Wir mieten Velos und wollen den Strand erkundigen. Es sind uralte Velos, ohne Bremsen und Schaltung, dafür mit neuem Sattel, ist auch nicht schlecht. Habe extra noch meinen Letherman mitgenommen, damit ich die Sattelhöhe verstellen kann. Die Schrauben sind eingerostet aber es gelingt mir die Höhe zu verstellen. Als erstes fahren wir nach Norden in Richtung der Insel Mwemba. Eine Felsküste hält uns auf weiter zu fahren. Auf dem frischen Sand (dort wo sich das Wasser zurückgezogen hat) fährt es sich am besten. Jetzt geht es in Richtung Süden. Bei dan Bandas Bungalows machen wir einen Badehalt im schönsten Wasser, das man sich vorstellen kann, und dazu noch herrlich warm. Wir müssen uns zwingen, dass Wasser zu verlassen, ein erfrischender Drink wartet auf uns. Nach der Stärkung geht es weiter alles dem Strand entlang. Am Vorabend haben wir im Online Reiseführer gelesen, dass weiter unten lauter Italiener und massenhaft Strandboys vorhanden sein sollen. Die Wirklichkeit ist viel schrecklicher. Hordenweise weisse italienische Touristen mit einem Guide besichtigen den Strand und dazwischen Masai Krieger (welche italienisch sprechen!!!) die wild gestikulierend auf die Leute einsprechen. Der Strand ist jeweils nur genau vor dem Hotel sauber, links und rechts häufen sich die Abfallberge! Eigentlich sollte dies im Interresse jedes Hotels liegen auch mal links und rechts zu schauen. Wir können unbehelligt mit unseren Velos die Horden Touristen durchqueren. Auch hier versperren Felsen ein Weiterkommen, also nichts wie los ins Meer. Bei einem fahrenden Händler kaufen wir 2 Bananen, so dass wir wieder gestärkt die Heimfahrt antreten können. In einem Local Food Beizli, weit weg von den Italienern, inmitten eines Dorfes, bekommen wir ein herrliches Fischgericht. Der Kellner zeigt uns das berühmte Bao-Spiel, ein beliebtes Brettspiel. So vergeht die Wartezeit im Flug, denn das Essen wird frisch gekocht! Es überrascht nicht, dass der junge Gastgeber nächsten Monat das Managementstudium in Dar es Salam beginnt!