I love old midi tech and this isn't even that old lol

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Naonext Crystall Ball Test
WĂ€hrend man sich im Bereich Audiosoftware immer wieder mal an einem neuen Konzept erfreuen darf, herrscht im Feld der MIDI-Controller ein vergleichsweise ruhiger Innovationszyklus vor. Fraglos gibt es eine Vielzahl von GerĂ€ten mit Tastern, Fadern, Potis, Tastaturen und Mischformen davon, wirklich neue AnsĂ€tze, wie etwa das âHaken Continuumâ, der âKeith McMillen QuNeoâ oder die âAlphaSphereâ, sind dagegen nicht so hĂ€ufig anzutreffen.
FĂŒr etwas Bewegung im Marktsegment der unkonventionellen Befehlsgeber will nun die französische Firma Naonext mit ihrem âCrystall Ballâ sorgen, einer blau leuchtenden Halbkugel, die mit fĂŒnf Infrarotsensoren und einer Tastenmatrix bestĂŒckt ist. Wie sich der spacige 499-Euro-Controller im Bonedo-Test schlĂ€gt, verrĂ€t euch dieser Artikel.
GrundsĂ€tzlich vereint der DJ Controller Crystall Ball der französischen Firma Naonext (nicht Nanonext) zwei Controller-Prinzipien in einem GerĂ€t. Zum einen sind da nĂ€mlich fĂŒnf Infrarotsensoren, die die AnnĂ€herung eines Objekts (vorzugweise die HĂ€nde des Bedienenden) im Abstand von ungefĂ€hr 10-20 Zentimetern registrieren können. Zum anderen verfĂŒgt das Tool ĂŒber eine Matrix aus insgesamt 32 zweifarbig (blau/weiĂ) hintergrundbeleuchteten Tastern, mit denen sich frei adressierbare MIDI-Kommandos erteilen lassen. Diese Daten sendet die Wunderkugel wahlweise ĂŒber ihre DIN- oder USB-Buchse an den Rechenknecht. Zudem bietet sie eine Anschlussmöglichkeit fĂŒr ein optionales Pedal. Dem Karton entnehme ich den Controller selbst, ein Netzteil, ein USB-Kabel und eine englischsprachige Schnellanleitung, die so eng bedruckt ist, dass man augenschonenderweise besser zum Download-Handbuch greifen sollte.
ZunĂ€chst einmal wirkt der DJ Controller Controller, steht er in natura vor einem, wesentlich gröĂer als man es vielleicht auf Grundlage eines Fotos vermuten wĂŒrde. Mit einer Tiefe von 32, einer Breite von 19 und einer Höhe von 13 Zentimetern macht der Crystall Ball nĂ€mlich einen durchaus stattlichen Eindruck. Das GefĂŒhl einer gewissen SeriositĂ€t hat seinen Ursprung teilweise auch darin, dass der OberflĂ€che des GehĂ€userahmens, der sowohl die Halbkugel wie auch die Tastatur einfasst, ein matt schimmerndes Aluminiumblech spendiert wurde. Auch der Griff zur Tastenmatrix gibt mir keinen Anlass zu ernsthafter Kritik, jedoch verlangen die Buttons, da es sich um ein groĂes GussstĂŒck handelt, prinzipiell danach, mit einer gewissen Verbindlichkeit angetippt zu werden. Dabei geben sie kein eindeutiges, taktiles Schaltpunkt-Feedback, was allerdings typisch fĂŒr diesen Industriestandard ist. Entsprechend hat dies keinen Punktabzug zur Folge, da es sich bei anderen GerĂ€ten ganz genau so verhĂ€lt.
Der Blick auf die Unterseite offenbart, dass hier ausreichend Raum gelassen wurde, um alle Anschlusskabel (Strom, MIDI, USB, Footswitch) komfortabel einzustecken. Mehr noch: Naonext haben ebenfalls daran gedacht, Einbuchtungen im Kunststoff auszusparen, durch die sich die Kabel ordentlich voneinander getrennt nach hinten herausfĂŒhren lassen â sehr gut.
Crystall Ball mit Strom
RĂŒckseitig erblicke ich auch ein Standard-Mikrofongewinde, was das ergonomische Positionieren des Crystall Balls auf einem StĂ€nder jenseits des Arbeitstisches ermöglicht. Schön. Sobald der Crystall Ball mit Strom versorgt ist, leuchtet die robuste, milchtrĂŒbe Kunststoff-Halbkugel in modernem Blau. Bewege ich meine HĂ€nde oder irgendeinen Gegenstand ĂŒber einen der fĂŒnf Infrarotsensoren, geben je zwei blaue LEDs ein visuelles Feedback darĂŒber, dass sich etwas in ihrem Beobachtungsgebiet befindet.
Crystall Ball zum Rechner
Der Crystall Ball selbst benötigt keine DJ Controller Treiber, um am PC oder Mac seinen Dienst zu verrichten. Einfach einstecken und schon wird er als universelles PlugânâPlay-GerĂ€t erkannt. Geradezu unverzichtbar ist dagegen die Installation der Editor-Software, die ich mir als Download von der Hersteller-Website gezogen habe. Der Editor ist nĂ€mlich die zentrale Instanz, wenn es darum geht, MIDI-Parameter-Mappings vom Crystall Ball zum Rechner und zurĂŒck zu schieben. Das ist nicht nur dann erforderlich, wenn man eigene Konfigurationsdateien anlegen möchte, sondern auch um fertige Mappings, beispielsweise fĂŒr Traktor und Ableton Live, von der Naonext-Homepage in das Flash-ROM des Crystall Ball zu verfrachten. Werfen wir an dieser Stelle deshalb mal einen gesonderten Blick auf den...
Kurz zur Organisation: Der Crystall Ball kann insgesamt 24 Mappings (Banks) in seinem Flash-ROM speichern, die im laufenden Betrieb mittels Shift+Nummerntaste abgerufen werden können. Jede einzelne Bank verfĂŒgt ĂŒber fĂŒnf frei konfigurierbare Parameterbelegungen fĂŒr Taster und Infrarotsensoren (Sets), die mit den Set-Tasten 1-5 aufgerufen werden. Die Editor-Software dient der Konfiguration des Controllers beziehungsweise dem Transfer von MIDI-Mappings und umfasst schlanke fĂŒnf Seiten:
Tasten, FuĂschalter und Beleuchtung
Setup â hier lassen sich unter anderem die aktuellen Einstellungen der gewĂ€hlten Bank auf den Rechner herunterladen (âdumpenâ), und zwar getrennt fĂŒr Sensoren, Tasten, FuĂschalter und Beleuchtung. Ferner können diverse KopiervorgĂ€nge (Bank/Set) vorgenommen, Konfigurationen geladen und der gesamte Controller zurĂŒckgesetzt werden.
Beispiel: DrĂŒcke ich Taste
Keys - nun muss ich leider ein kleines bisschen ĂŒber die DJ Controller Logik des Controllers referieren: GrundsĂ€tzlich agieren die Tasten des Crystall Balls entweder als ganz ânormaleâ On-Off-Taster und leuchten dann weiĂ oder sie schalten den jeweiligen MIDI-Parameter mit blauem Feedback auf den darĂŒber liegenden Sensor. Ein Beispiel: DrĂŒcke ich Taste 14 (die zweite Taste in der dritten Reihe), leuchtet sie blau und die Sensordaten steuern den MIDI-Parameter, den ich zuvor fĂŒr diese Taste festgelegt habe. Soweit klar? Gut. Zweite kognitive HĂŒrde: Die Sensor-Funktion lĂ€sst sich immer nur fĂŒr eine komplette Zeile und nicht fĂŒr einzelne Tasten aktivieren. Beispielsweise fĂŒr die zweite Zeile mit den Tasten 7-11. Hat man dieses Prinzip verstanden, gelingen mit dem Editor schnell auch aufwĂ€ndigere Setups, die sich dann in einer der 24 BĂ€nke abspeichern lassen. Wir halten im Hinterkopf, dass jede Bank ĂŒber fĂŒnf Sets verfĂŒgt, die alle in der Lage sind, eine komplette Belegung der Tastenmatrix zu speichern. FĂŒr jede Taste darf ich dabei festlegen, ob sie MIDI-Noten, Control Changes oder Program Changes sendet und ob sie schalten oder triggern sowie âanâ oder âausâ sein soll. Zum ĂberprĂŒfen der Einstellungen veranlasst ein Klick auf âDump to Crystallâ den Editor dazu, das Setting auf den Controller zu ĂŒbertragen.
Sensor â hier wird die Reichweiten-SensitivitĂ€t der fĂŒnf IR-Sensoren festgelegt. Im Test hatte eine VerĂ€nderung dieses Werts allerdings keine âfĂŒhlbareâ Auswirkung auf den Controller, was aber meiner Meinung nach nicht weiter schlimm ist.
Jack â auf dieser Seite legt der Anwender fest, welche Funktionen die beiden optionalen FuĂschalter haben sollen. Das Angebot reicht vom Auslösen eines MIDI-Kommandos bis hin zum Wechseln der Bank und Einfrieren von SensorzustĂ€nden.
Light â hier justiere ich die Helligkeit der Komponenten, also die BeleuchtungsintensitĂ€t der Kugel, der Sensoren und auch der Tasten im aktiven sowie inaktiven Zustand.
Ableton Live und Native
Naonext stellen auf ihrer DJ Controller Website vorgefertigte Mappings fĂŒr Ableton Live und Native Instruments Traktor samt MIDI-Templates zum Download bereit. SelbstverstĂ€ndlich nutze ich dieses Angebot gern als Einstieg in die Arbeit mit der Kommandokugel, wobei es zunĂ€chst gilt, das entsprechende MIDI-Template auf den Crystall Ball zu ĂŒbertragen. Dazu ziehe ich einfach das Dump-File auf den Editor, wĂ€hle die Bank aus, wo es landen soll und drĂŒcke auf âDump to Crystallâ. Den erfolgreichen Transfer signalisiert der Controller durch ein kurzes Lauflicht ĂŒber alle Tasten. Im Fall von Traktor befördere ich anschlieĂend die TSI-Datei in den Controller Manager, bei Ableton Live erledigt ein automatisches Installationsskript die Aufgabe, die erforderlichen Dateien in die richtigen Pfade zu verfrachten. In Ableton selbst muss ich dann lediglich noch den Kristallball als BedienoberflĂ€che auswĂ€hlen und fertig. Mit dem inkludierten Demo-Song, der bereits Samples und Effekte enthĂ€lt, die auf die Befehle des Crystall Balls gemappt sind, kann ich dann augenblicklich meine mystisch beschwörende Performance rund um die Glas-, Ă€h Plastikkugel starten.
Transport-, Szenen- und Clip-Steuerung
In Ableton sind die DJ Controller Taster mit den typischen Funktionen zur Transport-, Szenen- und Clip-Steuerung belegt. Die Sensoren dagegen liefern (in AbhĂ€ngigkeit vom gewĂ€hlten Set) Steuerinformationen fĂŒr Effekte und stellen spielbare Sounds und rudimentĂ€re Scratch-Möglichkeiten ĂŒber das Max-for-Live Plug-in bereit. Das funktioniert alles grundsĂ€tzlich so wie es soll. Um mit dem Crystall Ball aber wirklich prĂ€zise Performances hinzulegen, ist tatsĂ€chlich eine gewisse Ăbung erforderlich. a.) um mit den Möglichkeiten des Mappings vertraut zu werden (welcher Beam macht was). b.) um eine vorausschauende Finger-Hand-Fertigkeit zu entwickeln, die es braucht, um Sounds und Effekte wirklich synchron abzufeuern. Oft ârutschteâ ich im Test auch ungewollt in den Strahlbereich eines daneben liegenden Sensors oder verlieĂ in einem Moment der Unachtsamkeit den Sektor, den ich gerade bedienen wollte. Möchte ich meine HĂ€nde bei einer Performance mal anderweitig nutzen als zur Effektsteuerung, kann ich den aktuellen Zustand der Sensoren mit der Hold-Taste einfrieren und wieder freigeben. Aber was rede ich. Schaut mir einfach mal bei einem meiner ersten, vorsichtigen Gehversuche mit dem Crystall Ball ĂŒber die Schulter:
Das Mapping fĂŒr Traktor
Das Mapping fĂŒr Traktor ist nicht weniger anspruchsvoll und vereint eine ziemlich umfassende Sammlung von Steuerfunktionen fĂŒr alle vier Decks auf den Sensoren und Tasten des MIDI-Befehlsgebers. Die Tasten machen hier durch die Bank das, was die Mapping-Tabelle vorgibt. Und mit ein bisschen Auswendiglernen der Belegung gelingt es mir problemlos, Traktor allein mit dem Crystall Ball zu dirigieren.Â
Die Zuweisung der IR-Sensoren
Die Zuweisung der DJ Controller IR-Sensoren auf die Effekte lĂ€sst sich natĂŒrlich nicht verallgemeinern, da sowohl die Auswahl wie auch das Routing (Single/Multi) der FX in Traktor bekanntlich frei ist. Dennoch gelingt die Parametersteuerung mit etwas Ăbung ganz passabel. Allerdings schien mir das Ansprechverhalten der KenngröĂen weitaus zickiger und nervöser zu sein, als es in Ableton der Fall war. Auch machte ich hier Bekanntschaft mit dem PhĂ€nomen, dass ein Parameter an der letzten Position, wo die Hand gerade war (wenn man sie also nicht ânach hintenâ, sondern âseitlichâ weg zieht), stehen bleibt. Ob das so gewollt oder eher ein Zufall ist, konnte ich in der KĂŒrze der Zeit nicht ergrĂŒnden. Im Ergebnis zwingt es einen dazu, jeden Effekt wieder âzurĂŒck zu dirigierenâ, wenn man ihn nicht mehr braucht oder ihn ĂŒber den entsprechenden Taster zu deaktivieren.
Source: http://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/naonext-crystall-ball-test.html
Naonext Crystall Ball Test
WĂ€hrend man sich im Bereich Audiosoftware immer wieder mal an einem neuen Konzept erfreuen darf, herrscht im Feld der MIDI-Controller ein vergleichsweise ruhiger Innovationszyklus vor. Fraglos gibt es eine Vielzahl von GerĂ€ten mit Tastern, Fadern, Potis, Tastaturen und Mischformen davon, wirklich neue AnsĂ€tze, wie etwa das âHaken Continuumâ, der âKeith McMillen QuNeoâ oder die âAlphaSphereâ, sind dagegen nicht so hĂ€ufig anzutreffen.
FĂŒr etwas Bewegung im Marktsegment der unkonventionellen Befehlsgeber will nun die französische Firma Naonext mit ihrem âCrystall Ballâ sorgen, einer blau leuchtenden Halbkugel, die mit fĂŒnf Infrarotsensoren und einer Tastenmatrix bestĂŒckt ist. Wie sich der spacige 499-Euro-Controller im Bonedo-Test schlĂ€gt, verrĂ€t euch dieser Artikel.
GrundsĂ€tzlich vereint der DJ Controller Crystall Ball der französischen Firma Naonext (nicht Nanonext) zwei Controller-Prinzipien in einem GerĂ€t. Zum einen sind da nĂ€mlich fĂŒnf Infrarotsensoren, die die AnnĂ€herung eines Objekts (vorzugweise die HĂ€nde des Bedienenden) im Abstand von ungefĂ€hr 10-20 Zentimetern registrieren können. Zum anderen verfĂŒgt das Tool ĂŒber eine Matrix aus insgesamt 32 zweifarbig (blau/weiĂ) hintergrundbeleuchteten Tastern, mit denen sich frei adressierbare MIDI-Kommandos erteilen lassen. Diese Daten sendet die Wunderkugel wahlweise ĂŒber ihre DIN- oder USB-Buchse an den Rechenknecht. Zudem bietet sie eine Anschlussmöglichkeit fĂŒr ein optionales Pedal. Dem Karton entnehme ich den Controller selbst, ein Netzteil, ein USB-Kabel und eine englischsprachige Schnellanleitung, die so eng bedruckt ist, dass man augenschonenderweise besser zum Download-Handbuch greifen sollte.
ZunĂ€chst einmal wirkt der DJ Controller Controller, steht er in natura vor einem, wesentlich gröĂer als man es vielleicht auf Grundlage eines Fotos vermuten wĂŒrde. Mit einer Tiefe von 32, einer Breite von 19 und einer Höhe von 13 Zentimetern macht der Crystall Ball nĂ€mlich einen durchaus stattlichen Eindruck. Das GefĂŒhl einer gewissen SeriositĂ€t hat seinen Ursprung teilweise auch darin, dass der OberflĂ€che des GehĂ€userahmens, der sowohl die Halbkugel wie auch die Tastatur einfasst, ein matt schimmerndes Aluminiumblech spendiert wurde. Auch der Griff zur Tastenmatrix gibt mir keinen Anlass zu ernsthafter Kritik, jedoch verlangen die Buttons, da es sich um ein groĂes GussstĂŒck handelt, prinzipiell danach, mit einer gewissen Verbindlichkeit angetippt zu werden. Dabei geben sie kein eindeutiges, taktiles Schaltpunkt-Feedback, was allerdings typisch fĂŒr diesen Industriestandard ist. Entsprechend hat dies keinen Punktabzug zur Folge, da es sich bei anderen GerĂ€ten ganz genau so verhĂ€lt.
Der Blick auf die Unterseite offenbart, dass hier ausreichend Raum gelassen wurde, um alle Anschlusskabel (Strom, MIDI, USB, Footswitch) komfortabel einzustecken. Mehr noch: Naonext haben ebenfalls daran gedacht, Einbuchtungen im Kunststoff auszusparen, durch die sich die Kabel ordentlich voneinander getrennt nach hinten herausfĂŒhren lassen â sehr gut.
Crystall Ball mit Strom
RĂŒckseitig erblicke ich auch ein Standard-Mikrofongewinde, was das ergonomische Positionieren des Crystall Balls auf einem StĂ€nder jenseits des Arbeitstisches ermöglicht. Schön. Sobald der Crystall Ball mit Strom versorgt ist, leuchtet die robuste, milchtrĂŒbe Kunststoff-Halbkugel in modernem Blau. Bewege ich meine HĂ€nde oder irgendeinen Gegenstand ĂŒber einen der fĂŒnf Infrarotsensoren, geben je zwei blaue LEDs ein visuelles Feedback darĂŒber, dass sich etwas in ihrem Beobachtungsgebiet befindet.
Crystall Ball zum Rechner
Der Crystall Ball selbst benötigt keine DJ Controller Treiber, um am PC oder Mac seinen Dienst zu verrichten. Einfach einstecken und schon wird er als universelles PlugânâPlay-GerĂ€t erkannt. Geradezu unverzichtbar ist dagegen die Installation der Editor-Software, die ich mir als Download von der Hersteller-Website gezogen habe. Der Editor ist nĂ€mlich die zentrale Instanz, wenn es darum geht, MIDI-Parameter-Mappings vom Crystall Ball zum Rechner und zurĂŒck zu schieben. Das ist nicht nur dann erforderlich, wenn man eigene Konfigurationsdateien anlegen möchte, sondern auch um fertige Mappings, beispielsweise fĂŒr Traktor und Ableton Live, von der Naonext-Homepage in das Flash-ROM des Crystall Ball zu verfrachten. Werfen wir an dieser Stelle deshalb mal einen gesonderten Blick auf den...
Kurz zur Organisation: Der Crystall Ball kann insgesamt 24 Mappings (Banks) in seinem Flash-ROM speichern, die im laufenden Betrieb mittels Shift+Nummerntaste abgerufen werden können. Jede einzelne Bank verfĂŒgt ĂŒber fĂŒnf frei konfigurierbare Parameterbelegungen fĂŒr Taster und Infrarotsensoren (Sets), die mit den Set-Tasten 1-5 aufgerufen werden. Die Editor-Software dient der Konfiguration des Controllers beziehungsweise dem Transfer von MIDI-Mappings und umfasst schlanke fĂŒnf Seiten:
Tasten, FuĂschalter und Beleuchtung
Setup â hier lassen sich unter anderem die aktuellen Einstellungen der gewĂ€hlten Bank auf den Rechner herunterladen (âdumpenâ), und zwar getrennt fĂŒr Sensoren, Tasten, FuĂschalter und Beleuchtung. Ferner können diverse KopiervorgĂ€nge (Bank/Set) vorgenommen, Konfigurationen geladen und der gesamte Controller zurĂŒckgesetzt werden.
Beispiel: DrĂŒcke ich Taste
Keys - nun muss ich leider ein kleines bisschen ĂŒber die DJ Controller Logik des Controllers referieren: GrundsĂ€tzlich agieren die Tasten des Crystall Balls entweder als ganz ânormaleâ On-Off-Taster und leuchten dann weiĂ oder sie schalten den jeweiligen MIDI-Parameter mit blauem Feedback auf den darĂŒber liegenden Sensor. Ein Beispiel: DrĂŒcke ich Taste 14 (die zweite Taste in der dritten Reihe), leuchtet sie blau und die Sensordaten steuern den MIDI-Parameter, den ich zuvor fĂŒr diese Taste festgelegt habe. Soweit klar? Gut. Zweite kognitive HĂŒrde: Die Sensor-Funktion lĂ€sst sich immer nur fĂŒr eine komplette Zeile und nicht fĂŒr einzelne Tasten aktivieren. Beispielsweise fĂŒr die zweite Zeile mit den Tasten 7-11. Hat man dieses Prinzip verstanden, gelingen mit dem Editor schnell auch aufwĂ€ndigere Setups, die sich dann in einer der 24 BĂ€nke abspeichern lassen. Wir halten im Hinterkopf, dass jede Bank ĂŒber fĂŒnf Sets verfĂŒgt, die alle in der Lage sind, eine komplette Belegung der Tastenmatrix zu speichern. FĂŒr jede Taste darf ich dabei festlegen, ob sie MIDI-Noten, Control Changes oder Program Changes sendet und ob sie schalten oder triggern sowie âanâ oder âausâ sein soll. Zum ĂberprĂŒfen der Einstellungen veranlasst ein Klick auf âDump to Crystallâ den Editor dazu, das Setting auf den Controller zu ĂŒbertragen.
Sensor â hier wird die Reichweiten-SensitivitĂ€t der fĂŒnf IR-Sensoren festgelegt. Im Test hatte eine VerĂ€nderung dieses Werts allerdings keine âfĂŒhlbareâ Auswirkung auf den Controller, was aber meiner Meinung nach nicht weiter schlimm ist.
Jack â auf dieser Seite legt der Anwender fest, welche Funktionen die beiden optionalen FuĂschalter haben sollen. Das Angebot reicht vom Auslösen eines MIDI-Kommandos bis hin zum Wechseln der Bank und Einfrieren von SensorzustĂ€nden.
Light â hier justiere ich die Helligkeit der Komponenten, also die BeleuchtungsintensitĂ€t der Kugel, der Sensoren und auch der Tasten im aktiven sowie inaktiven Zustand.
Ableton Live und Native
Naonext stellen auf ihrer DJ Controller Website vorgefertigte Mappings fĂŒr Ableton Live und Native Instruments Traktor samt MIDI-Templates zum Download bereit. SelbstverstĂ€ndlich nutze ich dieses Angebot gern als Einstieg in die Arbeit mit der Kommandokugel, wobei es zunĂ€chst gilt, das entsprechende MIDI-Template auf den Crystall Ball zu ĂŒbertragen. Dazu ziehe ich einfach das Dump-File auf den Editor, wĂ€hle die Bank aus, wo es landen soll und drĂŒcke auf âDump to Crystallâ. Den erfolgreichen Transfer signalisiert der Controller durch ein kurzes Lauflicht ĂŒber alle Tasten. Im Fall von Traktor befördere ich anschlieĂend die TSI-Datei in den Controller Manager, bei Ableton Live erledigt ein automatisches Installationsskript die Aufgabe, die erforderlichen Dateien in die richtigen Pfade zu verfrachten. In Ableton selbst muss ich dann lediglich noch den Kristallball als BedienoberflĂ€che auswĂ€hlen und fertig. Mit dem inkludierten Demo-Song, der bereits Samples und Effekte enthĂ€lt, die auf die Befehle des Crystall Balls gemappt sind, kann ich dann augenblicklich meine mystisch beschwörende Performance rund um die Glas-, Ă€h Plastikkugel starten.
Transport-, Szenen- und Clip-Steuerung
In Ableton sind die DJ Controller Taster mit den typischen Funktionen zur Transport-, Szenen- und Clip-Steuerung belegt. Die Sensoren dagegen liefern (in AbhĂ€ngigkeit vom gewĂ€hlten Set) Steuerinformationen fĂŒr Effekte und stellen spielbare Sounds und rudimentĂ€re Scratch-Möglichkeiten ĂŒber das Max-for-Live Plug-in bereit. Das funktioniert alles grundsĂ€tzlich so wie es soll. Um mit dem Crystall Ball aber wirklich prĂ€zise Performances hinzulegen, ist tatsĂ€chlich eine gewisse Ăbung erforderlich. a.) um mit den Möglichkeiten des Mappings vertraut zu werden (welcher Beam macht was). b.) um eine vorausschauende Finger-Hand-Fertigkeit zu entwickeln, die es braucht, um Sounds und Effekte wirklich synchron abzufeuern. Oft ârutschteâ ich im Test auch ungewollt in den Strahlbereich eines daneben liegenden Sensors oder verlieĂ in einem Moment der Unachtsamkeit den Sektor, den ich gerade bedienen wollte. Möchte ich meine HĂ€nde bei einer Performance mal anderweitig nutzen als zur Effektsteuerung, kann ich den aktuellen Zustand der Sensoren mit der Hold-Taste einfrieren und wieder freigeben. Aber was rede ich. Schaut mir einfach mal bei einem meiner ersten, vorsichtigen Gehversuche mit dem Crystall Ball ĂŒber die Schulter:
Das Mapping fĂŒr Traktor
Das Mapping fĂŒr Traktor ist nicht weniger anspruchsvoll und vereint eine ziemlich umfassende Sammlung von Steuerfunktionen fĂŒr alle vier Decks auf den Sensoren und Tasten des MIDI-Befehlsgebers. Die Tasten machen hier durch die Bank das, was die Mapping-Tabelle vorgibt. Und mit ein bisschen Auswendiglernen der Belegung gelingt es mir problemlos, Traktor allein mit dem Crystall Ball zu dirigieren.Â
Die Zuweisung der IR-Sensoren
Die Zuweisung der DJ Controller IR-Sensoren auf die Effekte lĂ€sst sich natĂŒrlich nicht verallgemeinern, da sowohl die Auswahl wie auch das Routing (Single/Multi) der FX in Traktor bekanntlich frei ist. Dennoch gelingt die Parametersteuerung mit etwas Ăbung ganz passabel. Allerdings schien mir das Ansprechverhalten der KenngröĂen weitaus zickiger und nervöser zu sein, als es in Ableton der Fall war. Auch machte ich hier Bekanntschaft mit dem PhĂ€nomen, dass ein Parameter an der letzten Position, wo die Hand gerade war (wenn man sie also nicht ânach hintenâ, sondern âseitlichâ weg zieht), stehen bleibt. Ob das so gewollt oder eher ein Zufall ist, konnte ich in der KĂŒrze der Zeit nicht ergrĂŒnden. Im Ergebnis zwingt es einen dazu, jeden Effekt wieder âzurĂŒck zu dirigierenâ, wenn man ihn nicht mehr braucht oder ihn ĂŒber den entsprechenden Taster zu deaktivieren.
Via: Bonedo
Naonext Crystall Ball Test
WĂ€hrend man sich im Bereich Audiosoftware immer wieder mal an einem neuen Konzept erfreuen darf, herrscht im Feld der MIDI-Controller ein vergleichsweise ruhiger Innovationszyklus vor. Fraglos gibt es eine Vielzahl von GerĂ€ten mit Tastern, Fadern, Potis, Tastaturen und Mischformen davon, wirklich neue AnsĂ€tze, wie etwa das âHaken Continuumâ, der âKeith McMillen QuNeoâ oder die âAlphaSphereâ, sind dagegen nicht so hĂ€ufig anzutreffen.
FĂŒr etwas Bewegung im Marktsegment der unkonventionellen Befehlsgeber will nun die französische Firma Naonext mit ihrem âCrystall Ballâ sorgen, einer blau leuchtenden Halbkugel, die mit fĂŒnf Infrarotsensoren und einer Tastenmatrix bestĂŒckt ist. Wie sich der spacige 499-Euro-Controller im Bonedo-Test schlĂ€gt, verrĂ€t euch dieser Artikel.
GrundsĂ€tzlich vereint der DJ Controller Crystall Ball der französischen Firma Naonext (nicht Nanonext) zwei Controller-Prinzipien in einem GerĂ€t. Zum einen sind da nĂ€mlich fĂŒnf Infrarotsensoren, die die AnnĂ€herung eines Objekts (vorzugweise die HĂ€nde des Bedienenden) im Abstand von ungefĂ€hr 10-20 Zentimetern registrieren können. Zum anderen verfĂŒgt das Tool ĂŒber eine Matrix aus insgesamt 32 zweifarbig (blau/weiĂ) hintergrundbeleuchteten Tastern, mit denen sich frei adressierbare MIDI-Kommandos erteilen lassen. Diese Daten sendet die Wunderkugel wahlweise ĂŒber ihre DIN- oder USB-Buchse an den Rechenknecht. Zudem bietet sie eine Anschlussmöglichkeit fĂŒr ein optionales Pedal. Dem Karton entnehme ich den Controller selbst, ein Netzteil, ein USB-Kabel und eine englischsprachige Schnellanleitung, die so eng bedruckt ist, dass man augenschonenderweise besser zum Download-Handbuch greifen sollte.
ZunĂ€chst einmal wirkt der DJ Controller Controller, steht er in natura vor einem, wesentlich gröĂer als man es vielleicht auf Grundlage eines Fotos vermuten wĂŒrde. Mit einer Tiefe von 32, einer Breite von 19 und einer Höhe von 13 Zentimetern macht der Crystall Ball nĂ€mlich einen durchaus stattlichen Eindruck. Das GefĂŒhl einer gewissen SeriositĂ€t hat seinen Ursprung teilweise auch darin, dass der OberflĂ€che des GehĂ€userahmens, der sowohl die Halbkugel wie auch die Tastatur einfasst, ein matt schimmerndes Aluminiumblech spendiert wurde. Auch der Griff zur Tastenmatrix gibt mir keinen Anlass zu ernsthafter Kritik, jedoch verlangen die Buttons, da es sich um ein groĂes GussstĂŒck handelt, prinzipiell danach, mit einer gewissen Verbindlichkeit angetippt zu werden. Dabei geben sie kein eindeutiges, taktiles Schaltpunkt-Feedback, was allerdings typisch fĂŒr diesen Industriestandard ist. Entsprechend hat dies keinen Punktabzug zur Folge, da es sich bei anderen GerĂ€ten ganz genau so verhĂ€lt.
Der Blick auf die Unterseite offenbart, dass hier ausreichend Raum gelassen wurde, um alle Anschlusskabel (Strom, MIDI, USB, Footswitch) komfortabel einzustecken. Mehr noch: Naonext haben ebenfalls daran gedacht, Einbuchtungen im Kunststoff auszusparen, durch die sich die Kabel ordentlich voneinander getrennt nach hinten herausfĂŒhren lassen â sehr gut.
Crystall Ball mit Strom
RĂŒckseitig erblicke ich auch ein Standard-Mikrofongewinde, was das ergonomische Positionieren des Crystall Balls auf einem StĂ€nder jenseits des Arbeitstisches ermöglicht. Schön. Sobald der Crystall Ball mit Strom versorgt ist, leuchtet die robuste, milchtrĂŒbe Kunststoff-Halbkugel in modernem Blau. Bewege ich meine HĂ€nde oder irgendeinen Gegenstand ĂŒber einen der fĂŒnf Infrarotsensoren, geben je zwei blaue LEDs ein visuelles Feedback darĂŒber, dass sich etwas in ihrem Beobachtungsgebiet befindet.
Crystall Ball zum Rechner
Der Crystall Ball selbst benötigt keine DJ Controller Treiber, um am PC oder Mac seinen Dienst zu verrichten. Einfach einstecken und schon wird er als universelles PlugânâPlay-GerĂ€t erkannt. Geradezu unverzichtbar ist dagegen die Installation der Editor-Software, die ich mir als Download von der Hersteller-Website gezogen habe. Der Editor ist nĂ€mlich die zentrale Instanz, wenn es darum geht, MIDI-Parameter-Mappings vom Crystall Ball zum Rechner und zurĂŒck zu schieben. Das ist nicht nur dann erforderlich, wenn man eigene Konfigurationsdateien anlegen möchte, sondern auch um fertige Mappings, beispielsweise fĂŒr Traktor und Ableton Live, von der Naonext-Homepage in das Flash-ROM des Crystall Ball zu verfrachten. Werfen wir an dieser Stelle deshalb mal einen gesonderten Blick auf den...
Kurz zur Organisation: Der Crystall Ball kann insgesamt 24 Mappings (Banks) in seinem Flash-ROM speichern, die im laufenden Betrieb mittels Shift+Nummerntaste abgerufen werden können. Jede einzelne Bank verfĂŒgt ĂŒber fĂŒnf frei konfigurierbare Parameterbelegungen fĂŒr Taster und Infrarotsensoren (Sets), die mit den Set-Tasten 1-5 aufgerufen werden. Die Editor-Software dient der Konfiguration des Controllers beziehungsweise dem Transfer von MIDI-Mappings und umfasst schlanke fĂŒnf Seiten:
Tasten, FuĂschalter und Beleuchtung
Setup â hier lassen sich unter anderem die aktuellen Einstellungen der gewĂ€hlten Bank auf den Rechner herunterladen (âdumpenâ), und zwar getrennt fĂŒr Sensoren, Tasten, FuĂschalter und Beleuchtung. Ferner können diverse KopiervorgĂ€nge (Bank/Set) vorgenommen, Konfigurationen geladen und der gesamte Controller zurĂŒckgesetzt werden.
Beispiel: DrĂŒcke ich Taste
Keys - nun muss ich leider ein kleines bisschen ĂŒber die DJ Controller Logik des Controllers referieren: GrundsĂ€tzlich agieren die Tasten des Crystall Balls entweder als ganz ânormaleâ On-Off-Taster und leuchten dann weiĂ oder sie schalten den jeweiligen MIDI-Parameter mit blauem Feedback auf den darĂŒber liegenden Sensor. Ein Beispiel: DrĂŒcke ich Taste 14 (die zweite Taste in der dritten Reihe), leuchtet sie blau und die Sensordaten steuern den MIDI-Parameter, den ich zuvor fĂŒr diese Taste festgelegt habe. Soweit klar? Gut. Zweite kognitive HĂŒrde: Die Sensor-Funktion lĂ€sst sich immer nur fĂŒr eine komplette Zeile und nicht fĂŒr einzelne Tasten aktivieren. Beispielsweise fĂŒr die zweite Zeile mit den Tasten 7-11. Hat man dieses Prinzip verstanden, gelingen mit dem Editor schnell auch aufwĂ€ndigere Setups, die sich dann in einer der 24 BĂ€nke abspeichern lassen. Wir halten im Hinterkopf, dass jede Bank ĂŒber fĂŒnf Sets verfĂŒgt, die alle in der Lage sind, eine komplette Belegung der Tastenmatrix zu speichern. FĂŒr jede Taste darf ich dabei festlegen, ob sie MIDI-Noten, Control Changes oder Program Changes sendet und ob sie schalten oder triggern sowie âanâ oder âausâ sein soll. Zum ĂberprĂŒfen der Einstellungen veranlasst ein Klick auf âDump to Crystallâ den Editor dazu, das Setting auf den Controller zu ĂŒbertragen.
Sensor â hier wird die Reichweiten-SensitivitĂ€t der fĂŒnf IR-Sensoren festgelegt. Im Test hatte eine VerĂ€nderung dieses Werts allerdings keine âfĂŒhlbareâ Auswirkung auf den Controller, was aber meiner Meinung nach nicht weiter schlimm ist.
Jack â auf dieser Seite legt der Anwender fest, welche Funktionen die beiden optionalen FuĂschalter haben sollen. Das Angebot reicht vom Auslösen eines MIDI-Kommandos bis hin zum Wechseln der Bank und Einfrieren von SensorzustĂ€nden.
Light â hier justiere ich die Helligkeit der Komponenten, also die BeleuchtungsintensitĂ€t der Kugel, der Sensoren und auch der Tasten im aktiven sowie inaktiven Zustand.
Ableton Live und Native
Naonext stellen auf ihrer DJ Controller Website vorgefertigte Mappings fĂŒr Ableton Live und Native Instruments Traktor samt MIDI-Templates zum Download bereit. SelbstverstĂ€ndlich nutze ich dieses Angebot gern als Einstieg in die Arbeit mit der Kommandokugel, wobei es zunĂ€chst gilt, das entsprechende MIDI-Template auf den Crystall Ball zu ĂŒbertragen. Dazu ziehe ich einfach das Dump-File auf den Editor, wĂ€hle die Bank aus, wo es landen soll und drĂŒcke auf âDump to Crystallâ. Den erfolgreichen Transfer signalisiert der Controller durch ein kurzes Lauflicht ĂŒber alle Tasten. Im Fall von Traktor befördere ich anschlieĂend die TSI-Datei in den Controller Manager, bei Ableton Live erledigt ein automatisches Installationsskript die Aufgabe, die erforderlichen Dateien in die richtigen Pfade zu verfrachten. In Ableton selbst muss ich dann lediglich noch den Kristallball als BedienoberflĂ€che auswĂ€hlen und fertig. Mit dem inkludierten Demo-Song, der bereits Samples und Effekte enthĂ€lt, die auf die Befehle des Crystall Balls gemappt sind, kann ich dann augenblicklich meine mystisch beschwörende Performance rund um die Glas-, Ă€h Plastikkugel starten.
Transport-, Szenen- und Clip-Steuerung
In Ableton sind die DJ Controller Taster mit den typischen Funktionen zur Transport-, Szenen- und Clip-Steuerung belegt. Die Sensoren dagegen liefern (in AbhĂ€ngigkeit vom gewĂ€hlten Set) Steuerinformationen fĂŒr Effekte und stellen spielbare Sounds und rudimentĂ€re Scratch-Möglichkeiten ĂŒber das Max-for-Live Plug-in bereit. Das funktioniert alles grundsĂ€tzlich so wie es soll. Um mit dem Crystall Ball aber wirklich prĂ€zise Performances hinzulegen, ist tatsĂ€chlich eine gewisse Ăbung erforderlich. a.) um mit den Möglichkeiten des Mappings vertraut zu werden (welcher Beam macht was). b.) um eine vorausschauende Finger-Hand-Fertigkeit zu entwickeln, die es braucht, um Sounds und Effekte wirklich synchron abzufeuern. Oft ârutschteâ ich im Test auch ungewollt in den Strahlbereich eines daneben liegenden Sensors oder verlieĂ in einem Moment der Unachtsamkeit den Sektor, den ich gerade bedienen wollte. Möchte ich meine HĂ€nde bei einer Performance mal anderweitig nutzen als zur Effektsteuerung, kann ich den aktuellen Zustand der Sensoren mit der Hold-Taste einfrieren und wieder freigeben. Aber was rede ich. Schaut mir einfach mal bei einem meiner ersten, vorsichtigen Gehversuche mit dem Crystall Ball ĂŒber die Schulter:
Das Mapping fĂŒr Traktor
Das Mapping fĂŒr Traktor ist nicht weniger anspruchsvoll und vereint eine ziemlich umfassende Sammlung von Steuerfunktionen fĂŒr alle vier Decks auf den Sensoren und Tasten des MIDI-Befehlsgebers. Die Tasten machen hier durch die Bank das, was die Mapping-Tabelle vorgibt. Und mit ein bisschen Auswendiglernen der Belegung gelingt es mir problemlos, Traktor allein mit dem Crystall Ball zu dirigieren.Â
Die Zuweisung der IR-Sensoren
Die Zuweisung der DJ Controller IR-Sensoren auf die Effekte lĂ€sst sich natĂŒrlich nicht verallgemeinern, da sowohl die Auswahl wie auch das Routing (Single/Multi) der FX in Traktor bekanntlich frei ist. Dennoch gelingt die Parametersteuerung mit etwas Ăbung ganz passabel. Allerdings schien mir das Ansprechverhalten der KenngröĂen weitaus zickiger und nervöser zu sein, als es in Ableton der Fall war. Auch machte ich hier Bekanntschaft mit dem PhĂ€nomen, dass ein Parameter an der letzten Position, wo die Hand gerade war (wenn man sie also nicht ânach hintenâ, sondern âseitlichâ weg zieht), stehen bleibt. Ob das so gewollt oder eher ein Zufall ist, konnte ich in der KĂŒrze der Zeit nicht ergrĂŒnden. Im Ergebnis zwingt es einen dazu, jeden Effekt wieder âzurĂŒck zu dirigierenâ, wenn man ihn nicht mehr braucht oder ihn ĂŒber den entsprechenden Taster zu deaktivieren.
Via: Bonedo