(Herz-)erwärmende Gastfreundschaft auf der Moschee-Baustelle
Ich war mit meinen Freundinnen auf einem Tagesausflug in Frankreich. Bei unserer Ankunft in Colmar legten wir einen Zwischenstopp bei einer Ditib Moschee ein. Die Moschee befand sich noch im Aufbau, sodass einer der "Bauarbeiter" jemanden fragte, ob wir die Moschee betreten dürfen. Der Mann erwiderte freundlich "selbstverständlich" und führte uns hinein.
Man konnte zwar die Gebetsräume nutzen, doch die Waschräume waren noch nicht fertig gestellt. Also fragte ich einen der Männer, ob es ein Badezimmer gibt, dass wir nutzen können. Wir wurden in den provisorischen Aufenthaltsraum der Bauarbeiter geführt. Der freundliche Mann, der ebenfalls Arbeitskleidung trug und mit anpackte, stellte sich als der Imam der Moschee vor. Er bat die anderen Bauarbeiter hinaus, damit wir in Ruhe die Toiletten nutzen und die Gebetswaschung vornehmen können. Anschließend setzte er für uns türkischen Tee auf und legte süße Teilchen vor das Kaminfeuer, damit wir uns wärmen und stärken können, bevor er selbst ebenfalls den Raum verließ.
Wir waren so überwältigt von dieser Gastfreundschaft und sprachen darüber, während wir unseren Tee tranken. Während wir da saßen, kam eine weitere Frau hinein, die sich ebenfalls wärmen wollte. Da wurde mir klar, dass das der übliche Umgang dort ist. Diese Männer überließen uns ihren warmen Platz und hielten sich in der Kälte auf. Und sie taten das gerne.
Diese herzliche Geste gab mir so viel positive Energie, dass die unangenehmen Situationen des Tages mir nichts mehr anhaben konnten.
Beispielsweise starrte man uns oft an und es schien auch so, als ob man über uns sprach. Einmal wollte ich von einem Straßenwagen gegrillte Maronen kaufen. Der Verkäufer stieg in den Wagen, fuhr 2 Meter weiter, stieg aus und ignorierte mich. Diese Handlung kränkte mich einen Moment lang, doch der Gedanke an die Begegnung in der Moschee half mir, dieses negative Gefühl abzuschütteln. Diese Begegnung gehört zu den Gesten, die ich mein Leben lang nicht vergessen werde. Der Lohn dafür liegt bei Allah.











