Die StÀrke der Herrschenden liegt in ihrer Austauschbarkeit.
"Nicht nur, weil die materiell vitale von der emanzipatorischen vitalen BedĂŒrfniswelt getrennt ist, die physische Verelendung sich zur psychischen sublimiert hat, sind moralischer und politischer Protest weit gehend auseinandergefallen. Die durch propagandistische und agitatorisch erfolgende personalisierende EnthĂŒllung in praktische Erfahrung der Massen umgesetzte Herrschaft und UnterdrĂŒckung will das Wesen zur Erscheinung bringen. Doch die Potenzierung und Expansion abstrakter Arbeit - die reale Fiktion, die Tauschwerte mit Gebrauchswert charakter manipulativ versieht - erlaubt keine personalisierende Entlarvung abstrakter Herrschaft mehr. Hinter den Charaktermasken sind die maskierten Gesichter verschwunden, hinter den FunktionĂ€ren die Personen. Die Denunziation der Dinge, wie sie als Waren erscheinen, und der Institutionen tritt an Stelle der Entlarvung von Charaktermasken."
Hans-JĂŒrgen Krahl -Â Konstitution und Klassenkampf
Anya is live and ready to show you everything. Watch her strip, dance, and perform exclusive shows just for you. Interact in real-time and make your fantasies come true.
â Live Streamingâ Interactive Chatâ Private Showsâ HD Qualityâ Free Actions
Free to watch âą No registration required âą HD streaming
Einst erschien der Kapitalismus als eine bedrohliche Ă€uĂere Macht. Heute ist er vollstĂ€ndig internalisiert. Es herrscht das glĂŒckliche falsche Bewusstsein â ĂŒber die »Entfremdung zweiten Grades«
Von Götz Eisenberg
"Die Menschen hatten begonnen, sich unter den neuen VerhĂ€ltnissen einzurichten und brachten mehr und mehr die Eigenschaften hervor, die fĂŒr ein Leben unter den Bedingungen von Markt und Konkurrenz nötig sind. Explosiv war es, wo und solange die Industriegesellschaft auf die Agrargesellschaft traf und die Maschinen in die handwerkliche Welt eindrangen. In der Umbruchphase, wo das Alte stirbt und das Neue noch nicht zu Ende geboren und etabliert ist, wo alte Wahrnehmungsweisen auf PhĂ€nomene prallen, zu deren Erfassung sie nicht taugen, rebellieren die aus agrarischen und handwerklichen LebenszusammenhĂ€ngen herausgerissenen Menschen gegen die Verhaltenszumutungen der Lohnarbeit und der Fabrik. Dann finden sie sich notgedrungen und unter massiver Gewaltanwendung mit ihrem kapitalverwertenden UnglĂŒck ab und richten sich unter den neuen VerhĂ€ltnissen ein.
Die sich formierende Arbeiterbewegung war keine revolutionĂ€re, sondern höchstens noch eine verĂ€ndernde Kraft. Die industrielle Arbeiterklasse wurde zum AnhĂ€ngsel des Kapitals, der von ihr gefĂŒhrte Klassenkampf stellte das Ganze der kapitalistischen Produktionsweise nicht mehr in Frage, sondern bewegte sich innerhalb der von dieser gesetzten Grenzen und Formen. Der von ihr zunĂ€chst noch angestrebte Sozialismus verlor das ganz andere aus den Augen und schrumpfte auf eine Art geplanten Kapitalismus zusammen. In den Worten von Ernst Bloch ausgedrĂŒckt: Die RadikalitĂ€t des Anfangs ist eine »Erbschaft aus Ungleichzeitigkeit«, der Klassenkampf bewegt sich auf der Ebene der Gleichzeitigkeit und kann sich ein Jenseits der ökonomischen Vernunft nicht mehr vorstellen. Herrschaft wandert in der Art eines trojanischen Pferdes in die Menschen ein und wird dann nicht lĂ€nger als Ă€uĂeres Joch empfunden. Die anfĂ€ngliche Unmöglichkeit des Lebens unter den neuen VerhĂ€ltnissen wird auf diese Weise fĂŒr die Menschen möglich. Sie sind, wie es bei Adorno heiĂt, »bis in ihre innersten Verhaltensweisen hinein mit dem identifiziert, was mit ihnen geschieht. Subjekt und Objekt sind, in höhnischem Widerspiel zur Hoffnung der Philosophie, versöhnt.« Das GefĂŒhl der Entfremdung schwindet, ohne dass die Entfremdung selbst geschwunden wĂ€re."
Die Entgegensetzung von Produktionsmittelbesitzern auf der einen Seite und AbhĂ€ngigen auf der anderen löst sich nach Marcuse in dem Sinne auf, daĂ auch erstere keine selbstbewuĂt und autonom entscheidenden Indiviuen sind, sondern immer stĂ€rker abhĂ€ngig werden âvon der Maschinerie, die sie organisieren und handhabenâ. [...] Als passende Bezeichnung fĂŒr solcherart gesellschaftliche Produktion und Reproduktion spricht Marcuse von einem âcirculus vitious, der beide einschlieĂt, den Herrn und den Knechtâ. [...] Der Teufelskreis, dem man nicht zu entfliehen vermag, fungiert als adĂ€quater Begriff fĂŒr eine Gesellschaft, âdie sich in ihrer vorher festgelegten Richtung von selbst erweitert und perpetuiert - getrieben von den zunehmenden BedĂŒrfnissen, die sie erzeugt und zugleich eindĂ€mmt.â [...]
 Fetisch und Freiheit. Ăber die Rezeption der Marxschen Fetischkritik, die Emanzipation von Staat und Kapital und die Kritik des Antisemitismus, Stephan Grigat, ça ira Verlag, 2007, 396 Seiten.