2020
In diesem Jahr bin ich in meine alte Stadt zurück gezogen, habe mich getrennt und meinen ersten Trip alleine ins Ausland gemacht. Ich musste eine Wohnung suchen, in einer Stadt in der das wirklich ein pain in the ass ist, und umziehen. Ich habe einen befristeten Job begonnen und beendet. Und dann einen neuen Job begonnen. Hab ‘ne Depression mitgenommen und versucht die fucking Pandemie irgendwie zu überstehen.
Dieses Jahr ist wirklich viel passiert. Dieses Jahr ist wie kein anderes. Kein Jahr ist wie ein anderes. Aber dieses ist wirklich viel. Und ich weiß ich neige dazu, alles was schlecht war, diesem Jahr zuzuschieben. Ich glaube auch, damit ich mir selber die Hoffnung erhalten kann, wenn dieses Jahr vorbei ist, dass auch endlich das schlechte vorbei ist. Aber wenn ich ehrlich zu mir selber bin, weiß ich, dass es so nicht läuft. Themen die für mich neben meinem persönlichen struggle besonders viel Schmerz bereitet haben, sind gesellschaftspolitische Themen. Und diese Themen sind nicht an dieses Jahr gekoppelt. Sondern an das System in dem wir leben. Manchmal weiß ich nicht wie ich mein Leben leben soll, wenn an den EU-Außengrenzen und auf dem Mittelmeer Menschen im stich gelassen werden und sterben. Wenn BPoc’s täglich von Rassismus betroffen sind und es immer noch Menschen gibt, die das leugnen. Wenn tausende Coronaleugner*innen ohne die Hygieneregeln zu beachten demonstrieren dürfen und die Gedenkdemo für Hanau verboten wird. Diese Liste könnte ich ewig weiter führen. Das sind alles Probleme, die nicht in 2020 begründet liegen. Die waren schon vorher da und bleiben auch da, wenn wir nicht endlich etwas ändern.












