Lohmann Mandel-Milch-Nuss Schokolade
Allein die Verpackung lässt die Atmosphäre vergangener Tage aufleben: Matt braunes Papier verziert mit glänzend goldener Schrift.
Erstaunlich, dass sich diese Schokolade seit 1888 gehalten und geschmacklich rein gar nichts mit den allgemein erhältlichen Schokoladen gemeinsam hat. Lohmanns Mandel-Milch-Nuss Schokolade führt vermutlich in den meisten Supermarktregalen ein Schattendasein, weil sie nur wenigen bekannt sein dürfte.
Laut Angabe seit 1888 am Hofe des Großherzogs von Sachsen-Weimar erstmalig serviert und erhältlich, fällt sofort auf, dass sich diese Schokolade in ihrer Konsistenz deutlich von anderen unterscheidet.
Die Beschreibung zart-schmelzend ist treffend gewählt, denn es braucht keinen Sommertag, damit Lohmanns diese Beschaffenheit erreicht.
Bevor ich versuche, den Geschmack etwas näher zu beschreiben, sehen wir uns die Zutaten an.
Zucker, gemahlene Haselnusskerne (20%), Vollmilchpulver, Kakaobutter, Kakaomasse, gemahlene Mandeln (5%), Magermilchpulver.
Sofort sticht ins Auge, dass die bei anderen Herstellern so beliebten - weil günstigen - Zuckerersatzstoffe wie etwa Glukosesirup fehlen. Meist gilt eben, je simpler die Zutatenliste und vor allem je hochwertiger die Zutaten, desto besser der Geschmack.
Recherchiert man die Bewertungen zu Lohmanns Mandel-Mlich-Nuss Schokolade, so wird man feststellen, wie treu die meisten Käufer sind, denn sie kaufen sie nach eigenen Angaben schon seit vielen Jahren.
Das Besondere ist ihre Cremigkeit und der reichhaltige Nachgeschmack feiner Mandeln. Wie sich schon aufgrund der Farbe erkennen lässt, werden Liebhaber intensiver, herber Schokolade hier nicht auf ihre Kosten kommen. Doch wer es nicht zu süß mag und sich einen vollmundigen warmen Nachgeschmack wünscht, sollte sie probieren.
Es ist eine Schokolade, wie man sie heute kaum noch findet.
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