Silvester in der isländischen Hauptstadt
In Berlin wäre es schon am frühen Nachmittag mit der Ruhe vorbei. Man würde sein teuer erkauftes Feuerwerk bereits am Nachmittag beginnen in die Luft zu jagen. Hier wartet man weitgehend bis es an der Zeit ist, mit der mächtigen Knallerei zu beginnen. Der Vormittag ist hektisch. Da wird noch schnell in den wenigen Läden und Supermärkten für den Tag eingekauft. Dann wird es ruhig in der Stadt. Nurmehr Touristen sind jetzt noch im Stadtzentrum unterwegs. Die Isländer machen sich bereit für den Abend. Man kleidet sich festlich. Eine Krawatte oder Fliege zu sehen, ist keine Seltenheit. Nach einem gemütlichen gemeinsamen Abendessen, werden traditionell große Lagerfeuer entzündet. Die Anwohner eines Stadtteile oder Ortes treffen sich und ziehen singend mit Fackeln zu einem großen aufgeschichteten Holzhaufen, um diesen gemeinsam anzuzünden. Es ist eine festliche Atmosphäre. Mit ein bisschen Glück, findet diese Zeremonie unter den gründ schimmernden Nordlichtern statt.
Unterdessen strömen in der Innenstadt immer mehr Menschen zum Wahrzeichen von Reykjavik, der Hallgrimskirkja, um sich dort gemeinsam das Feuerwerk anzusehen, dass das nee Jahr begrüßt. Man fällt sich in Arme, wünscht sich ein gesundes neues Jahr und schon geht man wieder auseinander, um in den Clubs und Bars der Stadt zu feiern. Die Stadt ist zu klein für die vielen Feiernden. Vor jeder Bar und Club bilden sich lange Schlangen. Wer hier nicht vorgeplant, der muss lange, sehr lange in der Kälte stehen.Â
Wie alle Feiern in Island, war auch diese Silvesternacht von einer angenehmen Ruhe und einer sehr friedlichen Grundstimmung geprägt. Tausende versammeln sich an der Kirche und weit und breit ist kein einziger Polizeibeamter zu sehen. Und ehrlich, am lautest feiern die zahlreichen Touristen, die extra für diese Nacht in die Stadt gekommen sind. Hier ist über Silvester keine Unterkunft mehr zu bekommen.Â














