Seit 2014 (meistens zwischen den Jahren)
Fortschritte in der Badewanne
Das Problem, dass mein Gehirn Unbeschäftigtsein schwierig findet und nicht gerne unmedialisiert durchs Leben geht, ist heute nicht besser als vor 10 Jahren. Ich bekomme aber seltener die Gelegenheit, das beim Baden zu spüren. In den Jahren, seit ich nicht mehr bei meinen Eltern wohne, habe ich keinen Drucker und schon gar keine Badewanne mehr besessen.Immer wenn ich bei ihnen zu Besuch bin, nutze ich ihre umso lieber.
Mittlerweile hätte ich die Möglichkeit, beim Baden zu lesen, ohne dazu etwas auszudrucken. Ich könnte den wasserfesten E-Reader nehmen oder das Smartphone. Beide Gerät haben das Versprechen mit sich gebracht, dass sie 30 Minuten unter Wasser aushalten, ohne dass sie Schaden nehmen. Irgendetwas in mir traut solchen Versprechen aber nicht ganz, zumindest nicht soweit, dass ich es vorsätzlich ausprobieren würde. Was wäre, wenn sie nicht blieben und ich Samstagnacht um 1 (eine übliche Badezeit) plötzlich kein funktionierendes Smartphone mehr hätte?
Stattdessen wechsle ich das Medium, ich stelle einen Stuhl neben die Wanne und darauf den Latop. Das WLAN reicht mittlerweile auch ins Bad und so kann ich Filme streamen, während ich im Wasser liege. Zu lang dürfen sie aber nicht sein, sonst habe ich irgendwann wieder die fünf, sechs Sachen vergessen, die ich nebenbei googlen könnte.