Wenn eine zwischenmenschliche Beziehung zweier Menschen in die Brüche geht aber du die Queen bist –
Leere, Missverständnisse, unwohl sein, Überforderung.
Gefühle, die du verspürst, weil sich eine Person dazu entschieden hat, zu gehen. Sie sind menschlich, bedeutungsvoll und sagen mehr aus, als du denkst.
Diese Gefühle haben nichts mit Schwäche zu tun, ganz im Gegenteil – es zeugt von Stärke und emotionaler Reife, wenn du diese Gefühle zulässt.
Wenn sich eine Person, mit der wir viel Zeit verbracht haben, die wir lieben und schätzen gelernt haben, aus unserem Leben verabschiedet, dann ist es ganz normal, dass wir uns leer fühlen, einfach, weil sie fehlt.
Eine Leere, weil sie fehlt. Leer, weil das Gefühl, welches wir von der Person bekommen haben, fehlt. Leer, weil alle positiven Emotionen auf einmal weg sind.
Der Kampf um Logik und Sinn
Wenn eine Person von sich aus ohne für dich verständlichen Grund aus deinem Leben verschwindet, dann suchst du nach einer Logik.
Manchmal gibt es diese Logik aber gar nicht.
Manchmal sucht man sich dann irgendeinen Punkt, um sich einen externen Grund zusammenzustellen.
Wenn sich diese Person von dir trennt, dann geht es dir erstmal schlecht.
Der Magen zieht sich zusammen, du möchtest und kannst nicht essen, dir ist übel.
Du fühlst dich unwohl. Gleichzeitig bist du überfordert – überfordert mit dir, deinen Emotionen und der Frage:
Wie geht es jetzt weiter?
Verarbeitung braucht Zeit
Und genau an diesem Punkt fängt dein Verarbeitungsprozess an. Nicht früher und nicht später.
Du weißt und kannst kaum einen klaren Gedanken fassen und bist innerlich zerrissen.
Dann fängst du an zu reflektieren – nicht nur dich, sondern auch die Situation, dein Gegenüber, vielleicht sogar alles.
Wichtig ist, diesen Prozess ohne Druck anzugehen.
Es bringt nichts, zu überstürzen oder gar es einfach zu verdrängen.
Wir müssen uns die Zeit nehmen, die wir brauchen.
Ein zweites Gespräch kann helfen
Manchmal hilft in solchen Situationen ein zweites Gespräch, einen Tag oder einige Tage später.
Weniger emotionale Sprachwahl und eine Zwischenzeit, in der du reflektiert hast – dich und deine Gedanken und die deines Gegenübers.
Dieses Gespräch kann dir helfen, Fragen zu klären, Gefühle zu verstehen und innerlichen Frieden mit der Situation zu finden.
Wenn sich deine Person darauf einlässt – und das macht sie, wenn du ihr etwas bedeutet hast – dann nimm diese Chance an.
Nutze sie. Sprecht euch aus.
Nehmt euch so viel Zeit, wie ihr wollt – so lange, bis du gelernt hast, dass es okay ist zu gehen.
Gut wird es sich für dich vermutlich nicht anfühlen, aber es wird dir helfen.
Es wird dir nur helfen, wenn du weiterhin zu dir selbst stehst und dich nicht verlierst.
Wir kennen es doch alle – Ich hätte noch 300 Fragen. Ich will dir nur noch so viel sagen:
Hierzu hast du bei diesem Gespräch den Raum und die Chance.
Nimm alles mit, was dir auf dem Herzen liegt.
EGAL wie so ein Gespräch ausgeht –
Du wirst gestärkt daraus gehen.
Weil du dich ausgesprochen hast,
weil du deine Emotionen, die vorher nur Tränen waren, jetzt in Worte fassen konntest,
weil du dich selbst gespürt hast.
Wenn der Brief nur für dich ist
Lass nach diesem Gespräch ein paar Stunden, Tage oder Wochen vergehen. Wenn du schnell merkst, dass da immer noch was ist, das du loswerden möchtest, dann schreib es auf.
Nimm dir einen Zettel und einen Stift und schreib all das, was dir im Kopf rumschwirrt.
Schreib so lange, wie du es für notwendig hältst.
Du tust das nicht für irgendjemanden.
Lies dir deinen Text, deinen Brief in Ruhe durch.
Reflektiere jedes Wort und jedes Gefühl.
Dann entscheide ganz alleine du, was du damit machen möchtest.
Möchtest du, dass die Person darüber Bescheid weiß?
Oder möchtest du dir die Zeit und deine Gedanken, die sicherlich sehr intim sind, für dich behalten?
Wenn du dir darüber im Klaren bist, dass es dein Text ist, deine Gedanken –
dann steck den Brief ruhig weg.
Auch wenn du innerlich vielleicht keine Hoffnung mehr auf ein Comeback hast, ist das womöglich die beste Entscheidung.
Aber wenn du merkst, dass vielleicht ein kleiner Funke Hoffnung besteht,
dass dieser Brief die Person mitten ins Herz treffen könnte,
und du dir wünschst, dass sie deine Gefühle nochmal schriftlich und direkt vor Augen geführt bekommt –
Fühl dich nicht schwach dabei.
Mit diesem Text willst du niemanden überzeugen, bei dir zu bleiben.
Er soll nur deine Gedanken widerspiegeln.
Gib ihn ab, wenn du auch damit leben kannst, keine Antwort zu bekommen.
Gib ihn ab, wenn es für DICH ein gutes Gefühl ist.
Egal, wie du dich jetzt entscheidest –
es ist klar: Du bist wirklich stark.
Deine Gefühle und Gedanken in Worte zu fassen,
dich hinzusetzen und sie aufzuschreiben –
das ist emotionale Stärke.
Seine kompletten Emotionen und Gefühle niederzuschreiben
und sie dann auch noch zu teilen,
dass du Hoffnung in dir trägst,
dass du wirklich gefühlt hast
und dass du den anderen Menschen als wertvoll erkannt hast.
Halte dir deinen Wert vor Augen
Dein eigener Wert – dieses Stichwort möchte ich betonen.
All diese Dinge, über die ich hier geschrieben habe, sind nur möglich, wenn du deinen eigenen Wert kennst.
Tust du das nicht – und folgst du meinen Worten nur, dann kannst du dich auch sehr schnell in etwas verlieren.
Deshalb halte dir immer vor Augen:
Du musst niemanden überzeugen oder überreden, bei dir zu bleiben.
Wenn du das Gefühl hast, da ist noch etwas,
alles macht keinen Sinn – dann kämpfe.
Doch kämpfe für dich. Steh ein letztes Mal zu deinen Gefühlen.
Wenn da noch etwas ist, dann wird es bei der anderen Person nachwirken.
Und wenn nicht, dann kannst du sagen:
Ich habe alles – respektvoll und ohne Druck, ganz menschlich und ich selbst – versucht.
Der Rest liegt leider nicht bei dir.