Jungs, die viel verdien'n, pushen Medizin, durchaus legitim, Herz pumpt, Adrenalin, voll auf Kokain, ständig Dope am deal'n
Mortel ft. Azad, Nimo, PGS, 2017
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Mortel ft. Azad, Nimo, PGS, 2017

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Dieser Staat ist übergriffig. Dieser Staat ist entwürdigend. Dieser Staat ist autoritär.
Ich möchte kein Teil dieses Staates mehr sein. Deshalb gehe ich. Kehre ihm den Rücken.
Nicht wortwörtlich, denn hier ist meine Heimat, mein Nest, mein Seelenort. Hier sind meine Kinder geboren, haben Verbundenheit, Wärme, Zuversicht erlebt. Mit uns und mit vielen anderen wunderbaren Menschen, die uns jeden Tag begegnen.
Wir treffen uns. Kommen uns ganz nah. Mittlerweile innerhalb weniger Minuten, denn es läuft ohne Umschweife auf die wichtigen Themen hinaus. Smalltalk war gestern, heute gibt es keine Zeit zu verlieren. Raus mit der Echtheit, die Maske kannst du stecken lassen, ich will sehen, wer du bist.
Was liebst du? Wie lebst du? Woran glaubst du? Wofür schlägt dein Herz? Was macht dir Angst? Was möchtest du noch tun, bevor du stirbst? Was ist das Wichtigste in deinem Leben?
Nach nur zehn Minuten laufen uns beiden Tränen über die Wangen. In einem kleinen Raum, zwischen Tür uns Angel, im Wartebereich, vielleicht zu dieser Praxis, doch es erscheint uns wie der für das Leben. Das Leben, das wir wirklich führen wollen. In dem niemand mehr fragt, was wir haben, sondern was wir brauchen. Und in dem wir frei sind, uns zu offenbaren, ohne dafür verspottet, diffamiert und ausgegrenzt zu werden.
Dieser authentische Ort existiert, nur eben nicht da draußen. Wahrscheinlich hat er das dort noch nie. Das, was wir Gesellschaft nennen, ist längst tot, vielleicht schon seit Jahrzehnten. Meine Eltern erzählen manchmal davon. In der DDR war nicht alles gut, doch immerhin gab es Gemeinschaft, Zusammenhalt, Lebendigkeit.
Mir kommt es langsam so vor, als hätte ich mir diese Verbundenheit in den beinahe 30 Jahren meines bisherigen Lebens nur eingebildet. Die Disco Abende, Konzerte, Bartouren von früher fühlen sich in meiner Erinnerung fad und leer an. Vielleicht gab es hier und da ein echtes Gespräch über tiefe Gefühle, Sehnsüchte, Träume, meistens betrunken und ohne die Aussicht auf ein nächstes Mal, ein Aneinander-Wachsen, den Aufbau einer womöglich lebenslangen innigen Beziehung zu einem anderen Menschen, dem man blind vertraut.
Versteht mich nicht falsch, ich habe diese Menschen in meinem Leben. Doch die habe ich nicht dort draußen gefunden, sondern hier, direkt vor meiner Nase. Im kleinen Dorf Verein, beim Kräuter Lehrgang im Nachbarort, bei der Frage nach schneller Hilfe bei einem akuten Problem.
Lange habe ich sie nicht erkannt, sie waren ja da. Die wertvollsten Menschen in meinem Leben. Um ihre Zuwendung musste ich mich nie bemühen. Wir waren uns nah, wenn wir es brauchten und entfernten uns ein Stück, wenn es an der Zeit dafür war, um dann wieder zusammen zu finden. Ohne Vorwürfe. So ist es bis heute.
Echte Nähe braucht keine Bedingungen.
Dieser Satz ist die größte Wahrheit in meinem Herzen.
Die Welt da draußen, die Gesellschaft, das große Ganze, stellt mittlerweile so viele Bedingungen, dass es mich seelisch und körperlich krank macht.
Das ist nicht mehr meine Welt. Sie verlangt zu viel. Ich kann und will diesem Anspruch nicht gerecht werden. Sowieso erscheint er mir utopisch, wo sich die Forderungen schneller ändern als das Wetter, der Einzelne ohne mediale Dauerbeschallung gar nicht mehr herausfinden kann, was heute und was morgen plötzlich wieder illegal ist.
In meinem Empfinden ist es ein zwischenmenschliches No Go, überhaupt irgendjemanden so herablassend zu behandeln. Ständig die Regeln zu ändern, sich derart unentwegt umzuentscheiden, dass es an Schikane grenzt.
Und am Ende denjenigen die Schuld für weiß Gott was zuzusprechen, die einfach nur nichts gemacht haben. Die, die noch die Selben sind wie vor drei Jahren. Die, die noch wissen, wer sie sind. Menschen. Subjekte. Fühlende. Lebende. Liebende. Vor allem sich selbst.
Keine Maschinen, die nach den Vorstellungen eines Erfinders, Ministers oder Führers gebogen, gedrückt, modelliert und gezwängt werden können.
Wir treffen uns. Als Menschen. Hören uns zu, versuchen, zu verstehen, schätzen die Offenheit unseres Gegenübers und nehmen es in seiner Einzigartigkeit an. Wir wollen wirklich hören, was der andere zu sagen hat. Es interessiert uns. Wir glauben fest daran, dass unser größter Schatz unsere Menschlichkeit ist, Empathie, die Fähigkeit, uns in einen anderen Menschen hinein zu versetzen und ihn in seiner Verletzlichkeit anzunehmen. Es liegt uns fern, einander abzuwerten oder zu entwürdigen.
Hier ist mein Zuhause, mein Seelenort, eine Parallelgesellschaft der Gleichwürdigkeit.
An diesem Ort gibt es sie noch, die Menschlichkeit. Dort draußen ist sie längst verloren.
Deshalb bleibe ich hier. Gemeinsam mit den vielen wunderbaren Menschen um mich herum, die, so wie ich, ebenso in der Lage sind, die richtigen Fragen zu stellen und sich innerhalb von zehn Minuten weinend in den Armen zu liegen. Voller Liebe, voller Wärme, voller Zuversicht auf ein würdevolles Leben ohne das grauenvolle, menschenfeindliche Chaos da draußen.
Die #annegretchenfrage lautet
befindet sich #merz vielleicht in einer Parallelgesellschaft namens #mittelschicht ?
Coca Loca - Parallelgesellschaft im Knast von San Pedro
Necla Kelek warnt vor Familiennachzug
JF: Die SPD fordert für eine Große Koalition den Familiennachzug. Doch dieser sei ein völlig falscher Weg, sagt Soziologin Necla Kelek. Gerade der Familiennachzug fördere Parallelgesellschaften und sende zudem ein falsches Signal an die Menschen in ihren Heimatländern. Die Folge wäre ein importiertes islamisches Familiensystem, warnt die Forscherin. http://dlvr.it/Q3Gt9j

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Statement
Rückblick auf das Maitreffen des Social Media Chat Bonn
Ausgehend von Überlegungen im Vorfeld und besonders inspiriert durch den Blogpost „Nur Fische mit Füßen“ von Annette Schwindt wurde beim Mai-Treffen angeregt diskutiert. Die Ausgangsfrage lautete dabei:
Wir wollen der Frage nach der Veränderung der Gesellschaft durch Social Media nachgehen. Nicht nur die Entwicklungen innerhalb der Social-Media-Welt thematisieren, sondern auch den Umgang mit nicht-netzaffinen Menschen: Wie können wir ihnen diese Welt nahebringen (#erklärsmama) oder läuft es auf eine Parallelgesellschaft hinaus?
Das Stichwort „Parallelgesellschaft“ wurde direkt aufgegriffen und die Entwicklung einer solchen deutlich verneint. Bereits im Vorfeld bei der Ankündigung des Themas wurde in einem Kommentar bei Facebook darauf hingewiesen, dass von einer entstehenden Parallelgesellschaft keine Rede sein könne. Beschäftigen sich die Menschen doch mit den selben Inhalten, nur über unterschiedliche Kommunikationskanäle Auch in der Runde vor Ort wurde deutlich gemacht, man solle und wolle Rücksicht aufeinander nehmen und den nicht-netzaffinen Menschen das Netz nahebringen. Dieses Nahebringen klingt zunächst einfach, ist es aber nicht (immer). Wie, ob und mit welchen Argumenten zu überzeugen ist, ist ganz offensichtlich eine Generationenfrage. https://twitter.com/meta_blum/status/337626881711042560 Die junge Generation muss nicht überzeugt werden. Sie ist die der – Achtung, abgelutschter Begriff – Digital Natives. Das Netz gehört zu ihrem Leben, sie wachsen damit und darin auf, sie nutzen es intuitiv. Selbstverständlich wäre es wünschenswert, wenn Kinder bei ihren ersten Schritten ins Netz durch medienkompetente Erwachsene begleitet werden würden. Das bedeutet dann aber eine wirkliche gemeinsame inhaltliche Auseinandersetzung. Eine Festlegung von „Internetzeiten“ ist sicher keine sinnvolle Maßnahme. Der jungen Generation wurde in der Diskussion eine noch viel größere Bedeutung als die der reinen Nutzer zugeschrieben. Die Jungen sind die Entscheider. Die VZ-Netzwerke sind untergegangen weil die jungen Nutzer sie nicht mehr wollten, Instagram und Youtube boomen weil die Jungen sie wollen. Facebook stagniert auf hohem Niveau und wird, so die Prognose, irgendwann an Bedeutung verlieren und verschwinden. https://twitter.com/Hobbbes/status/337630960688447489 Die ältere Generation zeigt sich auch immer offener und taucht verstärkt in vielen Statistiken auf. Hier ist der praktische Nutzen ein gutes Argument. Kann man z. B. aktuelle Infos zu seinem Hobby bekommen, mit den Enkeln skypen oder über Ebay seiner Sammelleidenschaft nachgehen, leuchtet der Sinn des „im Netz seins“ ein und Angebote werden intensiv und souverän genutzt. http://twitter.com/Hobbbes/status/337629548432728065 Ein wirklich schwieriger Kandidat scheinen die Fourtysomethings zu sein. Gerade in dieser Generation gibt es viele Verweigerer und teilweise wirklich radikale Ablehner. Warum ist das so? Wir haben darüber spekuliert, ob möglicherweise eine Ursache in der Geschichte dieser Generation liegt. Damals haben sie gegen die Volkszählung demonstriert und jetzt sollen sie ihre Daten einem Konzern geben? - Nö, sicher nicht. Eine umfassende Erklärung für die verbreitete Skepsis in der mittleren Generation konnten wir jedoch nicht finden. Und was machen wir nun mit den Leuten, die sich nicht von Social Media überzeugen lassen wollen? Was tun, wenn gute Argumente, Kompetenz und Sachverstand nicht fruchten? Hier ist Toleranz gefragt. Nicht jeder kann oder will überzeugt werden. http://twitter.com/Hobbbes/status/337634144181944321 Insgesamt kann man davon ausgehen, dass in den nächsten Jahren immer weniger Überzeugungsarbeit notwendig sein wird. Soziale Medien werden immer selbstverständlicher in den Alltag einwandern, die Technologien werden ausgefeilter und die Geräte immer einfacher zu bedienen oder auch in Alltagsgegenstände integriert sein. Auch die Diskussion um Plattformen, die jetzt oft durch einige große Namen dominiert wird, wird nachlassen da für die Menschen der reine Nutzen – unabhängig vom Betreiber - immer relevanter und erkennbarer werden wird. Eine Übersicht über die Tweets und Fotos hat Annette via Storify zusammengefasst:
[View the story "#smcbn 23. Mai 2013" on Storify]
Parallelgesellschaften sind keine wünschenswerte Entwicklung
Contra-Mag.:Eine Gesellschaft, ein Staat, lebt vom Miteinander. Parallelgesellschaften hingegen führen zur Ghettoisierung und zum gesellschaftlichen Bruch. Insbesondere bei Sozialstaaten. Von Michael Steiner In Deutschland gilt noch das Prinzip der solidarischen Verantwortung, die im sozialstaatlichen Wesen ihren Ausdruck findet. Normalerweise sollte in solch einem Staatswesen die Erkenntnis vorhanden sein, dass die sozialen Leistungen nicht eine Selbstverständlichkeit ... http://dlvr.it/MYbyNF