Es ist als wĂźrde mein Leben nur daraus bestehen jemanden zu finden der dafĂźr sorgt das ich mich nicht mehr allein fĂźhle. Meine ganze Beziehung besteht daraus alle paar Tage mal einen funken Hoffnung zu sammeln das da jemand ist den es interessiert, den es wirklich interessiert wie es mir geht. Der funken wird natĂźrlich dann jedes Mal um das doppelt, dreifache erstickt. Und ich fang an mich zu fragen ob Ăźberhaupt jemand in der lage ist mir zu zeigen das ich eben nicht allein bin. Weil es einfach nicht damit getan ist ab und an mal zu fragen wie es mir geht oder nett zu mir zu sein wenn ich traurig bin. Ich will jemanden der weiĂ das es mir nie wirklich gut geht und auch danach handelt. Ich versteh einfach nicht warum immer nur alle da sind wenn man wirklich nach auĂen trägt das man irgendwas hat. Ich hab diese beschissene Hochsensibilität die mir jedes kleine Zeichen, jede kleine Veränderung an anderen Menschen zeigt und ich sofort weiĂ wann und wie ich einschreiten muss. Ich glaube mittlerweile einfach das niemals jemand kommen wird der meine Zeichen deutet. Ich hab so oft versucht mich zu Ăśffnen, die zeichen einfach weg zu lassen und sofort zu sagen wenn irgendwas ist aber kein Mensch auf der Welt hat die Zeit und die Geduld sich jeden Tag jeden meiner Gedanken anzuhĂśren. Ich weiĂ das ich auch allein klar kommen muss, aber ich weiĂ einfach nicht wie das gehen soll, ich hasse es einfach so schwach zu sein, so verletzbar und abhängig. Eigentlich finde ich das ich ein guter Mensch ist mit dem man gern befreundet ist, was es noch schwerer macht zu verstehen warum ich mich so allein fĂźhle. Ich will gar nicht lernen allein zu leben weil ich viel lieber was mit anderen mache. Die scheiĂ Ăngste machen einfach alles kaputt und keiner versteht das, alle finden es nur nervig oder Ăźbertrieben wenn ich ich sage ich kann das nicht ich hab Angst. Ich fĂźhle mich wie ein behinderter der die ganze Zeit Betreuung braucht und nichts im Leben allein schafft. Ich stoĂe täglich auf so viel Hass fĂźr etwas wofĂźr ich nicht das geringste kann, nicht nur von fremden und Familie sondern auch von dem GroĂteil meiner Freunde. Ich glaube nicht daran das da jemand ist der mich an die Hand nimmt und sagt egal wie lächerlich deine bitte ist ich helfe dir und es ist okay das du so bist, es macht mir nix aus. Ich kann einfach nicht begreifen warum mich keiner liebt. Ich weiĂ genau was ich will und kommuniziere das auch ganz offen, aber keiner gibt mir das was ich zum leben brauche und deswegen denke ich in letzter Zeit oft daran dem endlich ein Ende zu setzen aber selbst davor hab ich Angst. Mein ganzes Leben besteht einfach nur noch aus Angst, Angst vor Menschen, Angst vor Liebe, Angst vor Hass, Angst vor Krankheiten, Angst vor Veränderungen, Angst vor Meinungen, Angst vor Worten, Angst vor Taten, Angst vor alltäglichen Dingen. Das macht einfach keinen SpaĂ wenn man alle 3 Monate mal einen halbwegs guten Tag hat. Wenn man jeden Tag aufsteht und man weiĂ das man wieder kritisiert wird, wenn man weiĂ das die Liebe die man braucht einfach nicht erfĂźllt wird, wenn man weiĂ das man diesen tag eigentlich schon wieder beenden will weil man sich im schlaf nicht so leer fĂźhlen kann.
Immer wenn ich versuche mit Sachen abzuschlieĂen, mit menschen und Beziehungen dann hab ich immernoch Hoffnung, ich glaube das ist gut weil ohne Hoffnung wäre ich wahrscheinlich schon nicht mehr da. Aber langsam ertrage ich diese Hoffnung nicht mehr, wenn man alle paar Tage stundenlang weint, so doll das man nicht atmen kann dann will man nicht mehr hoffen. Man kommt sich auch selber dumm vor und weiĂ nicht warum der eigene Kopf einem das antut. Ich hasse diese Welt, keiner hat mehr Zeit fĂźr den anderen, einige hĂśren zu aber keiner versteht, RĂźcksicht und Verständnis sind komplett aus der Mode gekommen. Aber ohne diese beiden Sachen mach ichs nicht mehr lang. Ich hatte so viele Hoffnungen, daĂ alles besser ist wenn ich meine Wohnung hab, aber es ist alles noch genau so wie vorher nur mit mehr Platz. Immernoch genau die selben Leute die mich verurteilen, verletzen und allein lassen. Und mit jedem neuen der damit anfängt sinkt die Hoffnung auf jemanden der das alles wieder gut machen kann.
Ich bin mir sicher das ich wenig AnsprĂźche habe und nicht einmal die kann diese welt erfĂźllen, wie soll das erst mit groĂen Träumen werden.
Alles was ich brauche ist jemand der zuhĂśrt, jemanden bei dem auch ankommt was ich sage. Wenn das schon zu viel verlangt ist wie kĂśnnte ich dann erwarten das mich wirklich jemand liebt oder so wertschätzt das ein Leben ohne mich ein anderes wäre. Jeder zeigt mir deutlich das ich eine Belastung bin, und das weiĂ ich auch aber im Gegensatz zu den meisten bin ich das nicht mit Absicht. Jeder kann gehen wenn ich zu viel werde, Ich muss mich täglich stundenlang ertragen, ich kann mich nicht einfach blockieren oder verlassen, ich muss mir die scheiĂe anhĂśren die mein kopf mir erzählt. Ich kann nicht sagen, Ich habe keine Zeit oder keine Lust. Ich kann mir auch keine ablenkung suchen weil nur weil ich nicht denke hĂśrt das fass in mir nicht auf mit volllaufen. Spätestens wenn die erste ruhige Minute anbricht merke ich das in der erhofften Ruhe, 1000 unterbewusste Gedanken dazu gekommen sind und ich weiĂ nicht wohin mit denen. Die einzigen Menschen die das fass vorm Ăźberlaufen stoppen konnten sind erwachsen geworden und haben besseres zu tun als mir aus meinem Loch zu helfen. Deshalb sind meine Hoffnungen in andere Menschen auch so hoch, weil es schonmal perfekt war. Ich war nie allein,jeden Tag ein ganzes Jahr lang, ich hatte meine groĂe Liebe an meiner Seite und trotz meiner Angst und meiner Depression hab ich mein Leben geliebt. Jetzt bin ich die einzige die diese Zeit vermisst, die einzige die nie wieder etwas vergleichbares gefunden hat, die einzige der es schlechter geht. Ich bin verzweifelt und habe einfach keine kraft mehr irgendetwas zu tun. Ich will nur das die Leere endlich aufhĂśrt, egal was es kostet.