"Erich Fried", various inks and watercolour on paper, 18 x 24 cm

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"Erich Fried", various inks and watercolour on paper, 18 x 24 cm

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Gefechtsverkehr © Claudia Heimer
Weinen kann ich nicht, aber mein Herz blutet.
William Shakespeare
Frage an deutsche Lyriker
Wer kennt online Plattforme/Initiative, wo (vor allem/unter anderem) deutschsprachige Lyrik verfasst und veröffentlicht wird?
Fortschritt wartet nicht
Er passiert
An dir vorbei
Wenn du zu lange wartest
Wie ein Bus an der Haltestelle
Früh morgens um Sechs

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@mollherz Fügungen von Erich Fried
Am anderen Ufer
Im Grase sitzend, denk ich mir Wie schön es doch, wie bunt es wär Am Wasser vorwärts zu spazieren Im Möwentaumel zu flanieren Den Sand entlang ins Meer.
Ich würd es lieben, Gänzlich getrieben Von der eigenen Lust Fern hinein zu wandern Zum Unsterblichen, zum andern Ende der Welt, es gefällt Der Sehnsucht in der Brust.
Dort, wo Vögel tanzen Lichter Farben gießen, Pflanzen aus dem Boden sprießen, Unterm goldnen Dach Der Sonne; wo Unsterblichkeit Und Heiterkeit mein Herz umringt, In meinem Innern Lieder singt.
Im Grase sitzend, denk ich mir Wie schön es doch, wie bunt es wär Den Trieb der Ferne zu verspüren, Auf Kronen Wolken zu berühren, Den Blick hinaus aufs Meer.
nur heute
draußen der baustellenlärm taktet meine tage – sieben, neun, zwölf, gegen sechzehn uhr ist heute schluss, dann kommt der alltag (so denkbar) von der arbeit, hat für diesen tag ausgedient und sitzt jetzt (da sommer ist) auf dem balkon (beispielhaft) und betrinkt sich (reine fiktion). heute ist mittwoch, der höhepunkt meines lebens, und morgen ist wieder donnerstag – ich habe ein einsehen mit dem lauf der zeit. vieles kann ich aushalten, alles beigewichte, nur heute, da musste ich auf allen vieren nachhause gehen