#teamginalisa
Ich frag' mich, wie die ganzen Feministen sich jetzt fĂŒhlen, die vor ein paar Monaten noch ĂŒberall #teamginalisa durch die Gegend gebrĂŒllt haben.

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I wanna break someoneâs fucking neck. Gina-Lisa was found guilty for false accusation...WHY DOES THIS WOMAN NOT GET JUSTICE FOR WHAT HAPPENED TO HER?!?! THEREâS LITERALLY A FUCKING VIDEO!!!!! and now one of the guys plays the victim, talking about how he lost his job and has to deal with so much hate and how heâs such a poor little puppy. There was another woman confirming that what happened to Gina-Lisa happened to her as well and Gina is the bad one in all of this?!?!?! HOW DOES THAT MAKE SENSE?! I literally wanna punch someone in the face right now
Allemagne : 1 200 femmes auraient été agressées à Cologne, certaines par plusieurs hommes
Allemagne : 1 200 femmes auraient été agressées à Cologne, certaines par plusieurs hommes
Fuite dâun document de la police sur le jour de lâan Ă Cologne : 2000 hommes ont agressĂ© 1200 femmes :Â
âLa police Ă©value Ă 2 000 le nombre dâagresseurs Ă Cologne et Hambourg la nuit de la Saint-Sylvestre. JusquâĂ prĂ©sent, les faits ont Ă©tĂ© rarement jugĂ©s.â
En rĂ©alitĂ©, que les agressions aient Ă©tĂ© commises par un individu ou un groupe, il y a eu peu de condamnations. Pourtant, ces derniĂšresâŠ
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"Non, c'est non !" - LâAllemagne bouleverse sa dĂ©finition lĂ©gale du viol
âNon, câest non !â â LâAllemagne bouleverse sa dĂ©finition lĂ©gale du viol
#Cologne  #Allemagne â Une loi pour « mieux protĂ©ger les femmes ».Â
Sept mois aprĂšs les agressions de Cologne, le lĂ©gislateur allemand va combler les lacunes du code pĂ©nal. Une agression sexuelle sera dĂ©finie par lâabsence de consentement, et plus seulement par la contrainte :
« Tout acte sexuel commis contre la volontĂ© identifiable dâune autre personne » devrait devenir une infraction pĂ©nale.Â
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CC BY-NC-SA 4.0 by Theresa Kalmer
Das Problem ist doch, dass ich ĂŒberhaupt in die Lage versetzt werde, widersprechen zu mĂŒssen. Ich will nicht in einer Gesellschaft leben, in der Menschen der Auffassung sind, meinen Körper als Objekt ihrer sexuellen Begierde einfach benutzen können. Ich will gefragt werden. Ich will es gut finden, was mit meinem Körper geschieht. Ich will, dass Handlungen und vor allem sexuelle Handlungen konsensual ablaufen. Ich will einverstanden sein.
Gehtâs noch? â Deutschland diskutiert ĂŒber den Fall Gina-Lisa Lohfink und Theresa reicht es, denn ein âNeinâ ist schon viel zu spĂ€t!

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TW: Am 7. Juli 2016 entscheidet der Bundestag ĂŒber die Reform des Sexualstrafrechts.- Doch brauchen wir tatsĂ€chlich eine Reformierung?
Am 7. Juli wird im Deutschen Bundestag unter Tagesordnungspunkt 5 die zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs einer Ănderung des Strafgesetzes â zur Verbesserung des Schutzes der sexuellen Selbstbestimmung beraten, den, von der Fraktion DIE LINKE eingebrachten Entwurfs einer ⊠ zur Ănderung des Sexualstrafrechts, des von der Fraktion BĂNDNIS 90/DIE GRĂNEN eingebrachten Entwurfs eines ⊠Gesetzes zur Verbesserung des Schutzes vor sexueller Misshandlung und V*rg*w*lt*g*ng. DarĂŒber wird anschlieĂend der Ausschuss fĂŒr Recht und Verbraucherschutz eine Beschlussempfehlung abgeben, und die Abgeordneten werden das neue Gesetz beschlieĂen.
Schon bei der ersten Lesung am 28. April waren sich Redner*innen aller Fraktionen einig, dass der strafrechtliche Schutz der sexuellen Selbstbestimmung dem Grundsatz âNein heiĂt Neinâ folgen solle.Â
Auf der Seite des Deutschen Bundestages können die schon veröffentlichten GesetzesentwĂŒrfe nachgelesen werden: http://www.bundestag.de/dokumente/tagesordnungen/tagesordnung-183/295952
Die Debatte im Bundestag kann am 7. Juli per Livestream von 11-12 Uhr verfolgt werden: http://www.bundestag.de/tv
Der Ănderungsantrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD zu dem Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Ănderung des Strafgesetzbuchs â Verbesserung des Schutzes der sexuellen Selbstbestimmung liegt seit gestern Abend vor und kann hier nachgelesen werden: http://blog.wawzyniak.de/wp-content/uploads/2016/07/186236-%C3%84A-Koa-sexuelle-Selbstbestimmung.pdf
âDie Koalition hat ihr umstrittenes Vorhaben nachgebessert, sexuelle Ăbergriffe aus Personengruppen heraus gesondert unter Strafe zu stellen und das Ausweisungsrecht bei AuslĂ€nder*innen nach entsprechenden Taten zu verschĂ€rfen.
Im entsprechenden Ănderungsantrag, der am Mittwoch im Rechtsausschuss beschlossen werden soll, heiĂt es nun, strafbar mache sich nur, âwer eine Straftat dadurch fördert, dass er sich an einer Personengruppe beteiligt, die eine andere Person zur Begehung einer Straftat an ihr bedrĂ€ngtâ und aus dieser Gruppe heraus sexuelle Nötigungen oder BelĂ€stigungen begangen werden.
Der Entwurf stellt nun klar, dass TĂ€ter*innen âmindestens billigend in Kauf nehmen, dass aus der Gruppe heraus Straftaten begangen werdenâ. BloĂe Ansammlungen von Menschen seien nicht erfasst, weshalb sich niemand strafbar mache, der etwa in einer ĂŒberfĂŒllten U-Bahn mitfahre, in der ein*e TĂ€ter*in sexuell ĂŒbergriffig werde.â(Quelle: Tagesspiegel)
Anfang des Jahres, nach Bekanntwerden der Verbrechen in der Silvesternacht, waren wundersameweise plötzlich alle aufgerĂŒttelt und sich einig, dass sexualisierte Gewalt nicht straflos bleiben darf. Unter anderem wurde die Reform unseres völlig veralteten Sexualstrafrechts endlich aus der Schublade geholt, wo sie zuvor verstaubte, obwohl Betroffene, Betroffenenorganisationen, FachverbĂ€nde, NGOs und Aktivist*innen seit langer Zeit auf die erforderliche Beseitigung der SchutzlĂŒcke pochten.
Inzwischen ist einige Zeit vergangen, und den Verfechter*innen des Rechtes auf sexuelle Selbstbestimmung schlÀgt wieder ein starker Wind entgegen. Den Verfechter*innen eines gerechten Sexualstrafrechtes wird wieder offen mit Hass begegnet, sie werden öffentlich verhöhnt und diffamiert.
Zur Erinnerung: Die Debatte zur VerschĂ€rfung des Sexualstrafrechts ist kein Krieg zwischen den Geschlechtern. Es geht um consentculture oder rapeculture. Wir wollen in einer Welt leben, in der âNeinâ als âNeinâ gilt, in der TĂ€ter*innen angemessen bestraft und das Verbrechen verachtet wird, anstatt weiterhin TĂ€ter*innen zu schĂŒtzen und Betroffene allein lassen. Betroffene sollen keine Angst mehr davor haben, Sexualstraftaten zur Anzeige zu bringen, ihnen soll zugehört werden. Wie bei jedem anderen Verbrechen, soll den Betroffenen zunĂ€chst geglaubt werden, anstatt von vornherein ihre Aussagen in Frage zu stellen.Â
Vergessen wir nicht, dass die VerschĂ€rfung des Sexualstrafrechts kein Akt des guten Willens oder der Barmherzigkeit seitens des Bundestages ist. Vielmehr ist die seit Jahren ausstehende Ratifizierung der Istanbul-Konvention erforderlich, die bereits vor fĂŒnf Jahren unterzeichnet wurde, deren Ratifizierung vom Europarat zwischenzeitlich angemahnt wurde:
Bereits am 11. Mai 2011 beschloss der Europarat die Istanbul-Konvention. Diese Ăbereinkunft richtet sich gegen Gewalt an Frauen. Neben PrĂ€vention und Opferschutz setzt sie auf die Strafverfolgung der TĂ€ter*innen. Deutschland hat das Abkommen bis heute nicht ratifiziert.
Die Istanbul-Konvention verpflichtet die Staaten unter anderem dazu, Gesetze zu verabschieden, nach denen Gewalt gegen Frauen bestraft wird. Wo es entsprechende gesetzliche Vorgaben nicht gibt, mĂŒssen sie laut Konvention eingefĂŒhrt werden. Ebenso soll dafĂŒr gesorgt werden, dass Strafverfolgung tatsĂ€chlich stattfindet.Â
Damit Betroffene sexualisierter Gewalt besser durch das Strafrecht geschĂŒtzt werden, muss unmissverstĂ€ndlich gelten: Wer sich beim Sex ĂŒber den Willen anderer hinwegsetzt, macht sich der V*rg*w*lt*g*ng schuldig.
Konsent bedeutet: nur âjaâ heisst âjaâ. Alles andere ist nicht einvernehmlich.
Es ist passiert
Wenn weiĂe (vermutlich) heterosexuelle und damit privilegierte Ă€ltere Herren Gina-Lisa Lohfink der LĂŒge bezichtigen und sie verhöhnen, dann freue ich mich fĂŒr diese Ă€lteren Herren. Weil sie vermutlich bisher in ihrem Leben kein Opfer einer Vergewaltigung wurden und es wahrscheinlich auch nicht mehr werden. Sonst wĂŒrden sie wahrscheinlich anders sprechen.
Die Tatsache, dass es weniger angezeigte Vergewaltigungen gibt, als uns die Brigitte weismachen möchte, wie Herr Fischer schreibt, liegt an Menschen wie, nunja, Herr Fischer.
Angenommen, mir wĂ€re das auch passiert, ein bisschen anders, aber sehr Ă€hnlich und ich hĂ€tte nein gesagt, aber die beteiligten MĂ€nner hĂ€tten nicht aufgehört und ich hĂ€tte dann weiter machen lassen, aus GrĂŒnden, aber nicht weil ich das gewollt hĂ€tte. Was wĂ€re geschehen, hĂ€tte ich das angezeigt? WĂ€re das Gleiche passiert wie bei Gina-Lisa oder nicht, weil ich kein Trash-TV-Starlet bin, mit gemachten BrĂŒsten? HĂ€tte mir der/die RichterIn geglaubt, die Staatsanwaltschaft? Denn ich hĂ€tte ja angeblich nein gesagt, aber weiter machen lassen. HĂ€tten das die von mir beschuldigten MĂ€nner nicht auch gesagt? Sie hat ja weiter machen lassen. Sie hat vielleicht nein gesagt, aber eher nicht (wenn nicht gefilmt wurde, steht ja Aussage gegen Aussage, zwei gegen eine) aber sie hat ja weiter machen lassen (ich schreibe weitermachen lassen, denn der Sexualakt wĂ€re so Ă€hnlich gewesen, wie in dem Video von Gina-Lisa, nĂ€mlich passiv, empfangend, daliegend, eben nicht engagiert bei der Sache). Was wĂ€re passiert, hĂ€tte ich das angezeigt, nachdem ich mir lange noch danach und immer noch wieder einmal die Schuld gegeben hĂ€tte an dieser Sache.
WĂ€re ich kein richtiges Opfer gewesen, weil ich nicht ahnungslos auf dem Nachhauseweg in einem dunklen Park ĂŒberfallen worden wĂ€re? Sondern weil ich betrunken gewesen wĂ€re und ich bei einem ausgelassenen Abend diese MĂ€nner kennengelernt hĂ€tte und ich doch hĂ€tte wissen mĂŒssen, dass es der Fall sein hĂ€tte können, dass mein Zustand hĂ€tte ausgenutzt werden können, indem ich mich schlieĂlich befunden hĂ€tte? Weil ich mir nichts gedacht hĂ€tte, als ich sie in die Wohnung begleitet hĂ€tte, sie mir noch mehr zu trinken gegeben hĂ€tten, obwohl man das doch wissen mĂŒsste, auch wenn niemand zuvor ĂŒber Sex auch nur ein Wort verloren hĂ€tte. Weil es doch zwischen MĂ€nnern und Frauen eine un- und ausgesprochene Vereinbarung der sexuellen Möglichkeit gibt (bei Gina-Lisa gab es anscheinend bereits vorher nach Angaben am vorherigen Abend Geschlechtsverkehr mit einem der Herren, aber das bedingt nicht unbedingt ein Einvernehmen am Folgetag).
Der betroffene Pardis F. beklagt nun, dass sein Leben ruiniert ist. NatĂŒrlich, denn hĂ€tte Gina-Lisa die beiden nicht der Vergewaltigung beschuldigt, wĂ€re in dem Film alleine sie verlacht und verurteilt worden, als Schlampe, die sich eben hat filmen lassen. Weil sich Schlampen beim Sex filmen lassen. Ein zutreffendes Frauenbild, dass so immer wieder durch alle Gesellschaftsschichten kolportiert wird. Wenn solche Videos entstehen, wer ist dann die Dumme? Das MĂ€dchen, die Frau (oder aber auch das mĂ€nnliche Opfer). Wer fickt, ist es nicht. Es ist der oder diejenige, der/die gefickt wird. Der Gefickte ist das Opfer, so heiĂt es in der Popkultur, im Rap, in der Umgangssprache der Jugendlichen.
Ăbrigens: HĂ€tten er und Sebastian C. das Filmchen nicht versucht zu verkaufen, oder nicht zumindest an seine Freunde verschickt, wĂ€re das wohl gar nicht passiert. Das am Rande. Er empört sich darĂŒber, dass Gina-Lisas Karriere nicht zerstört wurde und dass sie nach wie vor Angebote erhalte.
Dass der Schuss nun nach hinten losging und die beiden MĂ€nner das nicht antizipieren konnten â zeugt das nun von schlichter Dummheit oder von absoluter Arroganz? NĂ€mlich dass sie als MĂ€nner ja gar nicht zur Zielscheibe der Gesellschaft werden können, wenn es um ImageschĂ€digung durch Sex geht, das aber nun doch passiert ist. Das ist ein Paradebeispiel des indirekten Victim Blamings.
Und da greift wieder dieser ausgelutschte Aussage, bei der es mir hochkommt und ob deren ErwĂ€hnung ich so dermaĂen angeödet bin, weil ich sie seit meiner frĂŒhesten PrĂ€pubertĂ€tsjahre hören muss, dass ich es am Liebsten lassen wĂŒrde, wenn sie nicht immer noch der Wahrheit entsprechen wĂŒrde: MĂ€nner sind tolle Hechte, Frauen Schlampen (oder eben die Gefickten; ich entschuldige mich fĂŒr diese VulgaritĂ€t).
Frauen und MĂ€dchen werden beschuldigt fĂŒr das, was ihnen passiert. Das fĂ€ngt bei den Eltern an, die ihren Töchtern verbieten, kurze Röcke zu tragen, das hört auf bei einem Richter, der eine Kolumne fĂŒr eine groĂe Wochenzeitschrift schreibt und der vage andeutet, dass es nicht verwunderlich ist, wenn eine Frau die mit dem Vorzeigen-von-dicken-SilikonbrĂŒsten als Sexobjekt gesehen wird.
Angenommen, mir wĂ€re das auch passiert, ein bisschen anders, aber sehr Ă€hnlich und ich hĂ€tte nein gesagt, aber die beteiligten MĂ€nner hĂ€tten nicht aufgehört und ich hĂ€tte dann weiter machen lassen, aus GrĂŒnden, aber nicht weil ich das wollte. Was wĂ€re geschehen, hĂ€tte ich das angezeigt? WĂ€re das Gleiche passiert wie bei Gina-Lisa oder nicht, weil ich kein Trash-TV-Starlet bin mit gemachten BrĂŒsten?
HĂ€tte mir der/die RichterIn geglaubt, die Staatsanwaltschaft? Denn ich hĂ€tte ja angeblich nein gesagt, aber weiter machen lassen. HĂ€tten das die von mir beschuldigten MĂ€nner nicht auch gesagt? Sie hat ja weiter machen lassen. Sie hat vielleicht nein gesagt, aber eher nicht (wenn nicht gefilmt wurde, steht ja Aussage gegen Aussage, sogar zwei gegen eine) aber sie hat ja weiter machen lassen. WĂ€re ich kein richtiges Opfer, weil ich nicht ahnungslos (und am besten noch nĂŒchtern) auf dem Nachhauseweg in einem dunklen Park ĂŒberfallen worden wĂ€re, sondern weil ich betrunken gewesen wĂ€re und ich doch hĂ€tte wissen mĂŒssen, dass es der Fall sein könnte, dass das ausgenutzt wird? HĂ€tten nicht alle um mich herum insgeheim von mir gedacht, ich wĂ€re eine Schlampe? Sex mit Fremden und dann auch noch mit zwei MĂ€nnern!
Das sind Szenarien, die durchaus vorstellbar sind. Man muss nur diesen aktuellen Fall der Gina-Lisa Lohfink anschauen. Und hier gibt es ja sogar noch ein Video, dass dieses Nein aufgezeichnet hat. Welche Frau möchte unter solchen UmstĂ€nden eine Anzeige machen? Wenn selbst eine Videoaufnahme, in der eine Frau mehrmals âHör aufâ sagt, der Falschbeschuldigung bezeichnet wird. Was habe ich als Frau fĂŒr eine Chance vor Gericht, wenn ich nein sage, der Geschlechtsverkehr dennoch weitergeht und zwei MĂ€nner etwas anderes behaupten als ich?
Der Stanford-Student und erfolgreiche Schwimmer Brock Turner hĂ€tte es doch dann auch wissen mĂŒssen, dass er eventuell zu einem Vergewaltiger werden könnte, wenn er Alkohol trinkt. Stattdessen wird er von seinem Vater als Opfer bezeichnet, [whose] life has been deeply altered forever [...]. He will never be his happy go lucky self with that easy going personality and welcoming smile. His every waking minute is consumed with worry, anxiety, fear and depression. [...] His life will never be the one that he dreamed about and worked so hard to achieve[...] Das Opfer hingegen, wurde von Turners Anwalt gefragt, ob es sich als ein Party Animal bezeichnet habe und warum sie ĂŒberhaupt auf die Party gegangen sei. Vielleicht, weil sie es wollte, im Krankenhaus aufzuwachen, mit welken BlĂ€ttern und Dreck in ihren Haaren, vom Boden neben den MĂŒlltonnen, auf dem sie wenige Stunden zuvor lag, unter Brock Turner, der behauptete, sie hĂ€tte das so gewollt, weil sie seinen RĂŒcken getĂ€tschelt hĂ€tte. Turner hat ĂŒbrigens sechs Monate bekommen.
Und ferner, sollte es nicht eine Voraussetzung sein, beim Geschlechtsverkehr fĂŒr einen Augenblick innezuhalten und sein GegenĂŒber zu fragen, ob alles in Ordnung ist, wenn dieses mehrmals hintereinander âHör auf!â sagt? Die BemĂŒhungen verschiedener US-Colleges, nonkonsensualen Sex zwischen den Studierenden zu verhindern, werden oft noch belĂ€chelt und kritisiert. Dabei ist es doch selbstverstĂ€ndlich, jemanden zu fragen, ob er oder sie einen sexuellen Verkehr auch wirklich möchte. Das gebĂŒhrt der Respekt vor seinem Mitmenschen, gleich welchen Geschlechts. Das Argument, dass die erotische Stimmung und Leidenschaft verloren gehen wĂŒrde, wĂŒrde man jemanden wĂ€hrend des Aktes fragen, ob er auch einverstanden ist damit, was man da gerade macht, ist fĂŒr mich hinfĂ€llig. Bei einem sexuellen Akt sollte man auf sein GegenĂŒber eingehen, egal, ob es sich dabei um einen One-Night-Stand handelt oder um den geliebten Ehepartner. Das hat etwas mit Moral zu tun.
In dem besagten Clip, in dem Gina-Lisa âHör aufâ sagt, wird nicht innegehalten. Es wird weitergemacht und das macht mich traurig.
Jeder Mensch, der halbwegs Empathie verspĂŒrt und nicht nur im Vermögen ist, seine eigenen Erlebnisse als Richtschnur zu verwenden, wird der Meinung sein, dass die Dunkelziffer der Vergewaltigungsopfer um ein Vielfaches höher ist, als die tatsĂ€chliche Anzahl der angezeigten Vergewaltigungen. Fernab dessen spielt jedoch auch noch die Rolle des Alkohols und dessen Einfluss auf die EntscheidungsfĂ€higkeit eine wichtige Rolle. Auch diesem generellen Problem, das Alkohol in unserer Gesellschaft ist, wird zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, ein Artikel diskutiert diese Thematik.
Ăbrigens: Niemand spricht MĂ€nnern ab, dass sie Opfer von Gewalt welcher Art auch immer sind und werden. Es geht nicht um das Schlechtmachen der MĂ€nner per se, wie man oft von MĂ€nnern hört, die Menschen wie mich, die sich darĂŒber Ă€uĂern, als Feminazis beschimpfen. Es geht nicht um MĂ€nnerhass. Es ging nie um MĂ€nnerhass. MĂ€nner sind in diesem System nicht nur TĂ€ter, sondern auch die Opfer. Es ist ein System das wirkt und zum Thema hat dies die Dokumentation âThe Mask You Live Inâ, die momentan auf Netflix zu sehen ist. âThe Mask You Live Inâ fordert ein Umdenken in der Erziehung von Jungen und MĂ€dchen. Vergewaltigungen entstehen durch einen Mangel an Liebe und FĂŒrsorge und durch feste und unverrĂŒckbare Rollenbilder, wie sich MĂ€nner und Frauen angeblich zu verhalten hĂ€tten. Die sogenannten Bro-Codes von College-FraternitĂ€ten, die zu uns aus den amerikanischen Staaten ĂŒbergeschwappt sind, sind ein Beispiel eines Reglements, dass sowohl deren Mitglieder, als auch die daraus entstehenden Opfer auĂerhalb dieser Peergroups massiv und nachhaltig schĂ€digt.
Fast jeder der Millennialgeneration kennt den Ausspruch âBros before hoesâ. Was in der Popkultur fest verankert ist und auch Frauen fĂŒr sich zu adaptieren versuchen und dabei jedoch scheitern (âSisters before mistersâ; Es ist hier vielleicht noch anzumerken, dass âmisterâ eine Höflichkeitsanrede fĂŒr den Mann ist und âhoeâ hingegen eine despektierliche Bezeichnung einer Prostituierten.), beschreibt eine fatale Wirkung, die diese harte Geschlechtertrennung mit sich bringt. In der bereits oben genannten Dokumentation spricht Dr. Michael Kimmel dazu Folgendes: Basically what you have on college campuses is young men desperate to prove their masculinity. [...] So you get both horizontal solidarity with your bros and hierarchy, men are superior to women. The most important dicta of the bro code.
Einige Minuten frĂŒher Ă€uĂert sich Dr. Caroline Heldman: We raise boys to become men whose identity is based on rejecting the feminine and then weâre suprised when they donât see women as being fully human. So we set them up. We set boys up to grow into men who disrespect women at a fundamental level, and then we wonder why we have the culture that we have.
Die Trennung Wir (bros) und die (hoes) lĂ€sst eine Feindseligkeit entstehen, die den NĂ€hrboden fĂŒr Gewalt sowohl zwischen MĂ€nnern als auch gegenĂŒber Frauen schafft. Denn selbst wenn ein Mann diese Gewalt gegenĂŒber Frauen ablehnt, so muss er den sozialen Ausschluss aus seiner Peergruppe erwarten, sollte er sich gegen diese Ansichten auflehnen. Das kann fĂŒr diesen Mann unter UmstĂ€nden schwerwiegende Probleme mit sich bringen, darunter auch den Verlust seiner Karriere, da viele und gar die meisten wirtschaftlichen Netzwerke genau auf dem Fundament dieser Bro-MentalitĂ€t, den MĂ€nnerbĂŒnden, gebaut sind, die es nicht erst seit Neuestem gibt, sondern seit Jahrhunderten. Und so wird, wenn nicht aktiv verletzt, bewusst verschwiegen, was der Abwertung der Frauen logischerweise zuspielt.
Die Gewalt und der Hass, nicht nur den Frauen gegenĂŒber, werden uns seit Generationen ĂŒber die Erziehung mitgegeben. Klar, deutlich und absolut wahr beschreibt das Arno Gruen in seinem Buch âDer Verlust des MitgefĂŒhls â ĂŒber die Politik der GleichgĂŒltigkeitâ Unsere Welt ist gezeichnet von Vernunft und AutoritĂ€t. Empathie und der Ausdruck von GefĂŒhlen werden entweder ins LĂ€cherliche gezogen oder als (weibliche und daher zu unterlassende) SchwĂ€che deklariert. Wir lernen (insbesondere die Jungen), unsere GefĂŒhle zu unterdrĂŒcken. Etwas, was fĂŒr uns als Menschen fatal ist, zeichnen wir uns doch durch eben diese GefĂŒhle als Menschen ĂŒberhaupt erst aus. Der daraus resultierende Schmerz und die Abgegrenztheit zu den eigenen GefĂŒhlen, die dabei entsteht, finden ihren Ausdruck in Hass, Empathielosigkeit und UnverstĂ€ndnis.Â
Solange wir nicht verstehen wollen, dass es in Ordnung ist, SchwĂ€che zu zeigen, dass es in Ordnung ist, nicht auszureichen und nicht zu können, werden wir in einer Welt des Hasses wohnen bleiben. Es ist schwierig, sich von diesen Mustern zu lösen, die man bereits als Kind erlernt hat. Es ist jedoch von essentieller Bedeutung, dass sich gegenwĂ€rtige und zukĂŒnftige Eltern und alle Mitmenschen bemĂŒhen, ihren Kindern ein wĂŒrdiges Leben, nĂ€mlich dem Ausdruck der eigenen GefĂŒhlswelt bestimmten, zu ermöglichen. Das mag wie eine Utopie klingen, aber die Hoffnung daran darf nicht sterben.
mit ârebel girlâ als soundtrack verlasse ich nun die #teamginalisa demo. danke an alle, die noch ausharren können. đâ