24. Februar 2017
Neue Geräte beim Schwiegervater
Wir besuchen meinen Schwiegervater, der gerade einen runden Geburtstag gefeiert hat. Wie jedes Mal verbringen wir zunächst eine gute Stunde damit, gemeinsam die neuen technischen Geräte und Einrichtungen zu bestaunen, die er sich als leidenschaftlicher Tüftler und Freund eines auf ihn angepassten Alltags in der Zwischenzeit angeschafft hat. Seit 2015 sind neu:
Ein Bewegungsmelder mit LED-Lampe über der Eingangstür, die bei Nacht die Einfahrt in gleißendes Licht taucht. Anlass für die Anschaffung: Unbekannte haben nachts aus dem Eingangsbereich schon die Fußmatte und Blumen aus dem Vorgarten gestohlen. Die Nachbarin hat sich schon beschwert, das Licht sei zu hell, weshalb eine Seite des Vordachs jetzt blickdicht geschlossen ist.
Ebenfalls an der Tür: Ein Ultraschallgerät gegen Marder unter der Motorhaube. Mein Witz, ob die Marder sich damit bei Schwangerschaften gegenseitig untersuchen, bleibt unbeachtet.
Ein Internetradio mit DAB-Funktion in der Küche, das er auch mit dem Smartphone steuern kann. Oft höre er, zum Beispiel beim Spülen, über das Gerät auch nur den Ton des Fernsehers im Zimmer nebenan, erzählt er.
WLAN-Repeater an strategisch ausgeloteten Stellen. Mein Schwiegervater demonstriert, wie er mit der App WiFi-Analyzer auf seinem ebenfalls neuen Smartphone das WLAN-Signal messen kann und mit Fing überprüft, welche Geräte überhaupt im Netz hängen.
Ein kompakter Umluft-Ofen in der Küche, zum Aufbacken von Brötchen oder für Pommes Frites ohne Fett.
Ein Luftbefeuchter im Wohnzimmer, der selbstständig die Luftfeuchtigkeit misst und bei unter 40 Prozent Feuchtigkeit über ein verblüffend einfaches Innenleben aus großen Plastik-Mühlrädern und einem Ventilator nachlegt.
Der wahre Star des Besuchs wird aber am Abend enthüllt: Eine mechanische “Gespensterbahn” aus den 50er Jahren, in der zwei aufziehbare Wagen abwechselnd im Kreis fahren und in einem Tunnel durch Schalter im Boden anhalten und den jeweils anderen Wagen losschicken.
(Alexander Matzkeit)












