Stimmung des Tages - Sieh was ist
Ich versuche sehr, mich beim Yoga zu entspannen. Wenn die Mediation beginnt, versuche ich an nichts zu denken. Leider geht es mir so wie vielen anderen auch. Ich bekomme das nicht hin. Ich möchte so gern. Aber ich möchte auch so gern etwas essen, zum Beispiel. Das geht so: Ich denke ans FrĂŒhstĂŒck danach, an das KĂ€sebrötchen und den Nutella-Toast. Schnell muss ich meine Gedanken korrigieren. SchlieĂlich ist veganes Essen viel besser fĂŒr den Körper. Und Zucker sollte man weglassen. Da es mich ohnehin in dem einen oder andern Gelenk zwickt, sollte ich endlich aufhören Milchprodukte zu mir zu nehmen. Was mich wieder an das Jucken in meinem Knöchel denken lĂ€sst. So lĂ€sst sich das unendlich fortfĂŒhren. Und wĂ€hrend ich wieder versuche mein Mantra im Geiste zu denken, und nur das Mantra, fĂ€ngt mein Mattennachbar an zu schnarchen.
Es gibt aber ein Mantra, das mir einmal mitgegeben wurde: Sieh was ist, sieh was nicht ist, finde den richtigen Weg. Die Stimmung des Tages ist: Zu sehen was ist, erfordert Mut. Mut und Kraft. Ich muss mich mit dem konfrontieren, was nicht ist, den Schleier lĂŒften, klar sehen, klarer sehen. Ich glaube nicht an den einen richtigen Weg. Aber ich glaube dass es hilft zu gehen, wenn ich sehen kann. Dann kommt man besser vorwĂ€rts.
Nicht dass mich dieses Mantra in den Schlaf bringen wĂŒrde. Ob ich sehe, oder nicht â mein Knöchel juckt noch immer und ich hab Hunger. Aber es begleitet mich auf meinem Weg.











