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Wenn bisher ihre Beziehung und Freundschaften nicht zerbrochen sind, dann können Sie mir glauben die kritische Zeit kommt erst noch und das wissen Sie. Ich weiĂ das und will Ihnen vor Augen fĂŒhren wie stark sie alle sind, Sie wissen alle wie schwer es ist das berufliche und persönliche unter einen Hut zu bringen und Sie wissen, es könnte alles kaputt gehen und trotzdem machen sie weiter. Sie sind alle ganz starke KĂ€mpfer. Machen Sie so weiter denn es wird sich lohnen.
Die Beeinflussung von Metriken auf unser Arbeitsumfeld und unsere Privaten Beziehungen
In diesem Blogbeitrag geht es nicht nur darum, wie Metriken und Algorithmen unsere privaten Beziehungen beeinflussen, auch die VerĂ€nderungen der Arbeitswelt werden hier thematisiert.  Â
Wenn euch diese Themen interessieren, bleibt gerne dran. Â Â
Bis dass der Tod uns scheidet - Ja, das ist ein Sprichwort, welches die meisten von uns hoffen, eines Tages einmal aussprechen zu dĂŒrfen und im Idealfall auch das ganze Leben lang zu leben. Â
Doch kann man das heutzutage ĂŒberhaupt noch?  Â
Schaut man sich die Beziehungen und Ehen in der Vergangenheit an, merkt man schnell einen enormen Unterschied zu der jetzigen Zeit. Â
Damals waren Mann und Frau noch abhĂ€ngig voneinander, sie waren also eine Einheit und wurden so auch wahrgenommen.  Â
WĂ€hrend der Mann sich nicht um Haushaltsaufgaben wie kochen und waschen, sowie die Kindererziehung kĂŒmmern konnte, konnte dir Frau sich nicht alleine um die Finanzen kĂŒmmern. Kindererziehung und Haushalt waren klar definierte Aufgaben fĂŒr die Frau, Abreiten um eigenstĂ€ndig Geld fĂŒr sich zu verdienen, fĂŒr die Frau damals undenkbar.  Â
Es gab ein Plan fĂŒr alle, dieser lautete: frĂŒh Heiraten, schnell Kinder kriegen, bis ins hohe Alter zusammenbleiben. Ja, bis dass der Tod scheidet, das war der Standard. Â
Es war ein Skandal, wenn jemand ledig blieb, eine Frau arbeiten gehen wollte, ebenso war eine Scheidung damals undenkbar, man blieb sein Leben lang zusammen, egal ob glĂŒcklich oder nicht.  Â
Heutzutage ist das nicht mehr so:Â Â
Heute ist es eher so, dass diese Einheit fĂ€llt jetzt weg, da ja Mann und Frau auch alleine und unabhĂ€ngig fĂŒr sich sorgen können. Der Mann kann sich selber um seinen Haushalt kĂŒmmern und es ist ânormalâ, dass eine Frau arbeiten geht um Geld zu verdienen.
Daneben gab es auch einen Sozialer Wandel, das heiĂt, dass heute aus Liebe geheiratet wird, es geht in erster Linie um die beiden Partner selbst und diese stehen mit ihren individuellen BedĂŒrfnissen im Mittelpunkt. Â Â
Das bedeutet aber gleichzeitig auch, dass es viel mehr Beziehungsarbeit und -fĂ€higkeit als frĂŒher erfordert, eine funktionierende Beziehung zu fĂŒhren.  Â
Es konnte auch beobachtet werden, dass eine deutliche Tendenz zu Kettenbiographien besteht, darunter kann man sich vorstellen, dass jeder Mensch drei oder mehrere relevante Beziehungen in seinem Leben hat. Â
Bis dass der Tod uns scheidet? FĂŒr immer und ewig? Von wegen! Die Gegenwartsgesellschaft lebt das moderne Beziehungsmodell der seriellen Monogamie. Nach Trennung, Scheidung oder Tod des Partners ist es selbstverstĂ€ndlich die nĂ€chste Beziehung einzugehen, und nicht fĂŒr den Rest des Lebens allein zu bleiben. Â
Die Beziehungen beruhen auch vielmehr auf IntimitĂ€t und SexualitĂ€t und Emotionen wie Vertrauen, Geborgenheit, VerstĂ€ndnis.Â
Die Partnerschaften scheitern heutzutage aber auch oft dadurch, dass zu viel und falsch kommuniziert wird. Gerade durch die Smartphones und sozialen Medien stehen wir eigentlich permanent im Austausch miteinander. Das fĂŒhrt auch dazu, dass Beziehungen oft zu viert gefĂŒhrt werden--> Handy 1, Handy 2, Partner 1, Partner 2.Â
Dies bietet eine gute Ăberleitung, um jetzt noch auf die Gegenwartsgesellschaft zusprechen zu kommen.
Innerhalb der Beziehung wird deutlich mehr kommuniziert als jemals zuvor, auch nonverbal oder durch das Handy. Auch das Thema Selbstoptimierung war noch nie so zentral wie heute, jeder will besser werden, und anderen gefallen. Aus der stark Ich-Zentrierte Gesellschaft resultiert auch ein perfektionsdrang, keiner möchte mehr Fehler machen, auf andere möchte man makellos wirken und ja keine SchwÀche zeigen.  Die Beziehungen sind geprÀgt von der Schnellebigkeit und dem permanenten Stress, dem jeder ausgesetzt ist.
Zu beobachten ist auch, dass fĂŒr alles was uns im Leben wichtig ist tun wir viel: Â
FĂŒr den Job gehen wir auf Fort- und Weiterbildungen,
fĂŒr die Gesundheit gehen wir regelmĂ€Ăig zum Arzt und fĂŒr das Wohnen renovieren wir die Wohnung oder ziehen um, falls wir uns nicht wohlfĂŒhlen.
FĂŒr die Paarbeziehungen hingegen investieren wir nicht so viel. Wir glauben diese laufen einfach mit und funktionieren dann auch ganz von allein.  Und wie lernen wir in einer Zeit, welche geprĂ€gt von Schnelllebigkeit, Stresse und Digitalisierung ist, neue Menschen, im Idealfall die Liebe des Lebens kennen?  Â
Es wird tatsĂ€chlich auch immer schwieriger den richtigen Partner fĂŒr ein gemeinsames Leben, auĂerhalb der Arbeit oder Ă€hnlichem zu finden. Hier kommen heutzutage die unzĂ€hligen Dating Plattformen und Apps mit ins Spiel. Immer mehr Leute nutzen diese, um neue Kontakte zu knĂŒpfen, meist mit der Hoffnung, die Liebe des Lebens (zumindest fĂŒr einen Lebensabschnitt) zu finden. Die Nutzung der Dating Services steigt immer weiter an. Viele Unternehmen entwickeln deswegen immer mehr Dating Plattformen und versuchen diese auch immer weiter zu verbessern. Â
Wie finde ich den richtigen Partner fĂŒrs Leben? Keine Branche verspricht eine so klare Antwort auf diese Frage der Partnerwahl zu haben wie die Online-Dating-Industrie.  Mithilfe von Technologien, Algorithmen und KI soll die Partnersuche in Zukunft noch einfacher, genauer und schneller gemacht werden.  HierfĂŒr werden Daten zu Vorlieben, Interessen und CharakterzĂŒgen gesammelt und von Algorithmen genutzt, um passende Nutzer gegenseitig vorzuschlagen um so den perfekten Partner finden. Je mehr Daten zur VerfĂŒgung stehen, desto exaktere Ergebnisse können daraus resultieren.  Die Online-Dating Branche hat einen immer höheren Einfluss auf die Gesellschaft und das nicht erst seit Corona. WĂ€hrend man frĂŒher potentielle Liebespartner bei der Arbeit oder im Freundeskreis kennengelernt hat, kann man nun auf zig Portalen und zahlreichen Apps Menschen aus der ganzen Welt kennenlernen Â
Zum Beispiel Fatchd!Â
Fatchd! ist eine Dating-App welche durch/Mithilfe von KI Liebe schaffen soll.  Fatchd bedeutet Face + Match, der Name beruht auf der Methodik, welche genutzt wird um potentielle PĂ€rchen zusammenzubringen. Doch wie funktioniert das ganze genau?  Die KI benötigt nur zwei Portraitfotos, um zu prĂŒfen, ob ein potentielles Paar zusammenpasst, oder nicht.   Hier handelt demnach nicht der Instinkt der Nutzer, sondern maschinelles Lernen.   Die App wurde mit den Matching-Ergebnissen von etwa 5 Millionen Paaren dazu trainiert, auf den ersten Blick zu erkennen, welche Paare in Punkto Freizeit, Beziehung, Lebensstil ect. Ăberschneidungen aufweisen. Aus diesen Erkenntnissen leitet Fatchd! die Vorhersagen fĂŒr neue Paare ab.
Abbildung 1: Fatched!
GegensĂ€tze ziehen sich an â so zumindest die Erkenntnis der Plattform DNA-Romance.Â
Bei DNA-Romance wird eine KI genutzte, um Nutzer anhand ihrer Gene zu verkoppeln.  Das Ganze funktioniert so, dass Singles ihre Speichelprobe selber entnehmen und anschlieĂend versenden. Ein Unternehmen wertet diese Proben dann im nĂ€chsten Schritt aus.  Merkmale wir die GröĂe, das Gewicht, die Augen- oder auch Haarfarbe des Partners sind wichtige Merkmale, weshalb darauf schlieĂen lĂ€sst, dass die Genetische Veranlagungen tatsĂ€chlich bei der Partnerauswahl beteiligt sein können. DNA-Romance generiert potentielle Ăbereinstimmungen basierend auf einer DNA-Analyse von Genen, die an der Reaktion des Immunsystems beteiligt sind und die die Forschung mit der menschlichen Anziehungskraft in Verbindung gebracht hat.  Es scheint, dass Menschen mit gröĂeren Unterschieden in ihren Rezeptoren â bekannt als HaupthistokompatibilitĂ€tskomplex oder MHC (Major Histocompatibility Complex) â sich eher ansprechen. GegensĂ€tze, so scheint es also, ziehen sich an â was den evolutionĂ€ren Vorteil hat, Kinder möglicherweise mit einer breiteren Palette von Immunwaffen zur BekĂ€mpfung von Krankheiten zu erschaffen. Â
Die âAnti-Tinderâ App - HingeÂ
Eine weiter App welche Metriken nutzt, um den perfekten Partner zu finden ist Hinge:  Hier ist es eben nicht das âklassischeâ Datingprofil versehen mit dem Namen, dem Alter und Bildern.  Das Einrichten eines Datingprofils dauert tatsĂ€chlich etwas lĂ€nger, denn so individuell wie jeder Mensch ist, so soll auch das Profil sein.
Das Einrichten durchlĂ€uft mehrere Schritte.  Zu Beginn wĂ€hlt man sein eigenes Geschlecht aus, weiblich, mĂ€nnlich oder divers. Daraufhin gibt man seine SexualitĂ€t an. Hier habt man eine Auswahl zwischen 21 verschiedenen SexualitĂ€t wie den âBasicsâ (Heterosexuell, Homosexuell, Bisexuell) aber auch Omnisexual, Fluid, Asexuell, etc. können hier ausgewĂ€hlt werden.  Im nĂ€chsten Schritt gibt man an, was man daten möchte - Mann, Frau, Divers, Alles?
Was das Hinge-Team jedoch aus den Daten und den primĂ€ren Erfahrungen der Menschen schöpfte, war die Erkenntnis, dass eine echte Verbindung nur schwer allein anhand von Fotos zu erkennen ist. Deshalb werden neben Bildern, auch Videos und auch Sprachnachrichten ins Profil hochgeladen um dieses persönlicher zu gestalten. Optional kann man auch seine GröĂe und Ethnie angeben. Ob man bereits Kinder hat oder wie die zukĂŒnftige Familienplanung ist. Auch kann man den Arbeitsplatz, die Heimat, den erworbenen Abschluss, die religiösen oder politische Interessen, sowie den Alkohol-, Tabak-, Marihuana-, und Drogenkonsum abgeben.Â
Das Motto hierbei lautet: âthe more you share, the better your matches will be.â Also je mehr du von dir Preis gibst, desto besser wird dein Match/Treffer werden.
Der Fokus liegt bei Hinge also nicht nur auf dem Aussehen, sondern vielmehr auf der Stimme, den Interessen, und dem Lebensstil. Die Nutzer vervollstĂ€ndigen ihre Profile durch Beantwortung mehrerer âPrompsâ, damit sie ihre Persönlichkeit besser zeigen, anstatt diese nur zu beschreiben.
Beispielsweise:
Meine StĂ€rken sind...  Â
Mich zu daten ist wie...Â
Eines meiner Lebensziele ist... Â Â
Die schlimmste Idee die ich jemals hatte...Â
Ich weiĂ es ist an der Zeit Hinge zu löschen, wenn... Â
Die Konzentration liegt bei dieser App auf den Matches und nicht direkt auf die nĂ€chste Person. Das Team veröffentlichte zudem auch wechselseitige Algorithmus-Empfehlungen, wodurch potentielle Partner mit hoher Beziehungswahrscheinlichkeit gepaart wurden. Derzeit entwickeln sie Funktionen, mit denen sie aus den Offline-Erfahrungen der Nutzer lernen können und hoffen, noch genauere Einblicke zu erhalten und mehr Theorien zu testen. Â
Abbildung 2: Hinge (eigene Darstellung, Screenshot)
Durch die Plattformen scheint es, dass es ja ganz einfach sein muss dadurch den richtigen Partner zu finden, doch inwiefern gibt es Positives und Negatives an dieser Entwicklung?  Â
Der groĂe Einfluss der Technik wird vor allem von Àlteren Generationen als ausschlieĂlich negativ angesehen, dabei kann dieser Einfluss auch seine positiven Seiten haben. Die Technik ist eine Abhilfe fĂŒr die Partnersuche. Durch die erhöhten Anforderungen in vielen Bereichen, ist es fĂŒr einen groĂen Teil der Bevölkerung immer schwieriger offline einen Partner oder auch den richtigen Partner zu finden. Hier ist das Online-Dating eine groĂe Hilfe, da es auch wĂ€hrend anderen TĂ€tigkeiten, zum Beispiel Essen oder Bahn fahren, betrieben werden kann... quasi Multi-Tasking. Die Vorauswahl der Algorithmen erhöht die Passung: Durch die Vorauswahl eines Matching-Algorithmus können dezidierte nicht-passende Menschen vorher ausgeschlossen werden und die Passung der Vorgeschlagenen Personen erhöht werden. Die Chance wird also höher, dass die vorgeschlagenen Matches wirklich zu dir passen.  Trotz der positiven und unterstĂŒtzenden Aspekte, hat Online-Dating auch viele negative Seiten. Ein groĂer Punkt ist hier vor allem die AnonymitĂ€t. Ist die Person, die ich online date in RealitĂ€t genauso wie online? Sind wir auch in RealitĂ€t auf einer WellenlĂ€nge? Die Chemie zwischen zwei Personen ist nicht direkt feststellbar. Jemand kann online sehr sympathisch und interessant auf mich wirken und wenn wir uns treffen merke ich erst, dass ich die Person leider doch sehr uninteressant finde. Aber auch der Betrug spielt eine wichtige Rolle. Auch vergebene Personen können Dating Apps und Plattformen nutzen. Oft melden sich aber auch Personen auf solchen Plattformen an, um andere Menschen vor allem finanziell zu betrĂŒgen. Ein weiterer Kritikpunkt ist auch die sexuelle BelĂ€stigung: 6 von 10 Frauen in den USA, wurden von MĂ€nnern weiter kontaktiert, nachdem sie kein Interesse bekundet haben. Daraufhin folgten Gewaltdrohungen und Beleidigungen. Ebenfalls werden oft ungefragt intime Bilder zugesendet, was eindeutig eine BelĂ€stigung darstellt.  Menschen werden immer schwerer zufriedenzustellen, auch hier spielt der Perfektionsdrang und die Selbstoptimierung mit ein. Dadurch tendieren immer mehr Nutzer ihr Selbstbild online zu verfĂ€lschen und nicht ihre wahre Persönlichkeit preisgeben.Â
Doch wie weit geht der Mensch? Inwieweit wĂŒrde der Mensch die Technik und Digitalisierung nutzen, um Erfolg in der Liebe zu haben? Â
Vielleicht können menschliche Partner eines Tages auch ganz ersetzt werden. Zum Beispiel personalisierte Avatare, die in der virtuellen oder echten RealitĂ€t exakt dem Bild des "perfekten" Partners entsprechen. Was machen diese Entwicklungen mit der Liebe? Und können sie uns tatsĂ€chlich zu besseren Beziehungen verhelfen?  In dem Science-Fiction Film Blade Runner 2049 geht es vor allem um die KI und an welchem Punkt diese lebendig wird. (Manipulation, UnterstĂŒtzung) Hauptcharakter K wird von dem kĂŒnstlichen Hologramm Joi begleitet. Sie ist seine Partnerin, ihr vertraut er alles an, sie begleitet ihn ĂŒberall hin. Â
Officer K hat in ihr seine perfekte Partnerin gefunden. Nach zahlreichen Abenteuern stellt K sich im Verlauf des Filmes fest, dass Joi ein kommerzielles Produkt ist â ĂŒbergroĂ beworben, ĂŒberall im dystopischen L.A. von 2049. Der Werbeslogan des Hologramms: âSie sagt Dir alles, was du hören willst.â Â
Ist es tatsÀchlich eine gute Idee gewesen, sich von einer KI beraten zu lassen oder sich gar zu verlieben?
Abbildung 3: Officer K und Joi
Wo bleiben die Perspektiven und individuellen Meinungen?Â
Virtuelle Freundinnen, die sich mit den Nutzern unterhalten gibt es bereits und boomen vor allem in LĂ€ndern wie Japan.Â
Auf Algorithmen basierende Dating-Plattformen sind bereits Alltag. Es ist denkbar, dass VR, KI und Robotik zukĂŒnftig ihren Platz im Liebesleben erobern könnten. Die Tatsache, dass Menschen ein Beziehungsleben auch mit nicht humanoiden in Betracht ziehen, könnte ein Zeichen dafĂŒr sein, dass wir an der Schwelle zu einer neuen Entwicklung hinsichtlich andersartiger Beziehungsformen stehen. Â
Algorithmen und Metriken sind essentielle Bestandteile des Datings. Es wird immer mehr zur Norm die Partner fĂŒrs Leben online kennenzulernen. Es ist nicht verkehrt, dass zwei Personen sich ĂŒber das Internet kennen und lieben lernen, jedoch kann die Technik hier sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringen. Doch die Frage, die wir uns stellen ist, was die Zukunft in dieser Hinsicht noch so mit sich bringt.Â
Human Resource Management im Wandel
Neben den privaten Beziehungen, können auch die Arbeitsbeziehungen nĂ€her betrachtet werden. Entwicklungen im Human Resource Management haben die Beziehungen in der Arbeitswelt verĂ€ndert. Human Resources, die auch Humankapital genannt werden, umfassen alle immateriellen Ressourcen, die ein/eine Arbeitgeber*in durch seine Mitarbeiter*innen erhĂ€lt. Dazu gehören das Wissen, die FĂ€higkeiten und die Motivation jedes einzelnen Mitarbeiters. Um die Ressourcen im Unternehmen optimal zu nutzen, wurde das Human Resource Management eingefĂŒhrt. Dieser Bereich kĂŒmmert sich um alle Belange, die mit dem Personal des Unternehmens in Zusammenhang stehen und ist somit die Vermittlungsstelle zwischen Unternehmen und Mitarbeitern. Diese MaĂnahmen verfolgen das Ziel, den bestmöglichen Unternehmenserfolg und die gröĂtmögliche EffektivitĂ€t bei den Arbeitnehmern*innen zu erreichen.
Die VerĂ€nderungen des Human Resource Management haben bereits im 19. Jahrhundert begonnen, als sich ein eigenstĂ€ndiger Bereich Personalwesen entwickelt hat. Die VerĂ€nderungen wurden besonders durch den globalen Wettbewerb in den IndustrielĂ€ndern herbeigefĂŒhrt, wodurch sich auch die Anforderungen an die Unternehmen und die Mitarbeiter*innen geĂ€ndert haben. Dazu gehören beispielsweise die stĂ€rkere Eigenverantwortlichkeit oder die FlexibilitĂ€t hinsichtlich der Arbeitszeit, dem Arbeitsort, den Arbeitsbeziehungen und der Organisation. Der Mensch mit seinen Ressourcen rĂŒckt somit in der Arbeitswelt immer mehr in den Fokus und wird fĂŒr das Unternehmen ein zunehmend wichtiger Bestandteil.
Modernes, Digitales Arbeiten
Digitales, modernes Arbeiten hat sich besonders durch die Digitalisierung etabliert. Damit ist die VerĂ€nderung von Prozessen gemeint, die zunehmend durch digitale GerĂ€te abgewickelt werden. Heutzutage können neue Maschinen mit digitalen Schnittstellen entwickelt werden, die das Arbeiten im Unternehmen erleichtern. Durch die digitalen Schnittstellen entsteht eine gemeinsame Datenbasis fĂŒr das Unternehmen, wodurch Informationen ausgetauscht werden können. Dies wiederum beugt MissverstĂ€ndnissen vor und hebt die EffektivitĂ€t hervor. Durch die vielfĂ€ltigen und neuen Arbeitsmodelle, die durch die Digitalisierung entstehen, kann die Arbeit, je nach Beruf, orts- und zeitungebunden ausgefĂŒhrt werden. Die neuen Arbeitsmodelle bieten daher groĂe Chancen, als auch groĂe Herausforderungen fĂŒr die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
In einer Zeit, in der FachkrĂ€fte immer schwerer zu finden sind, Stellen immer schneller besetzt werden mĂŒssen und sich der Rekrutierungsprozess, um geeignete Mitarbeiter zu finden, immer aufwendiger gestaltet, ist der Ruf nach UnterstĂŒtzung laut. Daher ist KĂŒnstliche Intelligenz, auch gern als KI abgekĂŒrzt, einer der wichtigsten Trends in der Digitalisierung. Viele Unternehmen setzen KI bereits ein beispielsweise in der Entwicklung, in der Produktion und in der Verwaltung. Aber auch im Alltag hilft uns KI in einigen Bereichen ganz offensichtlich, in anderen jedoch eher versteckt. Denn mit Maschinen zu sprechen, ist fĂŒr viele Menschen mittlerweile Alltag geworden (z.B. Spracherkennung). Wenn es um kĂŒnstliche Intelligenz geht, ĂŒberlegen sich Unternehmen immer hĂ€ufiger, ob es eine gute Alternative oder eher eine ErgĂ€nzung wĂ€re.
Es ist absehbar, dass die Weiterentwicklung von KI einen groĂen Einfluss darauf haben wird, wie wir in Zukunft arbeiten werden. Jetzt schon ist sichtbar, dass Routinejobs besser von einer Maschine erledigt werden können als von einem Menschen. Es kommt somit auch zur Umschichtung von Aufgaben. Umschichtungen von Arbeit erfolgen immer dann, wenn die Maschine Aufgaben schneller oder gĂŒnstiger erledigt oder sogar beides gleichzeitig schafft. Also weg vom Menschen hin zu Maschine. Desweiter ist es sehr wahrscheinlich das in der Zukunft schriftliche, und insbesondere die gedruckten Bewerbungen verschwinden werden. An ihre Stelle werden Online-Tools treten, die zum Job passende Fragen stellen. Bereits heute gibt es Apps, in denen Bewerber per Video spontan auf Fragen antworten mĂŒssen. Es gibt Roboter wie Matilda, die automatisierte Bewerberinterviews anhand von 76 Fragen fĂŒhren kann. Matilda liest die Emotionen der Kandidaten, analysiert sie und reagiert empathisch darauf.
Roboter Recruting
Einigen Unternehmen nutzen bereits eine automatisierte Vorauswahl von Bewerbungen. FĂŒr Bewerber haben solche Systeme einen klaren Nachteil. Wer die Maschine mit seinen Unterlagen nicht ĂŒberzeugt, schafft es nicht bis ins VorstellungsgesprĂ€ch. Gleichzeitig gibt es auch Vorteile, Bewerber, die wissen, worauf es ankommt, können mit zum Beispiel bestimmte SchlĂŒsselbegriffe beim Roboter punkten. Damit sind nicht die typischen Bewerbungsfloskeln gemeint wie âbelastbarâ, âmotiviertâ oder âteamfĂ€higâ. Sondern spezielle SchlĂŒsselbegriffe, die im Stellenangebot stehen und die typisch fĂŒr die Branche und fĂŒr die ausgeschriebene Position sind. Allerdings befĂŒrchten einige Bewerber, dass man seine individuelle Persönlichkeit aufgrund von standardisierten Online-Formularen nicht zum Ausdruck bringen kann. Doch das ist bei genauerem Hinsehen gar nicht der Fall. Vielmehr steigen die Chancen, vorurteilsfrei nach seiner Leistung und nicht nach einer subjektiven EinschĂ€tzung bewertet zu werden. KI hat im Recruiting ein groĂes Potenzial. Denn der Mensch trifft oft Entscheidungen nicht nur nach Fakten, sondern bezieht seine GefĂŒhle ein, hört auf sein BauchgefĂŒhl und lĂ€sst sich von seinen persönlichen Werten, Ansichten und Charaktereigenschaften leiten. Eine Maschine hat keine Vorbehalte und kennt keine Vorlieben. Sie bewertet die Kandidaten ausschlieĂlich auf Basis von Fakten und ist deshalb als besonders fair und objektiv anzusehen. Hinzu kommen weiter Eigenschaften, wie die Zeitersparnis, Sprachen, FlexibilitĂ€t und LernfĂ€higkeit der KI.
Abbildung 4: Roboter Recruting
Abbildung 5: Roboter Recruting Auswahlverfahren
Schlussfolgernd kann man sagen:
KI ist zunĂ€chst einmal eine Methode der Datenanalyse und dient dazu, bessere Vorhersagen ĂŒber den zukĂŒnftigen beruflichen Erfolg von Bewerbern zu treffen. Damit ein KI-System zu einer Aussage kommt, mĂŒsse es trainiert bzw. angelernt werden. DafĂŒr braucht es eine sehr hohe Anzahl an Daten.
Es ginge beim Roboter Recruiting also nicht darum, dass sich ein Computer einen Menschen anschaut und dann auf irgendeine mystische Weise ein Urteil fĂ€llt. Vielmehr geht es um eine automatisierte Vorhersage menschlicher Urteile mit Hilfe ausgefeilter statistischer Methoden. Dadurch können Urteilsfehler stĂ€rker vermieden werden. Denn anders als Recruiter werden Roboter nicht mĂŒde und haben keine Vorurteile.
Worklogging
Der Begriff âWorkloggingâ ist fĂŒr viele ein Fremdwort. Um darauf genauer eingehen zu können, muss der Begriff des âLifeloggingsâ vorgezogen werden. Lifelogging ist ein anderer Begriff fĂŒr Self-Tracking, und bedeutet das Protokollieren von verschiedenen Aspekten des alltĂ€glichen Lebens. Bekannt ist dies durch das Gesundheitsmonitoring, das viele Menschen in der heutigen Gesellschaft betreiben. Beispiele hierfĂŒr sind KalorienzĂ€hler oder SchrittzĂ€hler, mit denen wir unser Handeln kontrollieren. Wir legen somit unser gesamtes Leben und unsere Verhaltensweisen in Form von Daten online ab und können diese auch jederzeit einsehen. Was daraus entsteht macht uns angreifbar, denn alle unsere AktivitĂ€ten können ĂŒberwacht und kontrolliert werden, so auch im Arbeitsleben. Und genau hier kommt der Begriff âWorkloggingâ ins Spiel. Damit ist das Daten-Tracking im Unternehmen gemeint, wie beispielsweise die Anwesenheitserfassung oder die Leistungsvermessung am Arbeitsplatz.
Aber wie stehen die Arbeitnehmer*innen selbst zu dem Daten-Tracking im Unternehmen?
Man kann davon ausgehen, dass ein Mensch, der in seiner Freizeit privates Self-Tracking betreibt, auf dieses âWorkloggingâ wahrscheinlich mit gröĂerer Akzeptanzbereitschaft reagieren wird. Allerdings greift das Vermessen von ArbeitsvorgĂ€ngen mit Hilfe intelligenter Systeme in das Selbstbestimmungsrecht der Personen ein. Ebenso besteht die Gefahr, dass Gegenstands- und Prozessdaten mit personenbezogenen Daten verknĂŒpft werden, und somit RĂŒckschlĂŒsse auf die einzelnen Personen möglich sind.
Daraus entsteht eine neue virtuelle Lebenslage fĂŒr die Arbeitergesellschaft. Vor Jahrzehnten wurde das Arbeitsleben durch die individuelle âPersonalakteâ beeinflusst. Hierbei wurde eine personenbezogene Dokumentation durch den/die Arbeitgeber*in durchgefĂŒhrt und es wurde sich mit dem Betriebsrat abgestimmt, was in die Akte aufgenommen werden darf und was nicht. Diese Informationssammlung hatte einen rechtsverbindlichen Charakter, wurde auf Papier dokumentiert und war nur fĂŒr wenige Personen zugĂ€nglich und einsehbar. Durch die Digitalisierung, das Daten-Tracking und die Ăberwachung der Menschen hat sich die Situation am Arbeitsplatz gewandelt. Die Datenspuren, die der arbeitende Mensch hinterlĂ€sst, gehen somit im Inhalt weit ĂŒber die âPersonalakteâ hinaus.
Dies hat zur Folge, dass eine stĂ€ndige VerfĂŒgbarkeit von personenbezogenen Daten vorliegt und auch Schwierigkeiten in der IdentitĂ€tsbildung entstehen können. Wenn jeder Schritt ĂŒberwacht und kontrolliert wird, sind die Menschen in ihrem Handeln eingeschrĂ€nkt. Man darf sich keine Fehltritte mehr erlauben, ohne der Gefahr einer KĂŒndigung ins Auge zu blicken. Zudem verschĂ€rft sich die Lage, wenn man bedenkt, dass der Fokus immer stĂ€rker auf der EffektivitĂ€t der Menschen liegt. Eine freie Entfaltung am Arbeitsplatz fĂŒr die Arbeitnehmer*innen ist somit unmöglich.
Das ZugehörigkeitsgefĂŒhl, welches die Menschen vorher am Arbeitsplatz hatten, schwindet womöglich immer mehr. Die Vorstellungen von der Arbeit und von sich selbst entwickeln sich neu. Die Frage, die man sich hier stellen kann, ist: Wollen wir in einer Gesellschaft leben, die sich nur durch die Leistung am Arbeitsplatz definiert? Auch Konkurrenzdenken und Leistungsdruck wĂŒrden sich verstĂ€rken. Ganz davon abgesehen sind die Auswirkungen, die diese Prozesse auf unsere Gesundheit hĂ€tten.
Abbildung 6: Worklogging
Im Zusammenspiel von Mensch und Maschine liegt die StĂ€rke der KI. Damit ist gemeint, dass es ein sparsamen Einsatz der natĂŒrlichen Ressourcen ermöglicht zum Beispiel Zeitersparnis. Wie im Beitrag erwĂ€hnt entstehen immer weitere und neue Technologien sowie GeschĂ€ftsprozesse.
Durch die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine kann die KI bestehen.
Verfasst von:
Julia Baumgarten, Elena Hanslik, Nina Huskic, Lilly Meischner
Quellen:
Apt, W., & Priesack, K. (2019). KI und ArbeitâChance und Risiko zugleich. In KĂŒnstliche Intelligenz (pp. 221-238). Springer Vieweg, Berlin, Heidelberg.Â
BĂŒnte, C. (2020). Ausblick: So wird KI unsere Arbeit entwickeln. In: Die chinesische KI-Revolution. Springer Gabler, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-29795-4_9 Â
Kewitz (2013) Technik-Einfluss - Liebe 2.0, Deutschlandfunk Kultur. VerfĂŒgbar unter: https://www.deutschlandfunkkultur.de/technik-einfluss-liebe-2-100.html (Letzter Zugriff: 29. April 2022).Â
Kirchberg-Lennartz, B. (2005). Anforderungen an das Human Resources Management bei Lufthansa Systems. In: Voigt, B., Linke, M. (eds) Der Erfolg eines Systemhauses. Physica-Verlag HD. https://doi.org/10.1007/3-7908-1664-7_16Â
KrĂŒger, W. and Bach, N. (eds) (2014): Excellence in Change. Wiesbaden: Gabler Verlag. doi:10.1007/978-3-8349-4717-8.Â
Pallinger, J. (2021) Matching: Wenn die Liebe von Algorithmen bestimmt wird, DER STANDARD. VerfĂŒgbar unter: https://www.derstandard.de/story/2000124078525/matching-wenn-die-liebe-von-algorithmen-bestimmt-wird (Letzter Zugriff: 27. April 2022).Â
Roesner (2021) Schon einmal in eine KĂŒnstliche Intelligenz verliebt?. VerfĂŒgbar unter: https://www.kaspersky.de/blog/schon-einmal-in-eine-kunstliche-intelligenz-verliebt/26207/ (Letzter Zugriff: 2. Mai 2022).Â
Selke, S. (2016): âLifelogging: Digitale Selbstvermessung und Lebensprotokollierung zwischen disruptiver Technologie und kulturellem Wandelâ. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden. doi:10.1007/978-3-658-10416-0.Â
Staehle, W.H. (1989): âHuman Resource Management und Unternehmungsstrategieâ, p. 11.Â
Widler (2019) Warum die Liebe heute schwieriger ist als frĂŒher. VerfĂŒgbar unter: https://kurier.at/leben/warum-die-liebe-heute-schwieriger-ist-als-frueher/[node:path] (Letzter Zugriff: 2. Mai 2022).Â
Zurbriggen, I. and Schellinger, J. (2021): âHuman Resource Management im Wandel der Digitalisierungâ, in Schellinger, J., Tokarski, K.O., and Kissling-NĂ€f, I. (eds) Digital Business: Analysen und Handlungsfelder in der Praxis. Wiesbaden: Springer Fachmedien, pp. 217â243. doi:10.1007/978-3-658-32323-3_10.Â
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da ich mich TagtĂ€glich auch beruflich mit dem Thema Social Media auseinander setze, dachte ich mir, ich teile etwas mit euch.Â
Schon im Studium hat mich das Thema sehr interessiert und war oft Teil meiner Arbeiten. Das ich auch beruflich mal diesen Teil einschlagen wĂŒrde, war mir nicht immer bewusst!Â
Social Media ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Wir sindâŠ
Wer jetzt den Kredit wechselt, hat sein Haus bis zu sechs Jahre frĂŒher abbezahlt
Wer jetzt den Kredit wechselt, hat sein Haus bis zu sechs Jahre frĂŒher abbezahlt
Deutschland: ââŠWer einen Kredit fĂŒr eine Wohnung oder ein Haus aufnimmt, rechnet sich meistens auch aus, wann die letzte Rate ĂŒberwiesen werden muss. Danach gewöhnt man sich an die monatliche Rate auf dem Kontoauszug â und denkt nicht lĂ€nger darĂŒber nach.
SchlieĂlich hat man mit der Immobilie meistens genug zu tun und vor allem einen schönen Grund, sich nicht stĂ€ndig ĂŒbers Geld Gedanken zuâŠ