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Willkommen
Die tief stehende Sonne lässt die Schaumkronen der Wellen aufleuchten. Sie blenden mich, als ich ruhig und andächtig aufs Meer blicke. Es rauscht der Wind und die Wellen. Das Meer spricht zu mir und tief in mir spüre ich das Begehren. Mit geschlossenen Augen, das Salz von den Lippen leckend, weiß ich, wohin ich gehöre, weiß ich, was man Herz wünscht, was meine Sehnsucht ist. Ich bin daheim und es heißt mich willkommen. - Junius Friedenshain 16.03.2023
In Wellen
Wenn mir das Meer nur antworten könnte. Tag ein und aus vertraue ich dir meine Geheimnisse, Sehnsüchte und Sorgen an. All meine Gedanken spreche ich in tiefen Atemzügen aus, blicke weit hinaus, der Horizont liegt weit entfernt und scheint doch so nah wie die Antworten auf viele Fragen. Sachte bis stürmisch bewegen sich die Wellen auf die Küste zu, wie das Leben, genauso schön oder rau ist es. Wie die See und ohne es zu wissen, erzählt sie mir mehr über die Höhen und Tiefen, mehr über die stürmischen Zeiten und ruhigen Momenten. - Junius Friedenshain 14.01.2023
Ankerlos
Frag mich heute noch, wie gestern schon und morgen sowieso, was ich dir noch bedeute, ob du noch an mich denkst. Hast mich gehalten, an dich so fest gedrückt, getragen und beruhigt, als ich nicht schlafen wollt'. Warst Schiff und Hafen, Anker...das Tau nun abgerissen du schon lange weg, der Anker ist geblieben, doch den Hafen kenn ich nicht. Find' mich nicht in dieser Szene, sehe nur, was war, was ist, was nimmer sein wird. Bin ich der Segler, das Meer, die Wellen, die Möwe oder gar der weiße Strand. Ich blicke auf das Wasser, einsam und verlassen. - Junius Friedenshain 10.12.2022
Andenken
Ich wünsche mir ein Glas, in dem die Wellen immer rauschen, die Möwen kreischen und eine Brise salziger Meeresluft umher gewirbelt wird. Bin so weit davon entfernt, hätte mir gewünscht, es immer bei mir zu tragen. Das Meer in meinen Händen, in meinen Taschen, doch kein Fläschchen mit Sand und Muscheln, Seetang oder losen Federn konnte das ersetzen, was mein Innerstes sehnsüchtig verlangte. Die unendliche, schwere, stürmische, blaugrüne, schaumige, salzige See. Hab' mich verloren in der Weite, hab' mich gefunden in Beständigkeit. Kein Glas kann in sich halten, was mein Herz verlangt, vermisst, verloren hat. - Junius Friedenshain 18.11.2022

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Elke_Wolf library
Die (Un-)Möglichkeit der Liebe
Autorin: sara reichelt
Ich lese gerade dieses Buch - wunderschöne Gedichte rund um die Liebe - kann ich locker weiter empfehlen, denn ich liebe die Art des schriftlich-sprachlichen Ausdrucks, welche die Autorin sara reichelt in ihren Büchern vermittelt. :-)
Aus der Geschichte “Magnetismus”
“Suchen, ihn suchen, kühle Berechnungen anstellen, wann sie ihm mailen oder simsen sollte, was sie als Anlass ihres Treffens vorschlagen könnte, wann er Zeit haben könnte, d. h. das Vorbereiten und Starten eines genau ausgetüftelten Eroberungsfeldzuges, geleitet von Erfahrung, Fakten und Intuition.
Genau genommen wusste sie fast nichts von ihm. Das Einzige, was sie wusste, war, dass sie nicht sicher wusste, ob sie mehr von ihm wissen und ob er mehr von ihr wissen wollte. Ihr erster Impuls war, ihn warten und spüren zu lassen, dass es ihr überhaupt nicht eilig ist, mit dem Ihn-Suchen, mit dem Mehr-über-ihn-wissen-Wollen.
"Wenn du mich suchen willst, ich heiße Daniel Neuhaus und auf meiner Website findest du meine E_Mailadresse und Handynummer.”
Mit diesem Satz stand sie nach der zweiten Begegnung mit ihm auf und ärgerte sich darüber, dass er davon ausgegangen war, dass sie ihn suchen würde oder ihn suchen wollte, während er sich selbst nicht die Mühe machen würde, sie zu suchen. Zudem ärgerte sie sich über sich selbst, dass sie ihm nicht einen umgekehrten Suchauftrag gegeben hatte, sondern schweigend den Seinen angenommen hatte.“
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Über die Autorin:
sara reichelt (geb. 1964 in Nürnberg) beschäftigt sich von Jugend an mit der Neuerfindung der Welt durch Sprache. Sie hat zwei Hochschulstudien abgeschlossen (Psychologie; Judaistik u. Vergleichende Religionswissenschaft) und liest/spricht mehrere Fremdsprachen. Parallel zu ihren Berufstätigkeiten als Beraterin und Dozentin veröffentlicht sie seit 1986 poetische Prosatexte und Lyrik. Seit 2014 lebt sie als freie Schriftstellerin in Berlin.
Autorinnen-Vorstellung sara reichelt _______________________________
sara reichelt (geb. 1964 in Nürnberg) beschäftigt sich von Jugend an mit der Neuerfindung der Welt durch Sprache. Sie hat zwei Hochschulstudien abgeschlossen (Psychologie; Judaistik u.Vergleichende Religionswissenschaft) und liest/spricht mehrere Fremdsprachen. Parallel zu ihren Berufstätigkeiten als Beraterin und Dozentin veröffentlicht sie seit 1986 poetische Prosatexte und Lyrik. Seit 2014 lebt sie als freie Schriftstellerin in Berlin.
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Literarische Bibliografie Einzelveröffentlichungen
„Alle Zeit mit ihr – Liebe und Erotik zwischen Frauen“ Verlag3.0 (2016 Bedburg) „Wer die Liebe fängt – Amouröse Begegnungen“ Verlag3.0 (2016 Bedburg) „Lies Mich“ Verlag3.0 (2014 Bedburg) „Seiltänzer“ Eigenedition (2011 Köln) „Die (Un-)Möglichkeit der Liebe/Del amor al desamor“ Eigenedition (2011 Köln) „Wenn du mich suchen willst“ HJG-Verlag (2005 Eisenach)
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Kurzgeschichten in Anthologien
„Raus aus der Kiste“ Edition LesArt (1998 Köln) „Ent(d)schlüsse“ Edition LesArt (1998 Köln) „Herzdame“ Kiepenheuer & Witsch-Verlag, (1993 Köln) „Flüchtiges Begehren“ Ätna-Verlag (1991 St. Augustin) „Wörter malen Bilder“ Georg-Kühnel-Verlag (1986 Nürnberg)
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Lyrik und Prosa in Literaturzeitschriften
„Sardam“ (2005 Suleimania Nordirak) „Dichtungsring“ (1993,1995,1996 Bonn) „Palette“ (1989 Bamberg)
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