Ende März 2019
Wir checken ein, wir checken aus, aber wir wissen nicht genau, wieso
Wir sind für zwei Tage in Amsterdam und haben uns dafür ein 48-Stunden-Ticket für den Amsterdamer ÖPNV gekauft. Es handelt sich um zwei Papiertickets mit irgendeiner Art Chip. Diesen hält man dann beim ersten Einstieg an ein Lesegerät und ab diesem ersten Einchecken ist die Karte dann gültig. Wir werden dazu ermahnt, die Karten immer auch beim Aussteigen zu scannen.
Die Straßenbahnen sind so eingerichtet, dass man an genau zwei Türen nur ein- und an allen anderen nur aussteigen kann. Beim Einsteigen halten wir die Karten an das Gerät und hören einen Signalton. Beim Aussteigen hört man einen ähnlichen Signalton, als wir die Karte an das Lesegerät halten.
Es gibt leider keine Information, die erklärt, warum man nach dem ersten Einchecken überhaupt noch Scannen muss, schließlich handelt es sich um ein Zwei-Tagesticket und eigentlich sollte dementsprechend nur der Zeitpunkt des allerersten Eincheckens überhaupt interessant sein. Das Scannen beim Einsteigen verstehe ich noch, dies könnte auch als Hinweis für den Schaffner bzw. den Zugbegleiter sein, dass man ein gültiges Ticket hat, ähnlich dem Vorzeigen des Fahrausweises in vielen deutschen Bussen. Tatsächlich gibt es in jeder Straßenbahn nicht nur den Straßenbahnfahrer, sondern eine Serviceperson an einer kleinen Theke an der hinteren Einsteigetür.
Warum man aber mit einem Tagesticket auch beim Aussteigen die Karte scannen muss, können wir uns nicht erklären. Statistische Zwecke? Erziehungsmaßnahmen?
In einem Blog finde ich später einen Erfahrungsbericht, in dem erzählt wird, dass geheimen Informationen eines Straßenbahnfahrers zufolge das Auschecken tatsächlich nicht nötig ist. Wir haben es trotzdem gemacht. Sicherheitshalber. Und für den Fall, dass die Information wichtig ist für die Amsterdamer Verkehrsplanung.
(Anne Schüßler)
















