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Alle sagen, dass man nicht wie die anderen sein soll, nicht normal sein soll. Aber sind ‘die anderen’ “normal”? Was ist eigentlich normal? Immer nett, liebenswert und ein bisschen lustig sein? Oder doch eher kalt und klug? Ich denke, es gibt kein normal. Jeder Mensch ist anders. So kann es kein normal geben. Aber trotzdem kann man unnormal sein, obwohl es kein normal gibt. Ich gehöre zu den unnormalen, kalt, arrogant, egoistisch, bescheuerter Humor, sehr sarkastisch und ironisch. Andere sind währenddessen hilfsbereit, reißen ein paar “witzige” Witze, denken zu viel an die anderen und verstehen den Sarkasmus nicht. Ok, der letzte Teil trifft nicht auf alle “normalen” zu. Was ich aber damit sagen will, ich bin ein scheiß Mensch, die meisten anderen sind gute Menschen. Und genau das unterscheidet mich von den anderen, weshalb ich als “unnormal” gelte. Und trotzdem sind auch die anderen nicht normal. Hat das jetzt eigentlich irgendjemand verstanden geschweige denn überhaupt durch gelesen? Würde mich wirklich wundern.
(via Trinkflascheundefined mit "Toller Lustiger Elefant #3-1#" von FantasyWelt)
Ach ja England. Wenn es zu warm oder zu kalt wird, geht für die Briten buchstäblich die Welt unter. Vorbereitet sind sie auf jeden Fall nie, denn selbst wenn sie vorher wissen, dass es Schnee gibt, können sie das erstmal nicht glauben. Klar, in den letzten Jahren ist hier nicht mal eine Schneeflocke vom Himmel gefallen, aber dass ein wenig gefrorenes Wasser ganz England in Panik versetzt, ist schon ein bisschen krass.
An dem besagten Sonntag im November wollten Mattea und ich nun nach London fahren mit dem Bus. Schon nach kurzer Zeit auf der Schnellstraße sehen wir feststeckende Autos, rutschende Vans und Leute die verzweifelt Autos anschieben. Wir hatten tatsächlich sehr viel Glück in einem großen Bus zu sitzen, jedoch kamen wir nicht sehr schnell voran. Die erste Pause nutzen Mattea und ich um einen wunderschönen Schneemann zu bauen, eine Fähigkeit, die sehr viele Engländer bestimmt nicht besitzen.
Im Bus waren alle relativ entspannt und selbst nach 4 Stunden Verspätung (7h Bus) und einer großen Mittagspause, beschwerte sich niemand. Alle waren eher froh, heil in London angekommen zu sein. Unser Plan, eine große Sightseeing/- Shoppingtour zu machen fiel natürlich ein wenig flach, da wir so viel Zeit verloren hatten. Trotzdem besuchten wir den Weihnachtsmarkt/ Rummel im Hyde Park:
Und natürlich ein wenig Shoppen durfte auch nicht fehlen:
Die Beleuchtung im Winter ist natürlich großartig! Und wir hatten trotzdem noch ein wenig Zeit durch die Straßen zu bummeln. Letztendlich bekamen wir ein wenig Schiss, da wir nicht ganz sicher waren, ob unser Bus auch wieder zurück nach Cheltenham fahren würde, aufgrund der gesamten Schnee-Situation. Deshalb liefen wir relativ früh auch wieder zurück zur Bus Station, um mehr Informationen zu bekommen. Natürlich nicht ohne noch an ein paar coolen Sachen vorbeizukommen:
Am Busbahnhof angekommen, war natürlich klar: Keine Busse Richtung Midlands, also da wo wir hinmussten. Wir bekamen ein wenig Angst, als ein paar Leute meinten, dass Züge ebenfalls nicht mehr verkehren. Aber besser nochmal nachgefragt. Also auf zur nahegelegenen Zugstation. Dort teilte man uns mit, Züge würden teilweise noch fahren, jedoch von einem anderen Bahnhof aus, einmal quer durch die Stadt. Na super. Unterwegs noch eine Freundschaft mit einem gleichaltrigen deutschen Mädchen, Alina, geknüpft und so machten sich also drei junge Weiber auf den Weg. Endlich am Bahnhof Paddington angekommen bekamen wir gerade noch den letzten Zug in unsere Richtung, der glücklicherweise Verspätung hatte. Wie auf Holzkohlen verbrachten wir die Fahrt, denn es war nicht sicher, ob irgendwelche Anschlusszüge in unsere Stadt in Sicht waren. Trotzdem hatten wir ein wenig Spaß mit den Süßigkeiten, die wir aus irgendwelchen Seitentaschen hervorkramten:
Mit viel Daumendrücken kamen wir irgendwann in Gloucester an, von wo uns der liebe Gastvater von Alina kurz vor Mitternacht abholte und nach Cheltenham brachte.
Ein extrem aufregendes Erlebnis, was wir mit Humor nahmen, jedoch bin ich nicht sicher, ob ich jemals wieder auf die Straße gehe, wenn es hier schneit. Mein Fahrrad war auf jeden Fall nach dem ganzen Tag am Ende zugeschneit: