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@christine-writes
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The Fort Wayne Sentinel, Indiana, October 30, 1918
If your character has a trait you consider one of their key features and it is never challenged in anyway, that trait will probably have about as much impact as their “tiny mole on their left buttcheek” trait.
For that trait NOT to fall totally flat, one or more of these things need to happen:
The trait exacerbates a situation in a bad way. (An extremely honest and trusting character reveals an important secret to the Big Bad’s lackey)
The character is given a choice to either act according to their traits or to subvert them. Often the subversion has the better outcome. They either maintain their trait and take a risk, or character development ensues. (A greedy character must escape. Leaving behind their riches goes against their very being, but it would allow them to escape easier. If they try to take some of their treasure with them, they do so at massive risk.)
The character is put in an environment or must work with a person that opposes their trait. (An extremely tidy person must live in their slob cousin’s filthy apartment for a week. / The character has a debilitating fear of being alone and they are stranded on their own on an island.)
The character is put in a situation that requires them to suppress their trait (A hotheaded character needs to have polite discourse with someone they hate)
Abschied
Sollte mir mein Traum bewusst werden, oder sollte er sich real anfühlen? Meine Gedanken rasen und das Bild meiner Mutter scheint dünner zu werden, als würde die Verbindung eines Fernseh-Gerätes schlechter werden. Mein Kopf scheint für einen Moment über meinem Körper zu schweben und die Szene zu beobachten. Ich liege, mittlerweile halb sitzend und verschwitzt, an der äußersten Kante meines Bettes, während meine verstorbene Mutter neben der Tür in der Ecke steht und auf mich herablächelt. Sie hebt mühsam ihre Arme und versucht zu sprechen, doch es ist wie zuvor in meinen Träumen; kein einziger Ton kommt von ihr. Ich muss auch jetzt noch träumen. Ja das wird es sein. Ich schlage die Bettdecke um und wage mich einige Schritte auf sie zu. Die Luft zwischen uns scheint immer dünner zu werden, je schneller mein Herz schlägt. Als ich direkt vor ihr stehen bleibe kann ich sie fast wie in meinen Gedanken flüstern hören: >>Vermiss mich nicht.<< Als unsere Fingerspitzen sich berühren verschwindet sie vor meinen Augen. Es ist als ob sie ein Stück von mir mit sich genommen hat. Während sich Kälte in mir ausbreitet kann ich allmählich zwischen meinen Tränen atmen. Meine Knie lassen mich zu Boden sinken, meine Unterarme finden den kalten Boden, mein Kopf liegt auf. Schaudernd versuche ich mich zu beruhigen. Tränen finden ihren Weg aus mir heraus und mir wird bewusst; ich bin wach.
Ende

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Abschied
Doch einfacher gesagt als getan. Vielleicht hätte ich diese Unternehmung nicht an einem ereignislosen Wochenende beschließen sollen. Denn so wie der Tag sich Stunde um Stunde zog, so vergeht jetzt Minute um Minute in Zeitlupe. Das Metronom meines Weckers lullt mich ein und hilft mir doch nicht Schlaf zu finden. Die letzten roten Sonnenstrahlen machen nun auch in meinem Schlafzimmer der Kühle des Mondes Platz. Unter schweren Lidern mache ich das Funkeln der Sterne aus, bevor mich ein Grummeln aus der Trance reißt. Erst will ich nicht wahrhaben, was ich sehe; wen ich sehe. Vielleicht habe ich es ja doch geschafft einzuschlafen. Aber das, was jetzt vor mir steht ist sicher nicht, was ich erreichen wollte. Ich wollte die Kontrolle haben, Klarträumen. Nicht ängstlich zitternd in meinem Bett liegen und in die Ecke starren. Denn dort steht sie, regungslos und fast nicht da. Wir starren einander an ohne ein Wort zu sagen. Immer noch unter Strom versuche ich mich aufzurichten, mich zu bewegen – irgendetwas zu tun – aber mein Körper gehorcht mir nicht. Meine Augen scheinen sich nicht schließen zu lassen und ein trockener Wind bläßt statt meiner Stimme durch meine Kehle. Ich versuche mich zu fassen, aber warum fühlt sich das so echt an?
... Fortsetzung folgt ...
Abschied
Genau dieser Moment ist es, den ich in meinem Traum immer wieder und wieder durchlebe. Doch es läuft nicht ganz so friedlich ab, wie dies damals der Fall war. In dem Moment, in dem wir uns an den Händen fassen, nimmt meine Mutter mich direkt ins Visier und versucht mit mir zu sprechen. Doch mich erreicht kein Ton. Mit ihrer schwindenden Kraft scheint auch sie selbst zu verschwinden, nahezu durchsichtig zu werden. Sie wird starr und ich kann die Kälte fühlen, die von ihr ausgeht. Pulsierend geht ein eisiges Licht von ihr aus, bis sich schließlich doch ein Schrei aus ihrer Kehle löst. All ihre Frustration und Enttäuschung entlädt sich in diesem Ausruf. Jedes Mal erwache ich zitternd und schwitzend. Hilflos wühle ich mich aus meiner Decke und lasse die Erschöpfung einer weiteren Nacht auf mich wirken. Heute wird es anders laufen. Ich weigere mich weiterhin passiv zuzusehen. Das ist schließlich mein Traum. Ich werde sie einfach fragen, was sie von mir will! Also lege ich mich besonders früh ins Bett, schließlich kann ich nicht müde sein, wenn ich die Zügel meines Traumes in die Hand nehme!
... Fortsetzung folgt ...
Abschied
Doch was mich plagt, ist weit vom Ideal entfernt. Sie passt nicht einmal zu der Version, an die ich mich erinnere. Als meine Mutter starb, sah sie blass aus. Ihre Haut wurde durchsichtig und ähnelte Papyrus mit all seinen Falten und Unebenheiten. Ihre Haare hingen weiß und strähnig um ihr Gesicht und von ihren Lippen waren nur noch feine Konturen übrig geblieben. Jedes Wort, dass sie zwischen ihnen hervor zwängte schien sie den Rest ihrer Lebenskraft zu kosten. Doch sie ließ es sich nicht nehmen bis zu ihren letzten Momenten mit uns zu sprechen. Ich stand etwas Abseits, um den Anderen nicht im Weg zu stehen. Es war offensichtlich wichtig für sie. Als es so weit war, hielten wir ihre Hand – alle ihre Kinder im Kreis um ihr Bett stehend – und begleiteten sie auf ihrem Weg. Meine Hände waren die einzige Verbindung zu meiner Familie um mich herum. Ich ließ meinen Blick durch den Raum wandern, sah die weinenden und schmerzerfüllten Gesichter meiner Geschwister. In mir kam das Gefühl auf, einen Blick auf etwas Intimes erhascht zu haben. Bei einem sonst ungesehenen Moment der Zärtlichkeit und des Zusammenhalts Zeuge, nicht Teilhaber, zu sein.
... Fortsetzung folgt ...
Wer den Tod nicht fürchtet achtet das Leben nicht!
Unbekannt
Jeder Tag ist ein kleines Leben – jedes Erwachen und Aufstehen eine kleine Geburt, jeder frische Morgen eine kleine Jugend, und jedes zu Bett gehen und Einschlafen ein kleiner Tod
Arthur Schoppenhauer

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Abschied
Wie jede Nacht seit ihrem Tod liege ich schlafsuchend im Bett. Doch statt Ruhe und Erleichterung erwartet mich wieder einmal der immer gleiche Traum. Manch einer würde sagen, dass ich sie einfach vermisse. Aber wenn man jemanden vermisst, dann erinnert man sich meistens an eine idealisierte Form von ihnen. Daran, wie ihre Augen bei jeder Praline aufleuchteten, die sie sich genüsslich zwischen die Zähne schob. Vielleicht auch an den stets sanften Ton ihrer Stimme, oder an die bunten Kleider, die nie richtig zu ihrem Pullover zu passen schienen.
... Fortsetzung folgt ...
Wie kann man einen Menschen beweinen, der gestorben ist? Diejenigen sind zu beklagen, die ihn geliebt und verloren haben.
Helmut von Moltke
Toilettenkampf
Es ist zwei Uhr nachts und ich sitze auf der Toilette. Mal wieder eine schlaflose Nacht, das Licht ist etwas zu gelb, der Schlafanzug gerade so groß, dass er an den unbequemsten Stellen Falten wirft. Warum ist es Ende September noch so verdammt warm? Mein Oberteil klebt unter meinen Armen fest und meine frisch gewaschenen Haare haben sich mit meinem Gesichstsschweiß verbündet. Ein leises Piepsen macht sich bemerkbar. Diese Scheißviecher sind wirklich überall. Die Mücke schwirrt an mir vorbei, ich glaube sie hat mich noch nicht bemerkt. Doch kaum habe ich diesen Gedanken formuliert ändert sie ihren Kurs und stürzt steil auf meinen Kopf zu. Mit einem Schlag klatsche ich zu… Erwischt! Ich grinse über beide Ohren. Mein erster Vergeltungsschlag für die Qualen des vergangenen Sommers. Für all den Juckreiz, die Ausschläge und Tinnitus-artigen Störgeräusche. Mich ergreift ein Hochgefühl, dass mich fast durch die Decke katapultiert. Ich betrachte den roten Fleck auf meiner Hand und meine Euphorie schlägt in Ekel um. Hals über Kopf stolpere ich zum Waschbecken. Der Seifenschaum nimmt einen vagen Rosaton an bevor er im Abfluss verschwindet. Mit einem Quietschen drehe ich den Wasserhahn zu und gehe wieder ins Schlafzimmer. Kaum habe ich das Licht hinter mir gelöscht, höre ich sie summen. Die Luft um mich herum ist so überfüllt mit Tönen, dass mir keine zum atmen bleibt. Meine Kehle rutscht mir in den Mund und mein Magen scheint sich einmal um die eigene Achse zu drehen. Kaltschweißig taste ich mich ins Schlafzimmer voran. Sie scheinen mit jedem Schritt, den ich auf mein Bett zugehe lauter zu werden. Vorsichtig fühle ich an der Wand nach dem Schalter. Als mir klar ist was ich sehe, läuft es mir kalt den Rücken herunter. Eine wabernde Wolke an schwarz-braunen Mücken schwirrt um mein Bett herum. Ich stehe festgefroren im Türrahmen. Es ist als ob wir uns gegenseitig mustern. Die Aktion des jeweils anderen abwarten. Ich gegen den Schwarm, der Schwarm gegen mich. Können sie den Tod ihres Kameraden an mir riechen? Adrenalin macht mit meiner Übelkeit kurzen Prozess. Meine Gänsehaut wird zu meiner Rüstung, meine steifen Muskeln zu Kraftspeichern. Alles auf ein Ziel ausgerichtet: Den Schwarm loszuwerden. Mit einer Fliegenklatsche bewaffnet mache ich mich an die Arbeit. Anfangs schlage ich noch gezielt auf einzelne Ausreißer aus der Gruppe. Doch schon nach kurzer Zeit kann ich nur noch wild umherschwingen. Ich bin umzingelt. Diese Erkenntnis löst ungeahnte Panik in mir aus. Ich will nur noch weg. Raus hier, raus aus meinem eigenen Raum. Ich stolpere blindlings Richtung Tür und schlage mir dabei mehrfach die Schienbeine am Bett an. Doch nichts kann mich stoppen. Obwohl ich nicht weiß, ob ich noch auf dem richtigen Weg bin, da die Schnaken mir die Sicht nehmen indem sie auf mich einstechen, kämpfe ich mich endlos voran. Endlich sehe ich die Tür, laufe den Gang runter. Ohne jegliche Vorwarnung lassen die Plagen von mir ab. Ich blicke hinter mich und sehe wie sie sich wieder ins Schlafzimmer zurück ziehen. Ich nutze den Moment um durchzuatmen. Wo kommen sie her? Doch eine starke Vibration hinter mir durchbricht meine Gedanken. Mein Herzschlag, der sich gerade erst beruhigt hatte, beginnt nach einem heftigen Aussetzer wieder Fahrt aufzunehmen. Langsam wende ich mich um und versuche in die düstere Küche hineinzuspähen. Obwohl ich eine massive Präsenz wahrnehme, schaffe ich es nicht sie auszumachen. Zögerlich taste ich nach dem Lichtschalter. Ich verharre einen Moment auf ihm, nicht sicher ob ich ihn umlegen soll. Sekunden verstreichen. Ich spüre wieder diese tiefe Vibration. Wie ein Summen, aber flatterhafter. Schließlich überwiegt meine Neugier, und die Pendellampe erhellt die Küche. Vor mir steht eine gigantische Schnake. Ihre astdicken Beine stützen ihren enormen schwarz glänzenden Körper, der den gesamten freien Raum einnimmt. Ihre Mundtaster bewegen sich hektisch, als ob sie versucht meine Position besser einzuschätzen; meine Angst zu riechen. Nun bewegen sich auch ihre Beine auf mich zu und alles in meinem Körper schreit nach Flucht. Gehetzt versuche ich vor ihr die Haustür zu erreichen, mich nach draußen zu retten. Doch die Tür klemmt. Ich lege mein volles Körpergewicht in einen letzten verzweifelten Zug und schlage mir selbst den Kopf an. Desorientiert fasse ich mir an den Kopf und versuche festzustellen ob ich es nach draußen geschafft habe. Ich lausche in die Stille. Doch es ist drei Uhr morgens und ich liege auf dem Badezimmerboden.
Der Teufel hat die Welt verlassen, weil er weiß, die Menschen machen selbst die Höll' einander heiß.
Friedrich Rückert
Zu allen Zeiten, in allen Ländern und auf allen Gebieten des Lebens wuchert das Böse, und das Gute bleibt rar.
- Voltaire

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10 WORST TIPS FOR WRITING ROMANCE
Es schlafen tief im Grunde des Menschenherzens Gedanken, die oft erwachen zur unrechten Stunde.
Heinrich Heine