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05.12.2015
Ich hab schon lange nicht mehr geschrieben – ich weiß. Ich habs echt versucht, aber die Zeit die ich in so einen Text stecken muss ist enorm. Und jetzt gibt es so viel, dass ich nicht weiß wo ich anfangen soll. Ich denke, ich fasse alles grob zusammen, denn nachdem ich grad alles ausführlich geschrieben hab war ich bei drei Seiten.
Malapascua
Wir waren Urlaub machen auf Malapascua. Malapascua ist bekannt dafür einer von drei oder vier Orten auf der Welt zu sein, an denen man fast garantiert Fuchshaie sehen kann. Die Reise war weit, hat sich aber gelohnt. Und ich hab eine philipinische Fischsuppe entdeckt, die mich von meiner Reisekrankheit heilt. Wir sind zwei Tage um 4 aufgestanden, um im Dunklen raus aufs Meer zu fahren und auf 35 Meter Tiefe auf einer Sandbank zu hocken. Irgendwie verstehen sich Fuchshaie besser darauf mich aus dem Bett zu locken als Doppelstunde Geschichte am Freitag mit Frau Hübner. An beiden Tagen wurden wir belohnt mit ungefähr 5 Haien, die um uns herum schwammen. Im Video ist ein Foto, das Josh gemacht hat zu sehen. Ich konnte leider kein eigenes Video machen, weil meine Hülle kaputt gegangen ist. Außerdem haben wir eine „Seemotte“ (im Prinzip ein Schnabeltier in Miniaturformat mit Flügeln und tief im Wasser), eine breite Palette an Nudibrancharten, Schwarzspitzenriffhaie, Seepferdchen, Miniseepferdchen (im Video), Harlekingarnelen, Plattwürmer und einen Fetzenfisch gesehen. Für erfahrene und biologieinteressierte Taucher mit Lizenz zum tiefer als 20 Meter tauchen ist Malapascua die Reise wert. Für jeden anderen rennen auf der Insel nur verschrobene Meeresnerds rum. Außerdem hab ich mir eine Grippe eingefangen, die mich jetzt daran hindert ins Wasser zu gehen. Ansonsten habe ich meine ersten Nachttauchgänge gemacht, bei denen ich allerdings überhaupt nicht viel Spaß hatte, weil ich die Dunkelheit beklemmend finde und nicht genug bunte Fischis rumschwimmen. Auf Malapascua haben wir zusätzlich zum allgemeinen Stress auch noch unsere Diveguide verloren. Oder eher er uns. An unserem letzten Abend hab ich zum Glück noch mal meinen Flug im Internet nachgeguckt, da stand, dass mein Flug gecancelt ist. Dass sie die Leute informieren müssten, dass der Flug ausfällt, daran denkt hier natürlich niemand. Also haben Josh und ich 2 Stunden lang versucht, über das Callcenter herauszufinden, was jetzt passiert. Am Ende haben sie mir einen Platz im bereits ausgebuchtem nächsten Flugzeug gegeben. Ehrlich gesagt, war ich schon überrascht, dass wir es geschafft haben jemanden von CebuPacific ans Telefon zu bekommen. Falls ihr mal hier seid – vertraut CebuPacific nicht. Jeder Flug ist gestrichen oder hat bereits eine Woche im Voraus eine angekündigte Verspätung von mindestens einer Stunde.
Essen und Philipinos
Zur Freude aller waren wir in Tacloban, um unsere Visa zu verlängern und haben echtes Essen mitgebracht. Es gab Lasagne und Pizza an den letzten Sonntagen. In Tac (fünf Stunden entfernt mit einen kaum klimatisierten UV-Bus kuschelnd mit einem Huhn und einer Fahrt auf dem Dach eines Busses mit 60 km/h, kann man im Video sehen) hatten wir ein richtiges Bett, warmes Wasser und spülende Toiletten. Von der ich erstmal Videos an alle verschicken musste. Ich kann nur betonen, dass jeder die Bedeutung von spülenden Toiletten für unsere Gesellschaft zu schätzen lernen sollte. Und Essen!!! Als wir angekommen sind haben wir zu dritt drei Burritos, zwei Burger, einen Teller Chicken Wings, einen Teller Nachos und zwei Fajitas gegessen. Und das gesamte Personal hat uns zugeguckt. Seltsame weiße Leute. In Tacloban trifft man von Zeit zu Zeit auf andere Weiße, die allerdings in 90% der Fälle alte amerikanische Säcke mit jungen, bildhübschen, philippinischen Frauen sind. Meine letzten Wochen haben mir die Erfahrung eingebracht niemals mit männlichen Volunteers irgendwo hinzugehen, weil man ungefähr alle fünf Minuten gefragt wird, wann die Hochzeit war und ob wir schon Kinder haben. Und wenn man nicht verheiratet ist, bekommt man einen abschätzigen Blick zugeworfen. Falls ich sage, dass ich 18 bin, werde ich gerade noch toleriert aber Tine mit ihren 23 Jahren sollte schon längst verheiratet sein. Weiterhin typisch philippinisch ist, dass es im Supermarkt nicht nur das obligatorische Regal mit getrocknetem Fisch in Tüten sondern auch ein Kosmetikregal mit Weißungsmittel gibt. Filipinos wollen weiß sein. Während wir also alle auf der Seemauer legen und uns sonnen, trägt hier jeder einen Sonnenschirm mit sich rum. Letzte Woche beim Doktor hab ich ein sehr nettes Mädchen kennegelernt. Wir konnten uns nicht unterhalten, weil mein Tagalogwortschatz aus „Vogel“, „Ameise“, „Wie viel kostet das?“ und „viele Mangos“ besteht, aber wir hatten Spaß. Sie hat alle meine Fotos auf dem Handy angeguckt und anschließend 1000 Selfies mit jeder Person im Wartesaal gemacht. Und dann war mein Akku alle und ich konne keinen Rücktransport organisieren.
Kokosnüsse
Acchassi, einer der Scholars des letzten Monats, und ich haben verschiedene Kokosnusssachen hergestellt. Kokosnusswassereis (sooooo gut), Kokosnusssalat (sooooooooooo gut), Kokosnusskuchen (sooooooooooooooooooooooooooooooooooo gut). In allen Sachen ist Kondensmilch neben Kokosnuss die Hauptzutat. Bevor ich gehe macht Joel noch Kokosnussfudge, das wird ein Fest. Am Dienstag und Mittwoch haben Tine und ich versucht, den Leuten beizubringen, ie man Plätzchen macht. Im Wesentlichen haben sie es verstanden. Aber wie zum Beweis, dass dies der nerdigste Platz auf der Erde ist, haben alle angefangen, Fische u.ä. zu formen. Für 5 Minuten hatten wir also seegurken-, walhai-, nudibranch- und schildkrötenförmige Plätzchen, dann war alles alle.
Ameeerika und Filipinos
Travis hat einen hundersten Tauchgang nur in einem Hut bekleidet gemacht, sehr zur Freude unseres Kochs. Was mich zu meiner nächsten Entdeckung bringt: Filipinos haben einen wesentlich höheren Prozentsatz an geouteten Transsexuellen und Schwulen. Und die, die‘s nicht sind, verhalten sich trotzdem ein bisschen so. Travis macht Fortschritte mit dem Deutschlernen. Sein Wortschatz st jetzt: „Ich bin Käptn Feuerbart“, „Ich bin Käptn Kuchenbart“,“ Kuchen“ (um Tine zum Kochen zu bringen (Travis hat noch nie in seinem Leben Kuchen gebacken)), „Hör auf zu heulen“, „Halt deine Gusche“, „Schlampe“ und „Danke“. Bester Wortschatz, um in Deutschland nen Mädchen anzumachen. ER weigert sich leider „Die Qualle liegt am Meeresstrand , die Sonne hat sie ausgebrannt, nun ist sie alle, die Qualle.“ zu lernen.
Sklavenleben
Der Grund warum ich nicht dazu komme viel zu schreiben, ist dass ich gerade unter Zeitdruck bin, um meinen Divemaster zu beenden. Ich muss noch eine Karte der Wall erstellen, ScubaReactivate leiten, einen Tieftauchgang mit Knoten meistern, einen Tauchgang machen, um gezielt nach einem „verlorerenem“ Objekt zu suchen und alle Skills auf Demonstrationsstandard bringen. Das ist ziemlich viel und nebenbei noch andere „kleine“ Aufgaben für den Lehrer erledigen. Alias alle seine Arbeit erledigen, inklusive seine Ausrüstung aufsetzen und waschen, Papierkram machen, Besucher behandeln als würden wir auf einer Tauchbasis arbeiten, Inventur machen und Open Water Training durchführen. Als Achassi noch hier war, haben wir angefangen eine der Wände im Aufenthaltsraum mit allen „Target Species“ für die Surveys zu bemalen, das mach ich nebenbei auch noch. Es ist viel zu viel Arbeit für eine Person und ich werde nicht rechtzeitig fertig. Außerdem muss ich jedesmal, wenn ich meine Künste neben seinen sehe aufhören und eine Runde heulen.
Morgen fahren wir zum Wasserfall, um unseren letzten Sonntag nochmal besonders zu gestalten und ab Dienstag bin ich dann hoffentlich inoffizieller Divemaster. Und Mittwoch heißt es dann Abschied nehmen und mit einem (jetzt schon verpätetem) Flugzeug nach Manila und dann nach Melbourne fliegen. Travis, Elena und Yann werden mit mir zusammen gehen, dann wird es ziemlich leer sein hier. Bisher stehe ich noch vor dem Problem, eine Möglichkeit zu finden, alle meine Muscheln unentdeckt mitzunehmen.
5.12.15 // It's a pain to upload photos atm, so just text today! Today I did another Maths Past Paper, and I think it actually went pretty well! All day rehearsal tomorrow, ugh.
Listening to A.M. via xnadineleopoldx - 5/12
eleanorsnap | 5.12.15

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"Mud socks 🙈" eleanorsnap | 5.12.15
True sight ✨ Fifth of december, 2015
Today is the day I got my new glasses. For years the first time I saw everything keen. It's absolutely astonishing, awesome and extraordinary. I've gotten progressional more shortsighted over the past years till it stopped getting worse about two years ago. As a kid I had very good eyes - good old days. Later in school I had most of the times problems seeing what's on the blackboard if I sat in the last row. So I didn't sat in the last row. And like this I adapted to my shortsighted eyes. Things in the distance I saw blurred but I knew what it should look like so lived like this and thought it wouldn't be this bad. I was so wrong. It's like the world got an graphics update. It's like seeing things I didn't saw for years. It's magic. And I'm smiling all the time
always tired, but never enough sleep