Nachdem ich mich ewig lange nicht gemeldet habe, obwohl unglaublich viel passiert ist, werde ich jetzt ein wenig damit beginnen, aufzuholen und einige Eindrücke teilen.
In den letzten drei Monaten ist hier bei mir unglaublich viel passiert.
-Osterferien im April: In meinen Osterferien (2 Wochen) bin ich relativ spontan einfach quer durch Spanien gefahren. Der ursprüngliche Plan hieß WWOOFen, was daran gescheitert ist, dass ich den Hof, der mir zugesagt hatte, zwei Wochen vor Beginn nicht mehr erreichen konnte. Da ich schon ein Hostel für drei Nächte in Granada gebucht hatte, begann dort meine Reise. Geplant war nur Granada, der Rest der Route ergab sich unterwegs. Es ging von Granada über Tarifa, Cadiz, Jerez, Sevilla, Valencia nach San Sebastian und dann schließlich zurück nach Barcelona.
Das alles war ein ziemliches Erlebnis, da ich mich nur auf mich allein verlassen konnte (Tickets kaufen, Hostels buchen und vorallem auch dort hinfinden, pünktlich am Zug sein, etc.). Während dieser Reise besuchte ich die anderen Freiwilligen in Valencia und San Sebastian, über das Wiedersehen habe ich mich sehr gefreut.
-Gran Canaria über den 1.Mai: über den 1.Mai flog ich für vier Tage nach Gran Canaria und hatte das große Glück, dort bei einer anderen Freiwilligen unterzukommen. Die Zeit dort war beeindruckend, ein ganz anderes Lebensgefühl als in Barcelona und vorallem auch eine ganz andere Landschaft.
-Umzug in die neue WG: direkt nach dem Besuch auch Gran Canaria zog ich in meine neue WG ein. Mitten im Stadtzentrum in eine WG mit sechs anderen Mitbewohnern. Der Umzug hat sich trotz des Aufwandes definitiv gelohnt, mein Zimmer ist nun größer und hat einen kleinen Balkon. Zudem wird in meiner WG Spanisch gesprochen, was meinen Sprachkenntnissen definitiv zu Gute kommt.
-Klassenfahrt mit dem P4/5: Im Mai ging es für drei Nächte mit allen 4-6 Jährigen des Kindergartens nach Can Puig, einen Ferienhof mit dem Montserrat in Sichtweite. Dort verbrachten wir das Lager, die Kindern wurden tagsüber von den dortigen Monitoren (Betreuern) zum Thema Indianer beschäftig, in unsere Aufgabe fielen Aufwecken, Anziehen, Frühstück, Mittagessen, Abendessen, Zwischenzeiten überbrücken und Ins-Bett-Bringen. Die Landschaft und der Hof waren wunderschön in der Natur gelegen, den Kindern taten der Platz und die Bewegungsfreiheit sichtlich gut. Obwohl es ziemlich anstrengend war und für die Kinder und auch die Betreuer die dritte Nacht eigentlich unnötig und zu viel war, war es im Lager doch viel weniger schlimm als ich erwartet hatte. Die Kinder waren zumindest die ersten beiden Nächte so müde, dass sie ohne Probleme ins Bett gingen.
-ColorRun in Barcelona: ein 5km-Lauf, währenddessen mit Farbpulver geworfen wird, was der eigentliche Spaß an diesem Lauf ist.
-Ein kostenloses Konzert von Stromae, bei dem Nele, Feli und ich (die Freiwilligen der Schweizer Schule) waren und völlig nassgeregnet wurden. Trotzdem war es wahnsinnig gut.
-Ein Tagesausflug mit Iris, einer anderen Freiwilligen und ihrer Freundin nach Girona, eine schöne kleine Stadt, die vorallem durch die bezaubernde Altstadt besticht.
-Ein BBQ auf der Dachterrasse von Iris, direkt über der Rambla, gutes Essen, nette Menschen, ein wunderbarer Tag.
-Besuch von Papa und ein gemeinsamer Besuch in der Sagrada Familia, die mich vorallem durch die Lichtspiele der bunten Glasfenster beeindruckt hat.
-Ein Tagesausflug nach Cadaques an den Strand der Costa Brava. Traumhaft schöne Buchten mit kristallklarem Wasser unter sonnenblauem weiten Himmel. Unnötig zu sagen, dass es ein gradezu unvergesslicher Tag war.