Ich hab gehört er macht weiter. Ich bin froh darum, denn es bedeutet, er wird nicht mehr hinter mir her sein. Keine Anrufe, keine Nachrichten, kein anderen Leute mehr nach mir fragen. Und es ist gut so, irgendwie. Doch trotzdem tut es weh. Nicht das er weiter macht, denn er ist mir egal. Es tut weh, dass der Mensch der mich wieder in diese Abgründe gezogen hat, weiter macht. Der Mensch, wegen dem es mir wieder geht wie damals. Ich war da raus, es ging mir gut. Und dann hat er mich zurück gezogen. Es tut weh, dass er ruhig schlafen kann und ich nicht. Ich habe Angst, jede Nacht. Ich kann nicht schlafen und selbst wenn, dann will ich nicht. Weil die Träume wieder kommen. Jede Nacht. Ich sehe ihn jede einzelne Stunde der Nacht, in der meine Augen zu sind. Ich spüre die Schmerzen. Wie es mich innerlich zerreißt, wie es mich äußerlich zerreißt. Wie er keucht, den Alkohol im Atem. Wie mein ‘nein’ übergeht zu ‘du tust mir weh’, wie es ihm egal ist. Und wie er am nächsten Tag nicht mehr weiß, was passiert ist. Es ist mir egal, ob er weiter macht. Aber ich kann es nicht. Ich weiß was passiert ist. Jede Nacht erinnert daran, jeder Traum. Wenn ich Männern begegne, die ihm ähnlich sehen. Wenn jemand kleine Bewegungen macht, die er gemacht hat. Dann erinnert es mich daran, was er getan hat. Ich bin die, die Tabletten schluckt. Ich bin die, die Stunden unter der Dusche weint und versucht, das dreckige Gefühl ab zu waschen. Ich bin die, die den Schmerz immer noch spürt. Nicht er. Er hat es vergessen. Mich wird es immer verfolgen.