Ein offener Brief an tote Bekanntschaften
Seit Stunden lieg ich wach im Bett
Und weiß nicht wieso ich nicht schlafen kann.
Meine Augen sind trocken und kratzen an den Liedern
Aber mein Kopf ist hellwach
Und springt zwischen den Gedanken
Als wär er auf nem Trampolin.
In der hintersten Ecke meines Verstandes
Was ich gerne stillen würde.
Werter Freund sei mir nicht sauer,
Dass ich dir nicht direkter schreibe
Noch mich telefonisch melde.
Wenn ich an das denke was war.
Meine Geheimnisse ausgepackt.
Schlicht weg hab ich gezeigt was mich
Unsere Gespräche waren weich wie Watte
Und sanft wie laue Sommerbrisen
Doch zugleich auch wie ein Sturm
Der einen packt und mitreißt
Es fühlt sich an, und werter Freund verzeih mir meine Worte,
Als hätte dein Tumult mich weit davon weggetragen
Wo ich eigentlich sein will.
Drum verzeih mir meine Stille
Um den Weg zu gehen der mich zurück zu mir bringt
Brauche ich viel Kraft die ich nicht habe
Und dir deshalb nicht geben kann.
Und ich hoffe wenn ich dort angekommen bin
Fängt alles von vorne an.
Doch diesmal ohne graue Wolken
Und ungewollte Umzüge nach Oz.
Denn selbst was eigentlich schön wäre
Und egal wie sehr ich hoffe dass du
Wünsche ich mir zugleich dass du sie nie siehts
Weil sie dir zeigen wo ich angreifbar bin
Und ich deine Reaktion nicht einschätzen kann
Weil du mir fremd geworden bist.
Drum bitte ich alle die die das hier sehen,
Auf tote Bekanntschaften.