Message control to Major Basti
Ich war ja heute sehr unschlĂŒssig, ob ich mir das SommergesprĂ€ch mit dem einen unserer beiden ĂŒbrigen Kanzler - der andere hatte seines ja schon - ĂŒberhaupt zumuten soll. Immerhin hatte ich bis zum Beginn noch schwer am gestrigen âIm Zentrumâ zu kauen. Ich weiĂ noch gar nicht, ob ich das ohne therapeutische Hilfe ĂŒberhaupt verarbeiten kann. Aber ich bin ja lernfĂ€hig und möchte auch selbstreflektiert agieren. Danke an dieser Stelle an Frau Bauer-Jelinek, der es wahrlich gelungen ist, dass neben ihr selbst Frau Bogner-StrauĂ noch wie eine radikale Feministin wirkt.
Zum GlĂŒck hab ich den Anfang verpasst, so konnte ich die Weisheiten in verminderten Dosen zu mir nehmen. Was aber am Ende ĂŒbrig bleibt, ist, dass Frauen ihr Verhalten doch anpassen sollen, den MĂ€nnern Zeit zum Lernen geben und einfach mal beibringen, was sich so gehört und was nicht. Pechmann, Anwalt fĂŒr Sexualdelikte, gibt noch den wahrlich hilfreichen Tipp, am Anfang nicht mitzumachen... mit âlustig, Habara,..â hab ich da noch was in Erinnerung (es tut mir leid - der evolutionĂ€re Selbstschutzmechanismus des VerdrĂ€ngens setzt schon etwas ein). Ich habe ja den schweren Verdacht, dass sich seine Rechtsberatung selten an die Opfer richtet und seine Expertise eher den vermeintlichen TĂ€tern zugute kommt - wobei TĂ€ter ist man erst nach der Verurteilung, so der Experte. Ja, vor Gericht mag das wahr sein, aber halt nicht in der RealitĂ€t des Opfers. Am Ende kann man eigentlich nur dankbar sein, wenn Pechmann den Gegner vertritt.Â
Nicht besser gemacht haben es heute die vielen Ausschnitte im Internet. Ich hab mir das ja nochmal angehört und ich kann mir nicht helfen, aber Bauer-Jelinek rĂ€t mir doch dazu, dass, wenn ich anders nicht an Macht komme, ich es doch mal mit Sex versuchen soll - auch eine Form der Macht meint sie und hilft Dinge zu erreichen, die man sonst nicht erreicht. Was verlangt die normal fĂŒr ein Honorar fĂŒr einen Ratschlag dieser Dimension? An dieser Stelle wĂŒrde ich gerne die Buchempfehlung einbauen - das hat sie sich redlich verdient. Der Titel ihres Werkes: Der falsche Feind: Schuld sind nicht die MĂ€nner. ZusĂ€tzlich gebĂŒhrt der Dame alle Ehre fĂŒr Ihr Engagement - immerhin leitet sie die Clearingstelle fĂŒr Opfer von sexueller BelĂ€stigung im Parlament und bietet UnterstĂŒtzung und Hilfe fĂŒr Opfer von sexueller Gewalt, sexueller BelĂ€stigung und sexuellen Ăbergriffen.
Es ist gar nicht möglich, all die erschreckenden Aussagen wiederzugeben, deshalb belasse ich es an dieser Stelle dabei und verlasse mich auf den weiteren Verlauf der VerdrĂ€ngung. Lichtblick waren Sigi Maurer, die sich meiner Meinung nach kein bisschen - wie oftmals unterstellt - wie das arme Opfer gibt. Sie lĂ€sst es sich nicht gefallen, sie kĂ€mpft, wehrt sich (vielleicht nicht elegant genug, aber immerhin), denkt dabei solidarisch auch an andere Betroffene und wechselt nicht die StraĂenseite. Vor allem spricht sie die Grundprobleme und Symptome an - unterstĂŒtzt wird sie dabei bestens von Christian Berger, der sich tapfer gegen die Frauen fĂŒr Frauenrechte einsetzt. Danke dafĂŒr - das Thema hatte ich ja im ersten Blogbeitrag schon.
Nichtsdestotrotz hab ich mir jetzt die TVThek gestartet... zwar mit kleinen PÀuschen - ich hab nÀmlich den Umgang mit der remote control perfektioniert!
Wenn Kurz mal SĂ€tze von sich gibt wie: âdarf ich noch zwei SĂ€tze zu Ende fĂŒhren, Herr BĂŒrgerâ oder âdarf ich noch einen Satz dazu sagenâ, da wird man ohnehin schon etwas skeptisch... und hat er jetzt Ausritte gesagt? War da schon wieder unser bester Innenminister der Zweiten Republik am Werk? Oder bin ich einfach schon paranoid?
Was denkt man sich...? (Anmerkung: zum insinuierten Hitler-Vergleich). Nicht allzu viel... das wahr zumindest mal ein ehrlicher Satz.Â
Dennoch hat er zu Beginn anerkannt, dass der Verfassungsgerichtshof doch noch ĂŒber der Kirche steht. Das war ja die letzten Tage nicht so ganz eindeutig und ich bin wirklich sehr dankbar, dass das mal wer klargestellt hat. Aber weiĂ das der zweite Kanzler in der ersten Reihe schon?
Aber hey... alles egal, am wichtigsten ist doch: Wir leben den neuen Stil!Â
Nach etwa der HĂ€lfte brauch ich jetzt aber mal eine Pause und seh mir den Rest morgen in kleinen Portionen fertig an. Zwei so aufgeregte NĂ€chte hintereinander schaff ich einfach nicht mehr und in mir regt sich so der Verdacht, dass Kurz sich lĂ€ngst fĂŒr einen ganz eigenen Beitrag qualifiziert hat. Und so gern wollte ich noch was mit Achse schreiben, weil das halt in jedem normalen Sprachgebrauch vorkommt und mir fĂ€llt einfach nichts ein, also einfach so nochmal: Achse.













