Am Freitag habe ich den Kreuzweg im Colloseum geschaut. Der war sehr schön und ging tief. Bei jeder Station wurde Zeugnis eines Menschen abgelegt, was in Verbindung zur Station stand. Die Kreuzträger waren gut gewählt. Am Sonntag dann das Urbi et Orbi von Papst Franziskus. Bei dem Kreuzweg war er aus Gründen der Rekonvaleszenz nicht dabei. Am Sonntag war er dabei. Er erschien mir sehr zugenommen zu haben. Für einen Asketen eher komisch. Nimmt er Kortison? Jedenfalls wir die Eucharistie von Kardinal Batista Reh geleitet. Man spürt, der Papst hat kaum Stimme. Den Urbi et Orbi zelebriert er dann selber. Immer noch habe ich es nicht bereut, zum Katholischen konvertiert zu sein. Nach meiner langen Reise und Suche, war mir klar, ich brauche eine Basis. Und die liegt bei dem älteren christlichen Teil. Die lange Reise hat mich aber geprägt. Jetzt zu Ostern. Da marschiert ein Rebell jüdischen Glaubens, nach Jerusalem. Man sagt, er wolle sich opfern. Märtyrertod? Das letzte Abendmahl weißt darauf hin. Okay, das sind Geschichten, die von den Apostel festgehalten wurden. Schauen wir mal in die diversen Sekten heute. Da gibt es auch Narrative, die sich dann mit der Zeit entwickeln. Im letzten Abendmahl spricht Jesus aus, dass er verraten wird und mehr und er spricht von der Auferstehung. Er wird vor den Stadthalter Pontius Pilatus geführt, der ihn verurteilt. Alles drumherum hat die Kirche entwickelt. Der Römer Pilatus wäscht sein Hände in Unschuld. Das Volk entscheidet sich für die Kreuzigung Jesu und nicht für Barabbas den Verurteilten Verbrecher. Es gibt Freunde, die im helfen, die kommen am Kreuzweg vor. So wie Sympathisanten der RAF. Dann der Dialog mit den Mitgekreuzigten. "Steig doch herunter, wenn du der Sohn Gottes bist." Das tat Jesus natürlich nicht. Er starb für uns. Er wollte die Welt verändern mit seinem Tod am Kreuz. Moment! Hat es was verändert? Ich sage, nein. "Meinen Frieden gebe ich Euch." So? im Moment sind wir im Dritten Weltkrieg. Bibel Ausleger würden das natürlich immer passend auslegen. Dann wird er abgehängt. Vorher wurde es drei Stunden in der Zeit der Siesta, dunkel. Und der Vorhang im Tempel zerriss. Am Samstag liegt er dann in der Grotte. Und am Ostersonntag Morgen ist er plötzlich weg. Man sieht die Binden und das Schweißtuch. "Er ist auferstanden, er ist wahrlich auferstanden." In Echt? War er nur scheintot? Oder wurde der Tote Jesus weg genommen für ein weiteres Narrativ? Man hört ja, er sei in Indien wieder aufgetaucht, habe geheiratet und sein Grab sei auch in Indien. Später wird er von Thomas erkannt. Ein Geistwesen. Er soll seine Hand in die Wunden legen, der ungläubige Thomas. Schöne Geschichte, die sich über 2000 Jahre hält und entwickelt. Vorher gab es schon einen Glauben in unserer Gegend, bzw. deren mehrere. Germanen und Kelten, später Römer. Und dann wurde missioniert und die alten Religionen verschmolzen mit dem Christentum. Es gibt eine Menge keltischer Bräuche, die in unser Osterfest einflossen. Ich bleibe also auf der Basis meines Katholischen Glaubens aber ich forsche weiter und zwar vorbehaltlos. Meine Freude wäre, wenn die Juden, die Muslime und die Christen in Jerusalem zusammen feiern würden. Ja, es sieht nicht danach aus. Aber vielleicht… Er ist Groß! Egal welchen Namen er hat. Er. Mein Name von meinem Meister Bhagwan ist Swami Anand Ravi. Die seelige Sonne. Man soll sich kein Bild von ihm machen. Ich denke, dass aber alles aus der Sonne kommt. Wie das Leben im Universum. Und die alten Religionen haben die Sonne vereehrt. Wurde daraus Gott, Allah? Als Indianer habe ich oft zur Sonne gebetet. Zum Sonnenaufgang oder Sonnentanz. Die Indianer benamen auch Wakan Tanka. Der Große Geist. Das passt mir eher als das Bild eines alten Mannes. Okay, das sind nur ein paar Glimpse zu Ostern.


















