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Morgra stand vor einer riesigen Wand aus Eis und blickte daran empor. Mühsam lief sie einige Schritte nach rechts - und anschließend nach links. Sie erhob sich auf die Hinterbeine und stützte sich mit den Vorderpfoten an der Eiswand ab. Ihr Bauch fühlte sich schwer an und langsam rutschte sie wieder hinunter. Sie entfernte sich ein Stück von der Wand, nahm Anlauf und versuchte mit Schwung empor zu klettern - keine Chance. Es war zu glatt.
Sie hatte von einer Mauer aus Eis und Schnee gehört. Dies hier war keine Mauer. Es war eine Wand, die bis in den Himmel ragte. Sie würde niemals darüber kommen. Resigniert scharrte sie am Fuße der Mauer. Obwohl der Boden nur noch spärlich mit Schnee bedeckt war, war die Erde gefroren, sodass graben keine Option darstellte.
Und überhaupt, sie war kein Fuchs, der sich in einem Bau verkroch. Sie war ein Schattenwolf - die einzige Überlebende ihres Rudels. Unvorstellbarem Grauen war sie entkommen. Nun trug sie die Zukunft in sich. Aufgeben konnte sie nicht, nachdem sie so weit gekommen war. Sie musste einen Weg an dieser Mauer vorbei finden. Also setzte sie sich wieder ein Bewegung und folgte dem Verlauf des Ungetüms, indem sie sich in seinem Schatten versteckt hielt.
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