System Arbeit
»… Einsparungen und Verschlankungen bedeuten nur, weniger mit weniger zu leisten. Re-engineering bedeutet dagegen, mehr mit weniger zu leisten.«
(Sennett, Richard; Der flexible Mensch; Â S. 61)
Als Arbeitgeber aber auch als Planer*in sollte man sich bewusst sein, dass weniger nicht unbedingt immer mehr sein muss. Die Geschäftstrategie mit Hochdruck das Unternehmen zu verschlanken um somit Personal einzusparen, ist fragwürdig. Weniger Arbeitskräfte führen zu mehr Arbeit. Die Produktivität sinkt dadurch. Dass das negativ auf die Produktivität der Unternehmen Auswirkungen hat zeigt auch eine Studie aus Amerika:
„Die AMA fand heraus, daß wiederholte Entlassungswellen zu »niedrigeren Gewinnen und sinkender Produktivität der Arbeitskräfte« führte; die Wyatt-Studie kam zum Ergebnis, daß »weniger als die Hälfte der Unternehmen ihr Ziel bei der Kostensenkung erreichte; weniger als ein Drittel steigerte die Gewinne«, weniger als ein Viertel steigerte seine Produktivität.Die Gründe für dieses Scheitern erklären sich zum Teil von selbst: Arbeitsmoral und Motivation der Arbeitskräfte sanken im Laufe der verschiedenen Entlassungswellen rapide ab. Die verbliebenen Arbeiter warteten eher auf den nächsten Axthieb, als ihren Sieg im Konkurrenzkampf über die Gefeuerten zu genießen.“
(Sennett, Richard; Der flexible Mensch; Â S. 62-63)
Die Arbeitnehmer müssen vor solchen wilden Geschäftsstrategien geschützt werden. Außerdem muss vom Arbeitgeber flexible Arbeitsverträge in einer sich immer schneller wandelnden Arbeitswelt geben.
In unserer schnellwandelnden Welt muss der Mensch flexibel sein, sich an verschiedenen Krisen anpassen können und gleichzeitig dabei. Die Arbeit in der Stadt der Zukunft hat immer einen größeren Stellenwert. Vor allem jetzt wo Arbeit und Wohnen an einem Ort verschmelzen.
Die Gebäude müssen in der Zukunftsstadt flexibel und modular sein. Durch die Corona Krise aber auch durch den Klimawandel beschleunigt sich die Entwicklung der Menschen. Ein kleines Beispiel: Autowerkstätten sind heute noch sehr gefragt, aber wie sieht es in 40 Jahren aus? Besitzen wir in 40 Jahren noch eigene Autos? Wenn eine Autowerkstatt modular und flexibel entworfen wird, könnte man sie in 40 Jahren anderweitig nutzen und müsse sie nicht abreißen. Ähnliches gilt auch für die Freiraum. Es ist wichtig vor allem auch wichtig konsumfreie Freiräume zu gestalten, Freiräume in denen Menschen miteinander interagieren können.











