Dusche. Lorenz wollte nichts mit Tarabas zu tun haben und entschied sich, ihm aus dem Weg zu gehen. Doch als er den Flur betrat, um unauffĂ€llig in sein Zimmer zu huschen, stand Tarabas bereits vor ihm, eine imposante Gestalt, die den Durchgang versperrte.
Lorenz blieb wie angewurzelt stehen. Er wusste nicht, wie er auf Tarabas reagieren sollte. Seine Muskeln spannten sich an, sein Herz begann schneller zu schlagen. Tarabas grinste Lorenz an, ein durchdringender, fast hypnotischer Blick. Sanft legte er ihm eine Hand unter das Kinn, zwang ihn, seinen Blick zu erwidern. Ein unerklĂ€rliches GefĂŒhl der Ruhe ĂŒberkam Lorenz. Warum fĂŒhlte er sich plötzlich so gelassen, so⊠ergeben? âLorenz, willst Du mich nicht zu einer Soiree begleiten?", fragte Tarabas, seine Stimme war sanft und schmeichelnd, wie ein warmer Sommerwind. Ein sanftes LĂ€cheln breitete sich auf Lorenz' Lippen aus. Himmelte er Tarabas etwa gerade an? War das möglich? Er war verwirrt, desorientiert. Warum empfand er plötzlich dieses seltsame GefĂŒhl der Zuneigung fĂŒr diesen Mann, der ihn so schamlos manipuliert und missbraucht hatte? Bevor Lorenz seine Gedanken sammeln konnte, setzte Tarabas nach: âKommâ zieh Dir etwas passendes an!â Dann reichte er Lorenz die dunkelgrĂŒne Seidenharemshose. Geschockt riss Lorenz Mund und Augen auf: Die Haremshose! Das Symbol seiner DemĂŒtigung, seiner Versklavung. Doch gleichzeitig spĂŒrte er, wie sein Blut in seinen Schwanz floss, wie sich sein Körper auf die Vorstellung freute, diese Hose wieder zu tragen. Ohne zu zögern begann er, sich auszuziehen. Hemd, Hose, Unterhose â alles landete achtlos auf dem Boden. Er griff nach der Haremshose, deren glatter Stoff sich kĂŒhl auf seiner Haut anfĂŒhlte. Er schlĂŒpfte hinein und spĂŒrte, wie die Seide sanft seinen Penis berĂŒhrte; ein GefĂŒhl, das ihm gleichzeitig Lust und Abscheu bereitete.
Er hasste sich dafĂŒr, dass er diesem Verlangen nachgab, doch er konnte sich nicht wehren. Tarabas lachte triumphierend und streichelte sanft Lorenz' Eichel durch den Seidenstoff der Haremshose. âOh jaâŠâ, stöhnte Lorenz leise. Er warf seinen Kopf lustvoll zurĂŒck und schloss die Augen. Jeglicher restliche Widerstand verschwand aus seinen Gedanken. Er genoss es, Tarabas zu gehorchen, sich seinem Willen hinzugeben. Es fĂŒhlte sich⊠richtig an. Cordula stand im Hintergrund, beobachtete das Geschehen mit einem hĂ€mischen Grinsen. Ihr Stiefsohn, der einst so rebellisch war, gehorchte nun wie ein dressiertes Tier. Es war die ultimative BestĂ€tigung ihrer Macht, der Beweis fĂŒr ihren Sieg.
Die Soiree verlief wie ein DĂ©jĂ -vu. Lorenzâ Gedanken waren reduziert auf die eines jungen Hengstes, sein Verstand leer, sein Körper voll animalischer Triebe. Er wurde in die Reihe der jungen MĂ€nner gestellt, die von den Hexen begutachtet wurden. Er spĂŒrte die Blicke der Hexen auf sich, die hungrigen Augen, die seine Muskeln, seine Haut, seine MĂ€nnlichkeit taxierten. Er genoss es, prĂ€sentierte sich, warf sich in Pose, ein Lustobjekt, willig und gehorsam. Als eine junge Hexe ihn auswĂ€hlte, verspĂŒrte er keinen Widerstand, keine Scham mehr. Nur den unbĂ€ndigen Drang, sie zu decken. Er bestieg sie, rammte sie, verausgabte sich, bis er in ihr ejakulierte. Dann stieg er von ihr ab, ohne sie eines Blickes zu wĂŒrdigen, und ging stolz und breitbeinig davon.
Als Lorenz am nĂ€chsten Morgen erwachte, ĂŒberkam ihn die Scham mit voller Wucht. Er hasste sich fĂŒr seine Willenlosigkeit, fĂŒr seine animalische Begierde. Er hasste Tarabas und Cordula dafĂŒr, was sie ihm antaten. Er schwor sich, dass dies das letzte Mal gewesen war. Er wĂŒrde sich wehren, er wĂŒrde sich befreien. In den nĂ€chsten Wochen wiederholte sich dieser Ablauf. Tarabas holte Lorenz ab, er zog die Haremshose an, er ging zur Soiree, er befriedigte eine Hexe, er erwachte mit Scham. Die ersten Male versuchte Lorenz noch, Tarabas irgendwie aus dem Weg zu gehen. Er versteckte sich in seinem Zimmer, er ging frĂŒher zum Sport, er besuchte Freunde. Doch es war zwecklos. Tarabas fand ihn immer. Er schien eine unheimliche FĂ€higkeit zu haben, ihn aufzuspĂŒren, ihn zu zwingen, sich ihm zu stellen. Und jedes Mal, wenn er ihm gegenĂŒberstand, verfiel Lorenz wieder in seinen Bann.
SchlieĂlich akzeptierte Lorenz sein Schicksal. Er erkannte, dass er gegen Tarabasâ Macht nichts ausrichten konnte. Er gab seine Versuche auf, sich zu wehren, und fĂŒgte sich Tarabasâ Willen. Langsam wandelte sich die Scham, die er am Morgen danach empfand, in etwas anderes: eine stille Akzeptanz, eine perverse Befriedigung. Er fand insgeheim sogar Gefallen daran, die jungen Hexen zu besteigen, ihre Körper zu beherrschen, ihre Lust zu entfachen. Er genoss die Aufmerksamkeit, die er erhielt, die Ekstase, die er erlebte. Er war ein begehrtes Objekt, ein Hengst, der die animalischen BedĂŒrfnisse der Hexen befriedigte. Er fĂŒhlte sich stark, begehrenswert, unbesiegbar. Es war ein dunkles Geheimnis, das er tief in seinem Inneren verbarg, eine Wahrheit, die er niemals Cordula gestehen wĂŒrde. Nur der Verlust seiner Autonomie wĂ€hrend der Soireen störte ihn weiterhin. Er hasste es, ein willenloses Werkzeug zu sein, ein Marionette an Tarabasâ FĂ€den. Er wollte die Kontrolle zurĂŒckgewinnen, er wollte sein eigener Herr sein.
Eines Abends, als Tarabas Lorenz wieder abholte, sagte er: âLorenz, ich sehe, dass dich etwas bedrĂŒckt.â Lorenz zuckte zusammen. Hatte Tarabas seine Gedanken gelesen? âDu möchtest lieber selbst auswĂ€hlen, welche Hexe Du nimmst und nicht umgekehrt?â, fuhr Tarabas fort. Lorenz nickte. Tarabas lĂ€chelte. âDas kann ich verstehen. Du willst deine Autonomie zurĂŒck.â Der Gedanke seine Autonomie vollstĂ€ndig wieder zu erlangen und weiterhin die Hexen wild vögeln zu können, war zu schön um wahr zu sein. Lorenzâ Herz begann schneller zu schlagen. War das möglich? Konnte er wirklich die Kontrolle ĂŒber sein eigenes Schicksal zurĂŒckgewinnen? âNaja, geht das denn?â, fragte Lorenz vorsichtig. Er wollte sich keine falschen Hoffnungen machen. Tarabas lĂ€chelte, ein dunkles, geheimnisvolles LĂ€cheln, das Lorenz' Innerstes berĂŒhrte. âDu musst nur durch ein magisches Ritual meine AutoritĂ€t anerkennen, dann bist Du frei! Was sagst Du?" Lorenz ĂŒberlegte kurz. War das ein Trick? Eine weitere Falle? Doch der Gedanke, die Kontrolle ĂŒber sein eigenes Schicksal zu haben, war zu verlockend, um ihn auszuschlagen. Er war Tarabas ohnehin ausgeliefert, seine Seele war bereits in dessen FĂ€ngen. Was spielte es dann noch fĂŒr eine Rolle, seine AutoritĂ€t auch formal anzuerkennen? Er nickte, sein Blick war fest auf Tarabas gerichtet. âJa", sagte er, seine Stimme war jetzt fester, entschlossener. âIch stimme zu."
Sie betraten den Ritualraum. Die Kerzen flackerten, die seltsamen Symbole an den WĂ€nden schienen zu pulsieren. Tarabas nahm den silbernen Ring vom Finger, der einst Lorenz' Vorhaut war. Er prĂ€sentierte den Ring, hielt ihn hoch, so dass das Kerzenlicht sich darin brach. "In diesem Ring ist deine Freiheit gebunden", sagte er. "Wenn ich ihn trage, bist du mein Sklave. Wenn du meine AutoritĂ€t anerkennst, wird er dir gehören. Du wirst frei sein, zu tun und zu lassen, was du willst.â Er bedeutete Lorenz, sich auszuziehen und auf den Altar zu legen. Lorenz gehorchte. Er zog sich aus, seine HĂ€nde zitterten. Er legte sich auf den kalten Stein, sein Körper war nackt und schutzlos. Tarabas trat nĂ€her und beugte sich ĂŒber Lorenz, seine Hand strich ĂŒber dessen Innenschenkel. Lorenz wartete darauf, dass Tarabas den Ring nahm, ihn auf seine Eichel steckte und ihm damit seine Vorhaut zurĂŒckgab. Er hatte sich innerlich schon darauf eingestellt, dass es wehtun wĂŒrde, aber er war bereit, den Schmerz zu ertragen, wenn er damit von dem Fluch befreit wĂŒrde, der auf ihm lastete.
Doch dann öffnete Tarabas seine Robe und prĂ€sentierte seinen harten Schwanz, der in der Dunkelheit wie ein dunkles, unheilvolles Schwert aufragte. Das war nicht, was Lorenz erwartet hatte. Ein Schock durchfuhr seinen Körper, ein GefĂŒhl der Panik stieg in ihm auf. âHalt, warte mal. Ich glaubeâŠ", begann er, doch er konnte seinen Satz nicht beenden. Tarabas packte Lorenzâ HĂŒften und drĂŒckte seinen harten Schwanz gegen Lorenzâ Rosette. âNein!â, schrie Lorenz, als Tarabasâ prachtvolle Latte in seinen Hintern eindrang. Doch es war zu spĂ€t. Tarabas fickte Lorenz obwohl er vergeblich versuchte sich zu wehren und zu befreien. Tarabas war stĂ€rker, seine Muskeln straff und angespannt, seine Bewegungen prĂ€zise und unerbittlich. Lorenz fĂŒhlte sich erniedrigt und machtlos, als er von Tarabas vergewaltigt wurde. Er hasste diesen Mann, der ihm das antat, der ihn so schĂ€ndlich missbrauchte. TrĂ€nen rannen ihm ĂŒber das Gesicht, TrĂ€nen der Wut, der Verzweiflung, der Scham. âBitte, hör auf!â, flehte Lorenz, seine Stimme war nur ein schwaches Wimmern. âBitte tu mir das nicht an!â Doch Tarabas hörte nicht zu. Er stieĂ weiter zu, seine Bewegungen wurden schneller, heftiger. Lorenz spĂŒrte, wie er sich immer mehr in die Lust hineinsteigerte, wie seine Kontrolle schwand. Tarabas beugte sich vor und begann, Lorenz zu kĂŒssen. Seine Lippen waren fordernd und gierig, seine Zunge drang tief in Lorenzâ Mund ein. Lorenz versuchte, sich dem Kuss zu entziehen, doch Tarabas hielt ihn fest, seine HĂ€nde umfassten Lorenzâ Gesicht. Lorenz schmeckte Tarabas' Speichel, den sĂŒĂen, vergifteten Geschmack, den er so gut kannte. Und wie beim letzten Mal lieĂ ihn die Spucke sich entspannen, seine Muskeln gaben nach, seine Angst wich einer seltsamen GleichgĂŒltigkeit. Er hörte auf, sich zu wehren und begann, Tarabas' Rhythmus zu ĂŒbernehmen, sich ihm hinzugeben, die Schmerzen in Lust zu verwandeln. Langsam, fast unmerklich, begann Lorenzâ Penis, sich aufzurichten. Er spĂŒrte, wie das Blut in seinen Schwanz floss, ihn hart und prall werden lieĂ. Er hasste sich dafĂŒr, dass er diese Lust empfand, dass er in diesem Moment nicht nur Opfer, sondern auch TĂ€ter war. Er stöhnte leise, als Tarabas einen besonders empfindlichen Punkt in ihm traf. Tarabas grinste amĂŒsiert, als er sah, wie Lorenz eine Latte bekam, wie er sich seinem Schicksal ergab. Er nahm Lorenzâ Hand und legte sie um seinen Schwanz. âFass an, Lorenzâ, flĂŒsterte er. âHol Dir einen runter.â Lorenz griff nach seinem Schwanz und begann sich selbst zu befriedigen, wĂ€hrend Tarabas ihn wie einen jungen Hengst einritt; ein wilder, animalischer Akt der Dominanz und Unterwerfung. Lorenz schloss die Augen und lieĂ sich von den Empfindungen ĂŒberwĂ€ltigen. Er war verloren in einem Strudel aus Schmerz und Lust, aus Erniedrigung und Ekstase. Tarabas stieĂ einen tiefen Seufzer aus - er kam, sein Samen spritzte in Lorenz Hintern. Lorenz spĂŒrte plötzlich wie sich ein merkwĂŒrdiges kribbeln im ganzen Körper ausbreiten, als wĂŒrde sich neue, nie gekannte Kraft in seinem Körper ausbreiten. Es war, als wĂŒrde eine neue Energie in ihm erwachen, eine Macht, die er noch nicht verstand. Tarabas zog seinen Schwanz aus Lorenzâ Arschloch und nahm den silbernen Ring, der plötzlich gröĂer wurde. Er legte ihn Lorenz um den Hals, wie ein Halsband.
âDu bist jetzt frei, junger Hexer!", sagte Tarabas, seine Stimme war voller Triumph.
Lorenz war ĂŒberrascht, hatte Tarabas gerade "Hexer" gesagt? Er hatte nicht damit gerechnet, dass Tarabas ihn zu einem Hexer machen wĂŒrde, und er war sich auch nicht sicher, ob er einer sein wollte. Er hatte sich nie fĂŒr Magie interessiert, hatte Cordulas Geschwafel ĂŒber ihren Hexenzirkel immer abgetan. Und ĂŒberhaupt: War das nicht etwas viel zu Abgefahrenes? Seine Gedanken wurden unterbrochen, als sein Blick auf die leicht geöffnete TĂŒr eines Schrankes fiel. Dort hing etwas, das seine Aufmerksamkeit sofort fesselte: eine weiĂe Seidenhose und ein Ă€rmelloser weiĂ-goldener Jaquardgehrock. FrĂŒher hĂ€tte er diese Kleidung als viel zu extravagant abgetan, als etwas, das er niemals tragen wĂŒrde. Doch jetzt, in diesem Moment, gefiel sie ihm auf einmal. Sie schien ihn geradezu anzuziehen, ihn zu rufen. Er spĂŒrte einen unwiderstehlichen Drang, sie anzuziehen, sie an seinem Körper zu spĂŒren. Er stand auf, ging zu dem Schrank und nahm die Kleidung heraus. âNa, möchtest Du die Klamotten mal anprobieren?", fragte Tarabas mit einem wissenden LĂ€cheln. Lorenz nickte. âJa, sie sind⊠perfekt." Die Seide fĂŒhlte sich weich und luxuriös auf seiner Haut an, als er sich anzog. Der Gehrock schimmerte in dem schwachen Licht, die goldenen FĂ€den funkelten wie Sterne. Er betrachtete sich zufrieden und eitel im Spiegel. Das Outfit stand ihm ausgezeichnet, betonte seine trainierten Muskeln und verlieh ihm eine Aura von Macht und Eleganz. Er sah gut aus, verdammt gut sogar. Tarabas freute sich insgeheim, dass die Magie Lorenz' Geschmack verĂ€ndert hatte. Er wusste, dass Lorenz in dieser Kleidung die Aufmerksamkeit aller auf sich ziehen wĂŒrde und ihm die Herzen zu FĂŒĂen liegen wĂŒrden. âNa, gefĂ€llt dir, was Du siehst?â, fragte Tarabas, seine Stimme war voller Belustigung. Lorenz nickte, unfĂ€hig, seine Augen von seinem Spiegelbild abzuwenden. âJaâ, sagte er, seine Stimme war tiefer, selbstbewusster als zuvor. âIch gefalle mir!â Er zwinkerte Tarabas zu und drehte sich um. âBist Du bereit fĂŒr die Soiree? Ich bin hungrig nach ein wenig SpaĂ.â
Lorenzâ Herz raste vor Aufregung, als er mit Tarabas den Ballsaal betrat. Er fĂŒhlte sich wie in einem SĂŒĂwarenladen, umgeben von all den hĂŒbschen Hexen, die er sich jetzt einfach nehmen konnte. Er spĂŒrte eine unbĂ€ndige Lust, mit ihnen zu flirten, sie zu verfĂŒhren, sie in seinen Bann zu ziehen. Er nĂ€herte sich einer rothaarigen, vollbusigen Hexe, die an einem Sektglas nippte. Er lĂ€chelte sie an, und sie erwiderte sein LĂ€cheln, ihre Augen funkelten vor Interesse. Er begann, mit ihr zu plaudern, seine Stimme war sanft und schmeichelnd. Er erzĂ€hlte ihr von seinen neuen FĂ€higkeiten als Hexer, von seiner Macht, ihre WĂŒnsche zu erfĂŒllen. Die Hexe hörte ihm aufmerksam zu, ihre Augen wurden immer gröĂer. Sie war fasziniert von seiner Ausstrahlung, vom Kontrast seiner engelhaften Optik zu seiner dunklen und doch so anziehenden Aura. Sie spĂŒrte, wie die Lust in ihr aufstieg, wie sie sich nach seiner BerĂŒhrung sehnte. Plötzlich wurde Lorenz' Blick von einem attraktiven Hexenmeister mittleren Alters gefangen, der an der Bar stand. Er hatte kragenlang, zurĂŒckgekĂ€mmte schwarze Haare, durchdringende blaue Augen und einen gepflegten Dreitagebart. Seine Körperhaltung war selbstbewusst und elegant. Er trug einen schwarzen, eng anliegenden Smoking, der seine muskulöse Statur betonte.
Ein Gedanke schoss Lorenz durch den Kopf, ein Gedanke, der ihn ĂŒberraschte und gleichzeitig faszinierte: *Wie wĂ€re es wohl seinen Schwanz zu lutschen?* Er schĂŒttelte den Kopf, um diesen unerwarteten Impuls zu vertreiben. Er war doch nicht schwul, oder? Er hatte sich doch immer nur zu Frauen hingezogen gefĂŒhlt.
 Als die Nacht ihren Höhepunkt erreichte, entdeckte Tarabas Lorenz in einem abgelegenen Salon. Er kniete vor dem Hexenmeister und lutschte an seinem Schwanz, seine Bewegungen waren erfahren und leidenschaftlich. Der Hexenmeister stöhnte vor VergnĂŒgen, seine HĂ€nde krallten sich in Lorenz' Haare. Tarabas beobachtete die Szene mit einem amĂŒsierten LĂ€cheln. âDu siehst gut zwischen den Beinen eines Mannes aus, Lorenz!â, rief er, seine Stimme war voller Belustigung. Lorenz, der den Hexenmeister gerade zum Höhepunkt gebracht hatte und sein Sperma schluckte, grinste Tarabas lasziv an. âEs schmeckt köstlichâ, sagte Lorenz. âDas solltest Du auch mal probieren.â
Tarabas war begeistert, wie Lorenz sich verĂ€ndert hatte. Er hatte ihn nicht nur zu einem Hexer gemacht, sondern auch zu einem selbstbewussten, sexuell experimentierfreudigen JĂŒngling. Er war nun ein Wesen unbegrenzter Möglichkeiten, ein SchĂŒler der Magie und der Lust.
Als Tarabas und Lorenz zurĂŒck zu Cordula kamen, war sie erstaunt ĂŒber die magische Aura, die Lorenz jetzt umgab. Ihre Augen weiteten sich vor UnglĂ€ubigkeit. âWas soll das bedeuten?", Cordulas Stimme ĂŒberschlug sich fast vor Empörung. Tarabasâ Antwort war ein Befehl, der keinen Widerspruch duldete. âEr ist jetzt ein junger Hexer, und Du wirst dich um unseren kleinen Prachtburschen kĂŒmmern! Wehe, du versagst!" AnfĂ€nglich war Cordula etwas widerwillig. Sie hatte Lorenz als Werkzeug benutzt, als Mittel zum Zweck. Sie hatte nie geplant, ihn als gleichwertig zu betrachten. Doch der Widerwille verflog schnell. Eine Obsession, so stark und unerwartet wie ein plötzlicher Sturm, ergriff Besitz von ihr. Sie pflegte und verwöhnte ihren kleinen Prinzen mit einer Hingabe, die fast an Wahnsinn grenzte. Lorenz, der sich immer mehr in seiner neuen Rolle sonnte, wurde selbstbewusster, arroganter, aber auch unwiderstehlich charmant.
Die Herzen â und Höschen â flogen ihm zu, als wĂ€ren sie von unsichtbaren FĂ€den gelenkt. Er war der Star der Soireen, der begehrteste Mann im Zirkel. Er genoss seine neue Macht, seine neue Freiheit, sein neues Leben.
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Dekaden spĂ€ter. In einer Wirklichkeit, die so grau war wie die staubigen VorhĂ€nge im Wohnzimmer, saĂ Lorenz. Er war nicht mehr der schĂŒchterne NeunzehnjĂ€hrige, dessen Leben von Pythagoras und Goethe bestimmt wurde. Nein, dieser Lorenz war sechsundvierzig, ein Aktuar einer Pensionskasse,  sein Bauch wölbte sich ĂŒber dem GĂŒrtel seiner Anzughose und sein Haar war zu einer traurigen Halbglatze geschrumpft. Sein Vater war vor Jahren verstorben, still und leise, wie er gelebt hatte. Cordula wurde zunehmend gebrechlicher und verwirrter bis sie nur noch ein Schatten ihrer penetranten Selbst war, sodass sie schlieĂlich ins Pflegeheim verfrachtet wurde - ohne Aussicht auf RĂŒckkehr. Das einst so lebendige Stadthaus, ein Bollwerk bĂŒrgerlicher NormalitĂ€t, war nun ein Ort des Schweigens. Es war an Lorenz, diesen Hort der Erinnerungen aufzulösen. Eine unerfreuliche, staubige Angelegenheit. Er stieĂ gegen eine alte Kommode, deren oberste Schublade klemmte. Ein dumpfes *Klack* hallte durch den Raum, als er fester zog. Darin, unter einer Schicht vergilbter Spitzendeckchen, lag ein ledergebundener Foliant. Cordulas Zauberbuch. Er erinnerte sich an ihr Geschwafel ĂŒber Energien und Planetenstellungen, rollte innerlich die Augen, wie er es schon als Jugendlicher getan hatte. Doch eine seltsame Neugier packte ihn. Er blĂ€tterte durch die vergilbten Seiten, die mit fremden Runen und skurrilen Zeichnungen gefĂŒllt waren.
Unsinn, dachte er. Aber warum nicht? Er murmelte die Worte eines kleinen Zaubers. Nichts. Dann ein *Plopp!* Eine Teetasse auf dem Couchtisch schwebte, zitternd, einen Zentimeter ĂŒber dem Holz. Lorenzâ Augen weiteten sich. Er lieĂ die Tasse fallen, ein leises *Klirren* hallte durch den Raum. Es funktionierte. Er blĂ€tterte weiter, seine Augen huschten ĂŒber die Seiten, bis er auf einen Zauber stieĂ, der die Zeit krĂŒmmen konnte, der einen in die Vergangenheit reisen lieĂ. Eine Welle der Melancholie ĂŒberrollte ihn, schwerer und tiefer als alles, was er seit Jahren gefĂŒhlt hatte. Er dachte an sein jĂŒngeres Ich, den schĂŒchternen Jungen, die Schulzeit, an die verpassten Chancen. Wie wĂ€re es wohl gewesen, wenn er frĂŒher mehr Sport getrieben hĂ€tte, statt sich in Zahlen zu vergraben? Oder wenn er Cordula damals geglaubt hĂ€tte, dass Magie real war? Was fĂŒr ein Leben hĂ€tte er fĂŒhren können? Ein Leben jenseits von Bilanzen und Rentenversicherungen. Ein Leben voller⊠Magie. Der Gedanke, seinem jĂŒngeren Ich auf die SprĂŒnge zu helfen, es zu wecken, bevor es zu diesem farblosen Aktuar wurde, war faszinierend. Eine Chance, die Fehler des Lebens zu korrigieren. Ein LĂ€cheln, halb Wahnsinn, halb GenialitĂ€t, spielte um seine Lippen. Getarnt als mysteriöser Hexenmeister Tarabas, könnte er in die Vergangenheit reisen und seine eigene Zukunft neu schreiben. âAch, scheiĂ draufâ, murmelte er. Er wĂŒrde es wagen. WĂŒrde seinem jĂŒngeren Ich einen kleinen âSchubsâ geben. Er sprach die Worte, die Laute waren fremd auf seiner Zunge, doch sie fĂŒhlten sich⊠richtig an. Ein Sog erfasste ihn, die RealitĂ€t verzerrte sich, Farben verschwammen. Dann, ein Ruck âŠ.
Als Lorenz aus der Vergangenheit zurĂŒckkam, war es kein sanftes Gleiten, sondern ein harter Ruck, als hĂ€tte ihn eine unsichtbare Hand zurĂŒck in seine RealitĂ€t geschleudert. Ein stechender Schmerz pochte in seinen SchlĂ€fen, und seine Glieder fĂŒhlten sich taub an. Er blinzelte, die Augen unscharf, und blickte unsicher um sich. Alles war noch wie vorher. Nichts hatte sich verĂ€ndert. Nicht das kleinste Detail. Eine Welle der EnttĂ€uschung durchströmte ihn. Der Zauber hatte offenbar die RealitĂ€t nicht beeinflussen können. Er wĂŒrde immer noch der ĂŒbergewichtige, kahlköpfige Aktuar sein, der in seinem stillen, staubigen Elternhaus den Hausstand seiner Stiefmutter auflöste. Hatte er sich all das nur eingebildet, die Reise in die Vergangenheit, die Begegnung mit seinem jĂŒngeren Ich, die⊠die Taten als Tarabas? Doch diese EnttĂ€uschung wandelte sich fast augenblicklich in eine ĂŒberwĂ€ltigende Erleichterung. *Gott sei Dank*, dachte er, ein tiefes Seufzen entwich seiner Brust. Die Bilder der Vergangenheit, die er als Tarabas erlebt hatte, drangen mit brutaler Klarheit in seinen Geist. Ein kalter Schauer lief ihm ĂŒber den RĂŒcken, nicht nur vom fehlenden Erfolg des Zaubers, sondern von dem entsetzlichen Inhalt seiner Erinnerungen. Er sah sich selbst, wie er sein jĂŒngeres Ich manipulierte, wie seine HĂ€nde ĂŒber den gestĂ€hlten Bauch glitten, ĂŒber die Innenschenkel, bis sie die Hoden umfassten. Ein widerlicher, triumphierender Blick von Tarabas, der ihm jetzt, als Lorenz, einen Schauer des Ekels ĂŒber den RĂŒcken jagte. *Die Beschneidung*, dachte er, und ihm wurde ĂŒbel. Der gequĂ€lte Schrei seines jĂŒngeren Selbst hallte in seinem Kopf wider, ein Laut, der ihm jetzt durch Mark und Bein ging. Und dann die Vergewaltigung. Die DemĂŒtigung, die er seinem eigenen Ich zugefĂŒgt hatte. Er spĂŒrte, wie sich sein Magen verkrampfte, ein GefĂŒhl der Abscheu stieg in ihm auf, vermischt mit einer tiefen, brennenden Scham. Er hatte sich selbst missbraucht, sich selbst erniedrigt. Er, Lorenz, der schĂŒchterne Aktuar, der niemals jemandem ein Haar krĂŒmmen wĂŒrde, hatte die Rolle eines sadistischen Hexenmeisters angenommen und sein eigenes jĂŒngeres Ich zu einem willenlosen Objekt gemacht. âWas fĂŒr ein kranker ScheiĂâ, murmelte er. Die Erinnerung an seine eigene Erektion auf dem Altar, an die Lust, die er als Tarabas empfunden hatte, wĂ€hrend er sein jĂŒngeres Ich in den Arsch fickte, lieĂ ihn erschaudern. Woher kam diese Perversion? War das wirklich er? Er, der immer nur Frauen begehrt hatte? Die Vorstellung, dass diese dunkle Seite in ihm schlummerte, dass er zu solchen GrĂ€ueltaten fĂ€hig war, lieĂ ihn fast das Bewusstsein verlieren. Er schĂŒttelte den Kopf, um die Bilder zu vertreiben, die sich in sein Gehirn gebrannt hatten. âNein, das bin nicht ichâ, murmelte er, seine Stimme war rau und belegt. Er war doch nicht schwul, geschweige denn ein Vergewaltiger! Die Erleichterung, dass der Zauber offenbar nicht geklappt hatte und die Zeitlinie unverĂ€ndert geblieben war, war befreiend. Wenn es funktioniert hĂ€tte, welche Art von Monster wĂ€re er jetzt? Wer könnte schon wissen, welche Auswirkungen diese widerliche Perversion gehabt hĂ€tte. Er war dankbar, dass dieser Albtraum, diese abscheuliche Erfahrung, nicht seine gegenwĂ€rtige RealitĂ€t geformt hatte. Er konnte noch immer der langweilige, gemĂŒtliche Lorenz sein.
Doch bevor er weiter darĂŒber nachdenken konnte, geschah etwas MerkwĂŒrdiges. Ein Kribbeln begann in seinen Zehen, breitete sich wie ein Lauffeuer aus. Seine Muskeln spannten sich an, der Bauch zog sich ein, seine Glieder wurden lĂ€nger und elastischer. Seine schlaffe Haut straffte sich, wurde prall und fest. Die Halbglatze juckte. Er fuhr sich ĂŒber den Kopf, und seine Finger verfingen sich in einer FĂŒlle von lockigem, goldblondem Haar, das sich nach hinten legte, wie von unsichtbarer Hand gegelt. Er sah an sich herunter. Sein langweiliges Karohemd verĂ€nderte sich, der Stoff wurde weicher, dunkler, verwandelte sich in schimmernde schwarze Seide, die sich geschmeidig um seinen nun athletischen Körper schmiegte. Er sah in den Spiegel, der noch vor Sekunden sein mĂŒdes, gealtertes Gesicht reflektiert hatte. Jetzt blickte ihm ein Mann entgegen, dessen tĂŒrkisfarbene Augen durchdringend glĂ€nzten, dessen GesichtszĂŒge markant waren, die Wangenknochen hoch, das Kinn entschlossen. Er war 46, ja, aber er sah verdammt gut aus. Nein, er sah heiĂ aus! Eine Aura von Macht und Eleganz umgab ihn, etwas KĂŒhnes, Verwegenes.
Die RealitĂ€t verschwamm, drehte sich und fĂŒgte sich neu zusammen. Lorenz' Kopf schmerzte kurz, ein stechender Blitz, dann legte sich eine samtige Decke ĂŒber seine alten Erinnerungen, ersetzte sie durch ein lebendiges, kohĂ€rentes Geflecht einer anderen Vergangenheit. Bilder und GefĂŒhle einer ganz anderen Jugend strömten in sein Bewusstsein. Er erinnerte sich an sich selbst als einen auĂergewöhnlich begabten JĂŒngling, der schon kurz vor dem Abitur ein unheimliches Talent fĂŒr die okkulten KĂŒnste zeigte. Cordula, seine Stiefmutter, war nicht die nervtötende Pseudo-Spirituelle gewesen, die er einst verabscheut hatte. Nein, sie war die ehrwĂŒrdige Matriarchin einer alten Magier-Dynastie, die seit Generationen verborgene Traditionen pflegte und hatte ihn unter ihre Fittiche genommen. Ein LĂ€cheln huschte ĂŒber Lorenz' Lippen, als er sich an die NĂ€chte erinnerte, in denen Cordula und der geheimnisvolle Hexenmeister Tarabas ihm die Zauberkunst beigebracht hatten, fernab der neugierigen Blicke der profanen Welt. Der Gedanke an Tarabas durchzog ihn wie ein warmer Strom, ein wohliger Schauer. Tarabas war sein Meister, sein Mentor! Lorenz erinnerte sich an die elektrisierende KĂ€lte der Klinge, als seine Vorhaut fiel, und wie der Schmerz sich augenblicklich in eine ĂŒberwĂ€ltigende Lust verwandelte, als Tarabas' Speichel seine Zunge berĂŒhrte. Die Erinnerung an die Vergewaltigung war nun umgedeutet, verklĂ€rt. Er erinnerte sich an diese Nacht im Ritualraum, nicht als Erniedrigung, sondern als eine mĂ€chtige Initiation. Er lĂ€chelte, als er spĂŒrte, wie sehr er es genossen hatte, von Tarabas eingenommen zu werden â die reine Dominanz, die rohe Kraft, die ĂŒberwĂ€ltigende MĂ€nnlichkeit. Und erst das GefĂŒhl, als Tarabas' Samen in ihn schoss und sich die Magie wie ein wilder Fluss in seinen Körper ergoss - das war der Moment seiner wahren Geburt! Ein tiefes, zufriedenes Seufzen entwich ihm.
Die Erinnerungen an seine Ausbildung an geheimen Akademien in ganz Europa waren lebendig: Versteckte Klöster in den Dolomiten, wo er die Kunst der Illusion studierte; alte Schlösser in Schottland, wo er die Sprache der Geister erlernte; und staubige Katakomben unter Paris, wo er die vergessenen KĂŒnste der Nekromantie erforschte. Ăberall hatte er sich mit anderen jungen Magiern gemessen, hatte ihre FĂ€higkeiten ĂŒbertroffen und sich einen Namen gemacht. Gleichzeitig mit der Entdeckung seiner magischen KrĂ€fte hatte sich auch eine andere TĂŒr geöffnet: die zu seiner eigenen Sinnlichkeit. Die Erinnerung an seine BerĂŒhrungen, nicht nur mit Frauen, sondern auch mit MĂ€nnern oder beiderlei Geschlecht gleichzeitig, war nicht von Scham, sondern von einer berauschenden Freiheit erfĂŒllt. Er hatte jeden Trieb ausgelebt, jeden Impuls erforscht, die Grenzen seiner eigenen Begierde ausgelotet.
Der Körper, sein eigener und der anderer, war zu einem weiteren Medium der Erkundung geworden, ein Tempel der Lust und der Macht. Er erinnerte sich an die Ekstase, an die Befriedigung, die er in der vollstĂ€ndigen Hingabe an seine WĂŒnsche fand, und daran, wie Tarabas dies nicht nur akzeptierte, sondern förderte, es als natĂŒrlichen Teil seiner Entwicklung als Hexenmeister ansah. Die Vorstellung, jemals ein kahlköpfiger Aktuar gewesen zu sein, war wie ein schlechter Scherz, eine fremde, absurde Geschichte, die niemals seine eigene gewesen sein konnte. Er war jetzt 46, ja, aber er war ein mĂ€chtiger Hexenmeister, geformt durch alte Magie und persönliche Offenbarungen. Sein frĂŒheres, "normales" Leben war ausgelöscht, ersetzt durch eine glorreiche Vergangenheit voller Macht, Leidenschaft und okkultem Wissen.
Der Gedanke an das enge, staubige Stadthaus, das er einst sein Elternhaus genannt hatte, erfĂŒllte ihn mit Abscheu. Es war ein Ort, der seiner heutigen GröĂe nicht wĂŒrdig war. Seine Augen funkelten, als er an Cordula dachte, die nun in einem Pflegeheim schmachtete. "Jetzt ist Schluss mit Cordulas Ausrede, dass sie zu alt und schwach fĂŒr die Pflege des Hauses ist", murmelte er mit einem diabolischen Grinsen. "Meine Magie wird der Schulmedizin wohl etwas auf die SprĂŒnge helfen mĂŒssen, und dann kann die alte Vettel hier erstmal aufrĂ€umen â der Staub hier ist ja widerlich!â
Dann klingelte es an der TĂŒr und der Nachbarsjunge stand mit einer Einladung fĂŒr Cordula zu seiner Abifeier da.
Lorenz grinste. *Der wĂŒrde sich gut in Haremshosen machen*, dachte er. Er nahm die Karte entgegen, ein diabolisches Grinsen huschte ĂŒber sein Gesicht. "Ich werde sie höchstpersönlich ĂŒberbringen", sagte Lorenz, seine Stimme tiefer und selbstbewusster als je zuvor. Lorenz wusste, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis der Junge vor ihm knien wĂŒrde, in Haremshosen, bereit, seinen Schwanz zu lecken. Seine Magie wĂŒrde dafĂŒr sorgen. Der Junge wĂŒrde dieses Haus als sein schwuler Diener verlassen, ein Werkzeug seiner Lust, ein Spiegel seiner dunklen Macht. Als der Junge den Flur betrat, schloss Lorenz die TĂŒr hinter ihm, die Abifeier war vergessen, die Zukunft des Jungen neu geschrieben. Lorenz grinste. Das Leben war gut.














