26. MĂ€rz 2252
Der Klima-Energie-Plan sieht vor bis 2300 Treibhausgasemissionen um 90% zu reduzieren. Ein Schritt dieses Ziel zu erreichen ist der Umbau aller gröĂeren StĂ€dte und Mega Cities unter der Leitung  des Architekturdevelopmentprojekts âRise Highâ, das acht verschiedene green tower Gruppen vorsieht, von denen jede Elemente der Natur und erneuerbare Energien in sich vereint. Die erste Kategorie, der âBergâ, soll einen Knotenpunkt der Energie darstellen, sowohl technisch als auch menschlich. In diesen TĂŒrmen werden Wohnungen untergebracht ebenso wie ein Photovoltaikanlage, die Strom und heiĂes Wasser produziert.Â
Nachts wird ein Pumpensystem ĂŒberschĂŒssiges, ungenutztes Wasser an der Fassade entlangflieĂen lassen, um so die AuĂengĂ€rten sĂ€mtlicher 100 bis 275 Etagen zu bewĂ€ssern. Der innere Teil des Turms besteht aus einer hohen, ovalen Glaskuppel, deren StahlgerĂŒst durch LibellenflĂŒgel inspiriert wurde, eingerahmt durch halbkreisförmig angeordnete GĂ€rten.Ein zweiter Typ sieht âAnti-Smogâ towers vor: Sie haben die Form von Tornados, wobei der innere Aufbau dem einer Spirale entspricht und das Filtersystem darstellt. Am oberen Ende sind Turbinen mit einem Durchmesser von 73 Metern angebracht, welche die verunreinigte Luft anziehen, sie im Inneren reinigen und unten wieder abgeben. Von AuĂen sind die TĂŒrme mit HĂ€ngegewĂ€chsen bepflanzt, sowie am FuĂ mit BĂ€umen.âPhotosynthesisâ dagegen ist eine Glas-Stahl-Blase, die bereits bestehende TĂŒrme umhĂŒllen kann und an der Fassade Mikro-Algen-Teppiche in Photobioreaktoren in laminiertem dreieckigem Glas des Ă€uĂeren Rings, der nach oben geöffnet ist, hat. Die Algen nehmen die thermale Sonnenenergie auf und produzieren energiereiche Biomasse, die in Raffinerien unterhalb des GebĂ€udes in Biotreibstoff umgewandelt wird und so 50% der Energie fĂŒr Heizung und Klimaanlagen darstellt. Im Prozess entstehendes CO2 wird den Algen als NĂ€hrstoff zugefĂŒhrt.Der Typus âBambusâ  bezeichnet ein Exoskelett aus ebenjenem, welches so wĂ€chst, dass sich in stabiles, regelmĂ€Ăiges, ineinander verflochtenes Netz ergibt, das ebenfalls bereits existierende kleine und mittelgroĂe GebĂ€ude umgeben kann. In den Innenhöfen werden Mikro-Biodomes errichtet die wie groĂe biodiversive GewĂ€chshĂ€user fĂŒr pflanzliche Nahrung in den einzelnen Bambii sorgen. Ab einer gewissen Höhe können auch Windkraftanlagen als Tunnel eingesetzt werden, um Strom zu generieren. âBienenwabenâ dienen primĂ€r als Wohnraum. Sie haben eine hexagonale Grundstruktur, sind etwa 2,50 Meter hoch und 15 Meter lang und können per Steckprinzip stabil an und in jedes GebĂ€ude integriert werden. Die oberste Schicht hat immer ein Solaranlagennetzwerk installiert, welches sĂ€mtliche verbundenen Einheiten mit Energie versorgt. Die Waben sollten immer zu Clustern verbunden sein, um so Gartenwaben fĂŒr einen Block zur VerfĂŒgung stellen zu können; die GröĂe und der Grundaufbau der Module variiert stark je nach GröĂe der darin unterzubringenden Wohngemeinschaft und dem zugewiesenen Nutzen. âFarmenâ bilden die sechste Kategorie. Je drei TĂŒrme aus vertikal verbundenen steinförmigen Photovoltaik-Stahl Konstruktionen ergeben eine Farm, in der sich sowohl GewĂ€chshĂ€user als auch Tiere befinden, ergo: Agrikultur in der Luft. Farmen in StĂ€dten
bieten erhebliche Vorteile: Sie verringern den CO2 FuĂabdruck durch lokalen Anbau und integrierte Filteranlagen erheblich. Sie sichern die NahrungsautonomitĂ€t jeder Stadt. Sie schaffen lokale ArbeitsplĂ€tze fĂŒr die Produktion frischer, lokaler Bioprodukte. Das Recycling findet in einem kleinen, geschlossenen Kreislauf statt, was auch Pestizide, Insektizide und sonstige Chemikalien reduziert. Sie entlasten lĂ€ndliche Gebiete dadurch, dass unter anderem Abholzung fĂŒr den Anbau von Monokulturen nicht mehr relevant ist und sie sparen Wasser durch die Wiederverwendung und -aufbereitung des stĂ€dtischen Wassers.  Die vorletzte Gruppe âTubularâ stellt eine Mischung aus Wohnungen, Hotelzimmern und BĂŒros dar. Es handelt sich grundsĂ€tzlich um in Etagen eingeteilte Glasröhren, die sich durch andere GebĂ€ude schlĂ€ngeln, sich an diese anpassen und sich auf diese stĂŒtzen, um sich dann gerade nach oben zu erheben und in einem Dacharten zu enden. Um diesen inneren Aufbau windet sich der Ă€uĂere, ein GerĂŒst mit Pflanzenzellen Struktur, was stark zur Klassifizierung als Energie-Positiv beitrĂ€gt, die TĂŒrme produzieren also mehr Energie als sie verbrauchen. Die Fassade besteht aus GrĂ€tzel-Zellen, welche eine photo-elektrochemische Membran bilden, inspiriert vom Photon sind und des weiteren auch fĂŒr die Stromerzeugung durch Elektrolyse verantwortlich sind. Die Entstehung von Röntgenstrahlung durch Oxygen und Luftfeuchtigkeit fĂŒhrt zur Reduktion von organischer, fester und flĂŒssiger Materie sowie Gasen im urbanen Smog.Die achte Kategorie sind die U-förmigen, bewohnbaren âBrĂŒckenâ, die sich ĂŒber sĂ€mtliche FlĂŒsse spannen und an deren steilen HĂ€ngen Moos- und AlgengĂ€rten angebracht sind. Ihre hydrokinetischen Windturbinen verbinden beide HĂ€nge der BrĂŒcke durch Schleusen, erzeugen effektiv Strom und wĂ€rmen so die Wohnungen, unterstĂŒtzt durch die kinetischen WasserrĂ€der am FuĂ der BrĂŒcke. Der Umbau soll im kommenden Jahr in Chicago, New York, Beijing und Mumbai beginnen und wird via Live-Stream auf der Website des Projekts ĂŒbertragen.