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Kardiotraining: Die ultimative Anleitung mit Trainingsempfehlungen
Kardiotraining ist in aller Munde.
Es soll die Pfunde zum Schmelzen bringen, dich fit machen und auch noch spaĂig sein?
Klingt, wenn du mich fragst, fast schon nach einer eierlegenden Wollmilchsau â mit Laufschuhen.
Das Coole: Wenn du ein paar Punkte beachtest, wird Kardiotraining tatsÀchlich dazu.
Welche das sind, erfÀhrst du in diesem Artikel.
Das beinhaltet dieser Artikel:
Basis- und Hintergrundwissen aus sportwissenschaftlicher Sicht zum Kardiotraining
Was regelmĂ€Ăiges Kardiotraining bringt
Top 10 Sportarten fĂŒrs Kardiotraining
GĂ€ngige Trainingsmethoden fĂŒr dein Kardiotraining
Kardiotraining Mythen und ihre Entlarvung
Trainingsempfehlungen fĂŒr dich
Kardiotraining â die Basics
Im ersten Kapitel erfÀhrst du Basics und Backgrounds zum Kardiotraining.
Bevor wir uns mit einem Begriff beschÀftigen können, sollten wir zunÀchst einmal alle vom selben reden.
Also.
Was verstehe ich unter Kardiotraining?
Alle Trainingsformen, die dazu beitragen, deine AusdauerleistungsfĂ€higkeit â im Sinne einer ErmĂŒdungswiderstandsfĂ€higkeit und RegenerationsfĂ€higkeit â zu erhöhen. Es ist nicht die Kraft deine Muskulatur, sondern die KapazitĂ€t des Herz-Kreislauf-Systems, der leistungsbegrenzende Faktor.
Kardiotraining könnte also auch als Herztraining ĂŒbersetzt werden.
Das merkst du auch schon am Wortstamm. Kardio kommt vom griechischen âKardiaâ was soviel wie Herz bedeutet. Deshalb gibt es ja auch Kardiologen, Kardiogramme und vieles mehr, das mit deinem Herzen zu tun hat. Das Wort Cardiotraining â also mit âCâ statt âKâ kann ĂŒbrigens synonym verwendet werden.
Sehen wir uns das Thema nun auch einmal in der Praxis des Bodyweight Trainings an.
Ein Krafttraining ohne GerĂ€te kannst du absolvieren, wenn du den Widerstand der Ăbung so wĂ€hlst, dass du nicht mehr als 15, im Kraftausdauertraining maximal 20, Wiederholungen am StĂŒck schaffst.
FĂ€llt dir die Ăbung hingegen so leicht, dass du weit mehr als 20 Wiederholungen am StĂŒck machen kannst, befindest du dich bereits im Kardiotraining.
Probiere es gerne selbst einmal aus: Du wirst den Unterschied spĂŒren.
Beim Krafttraining ermĂŒdet dein Muskel zuerst. Du spĂŒrst ein Brennen in der Muskulatur und musst deshalb die Belastung einstellen, weil dein Muskel nicht mehr genug Energie aufwenden kann, um die Bewegung durchzufĂŒhren.
Beim Kardiotraining sieht es hingegen anders aus.
Die ErmĂŒdung ist nicht so lokal spĂŒrbar, sondern bezieht sich auf den ganzen Körper, eben auf den Herz-Kreislauf-System. AuĂerdem wirst du dabei sicher mehr schwitzen. đ
Das Ganze potenziert sich dann natĂŒrlich, wenn du eine klassische Ausdauersportart wie Laufen, Schwimmen oder Radfahren betreibst oder dich auf dem Ergometer und Crosstrainer verausgabst. Kardiotraining in Reinkultur sozusagen.
Kardiotraining in der Sportwissenschaft
In der Sportwissenschaft unterscheiden wir das Kardiotraining â dort sprechen wir im Ăbrigen vom Ausdauertraining â noch weiter:
lokale Ausdauer (weniger als 15 % der Skelettmuskulatur ist aktiv und das Herz-Kreislauf-System wirkt nicht leistungslimitierend) und allgemeine Ausdauer
aerobe und anaerobe Ausdauer (nach der vorrangigen Art der Energiebereitstellung)
dynamische und statische Ausdauer (nach der Arbeitsweise der Skelettmuskulatur)
Lass uns diese Unterscheidung auch noch einmal anhand von Beispielen nÀher betrachten.
Lokale VS allgemeine Ausdauer
Wenn du nun LiegestĂŒtze durchfĂŒhrst und weit mehr als 20 am StĂŒck schaffst, bist du in der lokalen Ausdauer unterwegs.
Die allgemeine Ausdauer trainierst du im Bodyweight Training eher mit VerbundĂŒbungen wie dem Burpee oder Hampelmann SprĂŒngen.
Auch alle Ausdauersportarten trainieren die allgemeine Ausdauer.
Aerobe VS anaerobe Ausdauer
Die Unterscheidung zwischen aerober und anaerober Ausdauer wird nach der IntensitÀt deines Trainings gemacht. Je intensiver und anstrengender, desto eher bist du im anaeroben Bereich. Das bedeutet, du gehst eine Sauerstoffschuld ein, die dein Körper kurzzeitig kompensieren kann, dir aber bald signalisiert, dass du langsamer machen sollst.
Wenn du mehr ĂŒber aerobes Training wissen möchtest, lies am besten bei meinem Bloggerkollegen Jahn nach: Wie aerobes Training funktioniert und warum es so wichtig ist.
Eine schöne Zusammenfassung der Energiebereitstellung im menschlichen Körper findest du auch im folgenden Video.
Statische VS dynamische Ausdauer
Statische Ausdauer lĂ€sst sich am besten anhand der Plank (UnterarmstĂŒtz) erklĂ€ren: Wenn du ein paar Minuten in der Plank verweilen kannst, trainierst du ganz klar deine statische Ausdauer.
Dynamische Bewegungen trainieren hingegen auch die dynamische Ausdauer, klar.
Was bringt regelmĂ€Ăiges Kardiotraining?
Bei zumindest 150 Minuten in der Woche bei mittlerer IntensitĂ€t bzw. 75 Minuten bei höherer IntensitĂ€t oder Mischformen daraus, kannst du mit messbaren gesundheitsfördernden Effekten rechnen (vergleiche dazu die Ăsterreichischen Bewegungsempfehlungen fĂŒr gesundheitswirksame Bewegung).
Diese Effekte sind unter anderem:
Muskulatur
Zunahme des Mitochondrienvolumens (die kleinen âKraftwerkeâ in unseren Zellen werden also gröĂer und leistungsfĂ€higer)
Verbesserung der Kapillarisierung (es werden vermehrt kleine BlutgefĂ€Ăe gebildet, dadurch verbessert sich die Blutzirkulation und die Sauerstoffversorgung)
Zunahme der aeroben und anaeroben EnzymaktivitÀt (dadurch können deine Zellen effektiver die bereitgestellten EnergietrÀger zur Energiegewinnung heranziehen)
Zunahme der intramuskulĂ€ren Glykogenspeicher (die SpeicherkapazitĂ€t deiner Muskeln fĂŒr Energie erhöht sich, du kannst anstrengende Belastungen dadurch lĂ€nger durchhalten)
Herz-Kreislauf-System
VergröĂerung des Herzschlagvolumens mit einhergehender niedrigerer Herzfrequenz (Dein Herz kann dadurch pro Schlag mehr Blut durch deinen Körper pumpen)
Reduktion des systolischen Blutdrucks (bringt deinen Blutdruck auf ein gesundes Niveau von ca. 120/80 mmHg)
Verminderung des peripheren GefĂ€Ăwiderstandes (deine BlutgefĂ€Ăe werden elastischer und dadurch widerstandsfĂ€higer)
Stoffwechsel
Anregung von Stoffwechselprozessen (besserer Austausch, Abtransport von Giftstoffen, etc.)
mittelfristig Steigerung des Grundumsatzes und der Fettverbrennung (hilft dir dabei, nackt gut auszusehen)
Eine ganze Menge, oder?
Lohnt es sich dafĂŒr nicht, seinen Schweinehund in einen Tigeradler umzuwandeln?
Ich finde schon.
Aber lass uns jetzt in die Praxis gehen: Wie kannst du Kardiotraining umsetzen? Welche Möglichkeiten hast du?
Meine Top 10 Sportarten fĂŒrs Kardiotraining
Wenn du erst einmal eine Sportart fĂŒr dich gefunden hast, die dir SpaĂ macht, wird das Kardiotraining zum Kinderspiel.
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie du dein Herz-Kreislauf-System trainieren kannst. Meine Lieblinge möchte ich dir hier nÀher bringen.
Da ist bestimmt auch fĂŒr dich etwas dabei.
#1 Laufen
Meine klare Nummer eins, wenn es darum geht, das Herz-Kreislauf-System zu trainieren.
Du brauchst kaum AusrĂŒstung, lediglich gute Schuhe und vielleicht noch atmungsaktive Kleidung.
Wenn du mit dem Laufen beginnen möchtest, findest du hier wertvolle Tipps dazu.
Wenn du bereits regelmĂ€Ăig lĂ€ufst, bringt dich dieser Artikel sicher lĂ€uferisch weiter: Lauftraining fĂŒr Fortgeschrittene.
#2 Radfahren
Auch ein Klassiker was Kardiotraining betrifft.
Ich liebe es vor allem in den heiĂen Sommermonaten, in denen der Fahrtwind so schön kĂŒhlt.
AuĂerdem kannst du auf dem Rad deine Umgebung noch um einiges besser erkunden, als beim Laufen. Du schaffst einfach mehr Kilometer und kannst dadurch auch weiter entfernte Orte erreichen.
Ich setze bei meinen Radtouren meistens auf die extensive Dauermethode. Was das genau ist, erklÀre ich dir spÀter noch detailliert.
#3 Bodyweight Training
Ja, auch mit deinem eigenen Körpergewicht ist ein forderndes Kardiotraining möglich.
Ich setze dabei meistens auf intensivere Trainingsmethoden, wie hochintensives Intervalltraining.
Und ich konnte dabei auch feststellen, dass sich dadurch sogar meine lÀuferische Ausdauer verbessert hat.
Tipps, wie du das umsetzen kannst, bekommst du in meinem Gastartikel âWie du mit Bodyweight Training deine Ausdauer erhöhstâ auf dem Ausdauerblog von meinem Bloggerkollegen Torsten.
#4 Spielsportarten
Das Kardiotraining ist bei Spielsportarten wie FuĂball, Volleyball, Handball, Basketball und dergleichen zwar nicht so gut steuerbar, dafĂŒr macht es auch mehr SpaĂ, also alleine durch den Wald zu joggen.
Meistens zumindest. đ
Leider ist durch den Gegnerkontakt die Verletzungsgefahr bei dieser Art von Kardiotraining auch etwas höher.
Aber wenn du es gerne machst, was solls: Go for it! Hab SpaĂ am Spiel mit deinen Freunden.
Mich findest du am ehesten beim FuĂball oder Beach-Volleyball wieder. đ
#5 Wandern
Mache ich voll gerne, aber viel zu selten.
Geht dir auch so?
Wandern ist jedenfalls super fĂŒr Körper und Geist, weil wir uns dabei nicht nur körperlich anstrengen, sondern in der Natur auch perfekt entspannen können.
Gerade die Alpengegend lÀdt mit ihrem Bergpanorama ja wunderbar zu ausgedehnten Wanderungen ein.
Ein paar Zusatztipps zum Wandern gefĂ€llig, dann lies hier nach: Die richtige Bekleidung fĂŒr dein nĂ€chstes Outdoor-Abenteuer.
#6 Inline-Skaten
Viel mehr als ein gutes Paar Inline-Skates und eine SchutzausrĂŒstung wie Helm, sowie Knie, Ellbogen und Handgelenksschoner benötigst du nicht.
Dann kann es auch schon losgehen.
Wer Eislaufen kann, ist klar im Vorteil â denn die Bewegung Ă€hnelt sich sehr.
Suche dir eine flache Strecke mit gutem Bodenbelag â am besten eignet sich frischer Asphalt, der noch keine Risse aufweist und lege los.
Wenn du dir noch unsicher bist, ĂŒbe zu Beginn am besten nach den StoĂzeiten auf einem leeren Parkplatz oder Ă€hnlichem.
#7 Ergometer
Der Fahhrad-Ergometer gehört im Winter zu den wichtigsten AusrĂŒstungsgegengstĂ€nden von Spitzensportlern.
Dort können sie nĂ€mlich im Gegensatz zu einem normalen Heimtrainer auch den Widerstand â also die Watt â exakt einstellen und so ein ordentliches Training absolvieren.
Achte daher auch du beim Kauf darauf, dass du die WattstĂ€rke stufenlos einstellen kannst und dein System ĂŒber eine möglichst schwere Schwungscheibe (idealerweise ĂŒber 20 kg) verfĂŒgt.
Dann wirst du auch SpaĂ damit haben.
#8 Crosstrainer
Die Indoor-Alternative zum Ergometer ist der Crosstrainer.
Der Vorteil dabei ist, dass du auch die Arme stark beanspruchst und so deinen Kalorienverbrauch noch weiter erhöhst.
Das ist auch dann wichtig, wenn du abnehmen möchtest. Denn dann brauchst du ein Kaloriendefizit.
Aber Achtung: Dabei spielt auch deine ErnĂ€hrung eine groĂe Rolle!
#9 (Nordic-)Walking
Egal ob mit oder ohne Stöcke.
Einfaches Walken drauĂen in der Natur ist fĂŒr die meisten von uns zwar kein allzu anstrengendes Kardiotraining, bietet aber dennoch einige Vorteile.
Bei keiner anderen Sportart kannst du die Natur in deiner Umgebung so gut wahrnehmen, wie beim Walken (beim Wandern bist du ja meistens ohnehin irgendwo anders, z.B. auf Urlaub). Das hat den einfachen Grund, dass du dich langsamer fortbewegst und dadurch mehr Zeit hast, dein Umfeld zu erkunden.
Wenn du ein wenig Spannung hineinbringen möchtest, versuche doch einmal folgendes: Gehe 15 Minuten in eine Richtung. Und zwar so schnell, wie du kannst. Es sollte sich so anfĂŒhlen, dass laufen schon angenehmer wĂ€re, aber du gehst noch immer.
Nach 15 Minuten drehst du um und versuchst, nach maximal 15 Minuten wieder am Ausgangspunkt bei dir zu Hause zu sein â oder vielleicht noch ein paar Meter mehr zu schaffen.
#10 Schwimmen
So ehrlich muss ich sein: Ich schwimme fast so gut wie eine âbleierne Enteâ. đ
Schwimmen ist fĂŒr mich also fast immer hochintensives Intervalltraining, zumindest wenn ich kraulen möchte. Da ich es nicht oft mache, sind meine Bewegungen technisch nicht ökonomisch genug, sodass ich nach jeder LĂ€nge (ok, ich wĂŒrde wahrscheinlich 2 LĂ€ngen kraulen schaffen, ohne unter zu gehen) eine Pause zum Durchschnaufen benötige.
Dieses Jahr bin ich allerdings so oft und lange geschwommen, wie noch nie, von daher ist das sicher etwas, das mich motiviert, dranzubleiben, um bald ein paar LÀngen durchkraulen zu können.
Wie steht es um deine SchwimmkĂŒnste?
#11 Bonustipp â Triathlon
Die Kombination aus den drei beliebtesten Ausdauersportarten â Schwimmen, Radfahren und Laufen â ist der Triathlon.
Darin bin ich wahrlich kein Experte, meine Bloggerkollegen Lotta und Schorsch von tri-it-fit.de hingegen schon.
Sie haben fĂŒr dich das Wichtigste ĂŒber den Triathlonsport in ihrem Gastbeitrag zusammengefasst: Faszination Triathlon â 6 GrĂŒnde, die auch dich fĂŒr diesen Sport begeistern werden.
Zwischenfazit
Wenn du die richtige Sportart fĂŒr dich einmal gefunden hast, macht dein Kardiotraining auch gleich viel mehr SpaĂ.
Noch mehr SpaĂ an einem Workout hast du mit diesen Tipps: 14 Workouts, mit denen du dauerhaft mehr SpaĂ am Training hast.
Die Top 10 Trainingsmethoden fĂŒrs Kardiotraining
Diese Trainingsmethoden helfen deinem Kardiotraining auf die SprĂŒnge.
Du kennst jetzt geeignete Sportarten, aber immer mit der gleichen IntensitÀt gemacht, verschenkst du Potenzial.
Deshalb möchte ich dir ein paar Trainingsmethoden vorstellen.
#1 Extensive Dauermethode
Die Dauermethode ist der Klassiker beim Kardiotraining. Mit geringer bis mittlerer IntensitĂ€t und einer relativ langen Belastungsdauer, die bis zu mehreren Stunden gehen kann â je nach Leistungsniveau.
Beispiel: Du lĂ€ufst so, dass du dich noch unterhalten kannst und machst das fĂŒr 45 Minuten bis zu einer Stunde. Wenn du fĂŒr das Laufen noch nicht fit genug bist, kannst du das gleiche auch im Gehen machen.
#2 HISS
Kann auch als intensive Dauermethode bezeichnet werden, aber die englische AbkĂŒrzung klingt dann doch um einiges lĂ€ssiger.
HISS steht fĂŒr High Intensity Steady State und bedeutet, dass du ĂŒber einen relativ langen Zeitraum von bis zu ca. 45 Minuten eine hohe IntensitĂ€t realisierst. Du kannst das zwar nicht so lange durchhalten, hast durch die hohe IntensitĂ€t allerdings auch einen sehr hohen Kalorienverbrauch.
Beispiel: Du lÀufst so schnell, dass du die 45 Minuten gut durchhalten kannst. Unterhaltungen sollten nicht mehr möglich sein, sondern nur noch einzelne kurze SÀtze, weil deine Atmung aufgrund der Anstrengung schon so beschleunigt ist.
#3 Fahrtspiel
Das Fahrtspiel wird in der Sportwissenschaft auch zu den Dauermethoden gezÀhlt. Im Gegensatz zu den bisher vorgestellten mit konstanter IntensitÀt, ist das Fahrtspiel allerdings eine Dauermethode mit wechselnder IntensitÀt.
Die IntensitĂ€t wird dabei nach GefĂŒhl und GelĂ€nde gewechselt, ist also nicht vorab vorgegeben.
Beispiel: Du lĂ€ufst gemĂŒtlich von zuhause weg und wĂ€rmst dich die ersten paar Minuten so erst einmal auf. Dann könntest du bei der nĂ€chsten Steigung Vollgas geben und versuchen, so schnell wie möglich oben zu sein. Auch Laternen, Wegweiser, Kreuzungen oder Ă€hnliches eignen sich gut dazu, bis dorthin das Tempo zu steigern.
#4 Wechselmethode
Auch die Wechselmethode zÀhlt grundsÀtzlich zu den Dauermethoden mit wechselnden IntensitÀten.
Allerdings passiert der Wechsel hier nicht zufÀllig, sondern geplant.
Beispiel: Du lĂ€ufst 15 Minuten mit geringer IntensitĂ€t, dann 30 Minuten mit hoher IntensitĂ€t und schlieĂlich wieder 15 Minuten mit geringer IntensitĂ€t.
#5 Intervallmethode
Davon gibt es sehr viele Spielarten. GrundsÀtzlich kannst du wieder zwischen extensiver und intensiver Intervallmethode unterscheiden.
Extensiv IntensitĂ€t gering bis mittel, die Belastungsdauer bis ca. 10 min und groĂer Gesamtumfang, dadurch vorwiegend aerobe Beanspruchung
Intensiv IntensitÀt hoch, aber nicht maximal; Belastungsdauer zumeist bis etwa 60 Sekunden; dadurch gemischte, oft eher anaerobe
Je nach Ziel kannst du dann unterschiedliche LĂ€ngen verwenden. Beispiele dafĂŒr findest du auch in meinen 10 Kilometer TrainingsplĂ€nen oder im Halbmarathon Trainingsplan.
Beispiel: Du lĂ€ufst dich kurz ein und machst dann Intervalle auf Distanz. Also 1 Kilometer bei hoher IntensitĂ€t, dann 500 Meter geringe IntensitĂ€t. Das wiederholst du 4 bis 6 Mal und lĂ€ufst anschlieĂend noch kurz aus.
Beispiel 2: Du beginnst erst mit dem Laufen und kannst noch keine lĂ€ngere Strecke durchlaufen. Dann wechselst du die intensiven Phasen des Laufens mit Erholungsphasen im Gehen ab. Zu Beginn zum Beispiel 2 Minuten laufen, 2 Minuten gehen und das fĂŒr 30 Minuten. Dann steigerst du Schritt fĂŒr Schritt wenn du besser wirst die Laufzeit und senkst die Gehzeit.
#6 Wiederholungsmethode
Diese Trainingsmethode ist eher den Leistungssportlern vorbehalten, da sie mit sehr hohen IntensitĂ€ten ĂŒber lĂ€ngere Zeit arbeitet.
Kennzeichnend dafĂŒr sind eine wettkampfspezifische IntensitĂ€t, eine Belastungsdauer im Unterdistanzbereich der Kurz- und Mittelzeitdisziplinen bzw. Ăberdistanz im Sprint. Das heiĂt, wenn du fĂŒr einen 1.500 Meter Lauf trainierst, wĂŒrdest du weniger als 1.500 Meter laufen, zum Beispiel 1.000 Meter, dann Pause machen, so dass du dich wieder erholst und dann das Ganze noch einmal.
Du siehst schon â wir Hobbysportler benötigen diese Trainingsmethode nicht wirklich â ich verwende sie in meinen TrainingsplĂ€nen, die du dir hier herunterladen kannst, auch nicht.
Beispiel: Du bereitest dich auf einen 1.500 Meter Lauf vor und lĂ€ufst im Training 3 x z.B.1.200 Meter mit Vollgas und machst so lange Pause, bis du dich wieder erholt fĂŒhlst.
#7 Wettkampfmethode
Wie der Name dieser Trainingsmethode schon sagt, braucht sie dich nur interessieren, wenn du auch vor hast, WettkÀmpfe zu absolvieren.
Es wird dabei nĂ€mlich der âErnstfallâ â also der Wettkampf auf den du hintrainierst â simuliert.
Durch diese maximalen IntensitÀten, die es eben nur bei einem Wettkampf gibt, bekommt dein Organismus noch einmal einen anderen Reiz, als im Training.
Deshalb wird es auch im professionellen Laufen oft eingesetzt. Du kennst das vielleicht, wenn MarathonlĂ€ufer noch ein paar Wochen bis Monate vor ihrem Hauptwettkampf einen anderen Lauf â das kann dann auch ein Marathon oder auch ânurâ ein Halbmarathon sein â absolvieren, genau um eben diese Wettkampfspezifik ins Training mit einzubauen.
Beispiel: Du trainierst fĂŒr einen 10 Kilometer Lauf und absolvierst 4 Wochen davor noch einen Volkslauf ĂŒber 8 Kilometer.
#8 HIIT
Das hochintensive Intervalltraining wurde erst in den letzten Jahren so richtig populÀr.
Das auch zurecht!
Aber Vorsicht: Man kann es damit auch ĂŒbertreiben und erhöht so Verletzungs- und KrankheitsanfĂ€lligkeit.
Ich setze diese Trainingsmethode in meinen Bodyweight TrainingsplÀnen genauso ein, wie in meinen LauftrainingsplÀnen.
Beispiel: Du kannst die Tabata-Methode auch fĂŒr dein Lauftraining einsetzen, allerdings mit nicht ganz voller IntensitĂ€t. Dabei lĂ€ufst du nach dem Einlaufen 20 Sekunden mit sehr hoher IntensitĂ€t (du sprintest schon fast), machst dann 10 Sekunden Pause (hier lĂ€ufst du ganz locker oder gehst sogar) und wiederholst das Ganze 8 Mal. Nach ein paar Minuten Pause mit lockerem Traben kannst du noch 1 bis 2 solcher Intervalle anhĂ€ngen. Vorsicht: Nicht fĂŒr AnfĂ€nger geeignet!
#9 Zirkelintervalle
Diese Trainingsmethode verwende ich vorwiegend im Bodyweight Training. Auch hier geht die Belastung eher in Richtung der Ausdauer und verlĂ€sst das Krafttraining etwas. Nichts desto trotz wirst du einen ordentlichen Trainingsreiz auch fĂŒr deine Muskulatur setzen.
Zirkelintervalle sind eine super Trainingsmethode, wenn du nur eine begrenzte Zeit fĂŒr das Training zur VerfĂŒgung hast. Sie funktionieren so: Du gibst dir eine festgelegte Anzahl an Ăbungen und Wiederholungen vor, sowie eine fixe Gesamtzeit. Dann trainierst du ohne Pause (soweit möglich) durch. Pause machst du nur, wenn du kurz durchschnaufen musst. Es gibt allerdings keine fixe Pause.
Beispiel: ZunĂ€chst legst du die Ăbungen fest. Ideal sind 3 bis 5 unterschiedliche Ăbungen. Zum Beispiel KlimmzĂŒge, LiegestĂŒtze und Kniebeugen. Dann legst du auch die Wiederholungsanzahl fest, beispielsweise 5 KlimmzĂŒge, 10 LiegestĂŒtze und 20 Kniebeugen. SchlieĂlich legst du auch noch die Ăbungszeit fest. Da es sich bei dieser Trainingsmethode um eine sehr intensive â vor allem fĂŒr dein Herz-Kreislaufsystem â Trainingsvariante handelt, reichen 10 bis 25 Minuten. Dann legst du los und versuchst, so viele Runden wie möglich zu schaffen. Pausen machst du, wenn du sie brauchst.
#10 Challenge Methode
Die Challenge Methode ist spÀtestens seit der App Freeletics aus dem Bodyweight Training nicht mehr wegzudenken.
Sie ist vor allem fĂŒr Fortgeschrittene zu empfehlen, da die Beherrschung der Technik auch bei ErmĂŒdungszustĂ€nden eine wichtige Rolle spielt.
Sie ist vor allem fĂŒr Fettabbau, Steigerung der LeistungsfĂ€higkeit des Herz-Kreislaufsystems, aber auch fĂŒr KraftzuwĂ€chse einzusetzen. Entscheidend dabei ist natĂŒrlich die Ăbungsauswahl und die Anzahl der benötigten Wiederholungen.
Die Challenge Methode beruht darauf, dass du eine bestimmte Anzahl von Ăbungen mit festgesetzten Wiederholungsanzahlen (sprich: Ganze Workouts) in möglichst kurzer Zeit mit richtiger Technik absolvierst.
Ich habe beispielsweise bei meinen kostenlosen Bodyweight TrainingsplÀnen auch Workouts mit eingebaut, die nach der Challenge Methode aufgebaut sind.
Beispiel: Das Workout âVolcanoâ (es ist in der Profi-Version meiner kostenlosen TrainingsplĂ€ne enthalten). Dabei musst du 3 DurchgĂ€nge von 10 KlimmzĂŒgen, 20 Pikes (mit erhöhten Beinen), 30 Einarmiges TĂŒrziehen, 40 Klappmesser, 50 Tiefe Kniebeugen und pro Durchgang 60 Sekunden Pause absolvieren. Und das so schnell wie möglich. Aber mit einer guten Technik. Pausen wĂ€hlst du selbst je nach Erschöpfung.
Zwischenfazit Trainingsmethoden
Du hast nun 10 Trainingsmethoden kennen gelernt, die du in den meisten Ausdauersportarten und teilweise auch im ausdauerbetonten Bodyweight Training einsetzen kannst um ein gutes Kardiotraining zu absolvieren.
Idealerweise wechselst du mit den Trainingsmethoden die IntensitÀten deines Trainings. Das ist ein wichtiges Prinzip aus der Trainingslehre. Die anderen kannst du hier nachlesen.
Exkurs: Wie steuerst du dein Training?
Trainingssteuerung â diese Möglichkeiten hast du!
Du hast nun Sportarten und auch Trainingsmethoden kennen gelernt.
Trotzdem steht ein rosa Elefant im Raum, der dir zuwinkt und sagt: Hey, was ist eigentlich mit der Herzfrequenz? Brauche ich eine Pulsuhr fĂŒrs Kardiotraining?
Nun, der Elefant hat Recht. Ăber den Puls lĂ€sst sich das Training perfekt steuern, aber: Es ist nicht notwendig. Es sei denn, du bist Leistungssportler und hast vorab eine aussagekrĂ€ftige, sportartspezifische Leistungsdiagnostik gemacht.
Ich zeichne meine Herzfrequenz zum Beispiel zwar auf, trainiere aber nicht danach. Wenn du zwar keine Leistungsdiagnostik machen möchtest, aber dennoch nach Puls trainierst, bietet sich auch die Karvonen-Formel an. Damit kannst du deine unterschiedlichen Trainingsherzfrequenzbereiche bestimmen. FĂŒr mich hat sich die Einteilung in IntensitĂ€tsstufen, die ich auch in meinen Lauf-TrainingsplĂ€nen verwende, bewĂ€hrt:
Die IntensitÀtsangaben richten sich nach dem RPE Chart (Rate of Perceived Exertion = Grad der wahrgenommenen Belastung) auf einer Skala von 1-10:
1 = Sehr leichte Anstrengung (alles andere als schlafen: Sitzen, Stehen, etc.)
2-3 = Leichte Anstrengung (FĂŒhlt sich so an, als ob du es sehr lange machen könntest. Die Atmung fĂ€llt dir noch leicht und du kannst GesprĂ€che fĂŒhren)
4-6 = Mittlere Anstrengung (FĂŒhlt sich so an, als ob du es lange machen könntest. Deine Atmung wird aber schon schneller, kurze GesprĂ€che sind noch möglich)
7-8 = Hohe Anstrengung (Wird langsam unangenehm, kann nicht mehr ĂŒber lange Zeit aufrecht erhalten werden, kurzatmig, du kannst gerade noch einzelne SĂ€tze sprechen)
9 = Sehr hohe Anstrengung (es ist sehr schwierig fĂŒr dich, diese IntensitĂ€t aufrecht zu erhalten. Deine Atmung ist sehr schnell und du bringst gerade noch ein Wort heraus.
10 = Maximale Anstrengung (fĂŒhlt sich so an, dass du fast unmöglich lĂ€nger durchhalten kannst, du bist komplett auĂer Atem und es ist nicht möglich zu sprechen)
Im Trainingsplan steht dann zum Beispiel: Dauerlauf, 45 Minuten, IntensitĂ€t 3-4. Das wĂ€re ein Dauerlauf mit sehr niedriger IntensitĂ€t â du solltest also noch gut GesprĂ€che fĂŒhren können.
Klar soweit? Gut!
Mehr zum Thema Trainingssteuerung findest du auch in meiner Buchempfehlung am Ende des Artikels.
Kardiotraining Mythen
Diese Mythen solltest du nicht mehr glauben!
Lass uns zum Abschluss noch ein paar Mythen durchgehen, die dein Kardiotraining ausbremsen können, bevor ich dir zum Schluss konkrete Empfehlungen fĂŒr die Umsetzung deines Kardiotrainings in die Praxis mitgebe.
Mythos #1 â Laufen mit Fettverbrennungspuls
Der Mythos klingt in etwa so.
Nur wenn ich langsam laufe, verbrenne ich auch Fett, denn wenn ich zu schnell laufe, verbrenne ich nur noch Kohlenhydrate.
Sehen wir uns das einmal genauer an. Wenn du oben schon einen Blick in das Video geworfen hast, bist du was das betrifft schon schlauer als der Rest.
Es geht bei diesem Mythos also um die Energiebereitstellung im Körper. Diese ist je nach IntensitÀt der Belastung unterschiedlich.
Der Mythos kommt daher, dass der relative Anteil des Fetts an der Energiebereitstellung in deiner Muskulatur bei niedriger IntensitÀt höher ist als der der Kohlenhydrate. Allerdings verbrennst du insgesamt weniger Kalorien, als wenn du dich mehr anstrengst.
Ein Beispiel.
Beim langsamen Laufen mit dem sagenumwobenen âFettverbrennungspulsâ (wo auch immer dieser liegen mag) wird die Energie zu rund 60 Prozent aus der Fett- und zu rund 40 Prozent aus der Glukoseverbrennung (Kohlenhydrate) bereit gestellt. Der Energieumsatz betrĂ€gt zirka 8 kcal pro Minute â etwa 5 kcal kommen daher aus der Fettverbrennung. Beim Laufen mit mittlerer Geschwindigkeit liegt der Energieumsatz deutlich höher â bei etwa 16 bis 18 kcal/min (je nach Körpergewicht und weiteren individuellen Faktoren des Trainierenden). Die Energie wird zu 40 Prozent aus der Fett- und zu 60 Prozent aus der Verbrennung von Kohlenhydraten geschöpft. Trotzdem werden 7 âFettkalorienâ pro Minute verbaucht (statt 5 wie beim langsamen Laufen).
Obwohl also relativ gesehen der Anteil an Fetten sinkt, steigt der Gesamtfettverbrauch und die gesamten verbrauchen Kalorien. Das macht dann vor allem auch beim Abnehmen Sinn, wofĂŒr man ja ein Kaloriendefizit eingehen muss.
Mythos #2 â Fett wird erst nach einer halben Stunde verbrannt
Schon wieder ein Mythos, der mit dem Abnehmen zu tun hat.
Scheint ein beliebtes Thema zu sein, was meinst du? đ
Auch dieser Mythos hat mit der Energiebereitstellung zu tun und ist dadurch entstanden, dass Kohlenhydrate als Energiespeicher nicht unendlich zur VerfĂŒgung stehen.
Je nach Fitnesslevel können die Kohlenhydratspeicher in der Muskulatur bereits nach einer halben Stunde oder erst nach ca. 2 Stunden zur Neige gehen. Wenn das der Fall ist und noch immer weitergelaufen wird, brauchst du entsprechend mehr Fette, um die Energiebereitstellung sicherzustellen.
Aber: Fette werden auch in Ruhe und von Anfang an auch bei jedem Lauftraining verbrannt.
Das heiĂt fĂŒr deine Trainingspraxis: SchnĂŒre dir ruhig auch mal fĂŒr einen 10-15 Minuten Lauf deine Schuhe. Auch das hat einen kleinen Trainingseffekt, du kurbelst deinen Energieverbrauch an und es bringt dir etwas in Sachen Entspannung.
Mythos #3 â Kardiotraining schadet dem Muskelaufbau
Das stimmt so sicher nicht.
Kardiotraining kann deinen Muskelaufbau sogar unterstĂŒtzen, da es dein Blut, und damit auch alle Stoffe, die du zum Aufbau der Muskeln brauchst, schneller durch deinen Körper transportiert. AuĂerdem regenerierst du durch sanftes Kardiotraining schneller und bist wieder bereit fĂŒr den nĂ€chsten Krafttrainingsreiz.
Vorsicht solltest du nur walten lassen, wenn du es mit IntensitĂ€t und Volumen ĂŒbertreibst. Dann kannst du den Muskelaufbau sabotieren, weil du einfach nicht mehr Kalorien essen kannst. Du brauchst ja, um Muskeln aufzubauen einen KalorienĂŒberschuss â musst also mehr Nahrung zu dir nehmen, als dein Körper Energie pro Tag verbraucht.
Alleine durch Training bekommst du das aber nicht hin, wie eine Studie an UltralĂ€ufern beweist. Selbst beim Laufen von rund 70 Kilometer pro Tag und das fĂŒr mehr als 2 Monate am StĂŒck
Mythos #4 â Laufen schadet den Gelenken
Auch an diesem Mythos ist nur wenig Wahres.
In erster Linie schadet Ăbergewicht den Gelenken und fĂŒhrt zu Arthrosen (zu einer umfangreichen Studie), kombiniert mit einer unausgewogenen ErnĂ€hrung. An der Uni Heidelberg wurde 2013 beispielsweise eine kleine Studie zum Thema Arthrose und Auftreten bei Profi-MarathonlĂ€ufern und Nicht-LĂ€ufern durchgefĂŒhrt. DafĂŒr wurden 20 eheÂmalige Spitzen-LĂ€ufer mit einer KontrollÂgruppe von NichtlĂ€ufern gleichen Alters, Geschlechts und Body-Mass-Index vergliÂchen. Die Studie erÂgab, dass nicht einÂmal MarathonlĂ€ufer ein höheres Risiko haÂben, an Kniegelenksarthrose zu erkranken.
Aber aufgepasst: Die Studie ergab auch, dass die Wahrscheinlichkeit, eine HĂŒftgelenks-Arthrose zu haben, bei den ehemaligen Marathonis im Gegensatz zu den âBewegungsmuffelnâ der Kontrollgruppe erhöht war (zur Studie).
Als Hobbysportler brauchst du dir darĂŒber keine Sorgen machen und ich kann dir bestĂ€tigen, dass Bewegung immer besser ist, als fortwĂ€hrend faul auf der Couch zu lĂŒmmeln. Leistungssportler, die hohe Distanzen zurĂŒcklegen, sollten speziell auf die Pflege ihres HĂŒftgelenks durch Krafttraining und Mobility Ăbungen achten.
Wenn sich einmal eine Arthrose manifestiert hat, dann kann es sein, dass rhythmische Sportarten mit weniger StoĂbelastung als das Laufen besser geeignet sind â wie zum Beispiel Schwimmen oder Radfahren.
Vor allem, wenn du auch Krafttraining als Ausgleich machst und so deinen Muskel- und Bandapparat ums Gelenk stabil hĂ€ltst, hast du mit Gelenksbeschwerden sicher kein Problem. Wenn du dann noch darauf achtest, dass du nicht verkĂŒrzt, also der Bewegungsumfang in deinem Gelenk stark eingeschrĂ€nkt ist, bist du auf einem sehr guten Weg, auch mit ĂŒber 80 Jahren noch laufen zu können.
Mythos #5 â Viel hilft viel
Ein weit verbreiteter Mythos, vor allem dann, wenn auch noch Abnehmen im Fokus steht.
Das Problem: Du bist zu Beginn ĂŒbermotiviert und möchtest alles niederreiĂen, spĂ€testens nach ein paar Wochen mit fast tĂ€glichem Training signalisiert dir dein Körper aber schon, dass es so nicht weiter geht.
Das Gegenmittel: Intelligent trainieren. Soll heiĂen: Nach trainingswissenschaftlichen Prinzipien.
Und dazu gehört auch die progressive Steigerung des Trainingsvolumens, aber eben nicht von Anfang an, sondern nach und nach, wenn sich dein Körper an die Belastung gewöhnt hat. AuĂerdem solltest du dir immer in Erinnerung rufen: Deine Leistung steigtert sich nicht beim Training, sondern innerhalb der Regenerationszeit. Rund 2 Tage Zeit zwischen deinen Einheiten zu lassen, ist gerade fĂŒr AnfĂ€nger daher eine gute Idee.
Wenn es dir also zum Beispiel darum geht, nackt gut auszusehen, reichen locker 3 x 30 Minuten Training pro Woche. Den Rest machst du ĂŒber die ErnĂ€hrung. Wie das geht erklĂ€re ich dir hier: Körperfett reduzieren â machst du einen dieser 7 kritischen Fehler?
Fazit
Du hast in diesem Artikel wirklich jede Menge ĂŒbers Kardiotraining gelernt.
ZunĂ€chst habe ich dir jede Menge Basics und Hintergrundfakten zum Herz-Kreislauf-Training mit auf den Weg gegeben. Dann haben wir uns angesehen, welche gesundheitlichen Vorteile du von regelmĂ€Ăigem Ausdauertraining hast. SchlieĂlich hast du 11 Tipps fĂŒr gute Ausdauersportarten bekommen, die du gleich mit den 10 vorgestellten Trainingsmethoden ausprobieren kannst. Damit du auf deinem Weg zum fitten Ich keine Umwege machst, bist du von mir am Ende ĂŒber 5 Mythen zum Kardiotraining aufgeklĂ€rt worden.
Du möchtest noch mehr wissen?
Dann sieh dir einmal meine Buchempfehlung dazu an: Leistung messen & steigern: Die besten Methoden aus dem Profisport â fĂŒr Ausdauer- und Krafttraining von Prof. Dr. Ingo Froböse*.
Du möchtest am liebsten auf der Stelle loslegen?
Dann möchte ich dir hier noch ein paar Tipps in die Laufschuhe stecken.
Trainingsempfehlungen fĂŒr AnfĂ€nger
Kardiotraining sollte in keinem Trainingsplan fehlen. Je nach Zeitbudget ist fĂŒr eine optimale gesundheitsfördernde Wirkung 2 bis 4 Mal pro Woche optimal. Dabei reicht es, wenn die Einheit auch einmal nur 20 Minuten dauert.
Vergiss jedenfalls nicht auf ein entsprechendes Krafttraining! Das ist nÀmlich in allen Belangen noch Wichtiger!
FĂŒr Gesundheitsbewusste, die fit werden möchten, empfehle ich 2 Mal Krafttraining und 1-2 Mal Kardiotraining die Woche. Wenn du einsteigst, reicht 2 x Krafttraining und 1 x Kardiotraining die Woche völlig aus. Denn das Krafttraining, das ich dir empfehle, wird sich fĂŒr dich teilweise sicher auch wie ein Kardiotraining anfĂŒhlen. Du machst am besten ein Ganzkörpertraining, fĂŒrs Kardiotraining wĂ€hlst du eine Sportart, die zu dir passt. SpĂ€ter kannst du dann evtl. noch eine 4 Einheit dazu nehmen.
Trainingsempfehlungen fĂŒr Fortgeschrittene
Du bist halbwegs fit und möchtest das nÀchste Level erreichen?
Kein Problem!
Wenn du es zeitlich unterbringst, kannst du 5 Trainingseinheiten die Woche einbauen und je nach Zielsetzung 3 x Krafttraining (stĂ€rker werden) und 2 x Kardiotraining oder umgekehrt (ausdauernder werden) wĂ€hlen. Auch hierbei wĂŒrde ich dir noch einen Ganzkörper Trainingsplan empfehlen. FĂŒrs Kardiotraining wĂ€hlst du eine der oben vorgestellten Sportarten, die dir auch gefĂ€llt.
FĂŒr Fortgeschrittene bietet es sich an, nach einem konkreten Trainingsplan fĂŒr z.B. einen 10 Kilometer Lauf oder Halbmarathon zu trainieren. Durch das Setzen neuer Ziele, kommt nicht so schnell Langeweile auf und es hilft dir beim Dranbleiben.
Wenn es mehr in die Kraft gehen soll, haben sich bei mir das Setzen von Skillzielen bewĂ€hrt â das macht vor allem im Bodyweight Training Sinn. Also zum Beispiel: Muscle Up beherrschen, Handstand können, Back Lever, Pistol Squat, etc.
Finale
Ok, weg vom Bildschirm, Schuhe anziehen und raus an die frische Luft:
Hol dir P.A.T. Bodyweight Training (wenn du ab sofort zuhause oder in der Natur mit dem eigenen Körpergewicht trainieren möchtest),
schnapp dir meine kostenlosen Bodyweight Training TrainingsplÀne,
beginne mit dem Laufen, oder
trainiere auf deinen ersten 10 Kilometer Lauf oder Halbmarathon hin!
Um dein Kardiotraining erfolgreich zu gestalten, achte auf folgendes:
Lege dir dein Warum zurecht!
Setze dir ein konkretes, smartes Ziel!
WĂ€hle eine Sportart, die zu dir und deinem Ziel passt!
Trainiere nach einem Trainingsplan!
Halte das Momentum aufrecht und baue Gewohnheiten auf!
GenieĂe das Erreichen deines Zieles und setze dir wieder ein Neues!
Ich wĂŒnsche dir viel SpaĂ und Erfolg dabei!
Es sind noch Fragen offen geblieben? Dann stelle sie mir gerne in den Kommentaren.














