Kein Abenteuer mehr (von Walter Bauer, 1904 - 1976)
Kein Abenteuer mehr, kein feurig Schweifen - / ich bin in deinem Herzen eingekehrt. / Hier ruhe ich, hier will ich bleiben, / so tief verletzt, so sehr versehrt.
Die Hand, die du mir gibst, ach, ist mir lieber / als jede noch so feste Freundeshand der Erde. / Komm, lege deine Hand auf meine Stirn, daß sie mich kühle / und meine Unrast nun zu Rast gelindert werde.
Vom Sternenbrunnen habe ich getrunken, / das Herz der Mitternächte war mir tief vertraut, / den Sturm der Welt mag nimmer ich begehren, / ich hör nur gern jetzt deines Atems zarten Laut.
Tritt mit mir vor die Tür - da sind die Sterne / wie Lichter vieler Schiffe auf dem Nachtmeer aufgestellt. / Und laß mich schweigend nahe bei dir stehen / und sei bei mir als meine gute Welt.
Die toten Freunde werden mich begreifen - / Gefährten, gebt ein Zeichen: ist es recht getan? / Ich fühle es: ihr lächelt von den Sternen: / Die neue Welt fängt nur mit Liebe an.













