So viel vor weg: Echt teuer, aber jeden Cent wert!
Ich hatte diese spezielle Tauchfahrt schon seit Wochen im Auge, wollte sie aber noch nicht buchen, da ich nicht so viel Geld auf einmal ausgeben wollte. Als ich dann aber hier in Cairns ankam bin ich doch sofort in den DiveShop gelaufen und habe mich fĂŒr den nĂ€chsten Tag angemeldet... :D
Ich hatte am Abend vorher eine Mail an den Laden geschrieben um die VerfĂŒgbarkeit zu prĂŒfen... Diese antworteten mir dann auch am nĂ€chsten Morgen direkt und gaben mir sogar einen Special-Price von 570$, 100$ reduziert... Leider bekam ich die Mail erst, nachdem ich in dem Laden war und schon den vollen Preis bezahlt hatte! Ich habe mich dann etwas verarscht gefĂŒhlt und bin zurĂŒck in den Laden gegangen... Die erste Dame am Service-Schalter war einfach völlig unfreundlich und meinte nur so "deine Schuld...". Fand ich nicht, weshalb ich dann darauf bestand den Manager sprechen zu wollen... (Das ich das noch mal mache...)Â
Nach etwas hin und her bekam ich aber 100$ zurĂŒck... :) Man könnte also fast sagen, mein Englisch ist "Verhandlungssicher". Hat auf jeden Fall funktioniert..:D
Das ganze war ein dreitages Liveaboard-Trip. Wir sind also morgens um 6 Uhr ausgelaufen, haben zwei nĂ€chste 50km vor der KĂŒste auf dem Boot ĂŒbernachtet und sind dann am dritten Tag gegen 16 Uhr zurĂŒck gekommen... So weit drauĂen vor der KĂŒste ist der Seegang selbst im geschĂŒtzten Bereich des Riffs so stark, dass uns allen zurĂŒck an Land schlecht geworden ist, weil wir uns so an das Rolling gewöhnt hatten...:D
"Wir" heiĂt 25 Leute plus 6 Crewmitglieder auf dem Boot/Schiff. Vier Tauchlehrer/Supervisor, ein Koch (der wichtigste an Bord!)Â und ein Skipper, der gleichztig promovierter Meeresbiologe war, den man einfach alles fragen konnte, das war echt toll.
In den drei Tagen sind wir insgesamt elf mal abgetaucht, zwei TauchgĂ€nge davon waren Nightdives. Am zweiten Abend tummelten sich um unser Boot mehrere Grey Reef Sharks und dutzende Barracudas und ein paar Grouper, also ziemlich riesengroĂe Fische. Wenn es absolut dunkel ist und man nur im Bereich seiner Taschenlampe ein paar Meter weit sehen kann, ist das eine ziemlich spannende, aber auch tierisch tolle Sache...
Am Tag spÀter sind wir in unserem Buddy-Team noch weiteren Haien begegnet... Leider sind die doch eeetwas schneller als die Taucher, weshalb ich nur ein sehr vages Foto machen konnte...
Alle TauchgĂ€nge waren ungefĂŒhrt und ich bin zusammen mit einer amerikanischen NotĂ€rztin und einer Studentin aus Hong Kong im Buddy-Team getaucht. Zwar sprach die Asiaten so gut wie kein Englisch, aber unter Wasser versteht man das sowieso so schlecht...Â
Die ersten vier TauchgĂ€nge am ersten Tag waren etwas enttĂ€uschend fĂŒr mich, da die Divesites in Koh Tao da spannender und toller waren... Bin dann etwas frustriert ins Bett, wurde dann aber am nĂ€chsten Tag bekehrt. Wir haben den Divesite gewechselt und wir waren in einer komplett anderen Welt, viel mehr Fische, wirklich viele Schildkröten, Haie, alles mögliche. Und der gröĂte Unterschied zu Thailand: Hier ist einfach alles Riff. Bzw. man kann ohne Probleme vier bis fĂŒnf mal an einem Divespot tauchen gehen ohne an der gleichen Stelle vorbei zu kommen und man findet immer wieder etwas völlig neues.Â
Der Anbieter (Schleichwerbung: ProDive Cairns) war wirklich wahnsinnig  gut. Die haben drei von diesen Tauchbooten, sodass jeden Tag so ein Trip startet und verleihen wirklich sehr neues und gutes Equipment. Klar, 570$ (plus Reef-Tax) sind nicht gerade geschenkt, aber da man dafĂŒr Essen und Unterkunft fĂŒr Zwei NĂ€chte/drei Tage bekommt und 11 TauchgĂ€nge inklusive der Equipmentmiete, kann man sich eigentlich nun wirklich nicht beschweren.
Ăbrigens sind definitiv alle Fotos hier entweder von mir oder von einem aus meinem Buddy-Team gemacht worden... Ich habe auch tierisch viele kurze Videos gemacht und werde in den nĂ€chsten Tagen mal einen Film hochladen, wo man dann ein bisschen mehr sehen kann. Muss halt vorher schneiden, dauert ein bisschen...
Insgesamt also ein wirklich gelungener Trip, kann ich nur empfehlen! Man kann auf dem Boot auch seinen Open Water Diver machen oder einfach nur zum Schnorcheln mit rausfahren. Und selbst die Schnorchler waren total begeistert, denn gerade die Schildkröten und Haie treiben sich vor allem an der OberflÀche herum, weshalb diese die sogar mehr zu Gesicht bekamen als die Taucher...
(LieblingsbeschÀftigung wÀhrend den Safety-Stops...:D)