Gib dem Hasen Futter
Wild fermentierte Dillmöhren zum Warm werden. Schritt fĂŒr Schritt erklĂ€rt.
Was brauch ich?
Ein BĂŒgelglas mit Gummiring (im Bild ein 0,75l Fido Glas)
Möhren
ein Bund Dill
Eine Zehe Knoblauch. Wer auf Knoblauch steht, kann gern mehr nehmen. (ich verwende am liebsten frischen, ungetrockneten Knoblauch).Â
20 g grobes, naturbelassenes Meersalz oder Steinsalz
1 Liter Wasser
Die 20 g Salz in einem Liter Wasser auflösen lassen. = 2% Salzlösung
Derweil den Dill waschen, Knoblauch schÀlen und beides unten in das Glas legen.
Die Möhren nach Belieben in Stifte, Sternchen, Herzchen, oder was auch immer schneiden, und dann ebenfalls ab damit ins Glas. - Ich schĂ€le die Möhren ĂŒbrigens nicht, sondern bĂŒrste sie nur ab. Ich will ja die Bakterien haben die auf der Schale sitzen-
Jetzt die Salzlake bis etwas ĂŒber âSchulterhöheâ des Glases eingieĂen. Etwa 1-1,5 cm Platz zum Deckel sollten bleiben.
Gewicht auflegen, damit das Wunderwerk unter der Lake bleibt. (Auch das Gewicht sollte mit Lake bedeckt sein) Wer keine Tongewichte hat, kann Glasdeckel von anderen EinmachglÀsern verwenden. Bitte keine Steine oder MetallgegenstÀnde verwenden. Plastik auch eher nicht so toll.
Gummiring an den Deckel basteln, Glas zumachen und ferdsch.
Die kleine Schönheit im Glas! Tadaaa!Â
Das Glas jetzt dunkel 2-3 Tage bei 20- 22 Grad irgendwo hinstellen, damit die Fermentation in Gang kommt. Ich stelle meine jetzt im Winter in die NĂ€he der KĂŒchenheizung und werfe einen Jutebeutel oder KĂŒchenhandtuch drĂŒber.
Ebenfalls wichtig in dieser ersten Phase: Das Glas âsupptâ. Das heiĂt, durch den Druck der durch die GĂ€rung entsteht, entweicht durch den Gummiring nicht nur Luft, sondern auch Schaum und FlĂŒssigkeit. Also: Teller unterstellen.
Woher weiĂ ich ob die Fermentation gestartet ist?
1. Die Lake wird trĂŒber
2. es entstehen kleine BlÀschen im Glas die sich an der Wasserkante ansammeln. Ja, die Bakterien pupsen was das Zeug hÀlt.
3. es tritt Schaum und FlĂŒssigkeit durch den Gummiring aus.
4. manche Fermente âsingen und pfeifenâ sogar durch den austretenden Druck.
Und dann?
Nach etwa 3 Tagen wandert das Glas in den KĂŒchenschrank oder an einen anderen dunklen Ort der etwas kĂŒhler ist. 18 Grad sind toll, plus minus Daumen ist aber auch ok. Dort bleibt das kleine SchmuckstĂŒck dann 2 - 3 Wochen stehen.
Nach 2 Wochen kann man mal den ersten Geschmackstest machen. Wennâs einem schmeckt, ab in den KĂŒhlschrank um die Fermentation zu verlangsamen. Wenn nicht, Deckel wieder zu machen und noch etwas warten. (Meiner Erfahrung nach schmecken viele Fermente direkt nach dem Ăffnen etwas, nunja.. einfach nur sauer, salzig und indifferent, nach 24 Stunden im KĂŒhlschrank verĂ€ndert sich der Geschmack noch einmal sehr zum Positiven und wird ausgewogener, runder)Â
Bitte Vorsicht beim Ăffnen, oder ihr habt unter UmstĂ€nden ein neues Muster an der KĂŒchentapete. Da ist Druck drauf!
Probiert es einfach aus, seid mutig! Jugend forscht!
Das Rezept zu den feinen Möhrchen stammt ĂŒbrigens von der Seite wildefermente. Dort findet der passionierte FermentieranfĂ€nger zu vielen Fragen gute Hilfestellungen. Die Tongewichte können ebenfalls ĂŒber diese Seite bezogen werden.Â








