Die öffentliche Meinung wird immer mehr polarisiert, gesteuert von Staaten und Konzernen â unter der OberflĂ€che des Sichtbaren. Was kan man

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Die öffentliche Meinung wird immer mehr polarisiert, gesteuert von Staaten und Konzernen â unter der OberflĂ€che des Sichtbaren. Was kan man

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Intelligent gesteuerte Kampagnen
Digitale Kampagnen bieten bekanntermaĂen weit mehr Möglichkeiten als analoge. Wie man sie intelligent nutzt, um eine messbar deutlich verbesserte Wirkung zu erzielen, zeigen B2C-Anbieter. Entscheidendes, messbares Kirterium ist die Konversionsrate, d.h. die Anzahl beim Rezipienten ausgelöster (Re)Aktionen im VerhĂ€ltnis zur Gesamtzahl der avisierten EmpfĂ€nger. Konkret: Wenn der Besucher einer Website darauf einen Button oder ein Bild oder Link anklickt oder der EmpfĂ€nger eines E-Mail-Newsletter ihn öffnet löst er eine Konversion aus.
Letztendlich möchten die Anbieter oder Absender ja, dass die Rezipienten etwas auf- oder abrufen, sich anmelden oder etwas bestellen. Das kommerzielle Websites jedem Nutzer in AbhĂ€ngigkeit seines frĂŒheren Verhaltens unerschiedliche Inhalte anzeigen (s. Vorreiter Amazon, Google, Facebook...), weiss so ziemlich jeder. Dass diese Personalisierung aber zum generellen Standard wird, ist vielen aber vielleicht nicht so klar. Auch bei Newslettern geht Personalisierung weit ĂŒber die persönliche Ansprache hinaus: Selbst fĂŒr jeden zugĂ€ngliche Newsletter-Tools ermöglichen heute verschiedene Inhalte, Gestaltungselemente oder Newsletter-Varianten in AbhĂ€ngigkeit des EmpfĂ€ngers. Wie die Variationen bei wem ankommen kann sogar im Live-Betrieb ĂŒberwacht und so die mit den geringsten Konversionsraten automatisch durch andere ersetzt werden, um die Wirksamkeit zu verbessern.
B2C Anbieter wissen: Kaum ein Kunde entspricht wirklich dem Durchschnitt.
Thomas Oberste-Schemmann, CRM-Director bei Douglas, hat das ausprobiert: Eine generische âOne-fits-all-âVariante diente als VergleichsmaĂstab fĂŒr einen personalisierten Newsletter: Die Category-Manager der unterschiedlichen Warengruppen sollten ihre Bestseller und Lieblingsprodukte empfehlen â und den Kunden schmackhaft machen. Die zweite Variante stellte das System automatisch(!) zusammen: Dabei konnte es aus ĂŒber 3.000 Produkten in 253 Unterwarengruppen wĂ€hlen.
Das Ergebnis ist eindeutig: Der vom System automatisch anhand der EmpfÀngerdaten individuell zusammengestellte Newsletter hatte eine um 86% höhere Konversionsrate als der nicht individualisierte!
âFrĂŒher hĂ€tten wir versucht, typische Verhaltensmuster zu erkennen, zum Beispiel ob ein Kunde eher eine Geschenkidee sucht, oder nicht. Das kann ich dank KI heute der Mathematik ĂŒberlassen. Die Maschine sagt, dass die Einkaufswahrscheinlichkeit des Kunden bei drei bestimmten Produkten besonders hoch ist. Möglicherweise stelle ich erst Monate spĂ€ter fest, dass irgendein Influencer diese drei Produkte in die Kamera gehalten hat. Ich habe keine 250 Marketingleute, die das monitoren können. Aber wir können aus den Daten direkt eine Vorhersage machen, was bei welchem Kunden gut ankommt, ohne genau zu wissen warumâ, so Oberste-Schemmann auf dem Marketing-Forum des EHI.
An die Stelle der VerhaltenserklĂ€rung tritt die permanente Optimierung der Algorithmen. Immer wieder werden die Daten ausgewertet, die Mailings auf PlausibilitĂ€t geprĂŒft und weiter verbessert. Die Installation dieses permanenten Kreislaufs beschreibt der Douglas-CRM-Director als gröĂte Herausforderung in der Transformation des Marketings hin zu mehr KI. Personell Ă€ndert sich fĂŒr ihn allerdings nicht all zu viel. âIch brauche den Datenversteher und den BauchgefĂŒhl-Marketer. Ich will das gar nicht in einer Person verschmelzen.â, fasst der Analytics-Chef zusammen. âDie Daten und die Maschine leisten die Vorarbeit, die Marketer und ihr BauchgefĂŒhl das Finetuningâ, beschreibt der CRM-Chef die Aufgabenteilung zwischen den beiden Akteuren. Und letzteres gilt umso mehr in der aktuell laufenden zweiten Phase, wo Inhalte und Stories den Mailings hinzugefĂŒgt werden. âDa fehlt es mitunter an Metadaten und Tags, um sie gut automatisch zuordnen zu könnenâ, sagt Oberste-Schemmann. Auch hier legen die Marketer Hand an. Allerdings hofft er schon, dass das in Zukunft einfacher wird und die Maschine auf Dauer weniger menschliche UnterstĂŒtzung benötigt.
[Vgl. MEEDIA vom 25.11.2019, https://meedia.de/2019/11/25/es-gibt-keinen-durchschnittskunden-wie-douglas-sein-newsletter-marketing-mit-ki-aufpeppt/]
E-Lobbying und Internet in Themenkampagnen
Video zur Vorlesung zur Einfuehrung in den Einsatz von Social Networks in politischen Themen-Kampagnen von Alan Rosenblatt vom Center for American Progress Action Fund , den er Anfang des Jahres an der American University in Washington gehalten hat. [Hinweis von Marco Althaus]