Units: The 104th Squad
We wish to express our deepest appreciation and gratitude to all the folks who have contributed to the Reddit Archiving Project!

seen from United States
seen from Yemen
seen from China

seen from United States

seen from Kyrgyzstan
seen from United States
seen from United States
seen from China
seen from Germany

seen from Sweden
seen from United States
seen from Ireland
seen from Türkiye

seen from Algeria

seen from United States
seen from Japan
seen from China
seen from China

seen from Malaysia

seen from Malaysia
Units: The 104th Squad
We wish to express our deepest appreciation and gratitude to all the folks who have contributed to the Reddit Archiving Project!

Anya is live and ready to show you everything. Watch her strip, dance, and perform exclusive shows just for you. Interact in real-time and make your fantasies come true.
Free to watch • No registration required • HD streaming
Vorbei am äußeren Schweinehund!
Lieber J, lauf nicht gleich weg, weil ich schon wieder über mein liebstes, leidigstes Thema schreibe: Vom Gefangensein in Milieus. Okay, es stimmt - ich habe an dieser Stelle schon oft beklagt, dass Menschen sich dauernd und überall in Grüppchen einordnen, um sich dann gegen andere Grüppchen abzugrenzen. Menschen treiben eben nicht wie Gasmoleküle durch die Luft, nein, sie formen lieber feste Gitterstrukturen und verharren dann in diesem Zustand. Es scheint unabwendbar, geradezu evolutionär vorprogrammiert, so what, aber echte Melancholiker dürfen eben auch am Unvermeidlichen leiden. Klar bin ich auch selber im Korsett eines bestimmten Lifestyles unterwegs. Und vielleicht ist es wirklich weniger das Milieu im Sinne des direkten soziale Kontakts zu anderen Menschen. Vielleicht ist es die Tatsache, dass verschiedene Modelle von Ästhetik immer schon als Paket vorhanden sind, bevor man sie antrifft. Schon lange bevor es den ersten Concept Store gegeben hat, schuf das Leben selbst diese "Rundum-Sorglos"-Bausätze zur Ästhetisierung des eigenen Lebens. Und sorgte damit für jene beklagenswerten kristallinen Strukturen in unserer Alltagskultur. Beispiele gefällig? 1. CDU, Speckgürtel, ZDF, Anastacia, Mercedes und Jagdschein. 2. Nerdbrille, Bart, Altbau, Keds, Vinyl, True Detective und Vampire Weekend. 3. Rosa Hemd, Range Rover, F.D.P., Trüffelnudeln bei Luigi, Top Siders, Jura, Sylt 4. Yogamatte, Rooibos-Tee, Weltmusik, Aldi-Merlot und Paulo Coelho 5. Mallorca, Krombacher, Formel 1, Mario Barth und Alufelgen Das sind klischierte, grobe Abgrenzungen. Aber innerhalb dieser Grüppchen scheinen sich gewisse Entscheidungen einfach im Fahrwasser der jeweils gewählten Grundhaltung zu ergeben. Sie sind dann keine Folge einer persönlichen Entscheidung mehr, sondern lediglich Verwirbelungen hinter dem größeren Rad, das man eben zu drehen meint. Ich bin ein konservativer Typ vom alten Eisen? Dann gehe ich ganz sicher nicht zum Yoga! "'Ommmmm', haha, da würde ich wahnsinnig werden!", und alle Freunde lachen laut mit. Ich bin eher so der Typ Hotelbar und rahmengenähter Schuh? Dann werde ich in diesem Leben garantiert nicht mehr unter freiem Himmel auf einer Isomatte schlafen und mir am Campingkocher eine Mahlzeit zubereiten! "Bin ich denn verrückt?" Ich baue mein eigenes Gemüse an, bin in der evangelischen Kirche aktiv und finde die Filme von Jean-Pierre Jeunet total phantasievoll? Dann höre ich wahrscheinlich kein Slayer und lese auch sicher nicht Louis-Ferdinand Céline. Warum ich das schreibe? Weil ich rückblickend sagen kann, wie krass es mein Leben jedesmal bereichert hat, wenn ich aus meinem mir eigentlich zugewiesenen Rahmen getreten bin. Es waren fast immer ausgesprochen schöne, prägende und lange wirkende Erlebnisse, wenn ich den inneren Peer-Group-Schweinehund, der ja genaugenommen ein äußerer Schweinehund ist, überwunden habe. Weshalb ich auch meine Freunde liebe, die mit teuer essen gehen oder HBO-Serien nichts anfangen können. Wenn also nur der toughe Proll aus Gruppe 5 ein sentimentales Coelho-Buch lesen würde oder der Hipster aus Gruppe 2 mal morgens um vier zur Jagd gehen würde, wenn die Lehrerin aus Gruppe 4 einfach mal zu nem Metal-Konzert gehen würde - alle würden sie staunen, wie das Leben außerhalb der Glocke Spaß machen kann. Und vielleicht hätten wir dann viel interessantere Menschen um uns herum, die sich nicht wie Pennäler in verschiedenen Ecken des Schulhofs gruppieren und unsicher über die anderen lästern müssten. Grüße A.