Der Halbseidene Junggeselle
Es spricht nicht gerade fĂźr unsere Stadt,
Dass sie 1000 Gartenzwerge,
Aber nur 5 halbseidene Mädchen hat.
Ich war Stammgast in eurer "Pension".
Trinkt zum Abschied mit mir an der Bar,
Denn morgen tret ich vor den Traualtar.
Dann fĂźhr ich n solides, n ehrbares Leben,
Zum Deibel nochmal mit der herrschenden Moral
Aber so isses nun mal ebenâŚ
Mein Evchen, mit dem traurigen Dackelblick
Konnt dir nicht widerstehen, schicktâ dich niemals zurĂźck
Ich hab viel gelernt von der scheuen Ruth,
Die kannte alle Tricks, da zog ich den Hut.
Mathilde, du warst immer die Wilde,
Nu heulste wieân Schlosshund
Hier hasteân Tuch. Komm ich wisch dir den Mund.
Ab morgen fĂźhr ich n solides, n ehrbares Leben,
Zum Deibel nochmal mit der herrschenden Moral
Aber so isses eben, so isses ebenâŚ
Bei dir, Annemarie lag ich oft Ăźber dem Knie,
Du schlugst sehr fest zu und kĂźsstest mich nie.
Hattâ mit der mageren Nicolle mir oft inner Wolle,
alles Andere war nicht so dolle.
Ihr habt ne neue, die ist bei nem Gast?
Selber Schuld, wenn se die Sause verpasst!
Ab morgen fĂźhr ich n solides Leben,
Zum Deibel nochmal mit der herrschenden Moral.
Aber so isses eben, so isses ebenâŚ
Die Neue war nur zur Aushilfe da?
Schade, du sagst, sie hat schwarzes Haar.
Da kommt sie grad zur TĂźr herein
Mich trifft der Schlag: Das kann nicht sein!
Du Elfriede? Jetzt ist alles aus.
Ein halbseidenes Mädchen kommt mir nicht Ins Haus.
Was heisst hier Doppelmoral?
Das ist doch was Anderes in meinem Fall!
Und ich gab einen aus, ich dummer Idiot.
Es gibt Fehler, die macht man nur einmal im Leben.
Aber so isses eben, so isses eben...