Das MĂ€dchen ohne Namen. -working title. Pt. 1 gebt Bescheid falls Pt 2 kommen soll.
Es war kalt. Sie zitterte. Es war dunkel. Sie war allein. Schon wieder musste sie alleine den langen Weg zurĂŒck laufen. Sie schaute sich die Gegend an. Ein Haus wie das Andere. Die StraĂenlaternen gingen an. Die eine war wohl immer noch kaputt, sie flackerte, als wöllte sie ihre letzte Energie sammeln um doch noch einen Abend zu leuchten, aber auch dieses mal wird es nicht klappen. âWas fĂŒr ein Dreckskaffâ , dachte sie sich, ânichts und niemand kĂŒmmert sich hier um irgendetwas als sich selbst.â Eigentlich wollte sie schon lange weg von hier, alles so öd und trist, nichts so wirklich lebendig. Der Mond stand am Himmel, groĂ, hell und klar. Vollmond. Die KĂ€lte wurde immer unertrĂ€glicher, schlĂŒpfte in ihre Jacke, durch die Löcher ihrer zerschlissenen Jeans, den dicken Schal. Ein Novemberabend wie er nicht mal in einem Buch geschrieben stand. Sie zog ihren Schal etwas höher so dass er ĂŒber ihre kalten Ohren reichte, eine MittelohrentzĂŒndung war jetzt das letzte was sie brauchen konnte. Und immer noch reihten sich die HĂ€user der StraĂe entlang. HĂ€user von Familien, von alten Menschen, von frisch gebackenen Eltern, von den ebenso eintönigen Leuten, die es die Jahre ĂŒber in das kleine StĂ€dtchen gezogen hatte. Manchmal malte sie sich aus, was das wohl fĂŒr Menschen waren, die in diesen tristen HĂ€usern ihr GlĂŒck suchten. FĂŒr sie wĂ€re das nichts. Jeden Tag in die groĂe Stadt zu fahren um zu arbeiten nur um sich irgendwie das Haus in dem kleinem StĂ€dtchen finanzieren zu können. Und dennoch war sie immer noch hier. Sie kam an die âgroĂeâ Kreuzung, wenn man das als groĂ bezeichnen kann, nun ja um diese Uhrzeit fuhren hier sowieso keine Autos mehr. Noch eine StraĂe weiter, dann musste sie abbiegen. Kein Mensch zu sehen sie war allein, wie so oft. âDreckskaff, mit Drecksmenschen.â , ihr leben lang seit sie denken kann sitzt sie hier fest und es schien aussichtslos irgendeinen Weg heraus zu finden. Sie konnte nicht gehen. Sie war gezwungen hier zu bleiben und das nervte sie noch mehr, diese Tatsache, dass sie nicht einmal die Möglichkeit hatte diesem ewigen Trott hier zu entkommen. Sie bog die nĂ€chste StraĂe ab. Keine HĂ€user mehr weit und breit. Der Weg fĂŒhrte nur zu einem Haus. Alt, heruntergekommen und kalt.Â
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