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1976 oder 1977
Wie ich für kurze Zeit einen Taschenrechner aus der Zukunft besaß
Was der Grund dafür ist, dass ich 1976 oder 1977 auf einer Broschüre des Berliner Senats abgebildet war, die sich an Jugendliche richtet, lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Lag es daran, dass meine Mutter lange mit einem Fotografen befreundet war?
Die Broschüre beantwortete typische Fragen von Jugendlichen zu Themen wie Schwangerschaftsabbruch, Ausbildung, Schule und Verhütung. Soweit ich mich erinnere, sollten außen auf der Broschüre zwei typische Jugendliche abgebildet werden, und so kam irgendjemand auf mich und eine Klassenkameradin.
Auch wenn meine Haare und Kleidung auf dem Foto nach heutigen Maßstäben eigenartig wirken mögen, fielen sie in meiner damaligen Schulklasse in einem Berliner Gymnasium nicht weiter auf, waren damals sogar im wesentlichen normal.
Aber hier soll es um etwas anderes gehen, nämlich um das kleine Gerät, das aus der Brusttasche meiner Jeansjacke hervorschaut. Es ist ein kleiner, aufklappbarer Taschenrechner mit einem LCD-Display und einem breiten Clip zum befestigen. Wie ich zu dem Taschenrechner kam, ist nicht bekannt; eventuell hatte ihn mein Stiefvater von einer Reise nach Japan als Geschenk mitgebracht.
Ich weiß nicht mehr, warum ich den Taschenrechner mit mir herumtrug, als das Foto entstand; ich musste im Alltag nur wenig rechnen. Vielleicht war der Grund einfach, dass ich es konnte.
Wir kannten Taschenrechner zwar aus der Schule; dort gab es einen Vorrat an Taschenrechnern, die zu Beginn der Schulstunde oder Klassenarbeit ausgeteilt und später wieder eingesammelt wurden. Aber diese hatten keine LCD-Displays, sondern die zu der Zeit üblichen Vakuum-Fluoreszenz-Displays mit leuchtenden grünen oder türkisfarbenen Ziffern, die ein bisschen an kleine Nixie-Röhren erinnern.
Mein Mini-Rechner war nicht nur viel kleiner und aufklappbar, sondern hatte eben auch ein für die damalige Zeit modernes LCD-Display, war also einfach cool im Vergleich zu den vergilbten Schulrechnern, und so musste ich das Gerät auch am ersten Tag in der Klasse herumzeigen.
Interessanterweise hat sich die Wahrnehmung zwischen damals und heute umgekehrt: Mittlerweile gelten Geräte mit Vakuum-Fluoreszenz-Display oft als „retro“ und cool, LCD-Displays dagegen gibt es an jedem zweiten China-Gadget aus dem 1-Euro-Shop.
Als ich den Taschenrechner im Techniktagebuch-Redaktionschat beschreibe, wird dort nach dem Modell recherchiert. Jemand findet heraus, dass es sich wahrscheinlich um den „Sharp EL-8029” handelt, aber beim Schreiben dieses Beitrags kommen mir erste Zweifel: Die Proportionen sehen auf dem Foto im Web leicht anders aus als auf der Senatsbroschüre, und den Rechner gab es zwar 1977, nicht jedoch 1976.
Was damals aus dem Taschenrechner geworden ist, weiß ich nicht mehr, aber ich glaube mich erinnern zu können, dass er nach wenigen Wochen entweder kaputt oder verloren ging. Ich habe seitdem nie wieder etwas Technisches besessen, das von Anderen als cool oder futuristisch wahrgenommen wurde; übriggeblieben ist bis heute lediglich ein gewisses Interesse an alten Taschenrechnern.
(Oliver Laumann)

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