Di./ 26.11.2024 am Vormittag đ
St. Peter-Ording/ Walderkundung in Ording
Warum fallen die BlĂ€tter im Herbst vom Baum, die Nadeln aber nicht? đ§
NadelbĂ€ume đČ lassen ihre Nadeln an den Zweigen, weil sie immer auf Stand-by sein mĂŒssen â sie kommen aus kalten Gegenden, wo die Sommer sehr kurz sind und das Wasser nicht so eine groĂe Rolle spielt. Von daher mĂŒssen sie schnell reagieren können, sobald der FrĂŒhling einsetzt. Deshalb behalten sie die Nadeln das ganze Jahr ĂŒber am Zweig. Damit sie im Winter nicht kaputtfrieren, sorgen sie anhand verschiedener Mechanismen fĂŒr einen Frostschutz.
Schon die nadelartige Form reduziert die OberflĂ€che und damit die Menge an Wasser, die bei Frost verloren gehen könnte. đȘ Und die Zellstruktur der Nadeln enthĂ€lt Zellmembranen mit speziellen Lipiden, die flexibler bleiben und weniger anfĂ€llig fĂŒr FrostschĂ€den sind. Zudem produzieren sie Antifrost-Proteine, die die Bildung von Eiskristallen verhindern und sie enthalten hohe Konzentration von Zucker und Salzen die den Gefrierpunkt der ZellflĂŒssigkeit senken. - FĂŒr den Fall von zu hohen Temperaturen und zu hohem Wasserverlust schĂŒtzt sie eine Wachsschicht auf ihren Nadeln/ BlĂ€ttern.
Unsere heimischen LaubbĂ€ume dagegen, đł verbrauchen im Sommer ĂŒberwiegend Winterregen der ĂŒber die kalte Jahreszeit im Boden gespeichert werden muss. Ohne Laub đ kommt viel mehr Wasser in den Boden als mit Laub, denn auf den BlĂ€ttern wĂŒrde ein groĂer Teil des Regens hĂ€ngen bleiben und wieder nutzlos in die Luft verdunsten. - Zudem verbessern sie so ihre Sturmfestigkeit und verringern ggf. die Schneelast (Eine ausgewachsene Buche kann z. B. eine LaubflĂ€che von ĂŒber 1000 mÂČ fĂŒhren). - Ohne BlĂ€tter erĂŒbrigen sich weitere Mechanismen fĂŒr den Frostschutz... đ«