Laheema National Park
Nach Berlin und Tallinn sehnten wir uns nach der schönen und bekannten Natur Estlands. Um uns diesen Wunsch zu erfüllen, wurde natürlich wieder der schwerste und längste Wanderweg der Region ausgesucht.
30km Anstrengung sollten es also sein.
Wir machten uns also schon um 5 Uhr morgen frohen Mutes auf und obwohl Alina anfing ihr Leben und die getroffenen Entscheidungen zu hinterfragen, hat sich der lange Marsch mehr als gelohnt! Wir durchwanderten endlos scheinende Wälder, durchstapften Moore und Sümpfe. Birkenbaumkronen, die von der Sonne illuminiert aussahen, wie gold-grüne Zuckerwatte. Rehe, die gemütlich unseren Weg kreuzten und eine riesige Auswahl an Vögel und Pflanzen, welche wir zuvor noch nie gesehen haben. All diese Impressionen bildeten für uns das Epitom von Estland. Nach 8h menschenleere begegneten wir 2 Wanderern auf einem schmalen Holzpfad im Moor. Wir grüssten sie also voller Begeisterung, doch typisch estnisch/russisch wurden wir nur entgeistert angeglotzt. Die letzten zwei Kilometer quälten wir uns eilig zur Busstation, um den letzten Bus nach Tallinn nicht zu verpassen. Angekommen warteten wir also geduldig. 5 Minuten. 10 Minuten. 20 Minuten. Bis wir schliesslich realisierten, dass der Bus wohl nicht kommen wird. Kein Problem dachten wir uns! Wir sind jung, dynamisch und flexibel!! Voller Zuversicht steckten wir also den Daumen heraus und warteten. Und warteten. ... Leute glotzten uns an, zuckten mit den Schultern (obwohl ihre ganze Rückbank leer war) oder streckten uns ebenfalls den Daumen zu. Ich glaube hitchhiken ist kein Ding in Estland. Nach einer Stunde hielt doch tatsächlich eine junge Russin an!! Wir plauderten ausgelassen und sie fuhr uns sogar zum Busbahnhof. Dankchä fürs Beweisen, dass Russen doch ein Herz für Touris haben können! Ihr könnt euch vorstellen, wie schnell wir eingeschlafen sind, sobald wir das Bett nur sahen.













