Bolivien!
Nachdem wir über die Grenze gegangen sind, sind wir nochmal in den Bus eingestiegen, der uns dann in die Stadt Copacabana gefahren hat. Von dort sind wir dann mit unserem vielen Gepäck einen Anstieg hochgelaufen, was sehr anstrengend war, um zu unserem Hostel zu kommen. Dort haben wir eingecheckt und unsere Sachen abgelegt und dann erstmal was u essen gesucht und die Stadt erkundet. Wir haben ein veganes Menü für 35 Bolivianos gefunden, was toll war. Die Stadt am Titicaca See ist nämlich relativ kleine, aber sehr touristisch, deshalb konnte man eben auch vegane Optionen finden. Nachdem wir ein bisschen die Stadt erkundet und eingekauft haben, haben wir den Rest des Tages im Hoste verbracht und gechillt. Am nächsten Tag habe ich mit normierten telefoniert, bis irgendwann das WLAN nicht mehr funktioniert hat. Anscheinend in der ganzen Stadt. Wir sind also einfach nochmal mehr in der Stadt rumgelaufen und haben ein anderes veganes Menü für 45 Bolivianos gefunden, das einen richtig leckeren Burrito hatte. Außerdem haben wir Tickets gekauft, um am nächsten Tag das boot zur Isla del Sol zu nehmen.
Wir sind den nächsten Vormittag dann noch auf einen langen Spaziergang zur anderen Seite der Stadt gegangen und ein süßer Hund hat uns begleitet. Zurück beim Hostel musste wir dann die Sachen holen und los ging’s, aber es hat total doll geregnet und wir wurden Pitsch Nass. Komplett durchnässt mit unserem schweren Gepäck kamen wir nochmal beim Restaurant an, das das vegane Menü hatte und haben uns erstmal den Burrito gegönnt. Wir mussten uns ein wenig mit dem Essen beeilen, weil dann schon Zeit war an Board zu gehen.
Auf dem Boot waren viele andere Touristen, zum Beispiel eine Deutsche aus Potsdam und eine Niederländerin und wir hatten eine schöne Fahrt, die ca. 1 ½ Stunden dauerte. Auf der Insel angekommen musste man erstmal einen Eintritt bezahlen und dann sahen wir die Treppen. Mit unserem ganzen Kram, der so schwer war, mussten wir hochlaufen. Und nicht nur ein Stück, sondern ca. eine halbe Stunde (mit Pausen). Es hat sich allerdings irgendwie gut angefühlt, dass die ein-Tages-Touristen auch sehr Probleme hatten, dort hochzukommen, weil der Titicaca See ja schon auf 3800 Metern liegt, und man dann zu ca. 4000 Metern hoch musste. Und Frieda und ich noch jeweils mit 15 Kilo Gepäck obendrauf. Es war anstrengend, aber wir haben es zu unserer Unterkunft geschafft. Dort wartete ein Esel auf uns, Jorge, und wir konnten einchecken. Die Aussicht von dort oben war sooo toll. Man konnte bis zum schneebedeckten Gebirge auf der anderen Seite des Sees schauen. Und der See ist so groß, dass es sich anfühlte, als währen wir am Meer. Wir sind erstmal angekommen, und ich habe erstmal mit meiner Wg telefoniert, da wir ja im Casting Prozess waren. Wir sind dann Abends noch zur anderen Seite der Insel gelaufen, um den Sonnenaufgang anzusehen, und dann haben wir zum Abend Reste gegessen.Â
AM nächsten Tag sind wir ganz früh aufgestanden, um den Sonnenaufgang zu sehen, die Sonne hat sich aber leider nur minimal gezeigt. Es war trotzdem schön. Wir haben den Vormittag über noch ein bisschen gechillt, dann den Rest unserer Reste warm gemacht und sind los gegangen, um den Inselrundweg zu wandern. Das war echt mega schön, weil man eben noch alle anderen Teile der Insel sehen konnte. Andere Dörfer und wunderschöne Buchten. Außerdem viele Lamas, Schafe und Schweine. Wir sind dann in der Abenddämmerung zurückgelaufen und haben in einem Restaurant Nudeln gegessen. Die Wanderung war nämlich schon auch ein bisschen anstrengend.Â
Wir haben uns, weil die Insel so schön war, dann dafür entschieden, noch eine Nacht länger zu bleiben. Also haben wir den letzten Tag noch damit verbracht uns den Sonnentempel anzusehen und noch ein bisschen die Insel zu genießen.
FebruarÂ
Und dann war die Zeit auf der Insel schon vorbei und wir nahmen das Boot zurück ans Festland, wo wir lustigerweise wieder die gleichen Menschen trafen. Wir sind dann zusammen Mittagessen gegangen und dann sind wir in den Bus nach la Paz gestiegen.Â
Die Fahrt nach La Paz dauerte ca. 5 Stunden. Eigentlich ist sie etwas kürzer, aber wir standen eine Zeit, weil genau an diesem Tag ein Fest für die „Virgen de Copacabana“ stattfand und eine Art Umzug uns den Weg aus der Stadt raus blockierte. Außerdem muss man auf der Fahrt ein Stück Wasser überqueren, allerdings gibt es weder Brücke noch eine große Föhre. Es mussten also alle aus dem Bus aussteigen und in ein kleines Boot steige, währen der Bus leer auf einem Schiff langsam rüber transportiert wurde. Die Bootsfahrt war sehr sketchy aber auch sehr lustig, denn wir teilten es uns mit einer Gruppe Ecuadorianern aus Cuenca, genauer gesagt 5 ältere Pärchen, wo die Frauen sich schon aus der Schulzeit kannten. Die waren sehr lustig und das hat die Fahrt ertragbar gemacht. Später hat es dann auch so doll angefangen zu Schütten, dass ein großer Stau entstand und die Autos kaum fahren konnten, weil das Wasser so hoch in den Straßen stand.Â
IN La Paz angekommen war es dann schon dunkel und hat geregnet. Wir sind mit einem Taxi zum Hostel gefahren und konnten einchecken. Wir hatten ein Privatzimmer, was alles sehr komfortabel gemacht hat. Außerdem gab es eine große Küche. Wir sind dann nochmal raus gegangen und um den Block gegangen. Dann waren wir seh glücklich, weil es einfach ziemlich schön war. Wir haben noch einen Abstecher in deren Supermarkt gemach und uns dann etwas zum Abendessen gekocht. Unser Standard: Nudeln mit Erbsen.Â
Am nächsten Tag gab es Porridge zum Frühstück und wir haben zwei walking Tours gebucht. Einmal eine am Abend über „Historia y Mysteria“ und eine für den nächsten Tag. Wir haben uns fertig gemacht und sind zur Straße mit den Schirmen gelaufen, wo es ganz viele Touri Shops gab. Und am Ende der Straße noch den „Hexenmarkt“ der mich ein bisschen ein bisschen gegruselt hat, weil überall tote Alpaca Babies hingen. Das liegt daran, dass diese Läden der sogenannten Hexen Dinge verkaufen, die man der Pachamama als Opfergabe gibt, um bestimmte Wünsche war werden zu lassen.Â
Das haben wir auch nochmal besser in unserer Tour am Abend gelernt, wo es eben auch um Mystery ging und uns der Guide über diese Bräuche mit weißer und schwarzer Magie erzählt hat. Er hat uns aber auch andere Dinge erzählt, über Geisterenergien im Fußballstadion, weil das auf einem Friedhof gebaut wurde und den angeblichen Geburtsort von Coca-Cola. Wir haben ihn auch viele Sachen über Politik gefragt, die er nur so mäßig gerne beantwortet hat, uns aber sehr interessierten, da ja erst im November ein Machtwechsel nach vielen Jahren in Bolivien stattgefunden hatte. Die Tour endete mit einer Teleferico (Gondel) Fahrt nach „EL Alto“ die Stadt neben La Paz, die aber eben noch tunten im Tal sondern oben ist. Daher der Name, dort leben Vorname etwas ärmere Menschen oder kürzlich dorthin gezogen sind, um in La Paz Arbeit zu finden. Und dort gibt es eben auch Hexen die Rituale mit Opfergaben an Pachamama durchführen. El Alto ist aber etwas gefälschter, deswegen sind wir noch viel weiter gegangen, sondern wieder zurück mit dem Teleferico und dann wurden wir an einer Kirche in der Nähe von den Schirmen abgesetzt. Wir sind Nachhauseweg gelaufen und haben uns noch etwas zu Essen gemach und ab ins Bett. Denn der nächste Tag brachte ja auch schon die nächste Tour mit sich. Diesmal eine wirklich etwas politischer Tour mit einem Indigenen Guide, der uns sehr viel erzählen konnte. Wir sind zu einem Markt gegangen, Teleferico gefahren, waren auf einem Aussichtspunkt, von dem man die ganze Stadt bewundern konnte und wurden in der schönsten Straße von la Paz abgesetzt, die aus Kolonialen Häuser besteht, die größtenteils in Museen umgewandelt worden sind. Wir sind dort ins Museum der Instrumente gegangen und haben uns die Kunst von Mamani angesehen. Nebenan lief währenddessen ein Cholitas Kampf. Allein das zuhören vom Geschrei und Gestöhne hat uns gereicht. Es ging also wieder nachhause.
Am nächsten Tag sind wir dann mittags zu einem veganen Menü gegangen, welches nur 35 Bolivianos gekostet hat und total toll war. Mit Salatbüffet, Suppe, Getränken, Hauptspeise und Nachtisch, Und es gab Causa! Im Anschluss sind wir dann hoch gelaufen zum bunten Viertel namens Chualluma. Dort konnten wir viele coole Fotos machen und die Aussicht war auch toll. IN der Ferne konnte man einen Schneebedeckten Berg bewundern.
Auch den Aufenthalt in La Paz haben wir verlängert und konnten simst noch das ethnografische Museum besuchen und haben am Nachmittag die „Valle de la Luna“ besucht. Das war echt richtig cool. Wir sind mit einem Micro Bus dorthin gefahren und es war, als wären wo auf einem anderen Planeten gelandet. Wir sind einmal durchgelaufen und haben bewundert, was die Natur so alles hergestellt hat. Als wir durch waren haben wir beim Kiosk gegenüber noch ein Zimt Eis gegessen und ein bisschen auf den Bus zurück gewartet, bis und gesagt wurde, dass wir an der Flaschen Stelle standen. Also sind wir zur richtigen Bushaltestelle gegangen, wo uns viele Buss stehen lassen haben, weil sie voll waren, aber dann endlich hat uns jemand mitgenommen. Wir haben gepackt und gegessen und sind früh ins Bett, denn am nächsten Tag mussten wir früh raus.Â
Nach langem Überlegen haben wir uns dann nächtlich entscheiden eine Tour im Regenwald zu machen und dort nicht mit dem Bus hinzufahren, weil uns das sehr viel Angst gemacht hat. Unsere Erfahrungen mit dem Bus durch die Berge zu fahren sind ja eh nicht so gut und in Bolivien sind die Straßen nochmal schlechter. Außerdem haben wir Horrorstories gehört, dass in der Regenzeit Busse eher mal stecken bleiben oder umkippen. Kurz gesagt: wir haben einen Flug nach Rurrenabaque, kurz „Rurre“, gebucht. Der Flug war sehr kurz und dauerte im Gegensatz zur Busfahrt die mindestens 12 Stunden gedauert hätte, nur 45 Minuten. Das war sehr angenehm, auch wenn die Entscheidung uns wirklich schwergefallen war. In Rurre wurden wir dann am kleinen Flughafen abgeholt und zu dem Office der Agency gefahren, mit der wir die Tour machen würden. Wir hatten noch kurz Zeit zu Frühstücken und dann ging es mit unserer Gruppe los. Wir musste erstmal ca. 2 Stunden mit dem Auto zum Hafen fahren und haben zwischendurch Mittag gegessen. Auf der Fahrt haben wir sogar schon Capibaras sehen können!
Als wir am kleinen Touristen Hafen ankamen, haben wir dann auch unseren Guide getroffen. WIR haben das Boot beladen und sind los durch die Pampas de Yacuma. Auf der etwa dreistündigen Bootsfahrt konnten wir schon so viel sehen! Sehr viele Paradiesvögel und einige Schildkröten, aber auch rosa Flussdelfine und Affen! Zum einen die unglaublich niedlichen Totenkopfaffen (Mono ardilla), die sogar auf unser Boot kletterten, und auch Brüllaffen. Die hat man vor allem hören können.Â
Bei der Lodge angekommen sind wir erstmal in unsere Zimmer. Frieda und ich haben uns ein Zimmer mit einer Niederländerin namens Robin geteilt. Nachdem wir uns alle ein wenig eingeräumt haben, hat ein anderer aus unserer Gruppe uns gerufen, denn an der anderen Seite der Lodge war ein Kaiman. Die werden ganz schön groß, auch wenn der nicht ganz so riesig war. Aber deutlich größer als die Baby Kaimane die wir damals in Ecuador gesehen haben. Da wartete in der Bucht noch ein großer Kaiman auf uns, wovon uns die Guides erzählten, dass sein Name Santa ist und er immer kommt, um dort die Sonne zu genießen. Nach der Kaiman Aufregung ging es dann nochmal mit dem Boot los, um den Sonnenuntergang anzusehen. Und auf dem Weg ist es dann passiert! Wir haben ein Faultier gesehen! Mein erstes freilebendes Faultier! Ich habe mich so gefreut, ich hatte Tränen in den Augen. Faultiere sind nämlich meine Lieblingstiere. Es hing ganz entspannt in einem Baum etwas weiter weg, gute Fotos habe ich deshalb nicht, aber man konnte sehen, wie es sich ganz langsam durch die Äste gehangelt hat. Nach diesem Highlight sind wir dann weiter zu einer Wiese, wo wir aus dem Boot ausstiegen. Dort konnte man sich Getränke kaufen und entspannt hinsetzen, oder auch wie einige Typen, Fußball spielen. Mehr oder weniger, denn der Ball war sehr platt und das Feld sehr uneben. Wir saßen eine Weile dort, haben mit unserer Gruppe gequatscht und den Sonnenuntergang angesehen, der schön war, trotz Wolken. Als die Sonne fast weg war sind wir dann zurück ins Boot gestiegen und zurück zur Lodge für das Abendessen. Das Essen war sehr lecker, die Köchin war total toll und hat extra vegane Optionen zubereitet. Und nach dem Essen ging es dann auch nochmal mit dem Boot los, für innen kleinen Nachtausflug, bei dem wir nach Kaimanen gesucht, aber keine gefunden haben. Aber nicht schlimm, denn wir hatten ja Santa, der immer vorbeikam, und schon genug Kaimane gesehen.Â
Am nächsten Tag standen wir normal früh auf, um dann gegen acht Uhr zu Frühstücken. Das war auch lecker und toll, weil nicht nur Santa im Fluss nebenan uns einen Besuch abstattete, sondern auch die Totenkopf Äffchen anscheinend die Frühstückszeit kannten und draußen in deren Bäumen rumtollten. Wir waren allerdings „drinnen“ in Mosquito Netzen, was gut war, denn die Affen sollten lieber nicht unsere Bakterien und Keime Essen.Â
Für diesen Tag war eine kleine Pampa Wanderung geplant, mit dem Ziel, eine Anaconda zu finden. Wir sind erst einmal ca. eine Stunde durch das hohe Gras und den matschigen Boden gewandert und wurden dabei von Mosquitos aufgegessen. Dann kamen wir an einer Art Regenwald „Insel“ an. Dort sollen sich anscheinend die Anakondas verstecken. Wir liefen leise ein bisschen herum, eine Anaconda konnten wir allerdings nicht finden. Stattdessen haben wir einen großen Schmetterling, ein paar Fledermäuse in ihrer Höhle und Jaguar Spuren gefunden. Nur mäßig erfolgreich, aber ich fand es gut, dass wir uns bewegt haben, und nicht wieder die ganze Zeit auf dem Boot saßen.Â
Zurück beider Lodge gab es Mittagessen und eine Mittagspause. Die habe ich entspannt in einer Hängematte mit einem Buch verbracht. Für den Nachmittag war dann Piranha fischen angesagt. Das haben Frieda und ich nicht gemacht, sondern haben den anderen dabei zugesehen, wie sie ihre Seile ins Wasser hielten. Niemand war erfolgreich. Stattdessen sind wir dann nochmal in eine Bucht gefahren, wo eine ganze Familie Delfine war. Ein Gruppemitglied, der auch deutscher war, ist dann ins Wasser gesprungen, um mit ihnen zu schwimmen. Das sah spaßig aus, aber ich wusste, dass es am nächsten Tag noch ein ganzer Programmpunkt sein würde. Dafür sind wir dann nochmal kurz für den Sonnenuntergang gehalten und diesmal haben Frieda und ich den Fußball hin und her geschossen.Â
Zurück zuhause gab es Abendessen (ohne Piranha) und wir sind früh schlafen gegangen, da wir am nächsten morgen den Sonnenaufgang ansehen würden. Wir sind vor der Sonne aufgestanden und haben uns ins Boot gesetzt. Wir sind ein Stück gefahren und man konnte schon den unglaublich schönen Himmel sehen. Es war wirklich toll, auch wen wir müde waren. Auf dem Rückweg haben wir dann noch eine Herde Capybara gesehen, die grasten und an uns vorbeiliefen. Und dann gab es Frühstück, wir waren schon ziemlich hungrig. Das letzte Frühstück in der Lodge. Danach mussten wir schon ein bisschen packen und dann sind wir aber nochmal mit dem Boot los. Diesmal in unseren Badeanzügen. Denn wir sind nochmal in dieselbe Bucht vom Vortag und haben dortDelfine gesucht. Und es waren wieder einige dort und wir sind natürlich ins Wasser gesprungen. Ich ganz elegant mit einem Kopfsprung. Das Wasser ist zwar ein bisschen eklig, vor allem von dem ganzen Motoröl, was die Touri Boote dort hinterlassen, aber ok. Es war richtig schön. WI haben eine Plastikflasche mit ein wenig Wasser bekommen, die wir ins Wasser werfen sollten. Und tatsächlich, die Delfine haben damit gespielt. Sie haben sie sich einfach geschnappt und dann war sie für ein paar Minuten weg, bis sie plötzlich irgendwo anders wieder aufploppte. Das hat echt Spaß gemacht und war eine tolle Erfahrung. Nach langem Spielen mussten ihr dann allerdings wieder zurück und haben noch kurz geduscht und gegessen, bevor es dann ins Boot ging und wir wieder zurück zum Hafen gefahren sind. Dort haben wir uns vom Guide verabschiedet und sind mit dem Auto abgeholt worden. Auf der Fahrt haben wir tatsächlich noch ein Faultier gesehen, was aber sehr gut in einem Baum am Straßenrand versteckt war. Wir fuhren weiter und zum ersten Mal hat es am Tag geregnet, obwohl Regenzeit im Regenwald war.Â
Wir sind bei der Agency angekommen und haben uns von unserer Gruppe verabschiedet, und dann ging es für Frieda und mich zum Hostel, denn wir hatten für den nächsten Morgen einen Flug und mussten nicht wie die andere warten, bis ihr Nachtbus losfuhr.Â
Das Hostel war süß und hatte einen Pool, aber wir waren hungrig und wollten dort etwas essen. Nur leider haben die Leute nicht verstanden was vegan bedeutet, weswegen wir Tacos mit Käse bekommen haben. Die habe ich dann wieder zurückgegeben und wir sind doch noch in ein von Happy Cow empfehlend Café gegangen. Dort gab es vegane Burgen und Limonade und danach waren wir komplett fertig uns sind ins Bett gegangen. Nur irgendwann in der Nacht weckte Frieda mich, denn sie konnte wegen der ganzen Mückenstiche nicht schlafen. Ich wollte nach Eis fragen, denn es sollte ein 24 stunden Rezeption geben, aber leider war dort niemand. Ich habe mehrmals geklingelt und dann kamen von der Straße zwei andere Gäste, die auch klingelten, da die Tür verschlossen war. Ich wollte versuchen sie zu öffnen, aber wusste auch nicht wie, und dann standen wir alle da, die Gittertür zwischen uns und wussten nicht was zu tun ist. Wir haben uns ein bisschen unterhalten und dann haben die beiden mal den Besitzer angerufen. Der kam dann irgendwann und machte die Tür auf. Er war ziemlich betrunken, denn, wie sich rausstellte, war es sein Geburtstag und er hatte reingefeiert. Naja, Die anderen beiden kamen rein und ich habe das Eis für Frieda bekommen, und nachdem sie ihre Stiche kühlen konnte, ging es zurück uns Bett.Â
Die Nacht war also nicht sehr erholsam, aber egal, wir haben das Frühstück im Hostel noch mitgenommen und sind dann ausgecheckt. Beim Flughafen angekommen, konnten wir noch nicht einchecken, auch wenn der Flug schon in einer Stunde gehen sollte. E stellte sich dann nach einer Weile warten heraus, dass der Flug gecancelt wurde. Das Flugzeug ist also gar nicht erst in La Paz losgeflogen. Das hat bei uns kurz ganz schön Verzweiflung ausgelöst und wir haben überlegt ein privates Auto zu mieten. Das hätte auch geklappt, aber sehr lange gedauert und sehr viel gekostet. Wir hatten nämlich auch schon eine drei Tages Tour in Uyuni für den nächsten Tag geplant. Uns wurde dann gesagt, dass der Flug auf zwei Tage später verschoben wird, deswegen haben wir uns dafür entscheiden statt der drei Tages Uyuni Tour, die uns alle empfohlen haben, nur die Tagestour zu machen und noch die zwei Tage länger in Rurre zu bleiben. Wir sind also erstmal zurück zu Hostel und haben noch zwei weitere Nächte gebucht und dann sind wir zum Café gegangen und haben Kuchen gegessen und Saft getrunken. Anschließend sind wir zu der Agency gegangen mit der wir in den Pampas waren und haben eine private Tour für den nächsten Tag in den Nationalpark gebucht. Eigentlich habe es auch die Möglichkeit zwei Tage zu machen. Zum Beispiel hat oben, die Niederländerin, auch eine 5-Tages-Tour gemacht, Anlass drei Tage Pampas und zwei Tage Regenwald. Dafür waren wir aber zu spät, deshalb die private Tour. Den Tag haben wir dann nur entspannt im Hostel verbracht, mit Lesen und in den Pool gehen.Â
Unsere Private Tour am nächsten Tag startete früh. Wir haben uns noch im Hostel Frühstück geholt und dann sind wir zum Treffpunkt gegangen. Wir haben unseren Guide kennengelernt und dann ging es in dem Boot los über den Fluss Beni. Der Guide hat uns ein paar Dinge erzählt und wir haben die Aussicht genossen. Nach etwa zwei stunden sehr schöner und informativer Fahrt Sandwich dann an der Lodge angekommen. Dort haben wir erstmal ganz viel Obst bekommen, denn dort wuchsen Kakao und Kaffeebäume, Grapefruit, Sternfrucht und Bananen. Wir haben uns einmal durch alles durch Probier rund Frieda hat eine Kakobohne gepflückt. Nach diesem Snack haben wir dann eine kleine Wanderung durch den Wald gemacht. Das war sehr schön und wir haben noch ein bisschen was bei Heilpflanzen gelernt. Zum Beispiel dass Monstera Wurzeln gegen Mückenstiche helfen. Da Frieda immer noch litt, haben wir uns direkt mal welche mitgenommen. Nach ca. einer Stunde war dann das Mittagessen für uns bereit. Es gab ganz viel nur für uns. Mit vollen Bäuchlein durften wir uns dann in den Hängematten erholen und ich bin ein bisschen eingeschlafen. Um alles zu schaffen, was wir geplant hatten, haben wir dann dort bei den Hängematten ein bisschen Schmuck gemacht. Wir hatten nämlich ein paar Minikokosnüsse im Wald gefunden, aus denen man prima Ringe machen kann. Dafür musste man einen Streifen aus der Nuss raus sägen und diesen dann vom Fleisch entfernen. Dann hat man mit Schleifpapier ganz viel geschleift. Das hat ganz schön lange gedauert, bis der RINg dann perfekt war. Und für den Feinschliff, haben wir ihn dann noch in der Hand mit Asche poliert, bis er richtig schön glänzte. Ich habe einen Ring gemacht, was schon ein bisschen gedauert hat, und der Guide hat auch noch welche gemacht. Frieda hat währenddessen ein Armband geknüpft und Samen als Perlen dran gemacht, indem sie durch sie ein Loch gebohrt hat. Ich habe mir dann auch noch Material dafür mitgenommen und im Boot geknüpft, auf dem Weg zurück. Als Zwischenstopp haben wir dann noch an einer coolen Schlucht Halt gemacht. Die war richtig schön. Dort war auch Wasser drin und viele Pflanzen. Außerdem haben einige Fledermäuse dort gelebt und in der Abenddämmerung angefangen zu jagen. Wir haben ein kleines Marsupial Baby gefunden, was wir noch vor den Fledermäusen gerettet haben. Dann ging es zurück zum Boot und wir fuhren zurück nach Rurre. Der Sonnenuntergang war total schön und wir sind zurück zum Hostel gegangen. Nachdem wir dann noch gegessen haben, haben wir ein bisschen zusammengepackt und sind ins Bett.Â
Am nächsten Morgen Inder das gleiche. Noch Frühstück mitnehmen, aus dem Hostel auschecken und zum Flughafen. Diesmal konnten wir aber zum Glück sofort einchecken und dann auch bald ins Flugzeug. In La Paz angekommen sind wir erstmal zum Hostel und dort wollten wir uns umziehen und dann erstmal im Coworking Space chillen und die nächsten TAGe planen. Ich musste aber auch noch meine Medikamente nehmen.Â
Und da war dann alles scheiße. Die Medikamente waren nämlich nicht mehr im Kühlschrank beim Gepäck, sondern anscheinend hatte die Chefin sie bei sich „in Sicherheit“ gebracht. Nach ca. Eier Stunde kam sie dann und hat sie mit den Eispacks drum rum in den Kühlschrank getan. Es stellte sich heraus, dass sie sie die fünf Tage die ganze Zeit im Gefrierfach gelagert hat, obwohl ich ausdrücklich gesagt hatte, dass sie in den Kühlschrank maßen und ja auch Anfangs im Kühlschrank gelagert hatte. Na toll. Ich wusste erstmal Oberhaupt nicht was ich machen soll, die Medikamente sind nämlich super teuer und nicht in Lateinamerika zu finden. Frieda und ich sind erstmal durch den Regen ins Krankenhaus gegangen, wo mir aber ohne Termin niemand helfen konnte, weil kein Gastroenterologe da war und auch bei der Apotheke konnte mir niemand helfen. Ich habe dann erstmal meine Mama angerufen, die zuhause recherchiert hat. NAChdem ich mich ein bisschen beruhigt habe, habe ich dann erstmal mit der Hostel Chefin geschimpft, damit sowas bloß nicht noch mal bei anderen Leuten passiert, für die solches Medikament potentiell lebenswichtig sind. Sie hat verstanden glaube ich, aber machen konnte sie auch nichts mehr, die Medikamente waren hin.  Also habe ich keine genommen, sondern wir sind Essen gegangen in einem Ramen Restaurant, was mein Leben wieder ein bisschen besser gemacht hat. Dann mussten wir auch relativ schnell los zum Terminal, um unseren Bus nach Uyuni zu nehmen.Â
Am nächsten Morgen sind wir dann in Uyuni angekommen und wurde direkt beim Bahnhof von unserer Tour abgeholt und zu einem Café gebracht worden, wo es Frühstück gab. Frieda und ich hatten aber unser eigenes Frühstück dabei und haben nur Tee bestellt. Dann hatten wir noch total viel Zeit bis die Tour losgehen sollte, also sind wir Schöntal zum Hostel und haben unsere Sachen abgegeben. Wir konnten auch noch ein bisschen dort auf den Sofas chillen und uns Frosch machen und so. Dann Gong es zum Treffpunkt. Unsere Tour war mit zwei anderen Paaren zusammen, die aus Peru und Argentinien kamen. Das jüngere Paar wohnte in Córdoba und wir haben erzählt, dass wir dort auch noch dort hin wollen, aber erstmal nach Jujuy und Salta, was genau deren Pläne waren. Außerdem ist Luz Bassistin und wir konnten uns mit ihr über Musik unterhalten.Â
Die Tour war ein wenig enttäuschend. Wir haben viele Stopps gemacht, die nur für Fotos waren und könnten gar nicht wirklich das krasse Naturphänomen der Salzwüste bestaunen. Zuerst haben wir einen viel zu langen Halt bei einem mit Tours überfüllten „Zugfriedhof“ gemacht. Dort wurde nur Fotos gemacht. Frieda und ich haben uns erstmal 20 Minuten in einen alten Wagon gelegt und uns ausgeruht und sind dann noch ein bisschen auf den Zügen rumgeklettert. Dann ging es weiter Richtung Salzwüste. Erstmal haben wir noch einen Stopp gemacht bei einer Art Mini Museum, wo man sehen konnte wie das Salz von dort entstanden ist und wie es genutzt wird und dann konnte man sich noch Souvenirs kaufen. Und dann endlich ging es zur Salzwüste. Mit ca. 100 anderen Autos sind wir dort durchgefahren und haben kleine Stopps gemacht. Dan gab es einen Mittagsessensstopp bei einem alten Hotel aus Salz mitten in der Wüste, was anscheinend die Idee von Neil Armstrong war. Wir haben Mittag gegessen (für uns gab es viel Gemüse und Quinoa) und dann ging es weiter. Wir sind noch zu einem Salzstatuen Museum gefahren und dann noch zu so einer Treppe, bevor es zum nassen Teil der Wüste ging, wo der Spiegeleffekt so krass sein sollte. Der war wirklich schön, aber auch da wurden wir halb gezwungen Fotos zu machen und komisch zu posieren, sowie der Guide es gesagt hat. Unsere lustigen Foto Ideen konnte er nicht wirklich umsetzten. Dann hat er dort noch einen Tisch aufgebaut und wir haben einen Wein bekommen. Das fand ich gut, aber auch davon wurden noch Fotos gemacht. Also Fazit ist, dass die Salzwüste natürlich sehr schön und beeindruckend ist, aber ich würde auf jeden Fall die drei Tages Tour empfehlen, oder irgendwie selbständig dorthin gehen, denn die Tour war nicht so.Â
Wir sin dann wieder Richtung Uyuni gefahren und haben das Couple aus Córdoba direkt beim Terminal abgesetzt, da die mit dem Nachtbus los gefahren sind in Richtung Jujuy. Wir sind zurück uns Hostel und dann noch in ein Restaurant, um schnell etwas zu essen und ab ins Bett. Die Nacht war kurz, denn wir mussten früh raus, um unseren Bus nach Villazon an der Grenze zu Argentinien zu bekommen eigentlich war das Hostel auch sehr nah am Terminal, aber anscheinend sind wir in die falsche Richtung zum alten Terminal gelaufen. Zum Glück kam ein Taxi vorbei und hat uns schnell zum richtigen, neuen Terminal gebracht. Es war knapp, aber ich konnte sogar noch Brötchen fürs Frühstück holen.Â
In Villazon angekommen mussten wir dann mit einem Taxi zur Grenze fahren. Dort erstmal Geld tauschen und anstehen, für die Ausreise aus Bolivien. Und dann liefen wir über eine Brücke nach Argentinien.Â


















