EXPECTATIONS

Janaina Medeiros
YOU ARE THE REASON
Cosmic Funnies
đ
cherry valley forever
Monterey Bay Aquarium
sheepfilms
todays bird
Peter Solarz
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noise dept.
One Nice Bug Per Day
trying on a metaphor
đ©” avery cochrane đ©”

Kiana Khansmith
Claire Keane
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@trudelliese

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Du fĂŒhlst dich an wie ein Lieblingsplatz in der Ferne, im Halbschatten unter BĂ€umen, ein leichter Wind geht. Eine warme Vertrautheit, die zwar noch zögerlich ihre Schritte geht, doch sie geht sie mit Neugier, mit erwachendem Lebenshunger, SehnsĂŒchte wie Schmuck im Haar. Ich denke an dich und wie dein Schmunzeln und Lachen klingt, und schmecke unsere Zukunft.
~ fingerspitzentanz
Schön dich {an}zusehen.
Weder wurde ich gefragt, noch entschied ich. Und so geschah es einfach: mein Umzug. Ein Umzug ist wie ein Zug, in Bewegung, nur ohne eindeutige, lineare Richtung. Stattdessen in Spiralen durch Labyrinthe, im Schutze der DĂ€mmerung. Bis ich SchlĂŒssel in meiner Hand spĂŒre.
wollen unterscheidet sich stark vom tun, doch nur in der ausfĂŒhrung der sache im physischen, im auĂen, statt des belassens im psychischen, im innen. innen nach auĂen gekehrt. was also könnte ich nach auĂen kehren was innen ist. am ende doch nicht mehr und nicht weniger von dem was ich so oder so zu tun gedacht hĂ€tte. denn wenn das innen nicht reicht, wird das auĂen nicht sein. ich bin, im resĂŒmee also nicht in der lage zu tun was ich tun könnte wenn ich es denn wollte, weil ich es nicht will. dies also zu bedenken wenn der ratschlag "du könntest doch..." ĂŒber die lippen gleitet und das innen eines anderen zu erreichen versucht, ist essentiell. sonst bleiben worte nichts weiter als aneinander gereihte buchstaben die keine bedeutung haben weil sie ihre intention verfehlt und nicht in der lage waren willen zu entfalten. denn wille kommt von innen. nicht aber von auĂen. "könnte" bleibt also nichts weiter als das. ein buchstabensalat in wortbrei verpackt, schön ausgesprochen und nett gedacht, doch sinnbefreit.

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Ich will, doch ich werde nicht. Denn gelernt habe ich: wenn ich wollte, könnte ich, und das beruhigt mich.
So sitzen mein Herz und ich auf der Bank unter'm Kirschbaum bis der Sommer uns holt.
Wie saftiges Fruchtfleisch werden wir unsere Liebe in die langen Abende tropfen und das Leben genĂŒĂlich verkleben.
Ich weiĂ, daĂ ich nicht in jemandes FuĂstapfen treten kann - weil das unmöglich ist. Und weil ich das nicht will.
Ich weiĂ, neben und zwischen wessen FuĂstapfen ich treten will - und kann.
Kam der Mond zwischen Wolken durch, oder haben sie ihm kurz Raum gegeben?
Manche Begegnungen sind so auffÀllig anders, so seltsam, daà das nur eine kurze Zwischenfrage des Lebens sein kann: wie wÀr's damit? Nicht? Gar nicht oder einfach nur nö? Und andersrum auch.
Irgendwas ist in dieser Nacht in mir gestorben.

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In Wolke gehĂŒllt laufe ich in alle Richtungen. Als die Nebelstille endlich auch mein Herz benetzt, wundere ich mich blinzelnd, wie vertraut es mir doch ist. Nach all der Zeit des Immerwiederverlassens. Nach all der Zeit des Immerwiederhintenanstellens. Was fĂŒr ein Hochverrat, fröstele ich. Und schluchze plötzlich so brutal auf, daĂ ich husten muss. Doch die Nebelstille fĂ€ngt jedes GerĂ€usch, das nicht Herz ist, mit einer Handbewegung ein. Sie eine Schwester der Waldstille.
Fische Mond
Diese Fische-Saison will ich so ganz & gar mein Fische-Mond sein. Ebbe und Flut meiner Weltmeere Ebbe und Flut sein lassen, statt mich darauf einzustellen. Wellenreiten will. Von allen Strömen mitreiĂen lassen. Salzwasser schlucken und feststellen: das stört mich nicht, denn ich bin ein Kind der Meere. Und tauchen; meine Mariannengraben besuchen und dort ein neues Meer weinen. Auftauchen und mich an eine KĂŒste spĂŒlen lassen, wie Treibholz. Mich vom Möwenkreischen in Zeitlosigkeit begleiten lassen. Und fĂŒr all das, was ich fĂŒhle und nicht (nur) in Worten wiedergeben kann, will ich alle möglichen anderen Sprachen ausprobieren - gebrochen, gemischt - um zu teilen. Mich mitzuteilen. Ich laufe schon viel zu lange ĂŒber; manchmal sind es Tropfen auf heiĂe Steine, manchmal eine erste Flutwelle nach Trockenzeit, der ich hilflos beim Versickern zusehe. Und hier, hier kommen die ersten TrĂ€nen. Und hier, diese Zeilen, sind die ersten Salzkörnchen, die von meinen Wangen krĂŒmeln. Mögen sie nicht nur kostbar fĂŒr mich (gewesen) sein.
Da stand ich, mitten um Raum, mitten um eigentlich-irgendwas-tun, öffnete meine Hand und das Band glitt zu Boden. Unser Band. So leise, so nebenher, daĂ es krachte, mir in den Ohren schepperte und unter meinen FĂŒĂen bebte. Ich konnte die Sterne die Luft anhalten hören und schloss die Augen. DaĂ mich das körperlich in schwanken bringt, hatte ich vergessen und so glitt auch ich zu Boden. Weniger elegant als das Band. Und leiser. Viel zu leise. Verwundert schlug ich die Augen auf und sah mich um. Auch die Sterne zogen ihre Augenbrauen hoch und machten groĂe Augen. Die Zeit ist ein Kaninchenloch, das ich mit meinem HĂ€ndeöffnen berĂŒhrt zu haben schien. Ich drehe mich auf den RĂŒcken und schaue an die Decke. Das GeflĂŒster der Sterne malt LĂ€cheln in die Zimmerecken und ich weiĂ, ich steige in mein nĂ€chstes Leben sobald ich wieder aufstehe. Also bleibe ich noch einen Moment liegen, atme tief und summe eine neue Titelmelodie fĂŒr mich.
Und dann zerbrach die Sonne. Eine HÀlfte fiel und fiel. Wie eine Sternschnuppe in Zeitlupe, als könne sie es selbst nicht glauben und wolle sich mit einem letzten Blick verabschieden. Dann war es still.

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I prefer you naked
mentally, emotionally and physically
Sein UnglĂŒck ausatmen können
tief ausatmen so daĂ man wieder einatmen kann
Und vielleicht auch sein UnglĂŒck sagen können in Worten in wirklichen Worten die zusammenhĂ€ngen und Sinn haben und die man selbst noch verstehen kann und die vielleicht sogar irgendwer sonst versteht oder verstehen könnte
Und weinen können
Das wĂ€re schon fast wieder GlĂŒck
[Aufhebung v. Erich Fried]