Wie man als Vertriebler seine Geschäftskontakte vervielfacht
Seit ich ins richtige Berufsleben eingestiegen bin, ist meine Büroadresse für Holz-SPAM interessant. Viele IT-Firmen glauben, dass ich derjenige bin, der ohne ihre Produkte nicht leben kann und schreiben mir herzzerreißende Serienbriefe.
Serienbriefe sind nun Dinge, die man beim VHS-Kurs "Microsoft WORD in der Praxis" lernt und die bis heute zu einem nicht abreißenden Strom an Kaffeeuntersetzern Informationsmaterial führen. Leider ist WORD augenscheinlich das einzige, was die betreffenden IT-Vertriebler können.
Eine automatisierte Datenübernahme beim Wechsel des Arbeitgebers gehört zum Beispiel nicht zu ihren Kompetenzen. Daher wurde meine Adresse augenscheinlich mehrmals manuell übertragen. Aber hey: Die Adressverwaltungsprogramme finden doch doppelte Adressen, alles kein Problem.
Die Firmenanschrift (Großkundenpostfach mit eigener Postleitzahl) und die Hausanschrift meines Büros (Straße, Hausnummer, Postleitzahl) sind unterschiedlich, mithin zwei Adressen und daher nicht doppelt. Die Reklame in meinem Posteingang hingegen schon.
Während ich Anfangs noch als "Herr Volker König" angesprochen wurde, schien bei einigen Vertrieblern der Schlendrian einzureißen. Beim Abtippen der Adressen wurde der Vorname geschlampt.
Natürlich sind "Herr Volker König" und "Herr König" zwei unterschiedliche Personen.
"Herr" ist sperrig und passt nicht in jede Adressdatei, hey, "H. König" ist eine eindeutige Person, die mit den anderen Königs in der Firma selbstverständlich nicht identisch ist.
Seit Mitte der 1990er bekam dann auch ein gewisser "Herr H. König" Post.