Ich bin daheim,
Doch meine Gedanken sind in der Ferne
Die Gedanken sind nicht mein,
Fremdgesteuert und das sogar gerne
Meine Aufmerksamkeit gilt nicht mir
Und sie gilt auch nicht dir
Sie gilt fremden Taten
Du und Ich müssen darauf warten
Manchmal viele Jahre
Liegt der ein oder andere schon auf einer Bare
Doch das Warten wird sich lohnen
Wenn Du und Ich noch beieinander wohnen
Dann kehrt sie Heim,
Die alte Aufmerksamkeit
Zu Dir und vielleicht gar zu mir
Und es stehen viele Fragen an der Tür
Was das sollte, die ganze Zeit?
Was uns das gebracht, waren wir nicht gescheit?
So nah und doch so fern,
Dabei hatten wir uns doch so gern.
Nichts ist verloren
Solange nicht verfestigt der Glaube
Niemals ist es zu spät
Und selbst wenn einer von uns geht
Die Erkenntnis ist gewachsen
Ob zu zweit oder allein
Niemals wieder lässt man sich fangen
Von des fremden faszinierendem Heim
Es kehrt Ruhe ein in Alltag und Leben
Mit quälendem Gedanken
Warum hatte es das nicht schon viel eher gegeben
Und der staubige Faden des Lebens bröckelt
Unter neuer Spannung
Dessen Staub und Verdruss platzt ab
Und vieles gerät in Wallung
Mit Scham kommt Kindheit hervor
Zuvor unter Vernunft und Gehorsam vergraben
Steigt ein gefühlt neuer Mensch empor
Mit vielen alten, für neu gehaltenen Gaben
Wieder am Leben
Wird es sowas nie wieder geben
Der Faden des Lebens kommt nicht mehr aus der Dose
Sondern aus dem Innern und der eigenen Hose
Spaß und Freude kehrt ein
Und die Massenberieselung fliegt aus dem Heim
Adieu wird ihm nicht gesagt,
Die Erkenntnis des Nichtvermissens ist zu stark
Viele finden es gewagt
Und haben Angst was man sonst noch so verbarg
Da fliegt er hin
Auf des Gullis Gitter
Prallt hart auf
Zerspringt in tausend Splitter
Nur noch Schrott,
Wie einst kam aus ihr heraus
Die Glotze ist hinüber
Aus der Wohnung raus