«Der Zusammenhang zwischen Nichtwahl und sozialer Lage ist eindeutig.» Zu dem Schluss kommt der Soziologe Michael Hartmann. Die Wahlberechtigten, die kein Kreuz am Wahltag setzen, meinen, dass sich niemand für sie und ihr Probleme interessiert. Schon gar nicht die Politik. «Viele haben eine kontinuierliche Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen erlebt, ihre Einkommen sinken, sie arbeiten im Niedriglohnsektor oder sind Dauerkunden von Hartz IV – die Hälfte der Hartzer ist dies seit mehr als vier Jahren», sagt Hartmann. Das führe zum Gefühl: «Die da oben interessieren sich nicht für uns, also interessieren wir uns auch nicht für deren Demokratie.»
Quellen: Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung, Interview mit Michael Hartmann im Tagesspiegel









