Namibia 2018/19 - Teil 25
Nach dem heutigen FrĂŒhstĂŒck quatschten wir noch ein bisschen mit den âNachbarnâ.
Die sind zu sechst unterwegs, wobei die Eltern 3 Monate in Afrika sein werden und die Kinder mit ihren Partnern immer abschnittsweise dazu stoĂen. Denen habe ich ein paar Ausflugstipps fĂŒr die Gegend um Omaruru gegeben: BuschmĂ€nner, Kristall Kellerei....
Wir selber machten uns auf den Weg nach Omaruru. Zuerst stand Tanken auf dem Plan. Und wĂ€hrend der Tankwart so nett unseren Hilux befĂŒllte ging Micha zum ATM, der zur Tankstelle gehörte.Â
Der funktionierte allerdings nicht. Ob der jetzt gewollt auĂer Gefecht gesetzt wurde, wissen wir nicht. Jedenfalls kam ein âhilfreicherâ Mensch dazu, der gerne die Geheimzahl wissen wollte....
Netter Versuch, aber den Trick kennen wir schon!Â
Micha lieĂ ihn stehen, bezahlte den Tankwart mit dem noch vorhandenen Geld und wir fuhren zur nĂ€chsten Bank mit Security. Dort holte er dann Geld ab.Â
AnschlieĂend ging es in den Spar-Markt, um dort die letzten EinkĂ€ufe zu tĂ€tigen. TatsĂ€chlich fanden wir hier den Prickly Pear (Kaktusfeigen) Sirup. Und wĂ€hrend wir so durch die GĂ€nge schlichen, sprach uns eine Frau an: âSie kenne ich doch! Waren Sie schon mal hier?â
Ja, waren wir..... Bis zur Kasse haben wir uns mit ihr unterhalten und jetzt sind wir wieder ĂŒber alle Neuigkeiten in Omaruru auf dem Laufenden!Â
Wronsky hat nur Betriebsferien und die MĂŒllers haben den Laden verpachtet.
Als nĂ€chsten Punkt hatten wir die Besichtigung der neuen Winery, des neuen Wein-Gutes auf dem Plan.Â
Diese liegt am âUferâ des Omaruru Reviers, westlich des gleichnamigen Ortes.
Dazu biegt man am Wurzelholzschnitzer (Tikoloshe) ab und folgt der Pad noch etwa 5-6 Kilometer, die sich nördlich des Reviers entlang schlÀngelt.
Irgendwann steht man dann vor einem reprÀsentativen Tor, das man jedoch nicht öffnet (nicht öffen darf oder kann), denn man muss den Seiteneingang nutzen.
Man wird von gut geschulten jungen Damen in Empfang genommen, die perfekt ihren Text vortragen.
Es gibt verschiedene Angebote, die man buchen kann.....
Wir entschieden uns fĂŒr die Besichtigungstour mit anschlieĂendem Tasting und dem light Lunch.
Bei dem Tasting gab es Kostproben von 9 der 10 Produkte, die die Winery herstellt bzw. fĂŒhrt. Das Ganze kostete 295 N$, also rund 20 Euro pro Person.
Allerdings fragten wir uns schon, wie mit den paar Weinstöcken, die da drumherum wachsen, so eine Produktpalette angeboten werden kann?!
Das RĂ€tsels Lösung: die Trauben werden aus der Region am und um den Oranje, an der Grenze zu SĂŒdafrika, hinzu gekauft. Deswegen sind es auch alles nur âBlendsâ.
So richtig hat uns keiner der Weine ĂŒberzeugt und den einen oder anderen lieĂen wir sogar zurĂŒck gehen. Ganz furchtbar fanden wir den KrĂ€uterlikör.
Der Dessertwein âGravinoâ und der Creme-Likör Eembe haben uns aber ĂŒberzeugt und so haben wir von Beiden jeweils ein FlĂ€schchen fĂŒr unseren nĂ€chsten Afrika-Abend mitgenommen, um unseren GĂ€sten auch mal etwas neues zu bieten.
Nach dem Tasting hatten wir allerdings ordentlich einen im Schuh. Man könnte auch sagen die QualitÀt hat uns nicht umgehauen, jedoch die QuantitÀt...
Danach ging es erst einmal schnurstracks zurĂŒck zur Unterkunft, wo wir erstmal ein kleines Nachmittags-PĂ€uschen machten.
Am spĂ€ten Nachmittag fuhren wir dann zur benachbarten RL-Farm, die sich ja den gleichen Eingang mit Onduruquea teilt, sowie das gesamte GelĂ€nde, da alles dem selben EigentĂŒmer gehört.
Die RL-Farm liegt etwa 5 Kilometer Luftlinie von Onduruquea entfernt. Und hier sieht man einfach den Unterschied von der europĂ€ischen zur sĂŒdwester Gastfeundschaft....
Obwohl wir dort null angekĂŒndigt waren und eigentlich Betriebsferien sind, hieĂen uns Silke und Carl mit offenen Armen âWillkommenâ und zeigten uns gerne ihre GĂ€stefarm inklusive des eigenen Wohnzimmers!
Was fĂŒr ein Unterschied zu den stocksteifen HollĂ€ndern, die jetzt hier Onduruquea ĂŒbernommen haben.
Heute Abend trauten sich auch endlich mal einige GĂ€ste nach und nach aus der Deckung - und siehe da: der allgemeine Tenor der Leute: sie finden das Getue alle ĂŒberkandidelt und völlig unpassend.
Die meisten haben ebenfalls mehrjĂ€hrige Afrika-Erfahrung und haben schon so manche Schtorie erlebt und gesehen: alle sind sich einig, die Nachfolger der Sibolds (ohne diese zu kennen) sind einfach keine Gastgeber. Sie fĂŒhren den Betrieb ohne Herzblut und ohne Seele.
Die Schweizer brachten es auf dem Punkt: die sehen uns nie wieder!
Morgen geht es fĂŒr den Rest des Aufenthaltes zurĂŒck nach Windhoek, zur Voigtland Farm.
Angie, Micha und der HasenbÀr