"Du bist nicht allein", sagen sie, aber warum fühle ich mich dann so?

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"Du bist nicht allein", sagen sie, aber warum fühle ich mich dann so?

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Kennst du mich wirklich oder nur meine Maske?
Und ganz ehrlich, manchmal ist mir sogar atmen zu viel.
Die Ansprüche, die andere von mir erwarten, sind wirklich ziemlich hoch. So hoch, dass ich langsam das Gefühl habe, diese niemals erfüllen zu können. Vielleicht haben sie es vergessen, aber ich bin immer noch ein Mensch und keine Maschine. Ich möchte ein Mensch bleiben und nicht zu einer Maschine erzogen werden, die ständig Höchstleistung erbringen muss. So langsam glaube ich, dass nicht einmal mehr Maschinen diese ganzen Ansprüche und Forderungen erfüllen können. Wie soll ich das als Mensch dann schaffen?
Und das ist nicht wie in der Schule. Wo du dich Tage vorher auf diesen einen Test vorbereitet hast. Wo du Tage vorher, stundenlang an deinem Schreibtisch saßt und alle Lernzettel so oft durchgegangen bist, bis du sie auswendig konntest. Das ist kein Test, auf den du dich vorbereiten kannst. Das ist abhängig von so vielen Faktoren, auf die du keinen Einfluss hast. Auf die du dich nicht wirklich vorbereiten kannst. Die du nicht selbst steuern kannst. Das ist etwas, wo du deine Kontrolle abgeben musst. Dich abhängig machen musst. Darauf vertrauen und hoffen musst, dass alles irgendwie gut wird. Das ist etwas anderes und genau deshalb macht es das ganze so schwer.

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Irgendwie total paradox. Ich will Veränderungen, aber gleichzeitig hab ich auch so unglaublich Angst davor.
Warum fühlt sich Herzschmerz wie sterben an?
9 Stunden Schlaf und trotzdem müde as fuck.
Wie kann man wegen dieser einen Sache nur so traurig sein, fragst du mich. Weil, wenn es geklappt hatte, diese eine Sache mein komplettes Leben verändert und mich verdammt glücklich gemacht hätte. Und ja, vielleicht ergibt sich irgendwie, irgendwann etwas anderes, aber das wäre einfach nicht das selbe. Verstehst du?
Als Kind, als ich ernsthaft dachte, dass die Monster unter meinem Bett meine größte Angst sein würden.

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Ich will nicht sterben, aber auch nicht leben.
Wärst du sauer, wenn ich aufgeb'?
Helfen Ibu's auch bei Herzschmerz?
Und manchmal frage ich mich, wie wie es wohl ist. Wie wohl ein Leben ist, ohne diese Ängste und Gedanken. Ohne diese Ängste, die dich bis in deine Träume verfolgen. Die deinen Körper dauerhaft in Alarmbereitschaft versetzen. Die dich nicht zur Ruhe kommen lassen, weil du wachsam sein musst. Weil überall Gefahr lauert. Weil wer Pause macht, gefressen werden kann. Um rechtzeitig mit gepackten Koffern vor der Tür zu stehen, bevor alles in Flammen aufgeht.
Und manchmal frage ich mich, wie es wohl ist. Wie es wohl ist, ohne diese dunkle, kalte Wolke. Die sich wie Nebel um einen legt. Ohne diesen Schatten. Der 10 Kilo hinter sich her zieht. Ohne diese Stürme, die alles immer wieder durcheinander wirbeln, sobald man etwas Ordnung geschaffen hat. Wie es wohl ist, ohne diese ständigen Achterbahnfahrten. Die tiefen Tiefs. Die hohen Hochs. Ohne diese ständige Müdigkeit. Die nie weg geht, egal wie lange man schläft. Ohne diese Brille, die alles bunte in grau verfärbt. Ohne diese Gedanken, die dir sagen, du wärst ein Niemand. Die Stimme im Kopf, die dich anschreit und klein halten will. Die dir sagt, dass es manchmal besser wäre, vielleicht nicht mehr hier zu sein.
Manchmal frage ich mich, wie es wohl ist. Ein Leben, ohne all das. Und manchmal, da frage ich mich. Was wäre ich nur ohne all das.
Es tut mir leid. Es tut mir so wahnsinnig leid. Ich weiß, dass ich nicht der Mensch bin, den du dir wünschst. Ich weiß, dass ich Fehler mache. Ziemlich oft sogar. Ich weiß, dass mein Verhalten oft falsch ist. Dass du nicht immer verstehst, wieso ich mich so verhalte, aber ganz ehrlich, ich verstehe es manchmal selbst nicht so genau. Ich weiß, dass ich bis jetzt noch nicht wirklich viel erreicht habe, auf was man stolz sein kann. Ich weiß, dass ich dich fast täglich enttäusche und verletze. Ich weiß, dass mein Leben nicht so verläuft, wie du es dir wahrscheinlich vorgestellt und gewünscht hast. Dass mein Leben ein ziemliches Chaos ist und ich einfach nicht wirklich mit dem Leben zurecht komme. Ich weiß, dass ich keine perfekte Tochter, Schwester, Kollegin & Freundin bin. Ich könnte noch so viel mehr schreiben, aber ich will nur, dass du weißt, dass ich zum ersten Mal lebe und es keine Gebrauchsanleitung gibt, auch wenn ich diese ganz gut gebrauchen könnte. Ich will nur, dass du weißt, dass ich das alles selbst nicht möchte. Ich nichts davon mit Absicht mache. Dass ich jeden Tag versuche mein bestes zu geben. Versuche alles richtig zu machen. Jeden Tag hart an mir arbeite, damit ich immer besser, schlauer, stärker, erfolgreicher und irgendwann perfekt werde. Ich weiß, dass ich davon noch weit entfernt bin, aber ich gebe alles was ich kann, damit ich irgendwann der Mensch bin, den du dir wünschst. Auf den du stolz sein kannst. Der dich nicht dauerhaft enttäuscht und verletzt. Ich tue alles. Wirklich. Ehrlich. Bitte glaub mir. Es tut mir leid. Es tut mir so wahnsinnig leid. Es tut mir leid, dass ich nicht der Mensch bin, den du dir wünschst. Es tut mir leid, falls ich es nicht schaffen sollte.

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Kennst du das, wenn du eine Entscheidung treffen musst, du aber nicht genau weißt, wie du dich entscheiden sollst. Vorallem wenn es eine wirklich wichtige Entscheidung ist und sich ein großer Teil deines Lebens dadurch verändern wird. Kennst du das, wenn du Angst hast. Angst davor, die falsche Entscheidung zu treffen. Angst davor, dass du es irgendwann vielleicht bereuen könntest, dich so entschieden zu haben. Angst davor, eine Chance verpasst und nicht genutzt zu haben. Kennst du das, wenn du nicht genau weißt, was richtig oder falsch ist. Wenn du dich einfach nicht entscheiden kannst. Kennst du das, wenn Kopf und Herz sich nicht einig sind. Wenn sie dir komplett verschiedene Meinungen einreden und es dir dadurch noch schwerer fällt, dich zu entscheiden. Kennst du das?
Und ich glaube daran, dass vieles aus einem bestimmten Grund passiert. Manche Gründe wird man irgendwann erfahren, manche nie. Ich glaube daran, dass alles was sein soll, passieren wird und was nicht sein soll, eben nicht passieren wird. Ich glaube daran, dass man sich gegen gewisse Situationen nicht wehren kann. Dass man sich diesen Situationen stellen muss, ob man will oder nicht. Ob man bereit dafür ist oder nicht. Dass man irgendwas aus diesen Situationen lernt. Sowohl positiv als auch negativ. Beides brauchen wir zum wachsen, damit wir neue Kapitel starten können. Ich glaube daran, dass, wenn sich eine Türe schließt oder gar nicht erst öffnet, irgendwo anders etwas besseres und schöneres auf einem wartet. Ich glaube daran, dass man manchmal von seinem jetzigen Weg abkommen und sich verirren muss, damit man den richtigen Weg findet. Ich glaube daran, dass gewisse Dinge Zeit brauchen und genau im richtigen Moment, zum richtigen Zeitpunkt passieren werden. Ich glaube daran, dass gewisse Dinge erst dann passieren, wenn man es am wenigsten erwartet. Ich glaube daran, dass alles genau richtig ist, so wie es ist. Dass irgendwann alles gut und schön wird, auch wenn es jetzt vielleicht noch nicht danach aussieht. Ich glaube daran, dass jeder einzelne von uns sein kleines, persönliches Märchen erleben wird.