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Masterpiece Roadrage  MP26
Rane MP26 Test
Mit gröĂter Bescheidenheit wird der Rane MP26 in der Produktbeschreibung als Vierkanal-Installationsmischpult mit integrierter Effektsektion und USB-Audiointerface bezeichnet. Das ist zwar grundsĂ€tzlich richtig, zusĂ€tzlich ist der schwarze Sieben-Kilo-Bolide aber auch ein vollwertiger MIDI-Controller, ĂŒber dessen ASIO- und Core-Audio USB-Interface man den Rechner mit nicht weniger als 22 AudiokanĂ€len befeuern kann.
Ferner beherbergt der MP26 auf seinen fĂŒnf Höheneinheiten zwei MikrofonkanĂ€le und ein stufenloses High-/Low-Cut-Filter pro Musikkanal nebst dreibandiger Klangregelung. Dazu gesellt sich eine umfassende Abhör- und Monitoring-Matrix, wie wir bei unserem Testlauf mit Begeisterung feststellen konnten.
Bereits die Verpackung ist Understatement pur: Wo andernorts nur so mit Vierfarbdruck aus allen Tonerwalzen geschossen wird, begnĂŒgt sich Rane mit einem einfachen braunen Karton, der als einziges Verkaufsargument den Aufdruck âMade in USAâ trĂ€gt. Das ist dann aber auch der Eindruck, der einen vom ersten Augenblick, in dem man den annĂ€hernd sieben Kilo schweren Koloss an den Schaumstoff-Formteilen aus der Verpackung hebt, bis zum schmerzlichen Augenblick, wenn man ihn â als Tester - wieder zurĂŒckschicken muss, nicht mehr verlĂ€sst:Â
Eine VerarbeitungsqualitĂ€t, bei der man auf DJ Controller Anhieb das GefĂŒhl hat, sich auf die kleinste Schraube auch dann noch verlassen zu können, wenn man auf eine unbefristete Marsmission aufbricht. Der Packung entnehme ich den Mischer selbst, ein KaltgerĂ€t-Stromkabel, eine CD mit Audio-Treibern (PC/Mac) und eine farbige, englischsprachige Bedienungsanleitung. Ist man der Sprache mĂ€chtig, liest sich selbige hervorragend: Praxisorientiert, klar und kurzweilig, sodass ich dem darin gegebenen Hinweis, man hĂ€tte, sich ein âQuick-Startâ geschenkt um den Anwender zu ermutigen, den Mixer einfach komplett zu verstehen, was letztlich auch nicht sonderlich kompliziert sei, absolut zustimmen kann. Dass ein Zusatzkapitel auch noch grundsĂ€tzliche Fragen wie korrekte Anschlussbelegung, Erdung und den Unterschied zwischen symmetrischer und unsymmetrischer Beschaltung in sehr verstĂ€ndlicher Weise abhandelt, ist eine lobenswerte Tradition bei Rane.
Innenleben
Derart angetan, konnte ich mir den Griff zum Schraubendreher selbstverstĂ€ndlich nicht verkneifen â auch um herauszufinden, ob dieser positive Eindruck unter der Frontplatte seine BestĂ€tigung findet - und ich wurde nicht enttĂ€uscht: Bereits das Auseinandernehmen ist die reinste Freude fĂŒr jeden Servicetechniker, denn alle Schrauben sind bestens zugĂ€nglich und nach dem Entfernen, lĂ€sst sich die Frontplatte ganz einfach von der GehĂ€usebasis abnehmen. Darunter finden sich drei blitzsauber geĂ€tzte Hauptplatinen, die ĂŒber Flachbandkabel auf kĂŒrzestem Weg miteinander verbunden sind. Ein bisschen Technologiespionage zeigt, dass das Gehirn der Konsole ein Xilinx-Spartan-Chip ist, dem ein Texas Instruments-DSP bei den RechenvorgĂ€ngen assistiert.
Ist das DJ Controller Mischpult schon mal aufgeschraubt, bietet sich auch ein genauerer Blick auf den Crossfader an. Um diesen zu tauschen, muss man natĂŒrlich nicht das gesamte GehĂ€use zerlegen - es genĂŒgt zwei Schrauben auf der Frontplatte zu lösen. Bei dem Fader handelt es sich um eine Eigenentwicklung von Rane, der seinen Regelweg magnetisch ĂŒber zwei Sensoren abtastet - also ohne irgendwelche elektrischen Kontaktpunkte. Die Komponente ist ein ebenso filigranes wie robustes Meisterwerk der Ingenieurskunst. Die Fader-Basis gleitet ĂŒber zwei FĂŒhrungsstangen und erhĂ€lt ihren Bewegungswiderstand durch eine Torsionsfeder, die einen entsprechenden Andruck ausĂŒbt. Wem danach sein sollte, der kann im Prinzip die Feder â natĂŒrlich unter Verlust aller GewĂ€hrleistungsansprĂŒche â entfernen und erhĂ€lt so einen nahezu widerstandslos manövrierbaren Crossfader. Ich persönlich empfand die Haptik des Faders allerdings auch ohne Modding als absolut angenehm.
AnschlĂŒsse
Ich schaue auf die DJ Controller RĂŒckseite und sehe â von links nach rechts: zunĂ€chst die KaltgerĂ€te-Strombuchse ohne Power-Taster. Moment fragt der aufmerksame Leser â wie jetzt, ohne Stromschalter? Ja â das ist zwar ungewohnt, darf man aber ohne Punktabzug so machen. TatsĂ€chlich ist es so, dass ein Mischpult im professionellen Tages- und besonders NachtgeschĂ€ft, so gut wie nie ausgeschaltet wird. Und da der Arbeitsplatz des DJs â bei ordentlicher Installation â sowieso einen von der PA getrennten Stromkreis hat, der an einem dezentralen Hauptschalter befehligt wird, kommt bestenfalls am frĂŒhen Morgen der Saaltechniker vorbei und kappt dann die gesamte Stromzufuhr. Hinzu kommt, dass die Anschlusssektion des MP26 ziemlich weit nach hinten versetzt ist, damit er auch vollverkabelt in ein 19-Zoll-Rack passt, ohne dass die Stecker ĂŒberstehen. Den Stromschalter dann zu erreichen wĂ€re ohnehin nur mit gröĂter Frickelei möglich, also kann man ihn sich auch direkt schenken.Â
DigitalanschlĂŒsse USB und S/PDIF
Aber setzen wir unsere DJ Controller Erkundungstour fort: Rechterhand folgen die DigitalanschlĂŒsse USB und S/PDIF. Auf die USB-KonnektivitĂ€t gehe ich spĂ€ter noch ein, S/PDIF liefert einfach nur das Summensignal in digitaler Form (24-Bit, 48kHz). Daneben gesellt sich noch ein analoger Record-Out in RCA-Bauweise, der die Stereo-Summe analog an die AuĂenwelt weiterreicht. Eine Zeile darĂŒber sind (von links nach rechts) der Main-, Zone- und Booth-Out platziert. Das Main-Signal liegt sowohl auf zwei symmetrischen XLR- als auch einem unsymmetrischen Stereo-RCA-Ausgang an. Ferner stehen hier ein Taster zur Mono-Schaltung des Summensignals und ein Poti zum Justieren des maximalen Ausgangspegels (0 bis -24dB) bereit. Zone- und Booth-Out sind beide als Links/Rechts-PĂ€rchen symmetrischer Standard-Klinken-Buchsen ausgelegt. Ebenfalls in Form von vier Standard-Klinken-Buchsen (L/R-Send, L/R-Return) â diese allerdings nicht symmetrisch- wartet die FlexFx-Effektschleife auf Anschluss.Â
Kommen Turntables zum Einsatz
Weiter nach rechts wandernd, trifft man zunĂ€chst auf vier Stereo-Cinch-Buchsen (A1-A4), die zur Entgegennahme von Line-Quellen bereitstehen. Es folgen vier identische Cinch-Buchsen (P1-P4), die wahlweise mit Line- oder Phono-VorverstĂ€rkung agieren. Kommen Turntables zum Einsatz, können diese ĂŒber zwei robuste RĂ€ndelschrauben geerdet werden. Im Osten endet der MP26 mit zwei MikrofoneingĂ€ngen (wahlweise XLR oder Klinke), von denen der Zweite zwischen Line- und Mikro-VerstĂ€rkung umschaltbar ist.
Abgesehen von der hervorragenden mechanischen DJ Controller Auslegung der Anschlusssektion (vergoldete Kontakte, robuste Sockel), fallen die angenehm groĂe Beschriftung und die klare Struktur der Sektionen positiv auf. Dementgegen bewirkt die Tatsache, dass das gesamte Anschlussfeld um 7,4-Zentimeter unter der Frontplatte zurĂŒckgesetzte ist, zunĂ€chst einmal Stirnrunzeln und Missfallen. TatsĂ€chlich ist die obere Zeile mit Zone- und Booth-Out und besonders den Erdungs-RĂ€ndelschrauben aufgrund des geringen Abstands zur Oberseite nur sehr schlecht zu erreichen. NordeuropĂ€ische Standard-Finger haben hier kaum noch Platz. Sinn und Zweck dieser prinzipiell Ă€rgerlichen Konstruktion ist allerdings, dass der Mixer auch dann noch bĂŒndig mit den umgebenden Seitenteilen eines 19-Zoll-Racks abschlieĂt, wenn er voll beschaltet ist. Durch den Versatz sollte dann nĂ€mlich gewĂ€hrleistet sein, dass kein Stecker nach vorne ĂŒbersteht. WĂ€re die Konstruktion also nicht so logisch und zwingend begrĂŒndet, hĂ€tte ich hier ohne zu zögern einen vollen Punkt abgezogen. So muss ich es â unter deutlich vernehmbarem Grummeln â als konzeptionell durchdacht hinnehmen.Â
KanalzĂŒge und Master
Eingangsquellen P1 bis P4
Schauen wir uns die vier identischen KanalzĂŒge des MP26 genauer an. Zuoberst wĂ€hlt man ĂŒber einen Drehschalter aus, welche der rĂŒckseitig angeschlossenen Klangquellen man auf den Kanal legen möchte. Dabei sind die analogen Eingangsquellen P1 bis P4 und die digitalen USB-EingĂ€nge D1 bis D4 fest auf die KanalzĂŒge geroutet.Â
Die vier Auxiliary-Inputs hingegen (A1 bis A4) können frei adressiert werden. Farblich sinnvollerweise in demselben Grau wie der Eingangswahlschalter gehalten, wohnt darunter der Gain-Regler. Dreht man ihn auf Null, schlieĂt er den Kanal komplett, auf 12 Uhr sorgt er fĂŒr Unity-Gain und im Vollausschlag leistet er eine VerstĂ€rkung von 12dB. Statt der symbolischen Skalierung von null bis zehn hĂ€tte ich hier gerne die realen Werte gesehen (-â, 0, +12), aber letztlich ist das nicht so gravierend, als dass es einen Punktabzug rechtfertigen wĂŒrde.
Das Konzept, ein High
Nach unten schlieĂt die DJ Controller Spalte mit einem mittengerasterten Poti fĂŒr die Steuerung des Filters ab. Die Regelbewegung gegen den Uhrzeigersinn bewirkt hier einen zunehmenden High-Cut - bis hin zur kompletten Signalauslöschung. Geht die Bewegung nach rechts, dĂŒnnt ein Low-Cut das Signal von unten her aus. Das Konzept, ein High- und Low-Cut im selben Regler zu vereinen, erweist sich als bestechend praktisch. Ohnehin gehört das Filter schlicht zum Besten, was ich im Bereich von DSP-gerechneten Typen bislang gehört habe. Das Ergebnis ist klanglich und dynamisch so ausgewogen und souverĂ€n, dass StĂŒcke, die man einer Filterung unterzieht, nicht so klingen, als ob man sie gerade durch einen Effekt jagen wĂŒrde, sondern so, als ob sie bereits mit einer Filterfahrt produziert wĂ€ren â ĂŒberragend. Im Computerverbund lĂ€sst sich die Resonanz ĂŒber das MP26-Audio-Control-Panel pro Kanal zwischen High und Low umschalten.
Scheppern, Mitten gewinnen Ballistik
Rechts davon wartet die dreibandige EQ-Sektion (High, Mid, Low). Alle Potis hier sind mittengerastert und sorgen bei Linksanschlag fĂŒr eine vollstĂ€ndige Frequenzauslöschung (Kill), bei Vollgas nach rechts hingegen fĂŒr eine maximale VerstĂ€rkung von plus sechs Dezibel. Von den klanglichen QualitĂ€ten rangiert der EQ auf Augenhöhe mit dem Filter â erstklassig. Aufgrund des verhĂ€ltnismĂ€Ăig kleinen Pegelhub im Boost wirken alle RegelvorgĂ€nge durchweg stimmig und musikalisch richtig: Höhen-Anhebung bringt echte Brillanz ohne harsches Scheppern, Mitten gewinnen Ballistik ohne Topfigkeit und BĂ€ssen kann man Gewichte auflegen ohne das es wummerig wird.Â
Taster FlexFx und CUE
Direkt unter der EQ-Sektion hat es sich ein dreistufiger Schalter gemĂŒtlich gemacht, der zum Routen des Signals auf die Crossfader-Seiten (A/B) oder an ihm vorbei bestimmt ist. Links daneben logieren die Taster FlexFx und CUE. Erstgenannter schleift wahlweise die Effektsektion ein, Letzgenannter legt den gewĂ€hlten Kanal ins Monitoring (Pre-Fader). Den Abschluss jedes Kanals bilden ein 60-Millimeter-Fader, der zur Linken von einer achtsegmentigen LED-Kette flankiert wird, die mit einer praktischen Peak-Hold-Schaltung ausgestattet ist.
MikrofonkanÀle
Im linken DJ Controller Drittel haben die beiden MikrofonkanĂ€le ihr Zuhause gefunden. Beide sind nahezu identisch aufgebaut, mit dem einzigen Unterschied, dass man Kanal Nummer eins das Eingangssignal auch direkt ĂŒber eine XLR/Klinke-Combo-Buchse auf der Frontplatte anliefern kann. Von oben nach unten besitzen beide KanĂ€le folgende Bedienelemente: Level (off bis +12dB), Pan (Panorama stufenlos links/rechts), High/Low (jeweils âKillâ bis +6dB), FlexFx-Taster (Schleift das Signal in die FlexFx-Sektion), MIC ON (Schaltet den Kanal auf die Summe) und schlussendlich noch Talkover. Wer hier eine Kompressor-Schaltung erwartet, die echtes âDuckingâ liefert, wird enttĂ€uscht, denn das BetĂ€tigen des Tasters regelt lediglich den Pegel aller MusikkanĂ€le um 6dB herunter.
Effekt-Sektion (FlexFx)
Die Effektsektion des MP26
Die Effektsektion des MP26 kann intern mit sechs BPM-gesteuerten Klangverbiegern aufwarten. Dazu besteht die Möglichkeit, eine externe Effektschleife ĂŒber den rĂŒckseitigen Stereo-Send/Return-Bus und die USB-Audio-Schnittstelle(!) einzubinden. Die SignalstĂ€rke der externen Audioschleife ist ĂŒber zwei Potenziometer getrennt regelbar. Auch der Gesamtpegel der Effektsektion (Level) sowie die Effektbeimischung (Level/Depth) können ĂŒber zwei Potis justiert werden.
Die internen Effekte im Detail:
FILTER: ein sehr krÀftig zupackendes Low-Pass-Filter mit ausgeprÀgter Resonanz an der Grenzfrequenz
FLANGER: warmer Flanging-Effekt, der besonders bei leichter Beimischung zum Original seine Wirkung entfaltet
PHASER: klassischer Phaser mit schöner Schwebung
ECHO: Ein eher modern-sauber klingendes Delay, das sich dank der Taster-Funktion des Time-Encoders auch fĂŒr Studder-Effekte eignet
ROBOT: der schwĂ€chste Vertreter im MP26-Effekt-Sixpack. Erzeugt mit extrem kurzen Delays Resonanzeffekte â verzichtbar
REVERB: sauberer Effekthall
Alle internen DJ Controller Effekte arbeiten beatsynchron. Die BPMs klopft man dazu entweder ĂŒber den Tap-Taster ein oder befiehlt dem MP26 sich an einem ankommenden MIDI-Clock Signal zu orientieren. Ăber die beiden Beat-Taster (â<â und â>â) können zahlenmetrische Teiler fĂŒr den jeweiligen Effekt abgerufen werden (8 Takte bis 1/16tel) - das Feintuning lĂ€sst sich ĂŒber den Time-Encoder vornehmen. Dieser bietet zusĂ€tzlich noch eine Tast-Funktion, die den Effekt veranlasst, erneut vom anfĂ€nglichen Parameterwert zu starten (beispielsweise bei einer Filterfahrt). Das zwar kleine, aber dennoch sehr gut ablesbare Display visualisiert dabei sowohl den gerade angewĂ€hlten Effekt, den BPM-Wert, den metrischen Teiler und den Zeitfaktor in Millisekunden.
Monitoring
Die ganz im Westen angesiedelte Abhör-Sektion startet im Norden mit einem Drehknopf zur Regelung des Booth-Pegels. Mit dem darunterliegenden Poti gibt man Signal auf die Kopfhörer, fĂŒr die sowohl eine Standard- als auch eine Mini-Klinken-Buchse zur VerfĂŒgung stehen â sehr gut. Das Vorhören ist beim Rane wahlweise im Normalen- oder Split-Cue-Modus (Cue/Main in Linker/Rechter-Kanal gesplittet) möglich, wobei sich das VerhĂ€ltnis zwischen Main- und Cue-Signal ĂŒber ein Pan-Poti frei ĂŒberblenden lĂ€sst.
Mastersektion
Ăbersichtlich stellt sich auch das Layout der Mastersektion dar: Ein Zone-Out-Regler wohnt hier in trauter Nachbarschaft zum Main-Mix-Poti. Darunter folgen Balance zum Panning des Summensignals und zwei Taster, von denen der Erste die gesamte Mischung auf mono schalten kann, der zweite die FlexFx-Schleife fĂŒr die Summe aktiviert. ZusĂ€tzlich hilft auch hier eine acht-segmentige Stereo-LED-Kette, mit sauberen Pegeln zu arbeiten.
USB-Audio
Kommen wir zu dem Punkt, wo man ĂŒberhaupt erst merkt, dass es sich beim MP26 um ein Digitalmischpult handelt. NĂ€mlich seiner Eigenschaft als USB-Audiointerface zu fungieren. Vor der Inbetriebnahme gilt es allerdings Rechner und Mischpult in Form von ASIO- (Windows) oder Core-Audio-Treiber (Macintosh) miteinander bekannt zu machen. Nach der unproblematischen Installation stehen alle vier Stereo-AudiokanĂ€le und der Stereo-Return-Kanal der USB-Schleife als AudioeingĂ€nge bereit. ZusĂ€tzlich lĂ€sst sich fĂŒr den USB-Bus Nummer 6 (KanĂ€le 11/12) via Control-Panel festlegen, ob er auf das Mikrofonsignal oder die Stereosumme hören soll. Ausgangsseitig lassen sich die vier Programm-KanĂ€le und Stereo-Send der USB-Schleife zuweisen.
Ăber das Control-Panel des Rane MP26 lĂ€sst sich neben der Latenz auch der Klang der Kopfhörersektion mit einem Zwei-Band-EQ (High/Low, +/- 6dB) nachjustieren. Auf unserem Testsystem gelang es uns tatsĂ€chlich, den Rane mit einer sensationellen Latenz von einer Millisekunde zu betreiben. Das allerdings nur, solange wir ihn mit dem reinen Ausspielen von Audiomaterial auf allen vier KanĂ€len beschĂ€ftigten. Als wir anfingen gleichzeitig aufzunehmen, wiederzugeben und diverse VST-Plugins ins Spiel kamen mussten wir auf sichere fĂŒnf Millisekunden hochschrauben, was immer noch ein hervorragender Wert und ein sicheres Indiz fĂŒr leistungsfĂ€hige Wandler und solide programmierte Treiber ist.
MIDI-Controller-Funktionen
EQ-, Level- und Filter-Potis
Ein Blick in die MIDI-Implementation offenbart, dass der Rane MP26 bis auf den Zone-/Masterpegel und den Pan im Main-Out, sÀmtliche Steuerinformationen aller(!) Bedienelemente via USB an den Rechner sendet. Keine Ausnahme: Kanalwahl-/Eingangsschalter ebenso wie Cue- und FlexFx-Taster, EQ-, Level- und Filter-Potis und Line- wie Crossfader sowieso, sogar die aktuelle Position des Contour-Schalters wird an den Rechner weitergegeben.
Hat man es vollbracht den DJ Controller MP26 ĂŒber seine - dem Einsatzzweck geschuldeten, etwas schwer zugĂ€nglichen Anschlusssektion zu verkabeln, macht die Arbeit mit dem Mischpult einfach nur SpaĂ. Das gesamte Bedienkonzept ist logisch und wirkt an jedem Punkt praxisgerecht. Das beginnt bei der groĂzĂŒgigen Dimensionierung aller Bedienelemente, gefolgt von der flexiblen Eingangsmatrix und den nicht minder flexiblen Routing-Möglichkeiten â sowohl ĂŒber die FlexFx-Schleife als auch den Booth- und Zone-Out, bis hin zur leuchtstarken Hintergrundbeleuchtung aller Taster. Im Auslieferungszustand befinden sich die Taster im Dim-Modus. Das heiĂt, inaktive Typen glimmen etwas weniger hell als aktive. Wem hier die Unterscheidung zwischen hell und etwas hell schwerfĂ€llt, der kann ĂŒber die Konfigurations-Software auch einstellen, dass Taster, die nichts zu tun haben, vollstĂ€ndig dunkel bleiben.
Aber auch andere â manchmal nur kleine Details â tragen zum guten Gesamteindruck bei. Das reicht von der gut leserlichen Beschriftung in Firlefanz-freier, sachlicher Typographie, ĂŒber die Vorhörmöglichkeit der Effektsektion bis hin zum Mono-Taster und Pan-Regler fĂŒr die Summe, die sich zur schnellen Fehlersuche in PA-Systemen immer wieder als Ă€uĂerst praktisch erweisen.
Ăber die DJ Controller KlangqualitĂ€t gibt es nichts zu sagen auĂer, dass sie an jedem Punkt hervorragend ist. Verantwortlich dafĂŒr ist zunĂ€chst einmal die hohe Bitrate mit, der die Audiobearbeitung stattfindet: Die EingĂ€nge wandeln durchweg mit 24-Bit/48 kHz. FĂŒr Klangberechnungen wird dann intern noch mal auf 32-Bit-Genauigkeit hochgeschaltet. Zweitwichtigster Faktor ist dann die Algorithmus-Magie und hier hat die Rane-Mannschaft hörbar gezaubert. Besonders die sehr musikalisch agierende EQ- und Filtersektion hat mich mĂ€chtig beeindruckt: Egal, an welcher Stellschraube man dreht â es klingt am Ende fast immer so, als ob StĂŒcke die man mit dem MP26 klangchirurgischen Eingriff unterzieht, so produziert wĂ€ren, wie sie nach der Behandlung klingen.
Bis auf den - fĂŒr meinen Geschmack verzichtbaren â Robot-FX, trifft das auch auf die Effektsektion zu. Zwar werden hier nur sechs Klassiker serviert, die klingen dafĂŒr aber allesamt rund und satt und verfĂŒgen entsprechend ĂŒber einen hohen Gebrauchswert. Der wird zusĂ€tzlich durch die einfache, praxisgerechte Bedienung und das gut ablesbare Display gesteigert. Wenn man dann noch die umfassenden FĂ€higkeiten als Audiointerface und MIDI-Controller berĂŒcksichtigt, bleiben beim MP26 eigentlich keine WĂŒnsche mehr offen.
Via: http://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/rane-mp26.html
MP26 Masterpiece Road Rage Check out the full hi res gallery (15+ images) and my review at:Â http://plasticsparkphotography.com/transformers/2016/1/31/pspr-roadrage
crankandpiston.com spends some time with James Hunt's 1977 McLaren MP26 Formula 1 car. Tough old life, innit...
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