Hier wollten wir mal auf eigene Faust Cartagena erkunden. Haben uns fest vorgenommen ein Taxi zu schnappen, in die Altstadt zu DĂŒsen und schauen, was passiert...
Zuerst haben wir den Ausgang vom Hafengebiet nicht gefunden... wir sind den Exit Schildern hinterher, vorbei an einem Flamingo Gehege, an freilaufenden Pfauen, an einem Papageien GerĂŒst (meine Fresse sind das laute Viehcher) und durch einen Souvenirladen. Wir sind zweimal im Kreis gelaufen, bis wir das ârichtigeâ Exit Schild gefunden haben. đ
DrauĂen hat dann schon ne Meute von Taxifahrern gewartet... hat mich an Thailand erinnert... Plan war, straight durch zu laufen und drauĂen erst mal zu gucken... wir liefen also durch, sie schrien schon fast, dass wir mit ihnen fahren sollen... da waren wir fast durch, lief uns einer von denen nach, stellte sich dreimal vor... er hieĂ Bernado... ein kleiner schrumpeliger Kolumbianer, der uns die Stadt zeigen wollte. Er zeigte seinen Flyer, was wir zu sehen bekommen und die Vorteile seiner Tour...
Okkkk, dann gehen wir mit dir.
Wir waren anfangs doch eher skeptisch, aber nachdem wir dann im klimatisierten Taxi saĂen, waren wir doch froh, nicht bei net Hop on, Hop off Tour dabei zu sein. Bernado packte all seine InfobroschĂŒren aus... er wusste mehr ĂŒber die Aida als wir đ
2500 Passagiere und 800 Bordpersonal. Mehr konnt ich mir nicht merken.
Wir fuhren an den Eingang der Altstadt. Es gab damals nur dieses eine Gate.
Bernado fĂŒhrte uns durch sĂ€mtliche Gassen der Altstadt, erklĂ€rte hier und da was zur Geschichte. Monumente, schöne/bunte HĂ€user und Kirchen ohne Ende. Bernado kannte auch so ziemlich jeden im Stadtkern... inkl der Polizei. Das war irgendwie beruhigend.
Irgendwann wurden wir von 3 Rappern flankiert... spanisch... No habla espanol... egal sie rappen weiter, Beatbox auf volle LautstÀrke.... am Ende wollten sie Geld. Klar. Gab nichts :))
Er zeigte uns das Inquisitionsgericht, die Stadtmauern, der Unterschied zwischen Arm und Reich. Gelegentlich lag da auch mal jmd auf ner Parkbank... vermutlich Drogen, wir wollten nicht nĂ€her ran. Pablo Escobar war damals auch ein beliebter Mann. Neben seinem Drogenimperium hat er vielen armen Menschen geholfen und zB HĂ€user fĂŒr die bauen lassen. Nett :) meine Oma sagte damals auch, dass Hitler viel fĂŒrs Volk tat...
Bernado fĂŒhrte uns weiter in ein Smaragd Museum. Dort bekamen eine ExtrafĂŒhrung von einer Freundin von ihm.
Danach waren wir in einer Kirche, bei der sich die Reichen im Boden des Alters beerdigend lieĂen. Dort gab es elektronische Kerzen. SchmeiĂ ne MĂŒnze rein und ein Licht geht an... zu meiner Schande hab ich die nĂ€chstbeste MĂŒnze im Hosensack gegriffen... mit 5 Cent war ich dabei :)
Am Ende liefen wir noch zu FuĂ von der Altstadt an die Festung. Hier gab es auch noch die eine oder andere Geschichte zu erzĂ€hlen. Catalina zb war eine Indianertochter, die die Sprache der Seefahrer lernte und mit ihnen ging. Quasi Pocahontas von Kolumbien. Oder der Krieger, der in jedem Kampf ein Körperteil verlor (Hand, Arm, Bein) und deswegen âhalf manâ genannt wurde.
Alles in allem war das ein super Ausflug gewesen. Bernado brachte uns dann auch zurĂŒck an den Pier und wir haben uns direkt auf die Cocktails gestĂŒrzt. Wasser wĂ€re besser gewesen, aber bei ĂŒber 30 Grad, nimmt man das, was man bekommt... 3 GlĂ€ser Wodka mit irgendeinem Saft. đ„Ž
Morgen ist wieder ein Seetag, und der groĂe Bingonachmittag steht auf der Agenda. đ”đŒđ”đŒ